Banker hier? Darlehen nach Privatinsolvenz?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von bianka33 31.03.10 - 12:39 Uhr

Hallo,

hätte da mal eine Frage an alle Bänker(innen), die sich mit sowas auskennen oder alle, die vielleicht selbst damit Erfahrung haben.

Eine gute Freundin von mir träumt schon seit längerem von Wohneigentum. Ihr Mann hat jedoch vor kurzem ne Privatinsolvenz durchgezogen incl. dieser Restschuldbefreiung. Ich dachte eigentlich, daß man danach wirklich ne 2. Chance bekommt -aus der Schufa draußen ist usw. Sie meinte jedoch, daß die Banken noch ewig die Info haben bzgl. Insolvenz und er daher nie wieder einen Kredit für Erwerb von Wohneigentum kriegen würde und sie alleine ja auch nicht, da sie wegen der kids nur Teilzeit arbeiten würde.

Kenn mich da nicht aus, drum wollt ich mal hören, ob es hier jemand gibt, der mir mal erklären kann, ob die beiden gemeinsam nie wieder die Chance auf ein Bau-darlehen bekommen werden (auch wenn genügend Eigenkapital, zb. 40%vorhanden...) oder, ob ihr meint, daß ne Bank ihnen unter guten Voraussetzungen doch noch ne Chance geben würde. Ich finds nämlich irgendwie schade für sie, da sie ja nix für kann...

Danke schon mal für jede Info!
Bianka

Beitrag von polar99 31.03.10 - 12:41 Uhr

Hallo,

ich kann nicht verstehen, wie man nach einer Privatinsolvenz wieder daran denkt, so hoch einen Kredit aufzunehmen...

lg polar

Beitrag von blondesgift81 31.03.10 - 12:47 Uhr

Was schliesst denn deiner Meinung nach den Wunsch nach einem Eigenheim aus?

1. Ist der Grund für die Insolvenz völlig unbekannt und tut auch nichts zur Sache. Es gibt auch Insolvente, die nicht durch Katalogbestellugen, Handyverträge usw insolvent geworden sind!!!!

2. Gibt es ja auch noch den Partner, der ja nicht zwangsläufig was mit der PI zu tun hat. Darf derjenige sich nicht ein Eigenheim wünschen?

Ich kann dich gut verstehen, für die Gläubiger ist es natürlich totaler Mist, denn die sehen meist von dem Geld nichts!

Nun zum Thema zurück:

Also direkt nach der Restschuldbefreiung gibt die Bank sicherlich kein Darlehen, allerdings nach einiger Zeit wohl. Zumindest wird es hier so gehandhabt. (ein befreundetes Pärchen hat auch nach seiner Insolvenz ein Eigenheim gekauft)
Handhabt aber vielleicht auch jede Bank anders.

LG
Mary

Beitrag von windsbraut69 31.03.10 - 12:51 Uhr

"2. Gibt es ja auch noch den Partner, der ja nicht zwangsläufig was mit der PI zu tun hat. Darf derjenige sich nicht ein Eigenheim wünschen? "

Klar aber dann möge er es selbst finanzieren oder sich einen solventeren Finanzier dafür suchen.

Gruß,

W

Beitrag von blondesgift81 31.03.10 - 12:53 Uhr

Hmmm, also das find ich jetzt mal ganz daneben...

Naja, Schlauschnacker eben.

Habe meine Meinung dazu geäussert und werde auch jetzt nichts weiter dazu sagen, da sich meine Meinung dazu eh nicht ändern wird.

LG
Mary

Beitrag von polar99 31.03.10 - 12:54 Uhr

Hallo,

ich habe ja auch nur geschrieben, dass ICH es nicht verstehen kann.

Meine Einstellung ist, dann würde ich eben lieber nicht wieder schulden machen.

Meine Meinung. Muss ja nicht deine sein ;-)

lg polar

Beitrag von windsbraut69 31.03.10 - 13:02 Uhr

Ja okay, wenn Du "selbst finanzieren" daneben findest, dann paßt das Thema ja wie die Faust aufs Auge.

Eine PI ist eine Chance, irgendwann mal schuldenfrei zu sein, obwohl man Gläubiger auf ihren Forderungen hat sitzen lassen, kein Freifahrtsschein, sich die nächsten Schulden aufzuhalsen.

Beitrag von polar99 31.03.10 - 13:06 Uhr

Meine Meinung!

Beitrag von windsbraut69 01.04.10 - 06:18 Uhr

Schlimm genug, wenn gleich nach der PI wieder an Schulden in dem Ausmaß geacht wird aber sich auch noch unfair behandelt zu fühlen, ist schon ne Frechheit.

Wir haben so nen Fall live vor Augen, wo sie in der PI ist und er einen ganz ominösen Kredit für ein Haus bekommen hat, in dem nicht vorhandenes EK doppelt und dreifach angerechnet wird....
Da ist die zweite Insolvenz innerhalb dieser Ehe gleich vorprogrammiert und das zweite Haus, das in die Zwangsversteigerung geht.

LG

Beitrag von bianka33 31.03.10 - 14:01 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Wußte nicht, daß ich mit so ner Frage quasi in ein Wespennetz steche :-) ! Ehrlich gesagt tun mir alle leid, die wegen PI oder ALG II - Bezug gleich abgestempelt werden, und das auch noch für den Rest ihres Lebens.

LG Bianka

Beitrag von sassi31 31.03.10 - 12:51 Uhr

Hallo,

da gebe ich dir Recht. Ich wäre dann eher froh, dass ich schuldenfrei leben kann.

Gruß
Sassi

Beitrag von zwiebelchen1977 31.03.10 - 12:46 Uhr

Hallo


Wenn genug Ek da wäre, wieso dann die PI??

Sie konnten schon einmal Geld nicht zurückzahlen. Muss das denn wieder sein?

BIanca

Beitrag von shasmata 31.03.10 - 12:51 Uhr

Und woraus schließt du, dass sie den Kredit nicht zurückzahlen würden? Es klingt bei dir so, als ob es definitiv so wäre.

Beitrag von zwiebelchen1977 31.03.10 - 12:52 Uhr

Hallo

Nun, sie konnten schon einmal Geld nicht zurückzahlen. Sonst wären sie wohl kaum in der PI.

BIanca

Beitrag von shasmata 31.03.10 - 12:53 Uhr

1. Nur ihr Mann WAR in der PI.
2. Nur weil sie es damals nicht zurückzahlen konnte, heißt es nicht, dass es so weiter geht. Finanzielle Verhältnisse können sich schließlich auch bessern.

Ich denke auch nicht, dass man direkt nach einer PI einen neuen Kredit aufnehmen sollte, aber man kann nicht immer gleich davon ausgehen, dass die den eh nicht zahlen wollen.

Beitrag von zwiebelchen1977 31.03.10 - 12:58 Uhr

Hallo

Finde in den meisten Fällen die PI sowieso ungerecht. Die Gläubiger können zusehen, wo sie blieben, die Schuldner sind"fein" raus.

Die meisten sind an der PI selber Schuld, weil sie über ihre Verhältnisse gelebt haben. Entweder habe ich das GEld um mir Dinge zu kaufen( ausser Haus) oder ich habe es nicht. Dann muss ich halt warten.

Schulden machen und nicht zurückzahlen geht mal gar nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bianca

Beitrag von shasmata 31.03.10 - 13:00 Uhr

Es gibt VIELE Schuldner, die NICHT darein "rutschen", weil sie über ihre Verhältnisse gelebt haben, sondern weil einfach was unvorhergesehenes schief läuft oder so!

Die wenigsten denken sich "Ach ich mach mal Schulden, kann ja dann in die PI gehen und muss nichts zahlen" *kopfschüttel*

Beitrag von swety.k 31.03.10 - 12:49 Uhr

Hallo,

ich arbeite bei einer Bank. Ich käme nie auf den Gedanken, jemandem ein Darlehen zu geben, der schon mal privat-insolvent war. Zweite Chance hin oder her. Das ist schließlich eine zweite Chance, schuldenfrei zu leben und nicht eine zweite Chance, neue Schulden zu machen.

Ganz ehrlich, ich verstehe Deine Freundin nicht. Wie kann man auch nur daran denken, mit so einer Vorgeschichte einen Kredit aufzunehmen?

4ß% Eigenkapital? Wo haben sie das her? Warum haben sie damit nicht die Schulden getilgt? Ich weiß, Du fragst nicht für Dich selbst, aber bei solchen Beiträgen krieg ich echt zuviel!!!

Gruß von Swety

Beitrag von sassi31 31.03.10 - 12:52 Uhr

"4ß% Eigenkapital? Wo haben sie das her? Warum haben sie damit nicht die Schulden getilgt?"

Es könnte ihr Geld sein und sie muss seine Schulden schließlich nicht abzahlen.

Gruß
Sassi

Beitrag von swety.k 31.03.10 - 12:55 Uhr

Mag sein. Ich an ihrer Stelle würde mir dabei wirklich schlecht vorkommen. Wenn mein Mann Gefahr laufen würde, insolvent zu werden, würde ich ihn mit meinem Geld unterstützen. Egal, wie die Insolvenz zustande gekommen ist, die Gläubiger haben ein Recht auf ihr Geld.

Ich stell mir grad vor, daß einer der Gläubiger, die wegen der Insolvenz kein Geld bekommen haben, das neue Haus der Familie sieht. Der kommt sich doch verarscht vor!

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von sassi31 31.03.10 - 18:36 Uhr

Klar wird sich da ein Gläubiger verarscht vorkommen. Das kann ich auch absolut nachvollziehen. Ich habe früher im Forderungsmanagement gearbeitet und kenne das alles.

Aber ich kann auch verstehen, wenn die Frau mit ihrem Vermögen nicht für seine Schulden gerade steht. Sie hat die Schulden nicht gemacht und es wäre auch nicht fair, wenn sie dafür zahlen soll.

LG
Sassi

Beitrag von bianka33 31.03.10 - 14:13 Uhr

Danke für Deine Antwort. Ja, so sehen das wohl viele Banken.

Übrigens sind es seine alten Schulden, aber die ganze Geschichte möcht ich hier nicht erzählen, weils nicht meine ist und weil ich nicht 100% Bescheid weiß.

Ach ja, das EK wär von ihr, ihren Eltern und halt erst noch anzusparen.

Und verstehen kann ich sie genauso gut wie alle anderen, die sich per Wohneigentum was für die Rente aufbauen wollen - schließlich sehen darin viele DIE größte Vorsorge fürs Alter und so nebenher (neben Miete zahlen) sich die ganz Summe für ne ETW anzusparen vor dem Kauf, das schaffen wohl nur wenige - aber das wird wohl ihre einzige Chance sein.

Bianka

Beitrag von swety.k 31.03.10 - 14:16 Uhr

Ich fürchte, mit einer Privatinsolvenz im Hintergrund kann man einfach kein Wohneigentum haben. Klar wäre es schön, aber alles geht nun mal nicht. Ich habe auch kein Wohneigentum und es gibt genug ältere Leute, zur Miete wohnen und damit zufrieden sind. Warum sollte das Deine Freundin nicht auch sein?

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von vwpassat 31.03.10 - 14:22 Uhr

""Ach ja, das EK wär von ihr, ihren Eltern und halt erst noch anzusparen. ""

Und wo ist dann das EK?

Ich hab selten so einen Quatsch gelesen, EK ist immer das, was man jetzt hat und nicht irgendwann einmal.

Beitrag von bianka33 31.03.10 - 15:19 Uhr

Hab ich irgendwo geschrieben, daß sie jetzt sofort ne ETW kaufen will oder is das so rüber gekommen?
Es geht ihr nämlich nicht um sofort und gleich, sondern eher um die Zukunftsplanung.

Dh. sie würde ohnehin erst mit genügend EK dieses Vorhaben umsetzen wollen, nur leider heißt in ihrem Fall genügend EK wohl 100% vom Kaufpreis und das wird sie wiederum frühestens kurz vor der Rente beieinander haben #gruebel.

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