Elterngeld 2. Kind

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kerstin8181 31.03.10 - 12:53 Uhr

Hallo,

ich habe eine Frage bzgl. dem Elterngeld bei einem 2. Kind.
Unser Bastian wurde am 15.12.2009 geboren. Ich habe 1 Jahr Elternzeit beantragt. Wir möchten auch noch gerne ein 2. Kind.
Weiß jemand, ob ich die eingereichte Elternzeit beim Arbeitgeber und bei dem Amt für Familie und Soziales auf 2 Jahre erweitern kann und das restliche Geld auf 2 Jahre splitten kann? Wir würden dann nämlich unseren 2. Kinderwunsch "vorverlegen" und (wenns klappt) uns ein 2. Kind bis zu Bastians 2. Geburtstag "anschaffen". Wenn ich nämlich zwischenzeitlich halbtags arbeiten würde, dann würden doch die 67 % vom meinem Halbtagsnettogehalt als Elterngeld ausgezahlt werden, oder? Wenn wir aber ein 2. Kind nach Bastians Elternzeit bekommen, dann gelten die 67 % von meinem Ganztagsjob, oder??? Ich hab schon bei der Familienkasse angerufen, aber die ist heute leider nicht besetzt. Mein Mann und ich sind bestimmt nicht geldgierig, aber wir wollen heuer noch beginnen zu bauen und da muß man schon ein bißchen planen und überlegen.
Schon mal danke für Eure Antworten.

Kerstin

Beitrag von jula77 31.03.10 - 13:03 Uhr

Hallo Kerstin,

du bekommst nicht mehr Elterngeld, wenn du deine Elternzeit verlängerst. Für das zweite Kind bekommst du 300 Euro plus Geschwisterbonus (glaube 10%) bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres vom ersten Kind, oder halt die 67% vom Halbstagesjob falls das mehr als 300 Euro ergeben sollte. ES gelten immer die 12 Monate vor Mutterschutz bzw. vor Geburt des jeweiligen Kindes.

Die Elternzeit kann man beim AG nicht einfach verlängern, wenn man nur ein Jahr angegeben hast. Eine Verlängerung nach nur einem Jahr bedarf seiner Zustimmung. Von zwei auf drei wäre es nicht so gewesen.

Ob die Elterngeldstelle im Nachhinein die Beträge splittet, musst du erfragen. Kann mir aber vorstellen, dass die das evtl. nicht so einfach machen, da du ja was anderes beantragt hast. Bürokratie halt. Aber vielleich machen die das. Wenn nicht leg einfach die Hälfte zurück...gibt ja auch Zinsen.

LG Jule

Beitrag von kerstin8181 31.03.10 - 13:11 Uhr

Hallo Jula77,

danek für Deine Antwort. Aber ich glaube, da besteht ein Mißverständnis.
Wenn ich mit Bastian 2 Jahre Elternzeit nehme (bis einschl. 14.12.2011) und im Febr. 2012 das Kind 2. Kind käme, bekomme ich dann nur 300,- Euro für das 2. Kind? Oder wird das Gehalt vor Bastian zugrunde genommen?

Kerstin

Beitrag von jula77 31.03.10 - 13:15 Uhr

Nein eben nicht, habe dich schon richtig verstanden. Bei dem Elterngeld für Bastian wird das Gehalt vor seiner Geburt genommen. Beim zweiten Kind die 12 Monate vor dessen Geburt. Du bekommst dann aber noch einen kleinen Geschwisterbonus.


So ist es nun mal. Geht mir übrigens gerade genauso.

LG Jule

Beitrag von wir3inrom 31.03.10 - 13:39 Uhr

300,- €, da du in den 12 Monaten vor Geburt des 2. Kindes nicht gearbeitet hast.

Beitrag von susannea 31.03.10 - 14:56 Uhr

DAs hat nichts mit den 12 Monaten davor nicht gearbeitet zu tun, denn wären sie nur 12 Monate auseinander oder bis zu 15 würde sie sogar mehr Elterngeld erhalten als jetzt!

Beitrag von susannea 31.03.10 - 14:55 Uhr

KOmmt im Februar 2012 das 2. Kind, hättest du ab Januar Mutterschutz, also zählt Januar bis Dezember 2011 und da dies alles Monate ohne Einkommen und Elterngeld sind, würdest du nur 300 Euro bekommen.

Beitrag von jenjo 31.03.10 - 13:08 Uhr

So viel ich weiß, bekommst du bei deinem 2. Kind keine 67% mehr... es zählen die letzten 12 Monate vor der Geburt, da hast du dann ja nicht mehr gearbeitet und bekommst die 300€ Grundsicherung....

LG

Wenn ich es doch falsch verstanden habe, kann man mich gerne korrigieren...

Beitrag von ela28 31.03.10 - 13:08 Uhr

Hallo,

so viel ich weiß, bekommst Du auch nach dem einem Jahr nicht die 67% von Deinem Ganztagsjob. Es rechnet sich ja immer von dem Vorjahr und da warst Du ja schon daheim. Aber erkundige Dich am Besten mal bei der Elterngeldstelle.

Grüße Ela28

Beitrag von kerstin8181 31.03.10 - 13:13 Uhr

Ach so. Da zählt dann nicht das letzte Vollzeitgehalt. Habs jetzt kapiert.
Vielen Dank.

Kerstin

Beitrag von miau2 31.03.10 - 13:15 Uhr

Hi,
du bringst da etwas durcheinander. Elternzeit und Elterngeld sind zwei verschiedene Paar Schuhe, das eine hängt nicht am anderen.

- Elternzeit: Verlängerung von einem auf 2 Jahre ist nur möglich, wenn der AG zustimmt. Muss er aber nicht, er kann auf Arbeitsbeginn anhand deiner ursprünglich angemeldeten Elternzeit bestehen. Du hast dich mit diesem Erstantrag für die nächsten 2 Jahre festgelegt - es ist das Recht vom AG auf Einhaltung zu bestehen. Freiwillig zustimmen darf er natürlich.

- Elterngeld: soweit ich weiß ist eine nachträgliche Splittung nicht möglich, aber da bin ich mir nicht wirklich sicher. Aber - wenn dein AG mit einer Verlängerung der EZ einverstanden ist: pack ab sofort jeden Monat die Hälfte zur Seite. Hat ja dann eigentlich den gleichen Effekt wie eine Splittung.

Wir mussten übrigens fürs 2. Kind 8 Monate üben...Planen lässt sich nicht viel, Kleinkinder können ein ziemlich gutes Verhütungsmittel sein...

Den Rest habe ich nicht ganz verstanden...vielleicht hilft dir das weiter:

Für die Elterngeldberechnung werden die 12 Monate vor Beginn vom Mutterschutz herangezogen.

Mit zwei Ausnahmen: Krankengeldbezug wegen schwangerschaftsbedingter Probleme, und Monate mit Elterngeldanspruch. Der endet aber mit 12 (bzw. unter den bekannten Ausnahmen mit 14) Monaten, eine Splittung verlängert das NICHT (die verlängert nur den Bezug, nicht den Anspruch).

Heißt, wer es schafft, vor oder spätestens am 1. Geburtstag in den neuen Mutterschutz zu gehen erhält noch einmal das gleiche Elterngeld wie beim vorherigen Kind. Wer es bis zu 12 Monate später "schafft" bekommt teilweise Monate von vor dem ersten Kind, und teilweise Monate mit 0 eingerechnet.

Mal ein hypothetisches Beispiel:

erste Kind im Jan. 10 geboren. Dann ein Jahr EZ, dann Halbtagesjob (vollkommen egal, ob der in Elternzeit oder nicht ausgeübt wird). Mutterschutz beginnt wieder Anfang Juni 11.

Dann wäre die EG-Berechnung anhand der Monate Juni 10-Mai 11.

Da aber in den Monaten Jan10-Dez10 EG Anspruch besteht werden die Monate Juni10-Dez10 nicht berücksichtigt, dafür Monate von vor dem ersten Kind herangezogen.

Also dann
7 Monate Einkommen von vor dem ersten Kind
5 Monate Halbtagesjob
als Berechnungsgrundlage.

Wer nicht arbeitet, kann statt Halbtagesjob an dieser Stelle 0 einsetzen.

So ungefähr jedenfalls.

Die Elternzeit vom ersten Kind und ob das zweite direkt danach kommt o.ä. hat mit der neuen EG-Berechnung nicht wirklich etwas zu tun.

Einzig der Elterngeldanspruch ist wichtig, wenn es bei kurzer Geburtenfolge um die Höhe des EG geht.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von jula77 31.03.10 - 13:24 Uhr

Das wäre mir aber neu mit der Anrechnung des Gehaltes wenn das zweite vorm ersten Geburtstag des ersten kommt. Bist du dir da ganz sicher? Habe gerade nochmal nachgelesen, finde nix dazu nur das mit dem Geschwisterbonus.

LG Jule

Beitrag von miau2 31.03.10 - 13:44 Uhr

Hi,
guck mal hier
http://www.bmfsfj.de/wegweiser/service,did=75670.html

2. Absatz "Höhe des Elterngeldes"

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von jula77 31.03.10 - 13:52 Uhr

Siehste wieder was gelernt. Naja soviel Ehrgeiz muss ja auch belohnt werden. Zwei Kinder innerhalb von 12 Monaten ;-).

Aber bei dem o.g. Fall wird es nix nützen, da ja zwei Jahre dazwischen sind, hat höchstens steuerliche Vorteile es zu splitten...aber auch nur wenn man verheiratet ist :-D

LG Jule

Beitrag von miau2 31.03.10 - 17:27 Uhr

Hi,
wenn nicht genau zwei Jahre dazwischen liegen, sondern irgend etwas zwischen ca. 14 Monaten und halt zwei Jahren gäbe es evtl. immerhin etwas mehr als den Sockelbetrag...

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von kruemi090607 31.03.10 - 13:57 Uhr

Hallo Kerstin,
ich weiß zwar nicht ob Dir meine Geschichte etwas bringt, aber bei meiner Freundin ist es so.
Ihre Kleine kam im Mai 08 auf die Welt, jetzt hat sie im Februar 10 ihr 2tes Kind bekommen. Sie hat Elterngeld bis Mai 09 bekommen. Dann ist sie im Dezember in Mutterschutz gegangen. Sie hat zwischenzeitlich nicht gearbeitet. Also war sie 7 Monate "ohne Bezug". So jetzt hat die Familiekasse, die 7 Monate UND 5 Monate von ihrem alten Gehalt genommen und das ist jetzt ihr Elterngeld. Begründet haben sie es so, dass Elterngeld und Mutterschutzgeld nicht in die neue Elterngeldzeitphase hineinfließen. Wenn ich richtig kombiniert habe, könntest Du nach Dezember 2010 schwanger werden bzw. nach Dezember 10 entbinden und dann wären es nicht nur die 300 Euro + Geschwisterbonus.
Naja ich hoffe Du verstehst was ich sagen wollte
LG Krümel