urbia.tv: Thema Kindersichere Wohnung

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von urbia-Redaktion 31.03.10 - 14:00 Uhr

Liebe urbianer,

in unserer neuen urbia.tv-Sendung haben wir einen TÜV-Experten mal eine Wohnung, in der ein Kleinkind lebt, auf Sicherheit überprüfen lassen.
Was der Fachmann sagt, könnt Ihr Euch hier ansehen:

http://www.urbia.de/tv/?date=310310&mv=1

Wir freuen uns auf Euer Feedback zum Film.
Außerdem interessiert uns natürlich, wie ihr das mit der Sicherung handhabt.

Viele Grüße und frohe Ostern

Monika
urbia-Redaktion

Beitrag von hoeppy 07.04.10 - 21:42 Uhr

Hallo,

sorry, aber nach 5 Minuten musste ich diesen Blödsinn ausschalten.
Ich frage mich ernsthaft WIE unsere Eltern uns aufgezogen haben ohne diesen ganzen Schnickschnack.

Ganz einfach. Mit Erziehung. Und mit dem learning by doing Prinzip.

Wir haben bei uns Zuhause die Steckdosen gesichert und EINE EINZIGE Sicherung an einem Schrank in dem die Putzmittel sind.

Scharfe und spitze Messer sind in einer unerreichbaren Höhe und die normalen Streichmesser halte ich für recht ungefährlich. Meine Kinder haben beide recht bald den Umgang mit solchen Utensilien gelernt. Dadurch ist nie etwas passiert.

Eine Sicherung am Herd halte ich auch für Sinnlos. Es gibt einem ein falsches Gefühl für Sicherheit. Das Kind lernt nur dass es da nicht hin darf. Doch warum nicht?
Sobald man irgendwo ist wo nicht so ein Herdschutz ist wird der Herd das Kind magisch anziehen denn es ist ja Zuhause verboten hin zu fassen.

Ich habe meine Kinder immer auf den Arm genommen und dann haben sie ihre Hände in die Nähe der Töpfe gehalten so dass sie merken dass es heiß wird. Natürlich haben sie sich dabei nicht gebrannt. Dennoch haben sie bemerkt dass es nicht gut ist dort hin zu fassen.

Am tollsten fand ich in diesem Beitrag den Satz:

Kinder haben doch meistens etwas in der Hand wenn sie in die Steckdose fassen-z.B. eine Häkelnadel.
Klar doch. Dieser Mensch will uns erklären dass bereits normales Besteck lebensgefährlich für Kinder ist. Aber mit Häkelnadeln rumrennen ist völlig normal.

Ich bin sehr froh dass ich meine Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen lasse. Ich bremse sie nur wenn es wirklich gefährlich wird.
Und nun kommt der Hammer-meine Kinder hatten noch nie nennenswerte Verletzungen oder Unfälle weil sie mit alltäglichen Situationen klar kommen. Ich finde es immer ganz schlimm wenn ich Kinder sehe die nicht mal auf ein Klettergerüst klettern können ohne runter zu fallen. Oder wenn schon eine Schaukel oder Rutsche für ein 3 jähriges Kind zum Gefahrenort wird.

Bisher habe ich immer auf mein Gefühl gehört was die Erziehung betrifft-so werde ich auch weiter machen.
Dadurch entwickeln sich meine Kinder bisher bestens und meinen Geldbeutel schont es auch-ich muss nicht jeden Schnickschnack haben der der vermeintlichen Sicherheit dient.

Meine Kinder sind übrigens 2,5 und 4,5 Jahre alt.
Aber ich habe es noch nie anders gehandhabt als jetzt. Bereits mit 1,5 Jahren durften sie mit Streichmessern ihre Brote schmieren oder sie zum Kneten benutzen.

LG Mona

Beitrag von kikaninchen 08.04.10 - 14:01 Uhr

#pro#pro#pro

Danke, Du sprichst mir aus der Seele!
Wie haben unsere Eltern es bloß geschafft uns überhaupt groß zu kriegen?!

Das ist genauso ein Blödsinn, wie der Trend alles zu Desinfizieren und sein Kind am Liebsten in einer absolut sterilen Umgebung aufzuziehen.

Sicherheit ist nicht natürlich nicht unwichtig. Steckdosensicherungen haben wir auch und der Schrank mit den Putzmitteln ist für die Kleine nicht zu öffnen.
Aber wie bei Dir: Das wars fast schon.

Aber das ist unsere heutige Gesellschaft.
Alles gesichert, alles steril, alles unter Anleitung - sogar das Spielen!
Nee danke. Wir müssen uns das nicht geben!

Beitrag von frau_e_aus_b 18.04.10 - 07:46 Uhr

*unterschreib*

bei uns sind auch nur die Steckdosen gesichert. Putzmittel stehen im Einbauschrank ganz oben (so hoch dass sogar ich und mein Mann nur mit Stuhl oder Trittleiter dran können).

Alles andere ist nicht extra gesichert und Yannick ist noch nie dran gegangen.

LG
Steffi, deren Mann mit 2Jahren (also 1985) eine komplette KH-Station lahmgelegt hat, weil er mit ner Stricknadel in der Steckdose gespielt hat #schwitz

Beitrag von daddy69 18.04.10 - 16:14 Uhr

Kann ich nur zustimmen. Hinweise zu Fehlerstromschutzschaltern oder Rauchmeldern wären sinnvoller als Tipps gegen eingeklemmte Fingerchen in Schubladen.

Beitrag von zanadu 19.04.10 - 16:04 Uhr

Hallo, also bei uns war die Küche duch ein Gitter komplett zu Kinderfreien zone erkärt worden.
Ich selber habe mich duch das Spielen an einer Steckdose ziemlich verbrannt.Also immer Steckdosen sicherungen.
Normale Meser halte ich für ziemich ungefährlich , meine haben schnell ( auch mit scharfen) Messer geschnitten.
Fehlen tut für mich noch der Hinweis auf umfallende Möbel. Meine Kinder haben es geschafft ein altes Eichenregal umzuschmeißen , wenn nicht ein Bett im weg gewesen währe. Währe es wohl böse ausgegangen.
Klemmen und stoßen gehört für mich zu den Lebensresiken.
Wichtig währe noch zu sagen das kleine Kinder sich an einer Tasse Tee sehr schwer verbrennen können. Ist einer Mutter bei uns im der Krabbelgruppe passiert.