nach Erziehungsurlaub gleich halbtags arbeiten ?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nully 31.03.10 - 15:04 Uhr

Hallo Ihr Kugelis,

meine Frage steht ja schon größtenteils oben.
Ich gehe ab Aug. 2010 in Mutterschutz und danach für ein Jahr in Erziehungsurlaub. Wollte anschließend dann halbtags arbeiten. Was meint ihr? würdet ihr das machen oder lieber die ganzen drei Jahre die Kleinen pflegen und hegen? Was würdet ihr mir raten? Mache ich einen Fehler?
Ich weiß schon, das sind die wichtigsten Jahre eines Kindes, aber das Finanzielle sollte auch nicht vernachlässigt werden und ich wollte nicht so lange von meinem Beruf raus sein, ändert sich so schnell was (Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte).

Würde mich über viele Ratschläge und Meinungen freuen.

Danke ;-)

Beitrag von liv79 31.03.10 - 15:08 Uhr

Ich würde sagen das hängt ganz davon ab, ob du eine Betreuungsmöglichkeit findest, die dir zusagt.

Für eine Kita müsstest du dich vermutlich jetzt schon anmelden. Oder gibt es jemanden in der Familie, der die Betreuung übernehmen könnte, deine Mutter oder so?

Ich werde mir das 2. Jahr "gönnen", auch wenn dann ein Teil unserer Ersparnisse (für ein Haus) mal dran glauben muss.

Beitrag von nully 31.03.10 - 15:45 Uhr

ja meine Mutter würde die Betreuung übernehmen, da kann ich unbesorgt arbeiten gehen

Beitrag von nana-k 31.03.10 - 15:09 Uhr

hi,

klar würde ich lieber 3 jahre mit dem sproß verbringen, aber das ist finanziell immer so ne sache.
und die frage ob wann wirklich 3 jahre nicht arbeiten will...wäre mir auf dauer zu langweilig.

ich werde nach dem ersten jahr 14-18 stunden arbeiten gehen und die kleine zu ihren Großeltern geben.
und dann steigere ich das bis sie 2 jahre alt wird und werde dann wieder 35 stunden arbeiten gehen.
sie kommt dann in den KiGa.

wenn man es sich leisten kann, ist es natürlich für das kind das schönste, wenn die mama 3 jahre lang daheim bleibt!

lieben Gruß, Nana

Beitrag von honey24.09 31.03.10 - 15:11 Uhr

genau diese frage hab ich mir auch gestellt!

Und ich werde auch nur ein jahr zuhause bleiben, sonst bin ich zu lange raus! :-(

Ich hoffe wir machen das richtige...

Beitrag von sandra.weidmann 31.03.10 - 15:16 Uhr

Hallo,

also, bei meiner ersten Tochter wollte ich nach einem Jahr wieder zu arbeiten anfangen (eigentlich wollte ich gar nicht aufhören und stundenweise arbeiten, das ging aber nicht). Doch ich habe erst nach 1 1/2 Jahren wieder Arbeit gefunden.

Dieses Mal habe ich vor, nach 6 Monaten wieder stundenweise zu arbeiten, nach 1 Jahr dann wieder Vollzeit so wie jetzt auch.

Bei mir ist das auch aus finanziellen Gründen, ansonsten würde ich lieber nur halbtags arbeiten. Aber ganz ohne Arbeit nur beim Baby zu Hause sein könnte ich nicht. Und schon gar nicht für 3 Jahre!!!

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Viel Glück und Mut!

LG Sandra

Beitrag von petitange 31.03.10 - 15:32 Uhr

Also, das wichtigste ist finde ich, dass du ein gutes Gefühl dabei hast und dazu muss das Kind gut betreut sein. Nur dann hast du den Kopf frei, um dich auf deine Arbeit zu konzentrieren. Natürlich sind die ersten Jahre für ein Kind wichtig, aber das heist für mich ganz und gar nicht, dass sich nur die Mutter darum kümmern kann. Es gibt Frauen, deren Beruf ist es, Kinder zu betreuen und ich wage zu behaupten, dass diese Betreuung manchmal besser ist, als diejenige, die eine frustrierte Mutter gewährleisten könnte. Wenn du ganz und gar in deiner Mutterrolle aufgehst, umso besser.

Ich persönlich bekommen das dritte und habe die ersten beiden immmer recht schnell von einer Tagesmutter betreuen lassen, mit der ich sehr zufrieden bin, sie gehört praktisch zur Familie und die Kinder lieben sie sehr, ohne jedoch auch nur einen Moment zu vergessen, dass ich Ihre Mutter bin (davor haben ja manche Mütter Angst...). Wenn ich mal zu Hause arbeite, bemerke ich, dass meine Kinder mit der Tagesmutter viel weniger Spirenzchen machen, als mit Ihren Eltern und auch weniger quengeln und weinen. Ausserdem sind meine beiden bereits mit 8 Monaten drei halbe Tage in der Woche in eine Kinderhort gegangen, wo es ihne sehr gut gefallen hat, bzw. gefällt. Es ist auch wichtig, einmal unter andere Kinder zu kommen, insbesondere für das erste, das sich zu Hause alleine mit Mama schnell langweilt. Meine Tochter hat dadurch keinerlei Probleme bei der Eingewöhnung in den Kindergarten gehabt, wo sie, seit dem ersten Tag sehr gerne hin geht. Ich kann mir nicht vorstellen, den ganzen Tag mit den Kidnern zu Hause zu sitzen, da wäre ich echt frustriert, und ich denke nicht, das dass gut für Kinder ist. Ich liebe meinen Beruf und hätte auch den Einstieg nicht wieder geschafft, wenn ich längere Zeit ausgesetzt hätte. Mich mit Mitte-Dreissig zu Hause lebendig zu begraben, hatte ich keine Lust und ich habe nicht den Eindruck, dass unsere Kinder darunter leiden. Die Abende und die Wochenenden gehören nur ihnen!

Es gibt bestimmt Mütter, dei jetzt sagen, dann sollte man auch keine Kinder haben, wenn man sich nicht darum kümmert #bla, aber das finde ich total Quatsch, nur weil ich mich nicht 24 Stunden am Tag alleine um meine Kinder kümmere, heisst das doch nicht, dass sie vernachlässigt sind!

Also, hör auf dein Gefühl und mach, wozu du Lust hast, es gibt keinen Grund, sich selbst komplett aufzugeben für die Kinder.

Beitrag von sandra.weidmann 31.03.10 - 15:44 Uhr

Oh ja, Du sprichst mir aus der Seele!! Endlich mal jemand, der genauso denkt. Davon gibt es nicht viele.

LG Sandra

Beitrag von nully 31.03.10 - 15:50 Uhr

Danke euch allen, ich denke auch, dass das von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Und wenn ich schon die Möglichkeit geboten bekomme, dass meine Mutter auf das Kleine aufpassen kann und ich nachmittags für ein paar Stunden arbeiten gehen kann, muss ich diese ergreifen. Mein Chef war total begeistert, als ich ihm diesen Vorschlag unterbreitet habe, dass ich voraussichtlich nach einem Jahr wieder halbtags arbeiten könnte. Und wenn ich doch dann wieder die Chance habe, meinem Traumjob nachzugehen, was will man mehr, richtig?

Danke euch allen
schönen Tag noch

Beitrag von petitange 31.03.10 - 15:57 Uhr

Ja, ich kann mit vorstellen, dass ich es in Deutschland schwer hätte mit meiner Einstellung! Da ist es ja schon aussergewöhnlich, wenn man nach einem Jahr "schon" wieder zu arbeiten anfängt. Zum Glück ist das bei mir in Frankreich nicht so, sonst hätte ich bestimmt keine (bald) drei Kinder!

Beitrag von sandra.weidmann 01.04.10 - 08:41 Uhr

Achso, Du bist in Frankreich. Ja, in Spanien z. B. und auch in vielen anderen Ländern ist das ganz normal, dass die Frauen wieder arbeiten gehen.
In Deutschland dagegen ist das alles noch sehr altmodisch, finde ich. Auch an der Kinderbetreuung mangelt's hier heftig.

Meine Eltern waren und sind ja auch total dagegen, dass ich meine Kinder in die Kinderkrippe gebe und dass meine arme Tochter den ganzen Tag im Kindergarten bleiben muss.

Dem "neuen" Baby wird das früher oder später auch bevorstehen, doch ich habe kein schlechtes Gewissen dabei.

Wo in Frankreich lebst Du denn? Bist Du Deutsche oder Französin?

LG Sandra

Beitrag von biene8520 31.03.10 - 16:24 Uhr

Hallo!

Bin auch im selben Beruf wie Du tätig.

Also ich habe es beim 1. Kind so gemacht und werde es beim 2. auch so machen:

Erstmal habe ich für 2 Jahre Elternzeit angemeldet. Man muss sich ja für die ersten 2 Jahre bindend entscheiden. Da ich aber nicht wusste, ob ich schon nach einem Jahr einen Kita-Platz habe (was ich nicht hatte), habe ich meinem ARbeitgeber aber von Anfang gesagt, dass ich zwar 2 Jahre beantrage, aber mich melde, sobald ich weiß, wann ich einen Kita-Platz habe und ich dann gerne in Teilzeit zurückkommen möchte. So haben wir es dann auch gemacht.

Der Arbeitgeber kann Dir gestatten, auch vorher zurückzukommen, nur wenn Du keinen Platz hast nach einem Jahr, musst Du arbeiten gehen, aber was machst Du dann mti dem Kind?

LG
Biene