Nabelschnur auspulsieren lassen oder Stammzellen spenden?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von kalleminga 31.03.10 - 16:55 Uhr

Hallo zusammen,


ich hatte eigentlich vor, Stammzellen aus Nabelschnurblut zu spenden aber als ich in der Klinik angerufen habe um deswegen Bescheid zu geben (damit sie das Abnahme-Set besorgen), hat die Hebi recht zurückhaltend reagiert und meinte, dass ich mir das gut überlegen soll, weil das Auspulsieren lassen dem Kind einen eindeutig leichteren Start ermöglichen würde.
Recherchiert man im Internet, findet man (ähnlich wie zum Thema Impfen) nur radikale Meinungen und ganz schön widersprüchliche Aussagen, was mir nun nicht gerade weiter hilft. Ist anscheinend eine Glaubens-Frage.
Wie seht Ihr die Sache denn? Würdet Ihr eher spenden oder auspulsieren lassen?

LG
kalleminga

Beitrag von nisivogel2604 31.03.10 - 16:58 Uhr

Auspulsieren lassen. Die Kinder dürfen dann viel gemächlicher ankommen.

lg

Beitrag von qrupa 31.03.10 - 18:51 Uhr

hallo

ich währe auch für's auspulsieren lassen. un dfalls es aus welchem Grund auch immer dazu kommt, dass sofort abgenabelt werden muß (KS oder ähnliches), dann eben spenden.

LG
qrupa

Beitrag von 20carinchen04 31.03.10 - 19:32 Uhr

Ich würde auspulsieren lassen.

Früher fragte ich mich immer, wieso Babies nach der Geburt so schreien. Meine Hebi konnte mir das beantworten: Sofortiges Abnabeln.

Mein Sohn schrie nach der Geburt gar nicht. Wir ließen die Nabelschnur um die 10 Minuten dran...

Wegen Nabelschnurblut:
Anscheinend geht die Forschung schon längst einen anderen Weg...

Beitrag von canadia.und.baby. 31.03.10 - 21:04 Uhr

Meine musste direkt abgenabelt werden und sie hat nie geschrien dannach!

Beitrag von jessi273 31.03.10 - 21:52 Uhr

sie schreien, weil sie aus 37°c warmer, leise blubbernder umgebung mit rötlich-schummrigem licht in eine mehr oder weniger helle, doch rechte laute, mindestens 10°c kältere umgebung kommen. und das einfach so, ohne dass man sie darauf vorbereitet hätte;-) wer würde da nicht schreien. meine kinder haben beide geschrien, obwohl sie noch garnicht abgenabelt waren. und so kenne ich es auch von anderen erzählungen#gruebel

*lg*

Beitrag von tragemama 31.03.10 - 21:58 Uhr

Meine Kinder wurden beide nach dem KS sofort abgenabelt und haben nicht geschrien in den ersten Lebenstagen.

Andrea

Beitrag von jindabyne 01.04.10 - 10:39 Uhr

Mein erstes Kind schrie schon, da war nur der Kopf draußen ;-) Das zweite Kind schrie auch, sie war zwar schon ganz draußen, aber Nabelschnur schon dran. Ich vermute mal, sie war wütend, weil wir sie aus meinem Bauch "geschmissen" haben (Geburt wurde eingeleitet, im Geburtsbericht steht: "Gesundes, wütendes Mädchen" #schein).

Es gibt verschiedene Ursachen, warum Babys nach der Geburt (oder schon während der Geburt :-p ) schreien. Ist vielleicht auch eine Frage des Temperaments und des Geburtsverlaufs...

Lg Steffi

Beitrag von waffelchen 31.03.10 - 20:25 Uhr

Mal abgesehen davon, dass ich überzeugt davon bin, dass sich die Stammzellentherapie nicht auf Dauer durchsetzen wird, glaube ich auch, dass auspulsieren lassen das Beste fürs Kind und für die Mama ist.
Im KH bekam ich Jonathan sofort auf die Brust, wir konnten uns die ersten Minuten ganz in Ruhe beschnuppern und die Nabelschnur wurde dann von meiner Mutter durchtrennt. Das ganze Prozedere des Bondings und des Durchschneidens würde ich nicht missen wollen.

Beitrag von widowwadman 01.04.10 - 10:55 Uhr

Mein Kind wurde nach dem KS von meinem Mann beschmust bis die fertig waren mit Naehen, und ich hab sie dann erst angelegt. Uns fehlt deshalb nichts, und die Bindung ist deshalb auch nicht schlechter.

Beitrag von lienschi 31.03.10 - 22:19 Uhr

huhu,

ich habe auch erst mit dem Gedanken gespielt, das Nabelschnurblut zu spenden.

Aber (auch) aus dem Grund des fehlenden Auspulsierens habe ich mich dagegen entschieden.

Leider wurde es bei mir ungewollt zum Schluss doch ein Kaiserschnitt und mein Kleiner wurde sofort abgenabelt. Ich hätte ihm gerne einen schöneres Start ins Leben ermöglicht, da hätte das Auspulsieren des Nabelschnur auch dazu gehört.
:-(

lg, Caro

Beitrag von cooky2007 01.04.10 - 10:47 Uhr

Spenden, falls sie das Nabelschnurblut überhaupt nehmen.
Ich bin Rhesus negativ und nehme einiges an medis, meines nehmen sie gar nicht.
Ansonsten hätte ich wirklich sehr, sehr gerne gespendet.

Beitrag von josili0208 01.04.10 - 10:55 Uhr

Ich würde auch spenden.
Ich finde um vieles wird zuviel Hokuspokus gemacht. Ich wüsste nicht, wie meine Kinder hätten "anders" sein sollen durch das Auspulsieren, sie sind alle gut im Leben angekommen trotz Kaiserschnitt. Und die Probleme die sie eventuell hatten, hatten definitiv andere Ursachen.
lg jo

Beitrag von schullek 01.04.10 - 21:21 Uhr

hallo,
wir haben beinm ersten kind einfrieren lassen, beim zweiten iorgendwann lasse ich auf alle fälle auspulsieren. das finde ich in dem moment als das wichtigste fürs kind.

lg

Beitrag von lulu06 01.04.10 - 22:03 Uhr

Wir haben es gespendet und es wurde sogar gebraucht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wenn ich helfen kann, doch immer gerne!!!

Beitrag von helmchen 02.04.10 - 11:45 Uhr

Woher weißt Du das? Man erfährt doch hinterher gar nichts mehr darüber!

Beitrag von tykat 02.04.10 - 00:09 Uhr

Wir haben es für uns einfrieren lassen.
Auspulsieren wäre bei uns eh nicht gegangen, weil Tom nach der geburt sofort zu den Kinderärzten mußte.Gut, das wußten wir im Vorfeld nicht.
Würde es trotzdem auch beim zweiten Kind wieder so machen und das Blut einfrieren lassen.

LG

Beitrag von helmchen 02.04.10 - 11:51 Uhr

Wir werden spenden. Habe das Entnahmeset schon bekommen.
Bin auch von einer Ärztin von eticur angerufen worden (ein solches Aufklärungsgespräch ist Pflicht) und so wie sie es geschildert hat, wird nicht SOFORT abgenabelt. Zwar weiß ich jetzt nicht, was "Auspulsieren" genau bedeutet (zeitmäßig), also wie lange das dauern kann, weil ich noch kein Kind geboren habe, aber ich denke mal, so ein Schockerlebnis, wie es hier zum Teil geschildert wird, wird es für das Kind jetzt auch wieder nicht sein.
Wir möchten halt was Gutes tun und selbst, wenn es für keinen Empfänger passt, kann es immer noch für die Forschung verwendet werden.
Mein Vater hatte eine Krankheit, bei der man große Hoffnungen auf die Stammzelltherapie gesetzt hat, nur war damals die Forschung halt nicht so weit.
Wenn man also was dazu beitragen kann: Warum nicht? Sonst wird's ja eh nur entsorgt.

Von der Einlagerung für das eigene Kind halte ich dagegen nicht viel, denn wenn es später einen Defekt haben sollte, wer sagt dann, dass auch das nicht schon in den STammzellen angelegt ist? Wie soll das dann mit den möglicherweise schon belasteten STammzellen reparitert werden? Die Einlagerung halte ich für Geldschneiderei seitens der anbietenden Unternehmen.

Aber wie gesagt: Jeder muss für sich selbst entscheiden. Aber die Auspulsieren-Geschichte ist für mich kein Hinterungsgrund!

Liebe Grüße und schöne Ostern,
helmchen

Beitrag von lil77 02.04.10 - 20:56 Uhr

Ich finde Auspulsieren auch gut, weil ich denke die Natur hat sich was dabei gedacht, den Übergang in das Leben etwas zu unterstützen durch eine noch pulsierende NS. Sofortiges Abnabeln sird ja oft gemacht in Zusammenhang mit Medikamentengabe zur schnelleren Plazentalösung. Meine Plazenta braucht 45 Min bis zur Geburt, hab aber kaum geblutet. Also wenn alles normal verläuft, warum dann unnötig einmischen und vorzeitig durchtrennen?