Windpockenimpfung

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Beitrag von maus5486 31.03.10 - 18:05 Uhr

Unsere 11 Monate alte Tochter wurde jetzt geimpft und nach langem hin und her habe ich mich dafür entschieden das sie auch gegen Windpocken bekommt (unser Arzt hat uns geraten) im nachhinein ärgere ich mich, weil ich von vielen lese das sie doch kommen können und im grunde ist eine WP nicht wirklich schlimm oder? Jett meine Frage, in 4 WOchen steht die nächste also die 2 WP impfung. Kann ich diese einfach weglassen oder ist das irgendwie gefährlich oder so? Weil ich mich jetzt einfach mal richtig informiert habe (mein arzt meinte das diese nie bei einem geimpften Kind vorkommen können und einem Arzt sollte man ja auch Glauben schenken)
Man ich bin echt blöd.
Was sagt ihr dazu? Kann ich die nächste einfach weglassen?

Beitrag von ananova 31.03.10 - 18:28 Uhr

Hi!
Meine Tochter hatte die Windpocken und im nach hinein denke ich mir, das ich sie doch lieber hätte impfen sollen!
Es war echt schlimm und sie hat jetzt, trotz Vorsichtsmaßnahmen, schreckliche Narben (ab und zu richtig große!), auch im Gesicht! Sie hat 10 Tage gelitten mit Fieber über 41 Grad und überall die Pocken.....sie konnte nicht mehr liegen, nicht mehr sitzen.....so Schmerzen hatte sie....die ganze Haut tat ihr weh und juckte!

Meinen Sohn hatte ich damals Gott sei Dank impfen lassen (aber erst mit 2 Jahren) und er hat nix bekommen.....meine Tochter wollte ich damals bei der nächsten U impfen lassen (mit 4 Jahren), doch leider waren die Windpocken schneller!

Weglassen? Weiß ich nicht? Ob das so sinnvoll ist jetzt ab zu brechen#kratz?
WP können auch geimpfte Kinder bekommen, wenn dann nur in abgeschwächter Form!

Frag doch noch mal einen andren Ki-Arzt!?
Ana

Beitrag von ananova 31.03.10 - 18:37 Uhr

Hab ich grade noch gefunden:

Eine Impfung kann nur 70–90% der Erkrankungen verhindern. Die zweite Impfung erhöht die Sicherheit von 80% auf etwa 95%. Bei 3–5% der Geimpften kann es 1–2 Wochen nach der Injektion zu so genannten Impfvarizellen mit einigen wenigen Bläschen kommen. In diesem Zusammenhang stellt sich oft die Frage nach der Ansteckungsgefahr durch diese Impfvarizellen. Rein theoretisch ist eine Übertragung des Impfvirus auf andere Personen denkbar. Weltweit wurden aber bei 40 Millionen Impfdosen nur fünf Übertragungen bekannt. In allen fünf Fällen handelte es sich um immunsupprimierte Personen mit leichtem Krankheitsverlauf!

Ana

Beitrag von miau2 31.03.10 - 18:54 Uhr

Hi,
die Windpockenimpfung war bzw. ist u.a. deshalb umstritten, weil die Quote der "Impfversager", also die Fälle, wo trotz Impfung die Windpocken aufgetreten sind relativ hoch war. Um das abzuändern wurde vor nicht allzu langer Zeit eine Empfehlung für eine Auffrischung der Varizellen-Impfung ausgesprochen.

Zur Zeit, wo mein Großer seine Varizellenimpfung bekommen hat war noch keine Auffrischung "Standard", das kam erst kurz danach (er hat sie dann später noch bekommen). Inzwischen ist es halt die normale Impfempfehlung.

Es wird erwartet, dass die Quote der "Impfversager" damit deutlich niedriger werden dürfte.

Hm, wenn du jetzt einmal hast impfen lassen würde ich auch die Auffrischung geben lassen. Ansonsten hast du evtl. den Stress mit der Impfung gehabt, um dann trotzdem die Erkrankung zu bekommen - wäre doch auch blöd.

Zur generellen Frage: es stimmt schon, dass die Windpocken wohl erheblich seltener wirklich gefährliche Komplikationen haben als z.B. Masern (mein KiA hatte - im Gegensatz zu Masern - noch keinen Fall von lebensgefährlichen Komplikationen durch Windpocken in seiner Laufbahn). Zumindest nicht im Kindesalter, je älter der erkrankte, desto größer das Risiko von schweren Verläufen und Folgen.

Aber trotzdem sind die Windpocken natürlich eine oft sehr unangenehme, hochansteckende Sache, die z.B. auch für eine Weile zu hause bleiben bedeuten...dumm, wenn eine berufstätige Mutter dann länger zu hause bleiben muss. Und vielleicht noch erwachsene Familienmitglieder angesteckt werden, die die WP im Kindesalter nicht hatten. Das wäre ein Argument für die Impfung - das natürlich nicht auf jeden zutrifft.

Ein weiteres Argument (das war bei meinem Großen der Grund) wäre z.B. der Verdacht auf (oder die Diagnose) Neurodermitis. Auch wenn es nicht gerade lebensgefährliche Folgen sind - schwerste Neurodermitisschübe als Folge einer Windpockeninfektion hatte mein KiA relativ oft, daher rät er (wie auch eine andere KiÄ, die ich mal gefragt habe) in dem Fall zu der Impfung.

Und so ganz nebenbei konnte ich so relativ gut ausschließen, dass mein Großer unseren Kleinen noch im Babyalter ansteckt. Auch das ist etwas, was ich unschön gefunden hätte - wobei das natürlich nur ein "Problem" oder eine Überlegung ist, wenn Geschwisterkinder da oder geplant sind.

Für Schwangere ohne Windpockenantikörper ist eine Infektion übrigens auch nicht ganz ungefährlich. Wobei dann natürlich gerne wie bei den Röteln auch die Aussage "selbst schuld, hätte sich ja rechtzeitig impfen lassen können" kommt...Ist halt alles Ansichtssache.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von majasophia 31.03.10 - 20:13 Uhr

ich stimme dir zu, nur zum letzten absatz mit den schwangeren noch ein wort!

ich selbst habe mich inzwischen 6mal gegen röteln impfen lassen und habe immer noch nicht genügend antikörper! der impfstoff schlägt bei mir nicht an!
und man bedenke noch die vielen schwangeren, die nicht geplant schwanger wurden und vorher nicht die chance hatten sich impfen zu lassen!
ist nur eine ergänzung, weiß, dass es kein angriff oder so war und ich bin ansonsten komplett deiner meinung!;-)

Beitrag von majasophia 31.03.10 - 20:10 Uhr

naja durch die impfung verläuft eine infektion, wenn sie überhaupt vorkommt, auf jeden fall milder!

windpocken können ganz schön gefährlich werden, können böse entzündungen im gehirn machen (habe das selbst schon auf station erlebt); also es ist keine harmlose oder lästige kinderkrankheit!!!

also lass deine tochter impfen und wenn ihr glück habt, bleibt sie verschont

lg

Beitrag von massai 31.03.10 - 22:19 Uhr

finde es ok wenn man drüber spricht was Krankheiten anrichten können, aber gerade wenn man sich auskennt sollte man auch mal drüber sprechen was in diesem Impstoff enthalten ist...und was dieser ebenfalls anrichten kann...dass diese Impfung überhaupt nicht sicher ist...und die Krankheit oft nur verschoben wird und dann richtig schlimm ist.

Beitrag von kiwi-kirsche 31.03.10 - 20:55 Uhr

Hallo,
also ich bin selbst arzthelferin biem KiA gewesen und habe selbst keinen Windpocken-Patienten gehabt, der geimpft war.....Es schützt auf jeden Fall.....nur eben in manchen Fällen nicht, ABER es läuft viel viel milder ab...

Mein Männe z. B. hatte letzten Sommer Varizellen...und es war der Horror, sie waren überall: Haut, Kopfhaut und sogar auf den Schleimhäuten! Nun hat er auch überall narben....Ich fand es auch als Kind extrem schlimm....

Also ICH würde auf jeden Fall impfen!

kiwi

Beitrag von zoe2009 31.03.10 - 21:36 Uhr

Mach das weiter. Meine freundin hatte das jetzt hinter sich. Die große(4) hatte die impfung die kleine (1,5) hatte die nicht. Die große hatte angefangen u nur einige kleine pusteln gehabt. Die kleine dagegen hatte das volle programm. Überall dicke fette pusteln,mega hohes fieber. U nun ist ihr imunsystem sowas von kaputt,soll wohl bei der stärke erstmal normal sein,das sie jetzt nach 2 monaten immer noch zu tun hat.
Also bekommen könnte die sie so o so,aber das fällt dann mega wenig aus.

Beitrag von massai 31.03.10 - 22:16 Uhr

ich kenn jemand der das gemacht hat...uns das ist für das Kind ja ohne Risiken...eine Impfung weglassen bedeutet nur, dass nichts rein gespritzt wird aber dem Körper fehlt nichts deswegen.

aber ganz ehrlich verstehe nicht, warum du so etwas impfen lässt nur weil der Arzt es rät...manche Krankheiten werden damit nur ins Erwachsenenalter verschoben und muss man denn wirklich gegen alles impfen??? denke auch daran, dass daran immer jemand verdienen will. würde nur das wichtigste machen lassen und zum richtigen Zeitpunkt.

viel Glück mit deiner Entscheidung

Beitrag von elama 31.03.10 - 22:30 Uhr

Hallo,

meine Tochter (5 Jahre) wurde geimpft als sie 1 Jahr alt war. Jetzt hat sie die Windpocken bekommen. Ich bin echt froh, dass sie geimpft wurde. Sie hat nur die Pocken und kein Fieber oder sonstiges bekommen. Die meisten Pocken sind auch schon fast wieder weg.

Jetzt müssen wir nur noch abwarten, ob sich die kleine (8 Monate) angesteckt hat. Auf alle Fälle wird sie auch geimpft.

Gruss
elama