Komische Freundin von meiner Tochter - oder sind Kinder so?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von burbyzahn 31.03.10 - 18:29 Uhr

Meine Tochter (7) hatte vor ein paar Wochen eine neue Freundin aus ihrer Klasse gefunden, die auch in unserer Nähe wohnt, sie also hinlaufen kann. Alles war wunderbar, sie haben fast jeden Tag zusammen gespielt und vor 2 Wochen den Freitag hat ihre Freundin sogar bei uns geschlafen und Samstag meine Tochter bei ihr. Den Montag und Dienstag drauf hat meine Tochter nichts von ihrer Freundin erzählt, was mich schon gewundert hat. Letzten Mittwoch sind wir dann auf den Spielplatz gegangen und ich hab meine Tochter gefragt, ob wir ihre Freundin anrufen sollen und fragen, ob sie mitkommt. Da erzählte sie mir, daß ihre Freundin nicht mehr mit ihr spielen will. Sie wusste aber nicht warum. Zufällig war ihre Freundin dann aber auch auf dem Spielplatz, sie hat meine Tochter die ganze Zeit ignoriert. Ich hab sie dann gefragt, was los sei und ob sie sich gestritten haben. Da sagte sie nein, sie hat heute bloß keine Lust, mit meiner Tochter zu spielen. Am nächsten Tag ging es dann wieder. So nun haben wir vorgestern angerufen, ob die Freundin zum spielen kommen möchte. Da hatte sie aber Besuch und wollte gestern kommen. Wir riefen dann gestern wieder an und da sagte sie, nein sie hat heute keine Lust, warum nicht morgen (also heute). Versteht das jemand? Meine Tochter war voll traurig, sie hat sich so gefreut, mit ihr zu spielen. Naja heute hatten wir keine Zeit. Ich hab zu meiner Tochter gesagt, wenn ihre Freundin das nächste Mal mit ihr spielen will, soll sie auch mal sagen, daß sie keine Lust hat. Sie soll mal merken, wie das ist. Meint ihr, das war richtig? Oder soll ich mich da einfach raushalten? Ich finde es halt schon fies. Meine Tochter tut mir einfach leid.

Beitrag von tagpfauenauge 31.03.10 - 18:37 Uhr

Hi,

nun gönn dem Kind doch mal eine Pause. Sie muss doch nicht jeden Tag an deiner Tochter kletten.

Deine Tochter war traurig, das macht dich traurig. Aber so ist das Leben. Sie muss mit Enttäuschungen umgehen zu lernen. Dafür ist die Kindheit da. Auch negative Gefühle erleben und damit umzugehen zu erlernen.

Davor kannst du - und solltest du auch nicht- sie beschützen.

Und ja: so sind Kinder: Entscheidungsfreudig ;-)

Und zu <<<Sie soll mal merken, wie das ist>>> sage ich mal gar nichts.

vg

Beitrag von celina1002 31.03.10 - 18:50 Uhr

Ich denke mann sollte sich schon daraus halten. Nur muss ich sagen Deine Tochter auf den Spielplatz zu ignorieren find ich zickenhaft und würde Deiner Tochter sagen Du hast ja noch nmehr Freunde vergiss die.
Lg Kathi

Beitrag von manavgat 31.03.10 - 18:58 Uhr

Vielleicht wollen die Eltern den Kontakt nicht?

Gruß

Manavgat

Beitrag von burbyzahn 31.03.10 - 19:03 Uhr

Das glaube ich eigentlich nicht. Die sind ganz nett und haben ihre Tochter ja auch bei uns schlafen lassen. Auf dem Spielplatz war auch der Zwillingsbruder von ihrer Freundin dabei, der sogar zu mir kam und sagte, daß seine Schwester nicht mit meiner Tochter spielen will. Ich fragte ihr, ob er weiß, warum. Er wusste es aber auch nicht. Und gestern am Telefon war ihre Oma dabei, die sagte auch zu ihr, sie hätte es doch meiner Tochter versprochen, zu uns zu kommen. Aber sie hatte halt keine Lust.

Beitrag von gunillina 31.03.10 - 19:32 Uhr

Das gehört dazu. Meine Tochter hat eine Freundin, mit der kann sie tagelang von Morgens bis Abends spielen, und dann schauen die beiden sich drei Wochen lang nicht an. Danach spielen sie wieder miteinander wie zusammengeschweisst.
Sicher ist deine Tochter dann traurig, aber ich würde einfach dafür sorgen, dass sie sich nciht nur an EIN Kind hängt, sondern sich mehrere Freunde sucht.
L G
G

Beitrag von schullek 31.03.10 - 19:51 Uhr

hmm, ist zwar hart, aber wenigstens ehrlich.

dass sie deine tochterb ignoriert ist zwar unfreundlich. aber den rest, dass sie ehrlich dagt, sie hätte einfach keine lust, finde ich eigentlich gut.

ich wünschte mir wäre als kind nicht anerzogen worden immer und überall freundlich zu sein. also das freundlich im sinne von verletz den anderen nicht, sondern verbieg dich selber. meine eltern haben das gar nicht absichtlich so gehandhabt. es ist einfach in unserer gesellschaft so.
deshalb ringe ich oft mit mir menschen dinge auf den kopf zu zu sagen.
deshalb steht mir npoch bevor meiner nachbarin zu sagen, dass wir nichtmit ihr und ihrer familie zusammen in den urlaub fahren wollen...

lg

Beitrag von reethi 31.03.10 - 20:50 Uhr

Hallo!

Ich würde das nicht so eng sehen... Bei uns wohnt auch ein Kind auf der Straße mit dem mein Sohn sich gut versteht. Sie haben auch Phasen in denen sie sich wirklich jeden Tag sehen und Phasen da sehen sie sich nicht.
Ich denke nicht, dass es was mit Abneigung zu tun hat oder Absicht.

Lass Dir zwei einfach. Wir Eltern machen uns da glaube ich viel zu viele Gedanken. Mein Sohn ist auch manchmal dann enttäuscht wenn keiner Zeit hat zum Spielen. Aber so ist das eben nun mal und er kommt inzwischen auch damit klar, dass es halt auch mal nicht klappt.

VG
Neddie

Beitrag von muggles 01.04.10 - 09:30 Uhr

Hallo,

wir hatten vor einiger Zeit ein aehnliches Problem, ueber das ich hier auch bei Urbia geschrieben hatte.

Die Antworten waren mehr oder weniger gleich - aber hilfreich: Das Verhalten des anderen Kindes zu hinterfragen (und aendern zu wollen) nuetzt ueberhaupt nichts.

Du kannst Deiner Tochter den Ruecken dahingehend staerken, dass sie sich selbst ueberlegen soll, ob das Verhalten des anderen Maedchens richtig ist.

Wir haben unserer Tochter erklaert, dass jeder Mensch (egal ob Kind oder Erwachsener) Respekt und Hoeflichkeit verdient. Man muss nicht mit jedem befreundet sein, und Freundschaften koennen sich auch aendern - aber jeder Mensch sollte mit den genannten Verhaltensweisen behandelt werden.

Unsere Tochter hat dann selbst herausgefunden, dass das Verhalten ihrer ehemals besten Freundin nicht richtig ist (und ihr das auch gesagt) und sich dann eben andere Kontakte gesucht. Mittlerweile leben die beiden eine friedliche Koexistenz.

Mein Rat: Halt Dich heraus und staerke Deiner Tochter den Ruecken!

Claudia

Beitrag von marion2 01.04.10 - 14:18 Uhr

Hallo,

warum regelst du die Freundschaften deiner Tochter? Und warum stehst du auf dem Spielplatz daneben? Voll peinlich sowas #kratz

Mit 7 sollte sie sowas schon selbst klären können.

Wenn nicht, dann eben nicht. Es gibt kein Gesetz, dass Kindern vorschreibt, ewig befreundet zu sein.

Gruß Marion

Beitrag von burbyzahn 03.04.10 - 15:41 Uhr

Warum ich auf dem Spielpatz daneben stehe? Was ist das für eine Frage? Weil ich halt mit meinen Kindern (mein Kleiner ist 2 und kann wohl kaum alleine auf den Spielplatz) nach KiGa und Hort auf den Spielplatz bin. Ist das verboten? Vielen Dank für deine hilfreiche Antwort #augen

Beitrag von rosaundblau 01.04.10 - 21:50 Uhr

Wir haben dieses Verhalten bei unserem Sohn (bald 7) beobachtet.

Er hat über viele Wochen fast ausschließlich mit einem Jungen aus seiner Klasse, der auch in der direkten Nachbarschaft wohnt, gespielt. Bei uns, bei dem anderen zu Hause, in der Schule, im Hort!

Irgendwann wurde es unserem Sohn aber zu langweilig, das hat er dann auch so formuliert. Er hatte schlicht keine Lust heute mit diesem Freund zu spielen.

Für seinen Freund ist das ganz klar ein Problem, aber was sollen wir machen? Unser Sohn mag nicht jeden Tag mit ein und dem selben Freund spielen, hat aber auch kein Problem damit, wenn andere heute mal nicht mit ihm spielen wollen.

Wir denken, er hat im Gegensatz zu dem ein oder anderen Freund schon verstanden das man mehr als nur einen Freund haben kann.

Im Moment sieht es sogar so aus das unser Sohn überhaupt kein Interesse mehr an seinem bisher besten Freund hat, weil der klammert.

Daher glaube ich Dein Tochter muss einfach lernen damit umzugehen und vorallem auch sich andere Freunde zu suchen.

Beitrag von king.with.deckchair 01.04.10 - 22:54 Uhr

"Ich hab zu meiner Tochter gesagt, wenn ihre Freundin das nächste Mal mit ihr spielen will, soll sie auch mal sagen, daß sie keine Lust hat."

Super. Das eine Mädchen betreibt den leider Gottes in diesem Alter bei Mädchen üblichen Tussizickenterror und deine Tochter bekommt beigebracht, dass sie lügen und ebensolche Spielchen spielen soll...

Ich kann verstehen, dass man es einer so kleinen Zicke gern mal "zeigen" würde, aber ich würde es auf sich beruhen lassen. Wenn deine Tochter wegen dieser Tour aber wirklich keine Lust mehr auf diese Freundin hat, würde ich sie bestärken, dies auch kundzutun.

Aber wundere dich nicht, wenn sie in ein paar Wochen wieder ganz dicke sind. #augen

Beitrag von babulja 02.04.10 - 10:39 Uhr

Ich würde mich nicht in die Freundschaftsangelegenheiten meines Kindes einmischen. Kinder sind in der Lage, solche Dinge selbst zu regeln. Du tust Deiner Tochter keinen Gefallen, wenn Du versuchst, für sie Freundschaften zu arrangieren. In meiner Kindheit hatte ich mal eine Freundin, die sehr schwierig war, die nur dumme Ideen im Kopf hatte und dauernd Streit provoziert hat. Irgendwann hatte ich die Nase voll und habe die Freundschaft beendet. Da rief mich doch tatsächlich abends ihre Mutter an und fragte mich aus, wieso, weshalb, warum und ihre arme Tochter täte ihr ja so leid usw. Noch heute muss ich mir an den Kopf fassen, wenn ich darüber nachdenke. Nie, nie würde ich mich als Mutter derart einmischen. Traue deiner Tochter mehr zu und lass anderen Kindern die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob sie mit deiner Tochter spielen wollen.

Beitrag von tigerente2004 02.04.10 - 17:43 Uhr

Wir haben auch so eine Mutti in der Nachbarschaft. Was sagt sie immer. Ich mische mich ja nicht ein, aber....
#rofl - heute war ihre Tochter bei uns und spielte mit unserer Grossen. Sobald dem Mädchen was nicht passt, geht sie heim ( unsere Tochter hat geschaukelt und sie wollte nicht ). Beim Fangen spielen, sollen immer die anderen fangen. Beim Verstecken auch immer die anderen. Von Abwechseln keine Spur. Ich habe das schon länger beobachtet. Ich sag da auch nichts weiter.#kratz Jetzt bin ich mal gespannt, wann die Mutti wieder anruft und klagt, dass ihre arme Tochter ausgegrenzt wird. Immer wenn ihr was nicht passt, erzählt sie es daheim der Mami und die ruft dann an#kratz. Beispiel: ein drittes Mädchen möchte mitlaufen, meine lässt sie mitlaufen, dieses Mädchen mag die andere nicht, bleibt stehen - geht nicht weiter, die beiden sagen, komm mit, sie sagt, wenn die andere dabei ist, läuft sie nicht mit, unsere läuft weiter, daheim erzählt das arme Kind, dass die anderen sie "einfach" stehen gelassen haben. Und bei den Spielen ist es genauso. Naja ich sage halt, die hat die Mama ganz schön im Griff, sie weiss einfach wie und was sie sagen muss. Übrigens das Kind ist nicht beliebt, sie hat in der Nachbarschaft immer Gestreite...

Ich mische micht nicht ein und solange keine Gerangel oder bösartiges Handeln dahinter steckt würde ich mich auch nicht einmischen. Das müssen die Kinder selber regeln.

Gruß
Tigerente2004