Schaut mal,weis nicht wie ich es beschreiben soll!

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von turbine 31.03.10 - 18:58 Uhr

Hallo liebe Leute!
Ich hab mal eine Frage zum Thema Geld.Also:meine Eltern sind getrennt schon seit Jahren,wir verstehen uns aber alle sehr gut.Jetzt war ich neulich bei meinem Vater(er ist wieder verheiratet)und er sagte zu mir er würde bald ein Schreiben aufsetzten was wir kinder alle unterschreiben sollen(ich hab noch einen bruder und die frau noch eine tochter)falls mein vater verstirbt,das wir nicht das geld bekommen,sondern das seine frau alles behält.was weis ich wie das heißt....ist das gut wenn wir das unterschreiben oder nicht?
Danke schon für eure Antworten

Beitrag von litalia 31.03.10 - 19:02 Uhr

was soll daran für dich gut sein?

ich würde garnix unterschreiben :)

Beitrag von manavgat 31.03.10 - 19:03 Uhr

Ihr seid doch nicht blöd, oder?!

Er kann ein Testament aufsetzen und seiner Frau 3/4 vermachen. Der Rest wird auf die Kinder aufgeteilt, d.h. die Hälfte des gesetzlichen Erbes. Da kommt er nicht dran vorbei, außer, Ihr seid so gutmütig/bescheuert? das zu unterschreiben. Man nennt es Erbverzicht.

Problem außerdem: verstirbt diese Frau, erhaltet ihr nichts und es geht an ihre Familie! (Geschwister, Eltern, Kinder). Das wollt ihr doch sicher nicht.

Dein Vater kann bei einem eigenen Haus der Freundin einen Nießbrauch oder ein Wohnrecht im Grundbuch eintragen. Das dürfte reichen, um sie abzusichern.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kimmy1978 31.03.10 - 19:49 Uhr

Hallo!

Klar, für die neue Frau ist das sehr gut. Für Euch wohl kaum, dann guckt ihr nämlich im Todesfall Eures Vaters in die Röhre.

LG
Kimmy

Beitrag von honolulumieze 31.03.10 - 19:57 Uhr

Das fragst du doch nicht im Ernst, oder? Mit so einem Vater würde ich nicht mehr reden. Die neue Frau ist mehr wert als die eigenen Kinder. Wenn das nicht mal skandalös ist. Kein Wunder, dass so viele Menschen im Alter ins Seniorenheim abgeschoben werden.

Beitrag von litalia 31.03.10 - 19:58 Uhr

toller vater übrigens.


würde meiner sowas "verlangen oder wollen" wäre ich maßlos enttäuscht und würde so schnell kein nettes wort mehr mit ihm reden bis er nich wieder zur besinnung gekommen ist.

glaube euer verhälltnis ist doch nicht soooo gut???

Beitrag von king.with.deckchair 31.03.10 - 20:51 Uhr

Ich schließe mich den anderen an: Mit so einem hätte ich wohl das letzte Wort gesprochen. In letzter Konsequenz könnte das nämlich heißen: Die Tochter bekommt dann alles, wenn die Frau stirbt und ihr schaut in die Röhre.

Wobei: Wenn die beiden Eheleute ein sog. Berliner Testament (beide Eheleute setzten sich gegenseitig als Alleinerben ein) machen, geht ihr sowieso leer aus (auch die Tochter der Frau, sollte diese vor deinem Papa sterben) und dazu müsst ihr nichts unterschreiben.

Generell finde ich ein solches Berliner Testament OK, aber nicht in diesem Fall, in dem dann ggf. alles der neuen Frau und später dann allein deren Nachwuchs zufällt. Das wäre einfach unfair den eigenen Kindern gegenüber.

Beitrag von huddelduddeldei 01.04.10 - 11:20 Uhr

Letzten Endes liebst du deinen Vater doch nicht wegen dem, was du irgendwann mal erbst, oder???

Ich kann dir nicht sagen, wie diese Testamentvariante heißt, aber ich beschreib´s:

Als mein Stiefopa gestorben ist, haben seine leiblichen Kinder nichts geerbt. Das Geld und Haus (echt nicht wenig) steht meiner Oma zur Verfügung. Wenn sie irgendwann mal geht, dann wird das komplette Erbe aufgeteilt: ihre leiblichen Kinder und seine leiblichen Kinder, jeder bekommt gleich viel. Sie kann das Testament auch ohne seine Unterschrift nicht mehr ändern (und er hätte es ohne ihre nicht gekonnt), was sich ja im Todesfall schwierig gestalten lässt.

Schlag deinem Vater doch so eine Variante vor: Wir verzichten erst mal auf unser Erbe, aber wenn seine Frau stirbt, dass es definitiv fest geregelt ist, dass jeder von den Kinder gleich viel bekommt.

Beitrag von turbine 01.04.10 - 12:40 Uhr

Mir geht es auch nicht darum was er hat und ich bekommen werde,nur würde ich es ungerecht finden das nacher ihre tochter alles bekommt und wir nix.Geht ja nicht nur um Geld auch persönliche Dinge.Ein Haus und so hat er nicht.So wie du schon geschrieben hast,wenn mein vater mal stirbt bekommt Sie soweit alles ,aber wenn sie dann nicht mehr da ist,das es unter den kinder aufgeteilt wird.(das würd ich gut finden)Dazu müßte man doch zum Anwalt gehen oder.Mein Vater möcht eigentlich einfach nur ein Schreiben für sich aufsetzen aber das bringt doch nichts oder?Wie gesagt,hab kein Plan von soetwas und mein Vater wohl auch nicht.Deshalb möchte ich mich schon vorher schlau machen.
LG

Beitrag von huddelduddeldei 01.04.10 - 14:01 Uhr

Das müsstet ihr auf jeden Fall notariell machen. Geht ja auch darum, dass sie es dann nach dem Tod deines Vaters ohne seine Unterschrift nicht mehr ändern kann.

Beitrag von turbine 01.04.10 - 14:06 Uhr

ok #danke für deine antwort das hilft mir echt weiter#blume

Beitrag von schlafratz 01.04.10 - 14:25 Uhr

Hallo Turbine,

das nennt sich Vorerbschaft und Nacherbschaft, hier mal ein Link dazu:

http://www.finanztip.de/recht/erbrecht/vorerbschaft-nacherbschaft.htm

Meine Mutter hat das genauso mit ihrem neuen Mann gemacht: Stirbt sie vor ihm, bekommt er erstmal das ganze Erbe und erst wenn er dann auch stirbt, bekomme ich meinen Anteil aus Ihrem Erbe.

Das sollte aber wirklich notariell gemacht werden, damit das alles "wasserdicht" ist.

Grüße vom Schlafratz
#gaehn