Arbeiten während Elternzeit-Experten hier?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von allybabe 31.03.10 - 19:56 Uhr

Hallo Zusammen,

vielleicht sind ja unter euch Leute die sich auskennen.

Also, eine Kollegin ist OFFIZIELL in Elternzeit für 3 Jahre- sie arbeitet aber bei einem anderen AG auf Teilzeit 25hWoche

Sie hat mir nun erzählt, dass ihr vom Elterngeld nchts abgezogen wird, da sie (ich sag es mal so) so braun ist und es der EG Stelle nicht gemeldet hat.

Jetzt stellt sich mir die Frage, wo fällt das eigentlich auf, das sie neben der EZ und EG Bezug noch arbeitet?
Also bei jedem von uns?

Wer kontrolliert sowas?
Sie macht bspw. auch keine Lohnsteuererklärung.

Wie wird kontrolliert, welche Einkünfte man während der Elternzeit hat?

Beitrag von honolulumieze 31.03.10 - 20:01 Uhr

Mal der Reihe nach. Ist sie im 1. oder 2. Jahr der Elternzeit? Im 2. Jahr darf sie anrechnungsfrei hinzu verdienen! Zur Abgabe einer Steuererklärung ist sie bei Bezug von Elterngeld allerdings verpflichtet. WIE es genau auffällt, wenn sie das im 1. Jahr der Elternzeit tun würde, weiß ich nicht genau. Aber wahrscheinlich bei einem Sozialversicherungsträger.

Beitrag von allybabe 31.03.10 - 20:04 Uhr

Sie ist im 1. Jahr (seit 6 Monaten in EZ)
und arbeitet schon seit 3 Monaten wieder 25h wöchentlich bei einem anderen AG auf Teilzeit!

Beitrag von honolulumieze 31.03.10 - 20:06 Uhr

Sie hat aber mehr als den Mindestsatz von 300 Euro bezogen an Elterngeld oder?

Beitrag von allybabe 31.03.10 - 20:09 Uhr

Ja klar- sie hatte genau wie ich immer 1500 netto raus und bekommt davon 67 % Elterngeld.

Wie gesagt, sie steht ja auch dazu das sie "bescheisst"

ich frage mich jetzt nur, WIE kann das denn geheim bleiben, denn wir Mütter sind ja in der Meldepflicht bei Änderungen.

Was passiert, wenn wir es nicht melden?

Wo fällt es auf?
Wer kontrolliert?

Beitrag von honolulumieze 31.03.10 - 20:15 Uhr

Tja, gute Frage. Bin mal gespannt, was andere dazu sagen. Ganz schön dreist auf jeden Fall. Von schwarz arbeiten habe ich ja schon gehört. Aber das?! Sie riskiert nicht nur deftige Rückzahlungen, sondern auch eine fette Geldstrafe. Und dann noch so dumm zu sein und es zuzugeben. DAS ist krass.

Beitrag von mifie1108 01.04.10 - 14:15 Uhr

Hallo,

meine Arbeitskollegin hat auch bei Elterngeld ein Einkommen verheimlicht.
Das kam noch in der Elternzeit raus und sie musste glatte 2000€ zurückzahlen! Naja Pech gehabt würde ich sagen! :-)

Beitrag von susannea 31.03.10 - 20:13 Uhr

Es kann immer mal z.B. beim AG nachgefragt werden oder beim Finanzamt oder oder und ganz ehrlich, wenn das rauskommt, zahlt sie weit mehr als das zuviel bezogene Elterngeld zurück!
Die Strafe ist deutlich heftoger!

Jeder wie er meint.

Zur Aussage, sie macht keine Einkommenssteuererklärung. Ist sie aber bei Elterngeldbezug zu verpflichtet bis zum 31.5. des Folgejahres. Macht sies nicht, wird sie zu aufgefordert und zahlt auch Strafe.

Also ich würde mir sowas überlegen.

Eigentlich bist du übrigens auch verpflichtet eine Straftat (und das ist Betrug ja) zu melden, also würde ich sier darauf hinweisen und ansonsten melden!

Beitrag von hellokitty87 31.03.10 - 20:29 Uhr

Durch die Krankenkasse wird das früher oder später auffliegen. Bei uns auf der Arbeit (Agentur für Arbeit) wird in regelmäßigen Abständen Datenabgleich gemacht.
Ich gehe mal schwer davon aus, dass dies auch beim Elterngeld geschehen wird. Früher oder später wirds rauskommen und dann wird sie Elterngeld zurückzahlen müssen und hat dann noch ein Ordnungswidrigkeitsverfahren auf sich sitzen.:-p:-p

Beitrag von tragemama 31.03.10 - 22:01 Uhr

Ich denke, dass spätestens das Finanzamt bei der Steuererklärungs-Abgabe was merken wird.

Andrea