Therapeutisches Reiten

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von yh400 31.03.10 - 20:06 Uhr

Hallo!!!

Ab Mitte April bekommt meine Tochter therapeutisches Reiten im Rahmen der Ergotherapie. Es soll sehr gut sein für das Gleichgewicht und die Grobmotorik. Außerdem soll sie dadurch auch mehr Selbstbewußtsein bekommen.
Sie freut sich schon sehr darauf. Hat jemand schon Erfahrung damit???

LG yh400

Beitrag von arwen1979 01.04.10 - 08:21 Uhr

Hallo!
Ich denke es gibt immer gute und schlechte reitlehrer .
wenn ihr einen guten erwischt dann ist es sehr sher gut.
hast du dir den reithof mal angesehen???
weist du auf welchem pferd die therapie statt finden soll???
also ich an deiner stelle würde mir auch jeden fall vorher reit lehrerin stall und pferd ansehen.
solltest du weitere fragen haben dann frag .
gruß arwen

Beitrag von clarks31 01.04.10 - 13:47 Uhr

Hallo,

meine Tochter geht jetzt seit Anfang März zum therapeutischen Reiten wegen Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen.
Ich habe es mir vorher angeschaut, denn wir müssen das privat bezahlen. Ich hatte einen sehr guten Eindruck, die Reitlehrerin ist Physiotherapeutin.
Meiner Tochter gefällt es sehr gut, sie kann es kaum bis zur nächsten Stunde abwarten. Ob es uns weiterhilft kann ich natürlich jetzt noch nicht sagen, aber der KIA, das SPZ und auch der Ergotherapeut finden es als unterstützende Maßnahme sehr gut.

LG
Clarks

Beitrag von nicola_noah 01.04.10 - 14:02 Uhr

Hallo,

Max geht seit Anfang des Jahres zum Therapeutischen Reiten und er hat immer sehr viel Spaß dabei.
Sein Gleichgewichtssinn hat sich dadurch auch deutlich verbessert.

LG

Nicola

Beitrag von spatzl75 01.04.10 - 14:49 Uhr

Hi,

übernimmt denn nun die Stadt Eure Reittherapie?
Was ist dabei rausgekommen?

lg

Beitrag von nicola_noah 02.04.10 - 07:47 Uhr

Hallo,

Nein, übernimmt sie nicht.
Ist für uns aber nicht weiter Tragisch...

Aber einen Versuch war´s Wert;-)

Beitrag von yh400 02.04.10 - 19:41 Uhr

Hallo!!

Ich danke euch ,für eure Antworten. Das hört sich ja alles recht positiv an.
Bin mal gespannt. Die Therapeutin, die das macht, ist eine Ergotherapeutin, die extra dafür ausge bildet ist. Ich will hoffen. dass es ihr wirklich was bringt.

LG yh400

Beitrag von alpenbaby711 03.04.10 - 19:38 Uhr

Bei uns machen sie das im Förderkindergarten für die jeweiligen Gruppen. Mein Sohn erzählt immer begeistert von Goldi und Rocki und zeigt mir wie er reitet. Also ich denke auch für die Haltung fürs Gleichgewicht isses super. Ich würde es jederzeit wieder machen!
Ela

Beitrag von minimind 08.04.10 - 21:48 Uhr

Hi

es gibt nichts besseres !
Es ist nicht nur gut für Gleichgewicht und Grobmotorik sondern für viele weitere Dinge:

ausbalancieren= Vernetzung der Hirnhälften
ausbalancieren= Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
ausbalancieren= ( manchmal erstmalig ) bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Geruch, Fell, Schaukeln= Wahrnehmungsreize, welche wiederum Teile im Gehirn vernetzen und Wahrnehmungsstörungen verschiedenster Art angehen,
Pferd vor und nach dem Reiten fertig machen= immer wiederkehrende Handlungsabläufe= zielgerichtetes, planvolles Handeln = Ergotherapie PUR.
usw.

Es kann sein das du im Alltag direkt keine Entwicklungsfortschritte bei deinem Kind bemerkst.

Das liegt dann u.U. daran, das die Reize beim therapeutischen Reiten wirklich viel und reichhaltig sind:

Was als Reiz im Hirn ankommt, sich vielleicht neu vernetzt hat, hat dann auch wieder Einfluss auf die Wahrnehmung im normalen Alltag.
Diese neue Alltagswahrnehmung gibt wieder neue Reize durch neue Erfahrung die irgendwann einfach erstmal verarbeitet werden wollen und müssen.

Daher ist es sinnvoll nach einer gewissen Zeit eine Therapiepause zu machen damit sich all das "neue" erstmal zu Ende entwickeln und nachreifen kann. Danach beginnst du wieder mit "Reizzufuhr" ;-)

und im übrigen ist Reiten für Mädchen die tollste "Therapie" überhaupt !
Therapie? Nee ! Das macht einfach nur richtig stolz !

liebe Grüße und viel Erfolg

Petra

PS: ähnliches bewirkt übrigens auch Wasser/ schwimmen/ Wassergewöhnung. lg

Beitrag von twins 09.04.10 - 14:21 Uhr

Hi,
wir haben vor 1,5 Jahren angefangen mit dem Reiten. Zuerst auch, da unsere Tochter sehr schüchtern war.
Wir haben z.B. eine Behinterteneinrichtung, die Therapeutisches Reiten anbieten und das finden wir echt super. Da geht es auch nicht ab wie im Hühnerstall, ständiges kommen und gehen, viele Pferde, etc.
Das ist gut durchorgansisiert, nette und kompetente Reitlehrer....
Wir haben nur das Problem gehabt, das es einen ständigen Wechsel der Reitlehrer gab....das war ätzend aber jeder für sich war sehr gut.

es gibt leider sehr wenig Reitställe, die Kinderreiten anbieten. Auf was Du achten solltest, sind - keine Reitstunden, die Du jedes Mal/Stunde bezahlen muss, denn hier ist keine Konsequenz drin und ein ständiges kommen und gehen an Kindern. Lieber mit 1/2 oder Jahres Vertrag. da hast Du gut mal 10 Kinder für zwei Pferde und beim nächsten mal nur ein Kind.....da kommt keine Ruhe rein!

Grüße
Lisa

P.S. Wir haben eine 4er Gruppe und das ist ideal, denn zwei von denen gehören zu mir#schwitz