Elterngeld und Kleingewerbe

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von angeleye1983 31.03.10 - 23:06 Uhr

Hallo ihr Kugelbäuche,

ich hab mal wieder eine Frage zum Elterngeld. Also ich bin ganz normale Angestellte bei einem Rechtsanwalt und dementsprechend wird das Elterngeld ja anhand des Verdienstes der letzten 12 Monate berechnet. Soweit so gut... Nun ist es aber so, dass ich ein Kleingewerbe angemeldet habe. Ich bin als Beraterin bei verschiedenen Lines tätig (Questico etc.). Wie wird das dann mit dem Elterngeld verrechnet?? Das Einkommen von den Lines is ja nicht jeden Monat gleich. Die letzten paar Monate musste ich wegen Schwangerschaftsbeschwerden pausieren und hab z. B. gar nicht gelegt. Ich weiß ja nicht im Voraus wieviel ich monatlich verdiene. Mal sind es 200 EUR und mal 1000 EUR etc.

Vielleicht weiß ja hier eine Antwort darauf. Ich hab bisher nämlich nur rausgefunden, dass mir das vom Elterngeld abgezogen wird. Was ja für mich auch in Ordnung is, aber man kann ja nichts abziehen, wenn das monatlich variiert...


LG
angeleye 27. SSW

Beitrag von susannea 31.03.10 - 23:21 Uhr

Wenn du Mutterschaftsgeld bekommst, dann sollte das so sein, dass du das Elterngeld nach dem Einkommen in den letzten 12 Kalendermoanten vor dem Mutterschutz erhältst, muss aber nicht wenn du durchgängig dein Gewrbe ausgeübt hast (also nicht abgemeldet hast), denn da gitbs unterschiedliche Auffassungenn, ob dann nicht das letzte Kalenderjahr zählt (so wies auf jeden Fall ohne Mutterschaftsgeld wäre).

Es wird genau wie normal berechent. Alles Einkommen in den 12 Kalendermonaten vor Mutterschutz addieren, 920 Euro Werbungskostenpauschale abziehen und das durch 12 teilen. Davon dann 67% gibts an Elterngeld (höchstens 1800 Euro).

Führst du das Gewerbe nach der Geburt weiter, mußt du vorher schätzen, wieviel Einkommen du ahst. Es gibt dann nru eine vorläufige Berechnugn des Elterngeldes und nach der Elternzeit wird dann mit dem entgültigen Einkommen gerechnet.

Einkommen vor der Geburt abzüglich Werbungskostenpauschale abzüglich Einkommen (Gewinn) nach der Geburt und davon dann 67%.

Beitrag von angeleye1983 31.03.10 - 23:27 Uhr

Oh je, is das kompliziert... da muss man sich ja direkt überlegen, ob man das Gewerbe wirklich ausübt nach der Geburt *gg*

Das Einkommen schätzen is so ne Sache *gg* Das kann so stark variieren.

Da ich das Gewerbe erst seit einem Jahr habe, habe ich offiziell in den Büchern noch Verlust geschrieben, zumindest meinte mein Steuerberater, dass bei der ersten Steuererklärung immer Verlust raus kommen sollte. Naja, ich muss ja noch nicht mal ne Einkommensteuererklärung machen, da es wie gesagt nur ein Kleingewerbe is und steuerrechtlich erst ab nem Einkommen von 1500 EUR pro Monat eine Auswirkung hätte...

Oh je.... da kommt ja noch was auf mich zu *gg*

Beitrag von susannea 31.03.10 - 23:46 Uhr

Das wäre mir neu, dass du deshalb keine Einkommenssteuererklärung machen musst. Habe auch eine Nebengewerbe und habe nie soviel Umsatz (vom Gewinn mal ganz zu schweigen) und muss immer eine machen!

Und mit dem Verlust habe ich auch noch nie von einem ordentlichen Steuerberater gehört.

Einkommen schätzen ist ganz einfach ;)

Im Zweifelsfall muss man eben einfach was zurücklegen vom Elterngeld.

Beitrag von angeleye1983 07.04.10 - 14:19 Uhr

Also ich hab noch nie ne Einkommensteuererklärung gemacht, du musst nur dem Finanzamt von Anfang an mitteilen, dass du die Kleingewerberegelung nutzt, dann wirds erst interessant, wenn du Gewinn schreibst.

Und aufm Papier schreib ich immer noch Verlust, da ich recht viel abschreiben muss...

Das hat so schon seine Richtigkeit *gg* Hat immerhin das Finanzamt schon mehrfach geprüft.

Beitrag von susannea 07.04.10 - 14:38 Uhr

Wie kann denn das Finanzamt was prüfen, was du angeblich nicht machst #gruebel

Dann machst du doch sicher eine Einnahmenüberschußrechnung und die ist Teil der Einkommenssteuererklärung.

Aber gut, streite ich mich mit dir nicht drum, Kleingewerbe euer zu tun und die Umsatzsteuererklärung mußt du sogar machen wenn da jedesmal 0 drauf steht nach Aussagen unseres Finanzamtes, auch wenns andere anders handhaben.

Und wenn du nur Verluste machst, dann wirds eh zur Liebhaberei und dann hast du beim Finanzamt eine echtes Problem!