Kann man den venösen Zugang verweigern?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von aerlinn 01.04.10 - 08:52 Uhr

Guten Morgen!


Ich habe gestern den ganzen Tag im Krankenhaus verbracht, beim Wehenbelastungstest, weil bei einem CTG Auffälligkeiten waren. Hat sich aber soweit nichts bestätigt, das Baby reagiert ganz normal.
Was für mich wirklich ganz, ganz schlimm war, war der venöse Zugang an meinem Arm. Ich hab sowieso große Probleme mit Nadeln, beim Blutabnehmen muss ich liegen, weil ich sonst zusammenklappe....

Nun meine Frage: Ich möchte mein Baby ja gerne im Wasser bekommen. Und wie soll das gehen, mit einem Zugang? Kann man den verweigern? Hat jemand von euch ein Baby in der Wanne gekriegt? Musstet ihr auch den Zugang haben? Man hat mir gesagt, das sei Pflicht, dass man einen legt. Wie soll ich dann zu meinem Kind ins Wasser greifen? Ich finde die Vorstellung ganz schlimm, dass ich das über mich ergehen lassen muss.

Danke schonmal für Eure Antworten,
Aerlinn

Beitrag von nadine1013 01.04.10 - 08:53 Uhr

Wenn du dann erstmal richtige WEhen hast, merkst du davon nichts mehr ;-)

Beitrag von qrupa 01.04.10 - 09:09 Uhr

Hallo

das kann ich absolut nicht bestätigen. Mich hat dieser blöde Zugang absolut wahnsinnig gemacht! Das Ding war das schlimmste an der ganzen Geburt.

LG
qrupa

Beitrag von nisivogel2604 01.04.10 - 11:33 Uhr

Das ost doch Quatsch. Ich hab das auch gemerkt und es hat mich völlig blockiert. Auch ein Grund weswegen mich nei wieder 10 Pferde in eine Klinik kriegen würden um mein Kind zu gebären.

Beitrag von lilly7686 01.04.10 - 09:00 Uhr

Pflicht? Schwachsinn.
Natürlich kannst du den Zugang verweigern!!!
Wenn du ins KH kommst, sagst du denen einfach, du willst keinen Zugang haben. Die können dich nicht dazu zwingen.

Ist halt nur so, dass der dann sowieso gelegt werden müsste, wenn du Schmerzmittel haben willst. Oder wenn was nicht stimmen würde (was ja hoffentlich nicht der Fall sein wird).
Wäre halt einfacher, wenn du gleich zu Beginne einen bekommst.

ABER: ich werd ihn mir auch nur unter der Bedingung legen lassen, dass er in die Armbeuge kommt. Denn 1. vertrag ich das Zeug im Handrücken nicht (beim letzten Mal musste der Flon nach zwei Stunden entfernt werden, weil ich Schmerzen bekommen hab) und 2. wie bitte soll ich meinem LG die Hand während den Wehen zerquetschen, wenn ich da nen Schlauch im Handrücken hab?????

Also ich werd auch entweder verweigern oder denen sagen, ich will ihn in der Beuge haben.

Aber zwingen kann dich niemand dazu! Du kannst sehrwohl verweigern wenn du keinen Zugang willst!

Alles Liebe!

Beitrag von aerlinn 01.04.10 - 09:05 Uhr

Danke Dir!

Ehrlich gesagt ist die Vorstellung von dem Zugang für mich viiiel schlimmer als der Gedanke an die Wehen!
Und ins Wasser kann man damit doch sicher nicht! Ich fühle die Stelle von gestern heute noch bei jeder Bewegung! (am Handgelenk, ganz fies!)

Auf Schmerzmittel, PDA und sowas will ich sowieso verzichten.

Meine Hebamme hatte mir gesagt, dass es die Pflicht der Ärzte im KH sei, dass sie einen Zugang legen. Ich muss wohl nochmal genau nachfragen...

Aerlinn

Beitrag von fredo.84 01.04.10 - 09:09 Uhr

Guten Morgen,

Wenn Du auf den Zugang verzichten willst, warum bekommst Du dein Kind nicht lieber in einem Geburtshaus??? Da kannst Du dein Baby auch in der Wanne bekommen?? Verzichte doch einfach auf diesen ganzen Krankenhaus schnickschnack, es geht auch ohne!

LG

Beitrag von aerlinn 01.04.10 - 09:14 Uhr

Ja, ich hab für die nächste Geburt auch schon die Hausvariante geplant ;-)

Für dieses Baby haben wir schon alles im KH geplant, sind schon aufgenommen dort, kenne die Hebammen dort schon und hab viele Voruntersuchungen dort gemacht. Ich fühl mich auch eigentlich ganz wohl da, hab bis auf die Sache mit dem Zugang nichts zu bemängeln. Sie verwenden auch Akkupunktur und Homöopathika, also kann ich mich dort auch eigenlich ganz wohl fühlen.
Ich werd heute sowieso nochmal zum CTG dort hin gehen, und werde die Ärztin und die Hebamme dort mal darauf ansprechen. Meine Venen sind so gut sichtbar, die werden sie in einem Notfall auch so schnell finden.

Danke für die Antworten!

Beitrag von lilly7686 01.04.10 - 09:34 Uhr

Hallo nochmal!

Also ins Wasser darfst du schon mit dem Zugang. Ich war vor Weihnachten ein paar Tage stationär und hatte einen Zugang weil ich Infusionen bekommen hab (konnte nix bei mir behalten und hatte deswegen starke Kreislaufprobleme).
Ich war täglich duschen und wenn ich stark geschwitzt hab war ich auch mal zweimal duschen an einem Tag. Also Wasser macht dem Zugang gar nix. Ist ja ne Folie drüber (und wie sollen die ganzen Patienten im KH sich sonst waschen?).

Aber im Handgelenk tuts sehr weh, ich weiß.
Ich vertrag diese Venenflons nur in der Beuge. Handrücken ist binnen zwei Stunden bei mir zu. Also die Vene streikt richtig. Mir mussten sie den Flon schon nach zwei Stunden raus nehmen, weil einfach keine Infusion mehr rein ging. Die Vene hat einfach zu gemacht. Aber das ist immer so, wenn ich da nen Zugang hab. Ich kenn das also schon. Leider ist es manchen Ärzten völlig egal und dann wundern sie sich, wenn sie nach zwei Stunden wieder gerufen werden, um einen neuen Zugang zu setzen.

Und ins Handgelenk hab ich mir noch nie einen Zugang setzen lassen. Da weiger ich mich jedes Mal. Ich hab in der Hauskrankenpflege gearbeitet und JEDER, der da mal einen Zugang hatte, sagte, dass es dort besonders weh tut. Deswegen hab ich da von Anfang an gestreikt.

Bei mir kommt ein Zugang aus Prinzip nur in die Beuge. Da kann der Flon dann aber auch bis zu drei Tage drin bleiben und macht mir nix.
Aber wie gesagt, wenns nicht notwendig ist, werd ich wohl auch ganz verweigern. Immerhin will ich keine Schmerzmittel. Aber das werd ich dann noch genau sehen wenns soweit ist.

Nochmal: es kann dir völlig egal sein, was die Pflicht des Arztes ist. Wenn du keinen Zugang willst, dürfen sie dir keinen geben. Es sei denn, es wäre aus medizinischen Gründen notwendig. Aber das ist es ja bei einer normalen Geburt nicht. Und der Zugang kann später immernoch gelegt werden, wenns wirklich nicht anders geht. Also lass dir nix drein reden.

Alles Liebe!

Beitrag von aerlinn 01.04.10 - 09:53 Uhr

Danke Dir! Ich wusste nbicht, dass man ihn auch in die Armbeuge kriegen kann. Da würde es vielleicht besser gehen, da hab ich mich von den tausend Blutabnahmen schon ein bisschen besser dran gewöhnt. Ich fühl mich gerade total überfordert, und mir ist richtig zum Heulen. Manno, die Hormone gehen mit mir durch :-(

Beitrag von dominiksmami 01.04.10 - 09:06 Uhr

Huhu,

der Zugang macht schon großen Sinn und du kannst damit auch problemlos in die Wanne.

Bestehe einfach darauf das er so gelegt wird das du Hand und Arm frei bewegen kannst. Gibt ja viele Stellen die geeignet sind.

Aber ihn ganz weg zu lassen, kostet im Notfall unnötige Zeit...wenn dann noch einer gelegt werden muß.

Andersrum...Frauen die zu Hause entbinden haben auch keinen Zugang, also wird er sooooooo unabdingbar auch nicht sein.

lg

Andrea

Beitrag von qrupa 01.04.10 - 09:08 Uhr

Hallo

du darfst absolut JEDE Maßname verweigern, die dir nicht gefällt! Egal um was es geht, solange du deine Zustimmung nicht gibst, darf dir keienr was.

LG
qrupa

Beitrag von malzbier75 01.04.10 - 09:25 Uhr

Ich hasse diese Zugänge! #zitter Als ich vor 3 Wochen wegen Blutungen im KH war, haben sie mir natürlich auch gleich einen verpasst (es könnte ja eine Ausschabung nötig sein #augen ). Und das wäre alles nicht so schlimm, wenn die das auch vernünftig machen würden. Ich hatte solche Schmerzen die ganze Nacht durch, konnte den Arm weder einknicken noch gerade machen ohne dass es gebrannt hat wie Hölle. #schock Da hieß es dann nur dass er vielleicht verstopft ist. Ich war soooooo froh als das Ding dann gleich wieder rauskam. Man sieht immer noch den Einstich an meinem Arm, nach 3 Wochen! #schock Das nächste Mal sag ich, dass es jemand machen soll der das auch kann.

Beitrag von sabrinchen22 01.04.10 - 09:28 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen. Hab ganz schlechte Venen und bei meiner ersten Geburt, haben sie zehnmal gestochen bis der Zugang saß. Also dieses Mal werde ich mich definitiv nicht mehr so oft stechen lassen.

LG Sabrinchen

Beitrag von aerlinn 01.04.10 - 09:31 Uhr

Das ist ja auch schrecklich!

Bei mir ist es so, dass ich daran garnicht denken kann, wenn das Ding in meinem Arm ist, sonst wird mir schwindelig...und ich neige dazu umzukippen...das kanns doch nicht sein!

Bei mir sieht man die Venen zum Glück total gut, musste noch nie zweimal gestochen werden. Deswegen denke ich, wenn ein Notfall eintreffen sollte, schaffen die es auch dann noch schnell genug!

Ich leide mit dir!
Aerlinn

Beitrag von kirsten007 01.04.10 - 09:34 Uhr

Guten Morgen,

ich kann Dir nicht sagen, ob man das verweigern kann. Ich habe den automatisch bei den Abschlußuntersuchungen im KH gelegt bekommen. Bei mir wurde das aber im Handrücken gemacht und man merkt das ÜBERHAUPT nicht.

Ich wollte eine Wassergeburt und das Teil stört nicht. Als nach ca. 20 Stunden ein Not-KS gemeacht werden musste, wqar ich froh, dass ich den Zugang schon hatte, denn da kam es dann auf jede Minute an....

Lieben Gruß und alles Gute
Kirsten

Beitrag von ilka24 01.04.10 - 09:35 Uhr

Hallo,

es gibt Krankenhäuser, die legen standardmäßig einen Zugang. Das hatte ich bei der Geburt unseres 1. Sohnes.

Beim 2. Kind habe ich in einem anderen Krankenhaus entbunden (sehr flott, 40 min nach Ankunft im Kreissaal), da gab es keinen Zugang.

Allerdings muss ich sagen, brauchte ich den Zugang auch, weil mein Kreislauf absackte und ich Kochsalzlösung bekam.
Den Blasenkatheter verzeihe ich aber bis heute nicht, den hat man mir einfach ungefragt gelegt.

Ich habe das Gefühl, gerade Erstgebärende lassen viel zu viel mit sich machen, zumindest ging es mir so. Einfach weil alles so neu ist.

LG
Ilka mit Bauchmaus Nr. 3 an Bord 15+4 SSW

Beitrag von aerlinn 01.04.10 - 09:40 Uhr

Ja, das glaub ich auch!
Die Sache ist die, dass ich glaube, wenn ich mit sonam blöden Zugang "klarkommen muss", dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Kreislsauf in die Knie geht wegen dem Zugang viel höher, als wenn ich mich in Ruhe auf mich und meinen Körper konzentrieren kann.
Man sollte sich echt nicht einfach alles gefallen lassen. Und ich denke, dass ich es einfach offen ansprechen muss.

Danke, Aerlinn

Beitrag von ilka24 01.04.10 - 09:46 Uhr

Ja, man nimmt sich das immer vor, dass alles anzusprechen und dann kommen die Wehen und die Aufregung und man denkt, die wissen schon was sie machen und hat dann doch keine Lust zu diskutieren.

Ich hatte meinen Mann damals lediglich beauftragt zu überwachen, dass kein Dammschnitt gemacht wird. Das hat er auch super im Blick gehabt, an alles andere hab ich gar nicht gedacht.

Z.B. haben die bei unserem 1. Kind die Babys einfach nachts ungefragt zum Wiegen und Messen und Waschen aus den Zimmern der Mütter geholt. Fand ich unmöglich (weil nachts angeblich mehr Ruhe auf der Station war).

Da gerät man einfach in einen laufenden Betrieb und ist so überrollt, dass man sich gegen vieles nicht wehrt. Beim 2. Kind war ich dann selbst bewußter ;-)

LG
Ilka

Beitrag von blockhusebaby09 01.04.10 - 09:41 Uhr

Hallo

Sicher verweigern kannst Du alles bist ja ein freier Mensch aber der Zugang hat schon seinen Sinn und wenns dann doch mal schnell gehen muss wegen Notsektio oder so sind
die Ärzte froh wenn der Zugang sofort da ist das spart im Fall der Fälle kostbare Zeit auch kann es knifflig werden wenn die
Mutter z.Bsp Kreißlaufporbleme bekommt dann sind die Venen oft schwer zu finden um einen Zugang zu legen.
Wenn du große Angst vor der Pikserei hast gibts in der Apotheke Emmlerpflaster die man vorher auf die zu punktierende Stelle kleben kann und nach ca 30 min können die dort rumgiegeln wie sie wollen du merkst nichts davon alles schön taub.:-D
Im KH verwenden die die Zauber-Pflaster für Kleinkinder die machen dann keinen Muks mehr beim pieksen.;-)

Ganz liebe Grüße#herzlich

Beitrag von aerlinn 01.04.10 - 09:46 Uhr

Huhu,

danke für den Tipp :-)
Das bisschen pieksen an sich ist es leider garnicht. Mich ekelt es so vor dieser Verbindung zur Vene, ich kann das nicht erklären. Ich habe gestern die ganze Zeit das Ding gefühlt und die Vorstellung, dass es in meiner Ader ist reicht, dass mir schlecht wird. Keine Ahnung, warum das so ist. Bei rationaler Betrachtung ist das ja auch total bescheuert, aber ich krieg einfach weiche Knie davon. Oh man, vielleicht bin ich einfach zu empfindlich :-(

Beitrag von blockhusebaby09 01.04.10 - 10:17 Uhr

Das ist normal viele Menschen haben eigendlich unbegründete Ägste oder Ekel vor bestimmten Dingen.
Ich hab riesen Schiss und Ekel vor Spritzen beim Zahnarzt keine Ahnung warum so richtig weh tun die ja auch nicht.#schwitz warscheinlich weil die Nadel so lang ist.#zitter
Vieleicht hilft es Dir wenn du Dir mal so einen Zugang von deiner Hebi oder Arzt genauer zeigen lässt.
Denn das was nach dem piksen in der Vene verbleibt ist ja nur ein hauchdünnes superweiches flexibes Minischläuchlein (also keine Nadel)was man kaum spürt.Die Hand oder der Arm bleibt dabei auch weiter voll beweglich.
Dann kommt ja noch ein ordendliches Pflaster drüber und das was man dann überhaupt noch merkt ist das Pflaster was bei Bewegung manchmal ziept.

Ganz liebe Grüße#herzlich

Beitrag von anyca 01.04.10 - 10:32 Uhr

Ich finde daran gar nichts überempfindlich. Der Zugang ist fürs KH bequem, aber nicht notwendig. Sprich das beim Vorgespräch an, Du kannst das genauso verweigern wie Dich niemand zu einer Impfung oder sonstigen medizinischen Maßnahme zwingen kann.

Beitrag von sonnenschein1805 01.04.10 - 10:10 Uhr

Hallo,

also du brauchst ja nicht den Zugang im Arm, sondern auch in der Hand bekommen. Da tut es nicht so weh und du kannst die Hand ganz normal weiter bewegen.

Einen Zugang zu haben, ist auf keinen Fall verkehrt, sondern kann dir gut Helfen. Wenn du z.B starke Wehenschmerzen bekommst, können sie dir darüber schnell ein Medikament geben.

Schau einfach deinem Mann an, wenn sie dich picken.... und sag denen sie sollen nicht sagen, wann sie stechen, dann tut das auch nicht so, weil du dich so verspannst.

Beitrag von nisivogel2604 01.04.10 - 11:38 Uhr

Der Zugang ist sinnlos und unnötig. Und gerade wenn sie sich damit so unwohl fühlt kann dieses kleine sinnlose Teil die ganze Geburt blockieren.

Starke Wehenschmerzen kann man auch anders abschwächen. Ohne den eigenen Körper und den des Babys inter medikamente zu setzen die oft mehr Schaden als nutzen.

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