Wie weit dem Vater entgegen kommen

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sandra_1967 01.04.10 - 10:23 Uhr

Hallo zusammen!

Meine Kollegin hat mal wieder Stress mit dem Ex. Wobei ich sie gerade nicht wirklich verstehe.

Er hat ein Jobangebot in der Nähe seiner Freundin (600km, gefestigte Beziehung, 8 Jahre) bekommen, dass er annehmen will. Dieses Jobangebot würde natürlich den Kontakt mit den Kindern einschränken.

Genau aus diesem Grund will sie ihm die Annahme des Angebotes juristisch untersagen lassen. Jetzt kracht es zwischen beiden ganz gewaltig. Die Kollegin hat mir gerade einen Mailwechsel zugeleitet. Tenor: Er nimmt den Job auf jeden Fall an! Den Umgang stellt er sich so vor, dass er alle zwei Monate ein langes Wochenende (Freitagmittag bis Montagmorgen) zu den Kindern kommt, sich dort eine Ferienwohnung nimmt und die Kinder auch bei ihm schlafen. Jeden Monat kommen sie 1x zu ihm, per Bahn oder Flugzeug. An den Wochenenden soll meine Kollegin die Kinder entweder an den Bahnhof oder den Flughafen bringen und er holt sie am Zielort ab. Konkret heißt das für meine Kollegin pro Fahrt oder Flug 3 Stunden Aufwand durch das Bringen, an einem Wochenende also 6 Stunden. Die Kinder (10 und 12) wären ebenfalls rund 6 Stunden pro Strecke unterwegs. Beide Kinder würden gerne! Meine Kollegin möchte aber nicht, dass die Kinder
a) so lange unterwegs sind und
b) alleine unterwegs sind.

Wie seht ihr das? Ich persönlich würde den Aufwand treiben, wenn die Kinder es möchten, ihr auch? Alle anfallenden Kosten will der Vater übernehmen, auch die meiner Kollegin!

Beitrag von petra1982 01.04.10 - 10:37 Uhr

Ich seh es wie du, er hat einen Job dort und das bringt ihr ja auch den unterhalt den sie wohl sicher haben will von ihm. Und das es eben ein aufwand ist ok, aber sollte man im sinne der kinder schon machen, das sie alleine dies tun naja sie sind keine kleinkinder, wenn sie 3 bis 7 wären ok würde ichs nochv erstehen

Beitrag von helena68 01.04.10 - 11:15 Uhr

Hallo,
ich kann Deine Kollegin nicht verstehen. Mein Exmann ist auch aus beruflichen Gründen weggezogen und wohnt jetzt 680 km von uns entfernt. Es ist ihn bestimmt nicht leicht gefallen, er liebt seinen Sohn doch genauso. Jetzt fliegt mein Sohn in regelmäßigen abständen zu ihm und ja ich habe auch mehr aufwand, da ich ihn immer zum Flughafen bringe und auch wieder dort abhole... das alles mache ich aber gerne für meinen Sohn... Sie soll mal von ihrem hohen Roß runterkommen... Ihr Exmann kümmert sich doch weiter um die Kinder und wird sie bestimmt auch in den Ferien nehmen oder dann eben eher wenn mal Feiertage sind.. Ich finde es schlimm wenn Mütter der Meinung sind das sie über die Kinder bestimmen können nur weil sie bei ihr leben.. der Vater zählt dann immer gar nicht mehr... Wenn sie umziehen wollte würde sie es bestimmt ganz anders sehen... Soll sie sich doch freuen wenn ihre Kinder jetzt nicht mehr alle 14 Tage beim Ex sind... hat sie mehr Zeit mit den Kids... ich genieße es das sich die Regelung ein bisschen gelockert hat... Es gibt Telefon Internet usw... sie können den Kontakt gut zum Vater halten... und so klein das sie nicht alleine fliegen können sind sie ja auch nicht ... außerdem sind sie zu zweit... Es ist schade wenn die Kinder unter dem gezicke der Mutter leiden müssen, sie bekommen es doch mit...
lg Helena

Beitrag von zwiebelchen1977 01.04.10 - 12:16 Uhr

Hallo

Sie kann ihm das Jobangebot nicht untersagen lassen.

Er will sich ja kümmern. Aber sie stellt sich ja so an.

und die Kinder sind 10 und 12. Es gibt im Flugzeug und bei der Bahn Begleiter, die alleinreisende Kinder bis zum Zielort begleiten.

Bianca

Beitrag von landmaus 01.04.10 - 12:18 Uhr

Hallo,

ich wäre auch absolut dafür.

Schau mal hier http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,659858,00.html. Das ist ein Artikel über pendelnde Scheidungskinder.

LG

Beitrag von sandra_1967 01.04.10 - 12:27 Uhr

Danke für die Info. Die Verbindung wäre beim Kids on tour Programm sogar dabei!

Beitrag von karna.dalilah 01.04.10 - 15:18 Uhr

Den Job kann er annehmen.
Wie er das mit dem Holen und Bringen hinbekommt ist sein Problem.
Zumindest würde ich mir keinerlei Kosten durch Fahrerei ect. aufbrummen lassen.
Eine Mutter die durch ihren Wegzug den Umgang erschwert, wird zur Kasse gebeten.
Wenn der Vater durch seinen Umzug den Umgang schwieriger hat, dann zahlt die Mutter teilweise mit drauf?
Was soll das denn?
Die Kinder zum Bahnhof in der Nähe bringen wäre ok, aber keine Fahrerei mit einem Zeitaufwand von mehr als 20 Minuten pro Fahrt.

Karna

Beitrag von petra1982 01.04.10 - 15:35 Uhr

Nicht mal für den Kontakt zum Vater? Ich denke es kommt ja auch den Kindern gute wenn der Vater arbeit hat und unterhalt zahlen kann....Aber gut sieht jeder anders.....Verbieten kann sie es ihm trotzdem nicht und sie schrieb ja auch er kommt einmal im monat verlängert runter ;-)

Beitrag von karna.dalilah 01.04.10 - 15:53 Uhr

ich kann ja nur von meiner Situation ausgehen.
Mein Mann arbeitet mindestens 2 Wochenende pro Monat.
Wir haben ein Auto.
Ich habe noch 2 jüngere Kinder.
würden solche Besuchswochenenden auf das freie We fallen, wäre es für uns als Familie für Familienunternehmungen futsch und müßten 6Std Fahrerei integrieren.
Gemeinsame Wochenenden sind eh schon rar.
Fällt es auf ein Arbeitswochenende haben wir evt das Autoproblem (je nach Schicht)
und meine jüngeren Kinder hätten 6 Std Autofahrt jippi und das wo meine Kinder Autofahren so nervig finden.
Verbieten kann niemand dem anderen etwas.
Ist doch gut wenn er Arbeit hat. Nur hat alles einen Preis und den muss man bereit sein zu zahlen.
:-)

Beitrag von darkblue81 01.04.10 - 15:38 Uhr

Die TE hat doch im letzten Satz geschrieben, das der Vater der Kinder ALLE anfallen Kosten übernimmt, auch die der Kollegin der TE.

@TE:

Ich verstehe deine Kollegin keineswegs, sie sollte sich glücklich schätzen..

Beitrag von naddikiel79 01.04.10 - 17:23 Uhr

Ich wäre auch dafür.

Der Vater wird durch den Jobwechsel sicherlich mehr an Einkommen haben, sonst würde er diesen Aufwand nicht betreiben und schon gar nicht die anfallenden Kosten von Flügen/Zugfahrten tragen können.
Noch dazu kommt, dass die Kinder dies ja auch wollen.
Natürlich wäre mir als Mutter auch nicht ganz wohl bei der Sache, wenn meine Kinder so lange unterwegs sind, aber ihre Kinder sind 10 und 12 Jahre alt...


Der KV meines Kindes wohnt um die Ecke und kriegt es nicht auf die Reihe seinen Sohn zu sehen.. und wenn er ihn sieht, dann geht er Wort- u. Grußlos an seinem Sohn vorbei...
Der Ex-Mann deiner Kollegin wohnt dann 600km weit entfernt und möchte seine Kinder sehen..

Ich wäre froh, wenn meine Kinder einen Vater hätten, der so viel "Einsatz" zeigen würde.

Aber so gehen die Meinungen auseinander...

LG

Beitrag von karna.dalilah 01.04.10 - 17:44 Uhr

Der Vater zieht wegen Job UND dort lebender Freundin hin.
Auf beides hat er ein Recht, nur hat alle seinen Preis und den müssen nicht alle zwangsläufig mit tragen.

Beitrag von nick71 01.04.10 - 21:52 Uhr

"Genau aus diesem Grund will sie ihm die Annahme des Angebotes juristisch untersagen lassen."

Sorry...aber deine Kollegin hat nen Schuss. Den Gang zum Anwalt kann sie sich gleich sparen...ihr Vorhaben ist definitiv unhaltbar.