Einmischen oder nicht???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schneckchen2202 01.04.10 - 10:47 Uhr

Hallo,

bei uns ist seit kurzem folgendes Problem:

Unser Nachbarsjunge (7) und unser Sohn (6) spielen häufig miteinander.

Seitdem unser Nachbarsjunge seit letzem Jahr in die Schule geht, hat sich sein Verhalten etwas ins Negative verändert. Er schlägt und tritt jetzt sehr viel unseren Sohn, was er früher nicht getan hat. Er erzählt auch oft, dass in der Schule gekämpft wird. Die einen greifen an und es geht los.

Dass unter Kindern gestritten und auch mal geschlagen oder getreten wird ist ja normal. Unser Sohn hat wohl immer wieder gesagt, dass er aufhören soll mit dem Schlagen, hat er aber nicht. Dann hat er halt zurück geschlagen und da hat unser Nachbarsjunge meinen Sohn zuerst in den Po und dann in den Genitalbereich getreten, und dass geht m. E. nun gar nicht.

Soll ich die Sache jetzt auf sich beruhen lassen und unter Streitigkeiten der Kinder "verbuchen" oder soll ich mit dem Jungen sprechen. Es heisst ja immer, die Kinder sollen Konfliktsituation unter sich ausmachen, aber wo ist die Grenze zum Einschreiten?

Es ist eigentlich so, dass bei uns sonst keine Kinder zum Spielen sind und ich ja auch möchte, dass die zwei befreundet bleiben, aber nicht unter den Voraussetzungen.

Wie würdet Ihr Euch verhalten?

Gruß Andrea

Beitrag von susi1103 01.04.10 - 10:53 Uhr

Hy

also wenn es soweit geht würde ich mich schon einmischen. Wenn die Beiden oft zusammen spielen und das kommt wieder vor, würde ich mir den Kleinen mal zur Seite nehmen und ihm erklären daß das überhaupt nicht geht. Vor allem wenn er ihm in die Genitalien tritt!!

Beitrag von tinar81 01.04.10 - 11:07 Uhr

Das hat nichts mehr mit kleinen Reibereien zu tun - da muss man sich meiner Meinung nach schon einmischen. Denn solche brutalen Sachen haben bei kleinen Unstimmigkeiten nichts verloren. Da kann schnell mal was ins Auge gehen, bzw. jemand verletzt werden.

Ich würde mit dem Jungen - und vor allem auch mit dessen Mutter reden, und erzählen was vorgefallen ist. So was kann und darf man nicht dulden. Wenn man einem 7jährigen Kind nicht beibringt das man so etwas nicht machen darf, wie reagiert dieses Kind dann in 10 Jahren wenn jemand sagt, er solle mit irgendwas aufhören......

LG Martina

Beitrag von jeannylie 01.04.10 - 11:12 Uhr

Natürlich einmischen.
Du kannst die Kinder ja nicht prügeln lassen :-)
Ich würde dem Jungen selber sagen dass dies nicht geht und Du das nicht möchtest. Die Mutter wird das Kind ja kennen und das sicher nicht übel nehmen, den bei anständigen Leuten ist das i.d.R. ja auch deren Meinung.

Man sollte das aber nicht überbewerten. Ich nehme an Dein Sohn kommt jetzt erst in die Schule?
Gerade zwicshen Kiga und Schulkindern besteht eben doch ein großer Unterschied.
Die machen ja nochmal so einen richtigen Entwicklungsschritt und in der Grundschule geht es halt auch schon viel um messen und vergleichen. Wer ist größer, stärker, besser... so wird der Nachbarsjunge wohl auch schon drauf sein.

LG
Jeannylie

Beitrag von espirino 01.04.10 - 11:22 Uhr

Hallo,

also körperliche Gewalt oder ins uferlose laufende Gebrüll sind für mich immer ein Grund einzuschreiten. Und notfalls auch mit der Sanktion, daß beide Jungen eben nicht mehr zusammen spielen können (vorläufig). Wochenlang zuschauen würde ich dabei nicht.

LG Jana