Sparen fürs Kind

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von platschi92 01.04.10 - 12:13 Uhr

Hallo,

kann mir jemand Tipps geben? Wir wollen für unseren Sohn (7 Monate) eine Art "Sparkonto" anlegen wo Monat für Monat ein kleiner Betrag darauf überwiesen werden soll.

Nun gibt es ja einige Angebote von Banken, aber die Zinsen sind meist sooo gering. Es soll aber auch was festes sein, also nicht, dass am Ende das eingezahlte Geld noch weg ist!

Habt ihr eine gute Idee? Es wäre auch nicht schlimm, wenn er meinetwegen erst mit 18 oder so an das Geld ran kommen könnte.

Was ist aber zum Beispiel, wenn jemand von uns Eltern arbeitslos werden würde (--> Hartz IV), könnten wir das Geld bei so einer Anlage dann verlieren?

#danke

Beitrag von swety.k 01.04.10 - 12:42 Uhr

Hallo,

das Zinsniveau ist nun mal im Moment sehr niedrig, da darf man nicht allzu viel erwarten. Höhere Rendite bedeutet höheres Risiko und wenn Ihr eine sichere Anlage wollt, dann geht das nur mit wenigen Zinsen.

Laßt Euch einfach mal bei der Bank beraten, die haben die meiste Ahnung. Die können Euch sicherlich auch sagen, was bei Arbeitslosigkeit mit dem Geld passiert.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von 9605paja 01.04.10 - 12:47 Uhr

Hallo,

Wie sich das bei Arbeitslosigkeit verhält weiß ich leider nicht!

Aber wir haben für unsere 2 Kinder je ein Tagesgeldkonto bei der Diba, welche Zinsen es im Moment gibt weiß ich gar nicht genau aber als wir es abgeschlossen haben waren es 3%.

Ich bin damit ganz zufrieden.

lg paja

Beitrag von nele27 01.04.10 - 12:56 Uhr

Aktienfonds!!! Bringt die einzig vernpüntige Rendite... Und wenn es für ein Kind ist, also die Laufzeit sehr lange ist, gibt es auch kaum ein Risiko. Einige Zeit vor Auszahlung einfach in sichere Rentenfonds umschichten und gut ist :-)

Unser Anton ist zumindest Fondssparer #huepf

LG, Nele

Beitrag von swety.k 01.04.10 - 13:11 Uhr

Hallo Nele,

das würde ich so nicht unterschreiben. Mit Aktienfonds kann man eine Menge Verlust machen. Ich habe vor einigen Jahren mal Aktienfonds gehabt und nach sechs Jahren war weniger Geld drin, als ich eingezahlt hatte. Da hilft auch umschichten nicht. Lieber reine Rentenfonds von Anfang an. Die bringen zwar weniger ein, aber Geld für's Kind würde ich in keinem Fall spekulativ anlegen.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von frotteemonster 01.04.10 - 13:29 Uhr

Sehe ich genauso #pro

Auch wir hatten einen erheblichen Verlust u.a. wegen der Wirtschaftskrise.

Ich empfehle es nicht als Sparanlage fürs Kind.
Wie Swety.k schon schrieb, lieber reine Rentenfonds.

Beitrag von nele27 01.04.10 - 13:35 Uhr

Man muss die Wirtschaftskrise eben durchstehen, OHNE an dem Geld rumzufummeln. Wenn man es dann abholt ist klar, dass man Verluste macht.

Das ist halt typisch deutsch: Aktienfonds sparen, wenn die Aktien hoch stehen und schnell einlösen, wenn sie nicht so gut stehen ;-) #klatsch

Aber man sollte es ANDERSHERUM machen #freu

Buchtipp: "Sparen und Geldanlage" und/ oder "Private Altersvorsorge" von der Verbraucherzentrale. Da steht alles wichtig drin!

LG, Nele

Beitrag von swety.k 01.04.10 - 14:26 Uhr

Das hat nix mit rumfummeln zu tun. Natürlich realisiert man den Verlust nicht, wenn man das Geld drauf läßt. Aber die Gefahr, daß die Aktien nicht wieder so hoch steigen wie vor der Krise, ist relativ hoch. Deshalb wird man ohnehin Verlust haben.

Wieso typisch deutsch? So ein Unsinn! Aber manchmal braucht man eben Geld und es bleibt einem nichts anderes übrig, als den Verlust zu realisieren.

Stell Dir vor, die Eltern legen jetzt Geld fürs Kind an und es gibt eine neue "Krise", ein Jahr bevor das Kind erwachsen wird und das Geld braucht. Da kann man nix mehr retten.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von nele27 01.04.10 - 14:39 Uhr

Na, man sah es doch an der Telekom-Aktie vor ein paar Jahren - da rannten alle wie bescheuert zur Kasse, als die Aktie HOCH stand. Und hinterher kam die Katerstimmung und es wurde alles verkauft - mit Verlust, versteht sich.

Man muss einige Dinge beachten und auf jeden Fall einen Sparplan machen statt einer Einmalanlage (Cost-Average-Effect) und halt rechtzeitig umswitchen, nicht 6 Monate vor Auszahlung. Ebenso drauf achten, eher konservative, bewährte Fonds zu nehmen und weltweite oder Europa-Fonds.

Hier was zum Lesen. Auch Unsinn?? #kratz

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/11/436756/text/

LG, Nele

Beitrag von nele27 01.04.10 - 14:41 Uhr

Noch was: Wenn die Gefahr droht, dass man "mal eben Geld braucht", sind die Fonds tatsächlich nicht empfehlenswert.

Aber bei einer Anlage fürs Kind gehe ich davon aus, dass das Geld NICHT angefasst wird für mindestens 15 Jahre. Dann sind Fonds ideal.

LG

Beitrag von ichclaudia 01.04.10 - 16:17 Uhr

Wir sparen zwar auch für unser Kind, ABER er soll es nicht irgendwann in bar auf die Hand bekommen, sondern davon zahlen wir seine größeren Dinge, die eben anfallen (Klassenfahrten, gutes Fahrrad, Auslandsaufenthalt nach der Schule etc...) und wenn diese Sachen anfallen, dann wird halt Geld davon abgehoben, BEVOR wir an unsere Urlaubskasse gehen...

Beitrag von grafzahl 03.04.10 - 09:52 Uhr

Hallo Nele,

http://de.wikipedia.org/wiki/Don_Quijote#Kampf_gegen_die_Windm.C3.BChlen

Gegen die deutsche Hausfrauenmentalität kommst du nicht an.

Alle sehen die Aktie als Einmalanlage. Bei hohen Kursen und wenn selbst die Bildzeitung von traumhaften Renditen phantasiert, geht Muttchen mit sämtlichem Haushaltsgeld rein in Aktien. Und nach dem Crash holt Muttchen schnell ihre verbliebenen Kröten ab und leckt ihre Wunden.

Und hat sie daraus gelernt?

Aktien sind Mist.

Da brauchst du mit langfristigem Anlagehorizont und Überstehen von kurzfristigen Schwankungen nicht kommen. Da wird lieber ´n schickes Geldmarktkonto zu 1% p.a. abgeschlossen. Dat isch wenigsten sischer.

Liebe Grüße und frohe Ostern
Christian

Beitrag von honolulumieze 01.04.10 - 13:36 Uhr

Mein Kind hat ein Sparbuch. Fertig aus. Sparbuch oder Tagesgeld nehmen sich (sofern nicht fest angelegt) ja derzeit nicht viel, was die Zinsen angeht. Das, was mein Kind von uns oder Freunden/Verwandten geschenkt bekommt, werde ich bestimmt nicht mit risikoreichen Anlagen verzocken. Ich setze da auf altbewährte Methoden. Das muss reichen. Und wird es auch. Wir sind Normalverdiener. Kein Grund, irgendwelche großartigen Geschäfte zu tätigen. Ich lege nur in Sparbüchern oder Tagesgeld an. Bei der Sparkasse oder Volksbank. Alles andere ist mir zu unsicher.

Beitrag von nele27 01.04.10 - 13:44 Uhr

Na, solange das Sparbuch wenigstens einen Zinssatz hat, der die Inflationsrate ausgleicht, bist Du ja immerhin bei plus/minus Null ;-)

Wenn nicht, machst Du Verluste... aber da hast Du Dich ja bestimmt informiert.

LG, Nele

Beitrag von flausch 01.04.10 - 19:09 Uhr


Beim ADAC gibt es doch auch so eine Sparform wo man monatlich einen Betrag X einzahlt auf eine bestimmte Laufzeit... gut geeignet z.B. für den Führerschein etc.

Die Zinsen müssten gar nicht mal so niedrig sein...