wellensitich frage

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von susanne.greuel 01.04.10 - 13:50 Uhr

hallo
wir wollen uns einen wellensitich zulegen...jetzt die frage 1 oder 2...klar 2 sind immer besser aber ich denke einen bekommt man schneller handzahm oder??
wie sind eure erfahrungen???


danke

Beitrag von dominiksmami 01.04.10 - 14:14 Uhr

Hallo,

ein einzelner Sittich ist absolute Tierquälerei.

2 Sind das absolute Minimum, besser sind Gruppen.

lg

Andrea

Beitrag von windsbraut69 01.04.10 - 15:39 Uhr

Auf keinen Fall nur einen, das ist Tierquälerei.
Ich kann nicht mal den Gedankengang nachvollziehen, ehrlich gesagt!

LG

Beitrag von susanne.greuel 01.04.10 - 17:16 Uhr

sorry wir hatten als ich kelin war auch nur einen im käfig und der wurde uralt dem gings supi!!!!

Beitrag von dominiksmami 01.04.10 - 17:25 Uhr

hat er dir das gesagt?

Tut mir leid, ich meine das nicht böse, aber wie würde es z.B. dir gehen in folgender Situation:

Du wirst eines Morgens wach und stellst fest das du in einem, zwar sehr hübsch eingerichteten, aber kleinem Zimmer.

Das Zimmer hat viele Fenster und dahinter siehst du einige Affen sitzen.

Diese Affen geben dir langweiliges, aber immerhin sättigendes Futter und plappern in einer vollkommen fremden Sprache auf dich ein. Du verstehst nichts, merkst aber das sie freundlich zu dir sind.

Gesellschaft hast du sonst keine, niemanden der dich versteht, niemanden den du verstehst....nichts.

Ab und zu nimmt dich ein Affe aus dem Zimmer und du darfst ein paar Meter gehen, dann schiebt er dich zurück in das Zimmer.

Da die Affen es gut mit dir meinen, krault dich ab und zu einer hinter den Ohren.

Ansonsten passiert nichts....gar nichts, Tag ein Tag aus, Monat für Monat.


Klingt nicht so prickelnd, oder?

Sicher prägen sich einzeln gehaltene Schwarmtiere dann fehlerhaft auf den Menschen, aber sie werden ihn weder verstehen n och wird man als Mensch seinen Vogel jemals wirklich verstehen...man bleibt was man ist, Angehörige zweier vollkommen unterschiedlicher Arten.

Sittiche sind äusserst soziale Schwarmtiere, sie suchen fieberhaft nach Artgenossen...finden sie keine, resignieren sie irgendwann und versuchen wenigstens in den fremden Wesen eine Art Gesellschaft zu finden.


Supi....gings eurem Einzelhäftling sicher nicht, er hat nur das beste daraus gemacht.

lg

Andrea

Beitrag von dominica 01.04.10 - 20:19 Uhr

Damals wusste man auch noch bei Weitem nicht so vieles über unsere Haustiere. Über artgerechte Haltung hat sich daher auch niemand Gedanken gemacht. In den damaligen Büchern stand ja auch nichts anderes als daß ein kleiner Käfig und ein Spiegel für einen Welli das Non-Plus-Ultra ist.

Die Bedürfnisse unserer Hausgenossen sind erst in den letzten 20, 25 Jahren richtig erforscht worden. Vorher hatten die Leute wohl auch eher andere Probleme...

Wir hatten als ich klein war auch einen Nymphie, ein Meerschweinchen, später einen Wellensittich, ein Kaninchen... aber nach meinem heutigen Wissensstand kann ich beim besten Willen nicht sagen, daß es diesen Tieren gut ging. Im Gegenteil - es war teilweise echt nur Quälerei.

Die Verbreitung der neueren Erkenntnisse kam aber auch erst mit dem Zeitalter des Internets so richtig in Gang. Heute ist es zum Glück ganz einfach sich mit ein paar Mausklicks zu informieren. Das ging früher nicht - leider auf Kosten der Tiere.

LG



Beitrag von ccino 01.04.10 - 21:14 Uhr

Armes Vieh. #kerze

Beitrag von sora76 01.04.10 - 23:57 Uhr

Früher war das so, heute weiß man mehr.
Wir hatten (als ich noch Kind war) auch einen Wellensittich, das alleine war. Der konnte Sprechen und alles. Wir haben uns viel mit dem beschäftigt. Obs ihm gut dabei ging?! Keine Ahnung.
Später hatten wir dann wieder einen, der ist richtig bekloppt geworden. Jetzt weiß man: Weil er alleine war.

Ich würde keinen Wellensittich alleine halten.

Wenn sie zu Zweit sind, sollte das mit dem Zahm werden auch gut gehen.
Aber ob die Sprechen lernen oder nicht, das liegt ein wenig an dem Wellensittich. Es gibt welche die lernen das, weil sie Aufmerksam sind und andere.....denen geht das sonstwo vorbei.

LG Sonja

Beitrag von windsbraut69 02.04.10 - 08:44 Uhr

Dem ging es garantiert nicht super!

Ein Wellensittich ist ein sehr sozialer SCHWARMVOGEL und dass er nicht das Glück hatte, früh zu sterben, um seiner Einzelhaft im Käfig zu entkommen, heißt nicht, dass er glücklich war und gut gehalten wurde.

Schlimm ist es, dass Du es (eigentlich) jetzt besser weißt und dennoch nicht einsichtig bist.

Gruß,

W

Beitrag von farina76 02.04.10 - 09:20 Uhr

Meine Eltern hatten auch immer einen Wellensittich wie ich noch klein war. Ich dachte auch dem gehts super so goldig wie er war und so alt wie er geworden ist.

Wenn man aber mal nachdenkt, wie oft hat der arme Vogel versucht mit dem Plastikvogel zu reden ode seinen Spiegel gefüttert. Wirkt putzig war aber nur die verzweifelte Kontaktaufnahme mit irgendwas Wellensittich ähnlichen. Und deshalb wurden diese Vögel auch so zutraulich, weil sie so einsam wahren.

Würde man dich alleine irgendwo einsperren, z.B. mit einer Katze. Würdest du dich auch an diese Katze klammern weil sie das einzige Lebewesen ist dass du hast. Du würdest ständig mit ihr kuscheln weil du einsam bist. Aber eigentlich würdest du dich die ganzen Zeit nach einem Menschen sehnen mit dem du reden kannst.

Das ist das Phänomen das meiner Meinung nach bei allen Tieren der Fall ist die wir alleine irgendwo einsperren und die normalerweise Kontakt zu Artgenossen brauchen. Sie klammern sich aus Einsamkeit an uns und wir finden es putzig weil sie uns ja so sehr mögen. Eigentlich zwingen wir es den Tieren damit nur auf uns zu mögen. Es hat ja keine andere Wahl, entweder Kontakt zu garkeinem Lebewesen oder wir.

LG Sabine

Beitrag von sneakypie 02.04.10 - 17:00 Uhr

Hallo,

besorg dir am besten ein Pärchen aus Hahn und Henne.
Einzelhaltung ist wirklich Quälerei.
Am besten ist natürlich ein Schwarm, aber zwei tun's auch.

Bezüglich zahm werden: mE sind Wellensittiche eigentlich keine "Anfass-/Kuscheltiere". Mit meinen beiden klappt die "Grundkommunikation" (auf die Leiter kommen, wenn es ins Bett geht etc) und wir reden viel miteinander. Das ist es aber auch schon. Sie werden vermutlich nie aus freien Stücken auf meinen Finger kommen und sich kraulen lassen. Das ist okay, es sind Wildtiere. Wenn ich was zum Kuscheln hätte haben wollen, hätt ich mir ein Stofftier zulegen müssen.
Dafür hab ich die beiden den ganzen Tag in ihrem Spielplatz unter der Gardinenstange am klettern, dösen, streiten, schnäbeln und es ist schön, den beiden Clowns einfach zuzusehen.
Und gestern hat das (vorwitzigere) Männchen mir ganz zart am Finger geknabbert.. wir werden doch noch Freunde #verliebt

Was genau erwartest du dir von einem Tier? Und was bist du im Gegenzug bereit zu tun, um die Bedürfnisse des Tieres zu erfüllen?

Gruß
Sneak