Großes Kind - Kaiserschnitt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von muenich 01.04.10 - 13:51 Uhr

Hallo zusammen,

ich möchte Euch mal nach Euren Erfahrungen fragen: Ich habe mit meinem 2. Kind am 9.4. ET, gelte aber als Erstgeb., da meine 1. Tochter vor 4 Jahren via KS kommen musste. Sie war eher klein & wurde w. schlechter Versorgung geholt (46cm, 2.390g).

Jetzt hatte ich heute noch mal einen US, da ich einen extrem großen Bauch habe und eher klein bin (1,56), schon 20kg zugenommen habe (habe auch extrem viel Wasser). Wir wussten schon, dass das Kind sehr gut versorgt wird (diesmal keine Plazentainsuffizienz) und dass es eher größer ist. Heute schätzte die Ärztin das Kind auf ca. 3900g +/- 250g und es ist noch eine Woche Zeit. Leider tut sich bei mir diesmal auch wieder nicht viel. Habe zwar seit Dezember immer mal wieder Vorwehen und viele Übungswehen, aber der Muttermund ist total zu und das Köpfchen vom Kind lässt sich auch noch wegschieben.

Die Ärztin hat schon gesagt, dass ich keiensfalls übertragen sollte (die Kleine fühlt sich anscheinend pudelwohl im Bauch) und ggf. zum Kaiserschnitt geraten, da ich bez. meiner Statur und der Kindsgröße (es könnten sich die Schultern bei einer Spontangeburt verhaken) eher eine schwierige Geburt haben könnte. Das hatte ich schon bei meiner Tochter, da öffnete sich der Muttermund auch nicht und es musste ein KS werden. Wenn ich nächste Woche 1 Tag vor Termin noch immer die Kleine im Bauch habe wird sie mich ins KH überweisen & ggf. soll eine Einleitung erfolgen (das hat bei meiner Tochter auch nichts gebracht).

Langsam bekomme ich wirklich Panik, sowohl vor dem evtl. erneuten KS und den Folgen als auch vor einer schwierigen Spontangeburt mit sämtlichen Risiken.

Wie seht Ihr das?

Viele Grüße
Nicole

Beitrag von brautjungfer 01.04.10 - 13:55 Uhr

hallo,

ich bin fast genauso groß wie du und meine Kinder wogen auch so um den Dreh.
außerdem sind es Schätzwerte und darauf verlassen würde ich mich eh nicht.
wie ist denn der Kopfumfang? auf den kommt es übrigens an und nicht auf die Länge oder Gewicht des Kindes.

lg

Beitrag von muenich 01.04.10 - 14:11 Uhr

Den Kopfumfang kann man wohl nicht mehr so exat messen, da er jetzt zum Glück schon wieder ein Stück tiefer gerutscht ist. Den hat sie auf 33,3 geschätzt, was ja super okay wäre. Das Problem ist eher, dass der Körper größer/breiter als der KU sein kann und sich dann die Schulter während der Geburt verhaken können.

Das ist für mich sowohl auch für das Kind eher schlecht.

Beitrag von qrupa 01.04.10 - 14:49 Uhr

hallo

ja, es gibt das Risiko einer Schulterdystrokie (dass die Schulter stecken bleibt). Das hat aber nicht unbedingt was mit der Größe zu tun und kann auch bei kleinen Babys passieren. Und jede gut ausgebildete Hebamme und jeder Arzt sollte die nötigen Handgriffe drauf haben um in dem Fall, dass es soweit kommt, einzugreifen, so dass ein KS nur in ganz seltenen Ausnahmefällen wirklich nötig ist.

Ich persönlich würde wegen der Größe NIE einen geplanten KS machen lassen oder einleiten lassen (erst Recht nicht nach einem KS). Lieber mit einer wirklich guten und vertrauten Hebamme, in optimaler Umgebung und optimaler Position (man kann durchaus auch einer Schulterdystrokie vorbeugen unter der Geburt) entbinden.

LG
qrupa





Beitrag von becca04 01.04.10 - 18:12 Uhr

Hallo,

zu einer Schulterdystokie kommt es eher, wenn die Schwangere auf dem Rücken liegt bei der Geburt des Kindes.

Eine von drei Therapien bei diesem "geburtshiflichen Notfall" ist das Gaskin-Manöver (benannt nach der amerikanischen Hebamme Ina May Gaskin): Die Mutter geht dabei in den Vierfüsslerstand.

Die anderen beiden Methoden heißen McRoberts- und Woods-Manöver, die aber z.T. mit erheblichen Risiken verbunden sind.

In jedem Fall kann man einer Schulterdystokie durch die Vermeidung bestimmter Risikofaktoren (v.a. die Geburt im Liegen) vermeiden. Wichtig ist, dafür zu sorgen, dass sich das Becken möglichst weit öffnet, damit sich die Schulter nicht verhaken kann!

LG,
Becca.

Beitrag von muenich 01.04.10 - 20:39 Uhr

Herzlichen Dank für den Tip, hoffe ja nicht, dass überhaupt die Gefahr dazu besteht. Bei der Geburt meiner Tochter habe ich nur gelegen & die Hebammen haben mich diesbezüglich gar nicht mit neuen Ideen unterstützt, vielleicht hätte sich damals der Muttermund dann auch eher geöffnet, wenn ich die Schwerkraft genutzt hätte, naja, heute bin ich hoffentlich schlauer.

Beitrag von datlensche 01.04.10 - 13:57 Uhr

darf ich fragen was du für eine schuhgröße du hast?
meine hebi meinte, je größer die füße desto breiter das becken ;-)

also ich habe mit meiner gr. 42 meinen sohn mit 4130g und 57cm locker ohne geburtsverletzungen gebären können ;-) er wurde übrigens auch auf 3900g geschätzt ;-)

generell finde ich es eher blöd nur wegen der größe des kindes zum KS geraten zu bekommen...aber wenn es heißt, dass du ein zartes becken hast...weiß ich auch nicht...

aber ich denke auch, dass der wichtigste faktor der kopfumfang und nicht das gewicht ist ;-) der war bei kilian mit 35cm nämlich völlig im rahmen...

lg, lena + kilian *10.07.07 & #ei 32+1

Beitrag von nele27 01.04.10 - 14:02 Uhr

Na, das ist ja mal ne gute Nachricht #huepf

Ich hab Schuhgröße 41 und will unter keinen Umständen einen KS ... und mich auch ungern wegen der Größe dazu überreden lassen wollen. Aber dann ist das Thema ja durch, hehe :-)

LG, Nele
8. SSW

Beitrag von muenich 01.04.10 - 14:14 Uhr

Da schneide ich wohl eher dann auch schlecht ab. Ich habe Schuhgröße 35,5. Also nicht gerade Riesenfüße. Mein BEcken ist aber auch nicht schmal (auch nicht super breit). Ich würde sagen für meine Körpergröße normal. Trug vor den SSen Hosengröße 34/36 und nach der 1. SS Größe 36.

Ich hoffe ja auch auf eine SG, zumal die 1. Geburt für mich sehr traumatisch war, da sie nach 3 Tagen Quälerei dann doch noch in einem secundären NotKS endete.

Beitrag von datlensche 01.04.10 - 14:40 Uhr

hmm...also bei BEL wird genau per MRT gecheckt wie breit das becken ist und ob der babykopf durch passt...

vielleicht könnte man das in erwägung ziehen...

Beitrag von becca04 01.04.10 - 18:17 Uhr

Leider sind Beckenmessungen nur dahingehend aussagekräftig, ob eine abnorme Verformung vorliegt, die eine spontane Geburt unmöglich macht.

Für alle anderen Fälle ist eine MRT nicht wirklich aussagekräftig, da sich das mütterliche Becken unter der Geburt verschiebt/öffnet und sich auch die Schädelplatten des Kindes verschieben.

Eigentlich bei unauffälligem Ergebnis das beste Rezept: Es darauf ankommen lassen und sich unter der Geburt aktiv von einer erfahrenen, kompetenten und aufmerksamen Hebamme unterstützen lassen, sich z.B. Anweisungen zu Haltungen geben lassen, die das Becken möglichst weit öffenen (im Grunde sind hier aufrechte Haltungen immer besser als liegende Positionen!) bzw. die den Durchgang des kindlichen Kopfes durch das Becken unterstützen.

LG,
Becca.

Beitrag von petitange 01.04.10 - 13:59 Uhr

Also, ich wäre da schon skeptisch, bei meiner Tochter haben sie auch gesagt, sie sein ein dickes Baby und schliesslich ist sie bei ET +11 mit 2990 gr auf die Welt gekommen. Ich habe den Eindruck, diese Messungen sind nicht immer so genau...

Deine Grösse hat doch nichts mit der Weite deines Beckens zu tun. Hat man schon einmal das Becken ausgemessen, um zu sehen, ob das Baby durchpasst? Mir wurde immer gesagt, wenn der Kopf durchpasst, dann passt der Rest auch. Dass sich die Schultern verkanten können habe ich noch nie gehört.

Versuche doch mal mit Hausmittelchen den Muttermund weicher zu machen oder zu Öffnen (Himbeerblütentee, Treppen steigen, Caulophyllum aus der Homöopathie - hat bei mir super geholfen- Sex;-) etc).

Beitrag von nisivogel2604 01.04.10 - 16:16 Uhr

Hallo,

das ist ja ungeheuerlich wie da mit dem Rat zum Kaiserschnitt um sich geschmissen wird.

1: Es kommt überhaupt nicht auf das Gewicht an (davon ab sagen die Hebammen das schwere Kinder gute Geburten machen weil die ordentlich auf den Muttermund drücken)

2: Gerade bei viel Fruchtwasser ist die Fehlerquote vom Ultraschall sehr hoch. Das variiert nicht um 250 sondern mal eben um 1000 Gramm. Also 1 ganzes Kilo.

3: Bauchgröße hat nichts mit Kindgröße zu tun

4: In der einen Woche wird das Baby nicht so dermassen zunehmen und so wahnsinnig an Kopfumfang zulegen. Lass dir nichts einreden und dich deswegen auf den OP Tisch legen geschweige denn einer Einleitung zustimmen.

5: Such dir eine andere Ärztin. Oder noch besser: eine freiberufliche Hebamme

6: Wenn der Körper nicht bereit ist, bringt die Einleitung null. Dann hat man zwar Wehen aber der Muttermund macht dicht. Das führt dann letztendlich zum Kaiserschnitt.

7: Eine Übertragung ist es erst dann wenn du ET+15 bist. Bis ET+14 ist absolut normal, dafür haben die Ärzte nur keine Geduld. Und selbst dann ist es nicht zwingend erforderlich das Kind zu holen.

LG

Beitrag von muenich 01.04.10 - 20:36 Uhr

Das macht mir schon wieder mehr Mut. Mittlerweile bin ich körperlich allerdings echt an meine Grenzen gestoßen, da diese SS von Anfang an eher schwierig war. Deshalb tue ich mich mit dem Thema "übertragen" schwer. Aber einleiten will ich auch nicht, da ich ja schon die schlechten Erfahrungen damit gemacht hatte.

Im Moment ist mir tierisch übel, hab kaum Hunger und das Kind drückt wahnsinnig nach unten. Habe stechende Schmerzen beim laufen (oberhalb der Kaiserschnittnarbe).

Meinem Kind geht es übrigens prima. CTG ist immer super. Sie ist sehr aktiv und anscheinend fühlt sie sich pudelwohl in meinem Bauch. Hoffe jetzt doch, dass sich von selbst was tut. Leider ist der Kopf noch immer nicht ganz im BEcken, so dass mir seitens FA und KH angeraten wurde, liegend in die Klinik zu fahren, falls die FB platzen sollte, um einen evtl. Nabelschnurvorfall zu vermeiden. Sie drückt also leider so gar nicht auf den Muttermund (das wäre schön). Ich denke, ich werde zumindest mal den nächsten Termin noch abwarten (8.4.). Vielleicht klappt es ja doch vorher :-)

Beitrag von nisivogel2604 02.04.10 - 10:04 Uhr

Ich hatte bei meinem dritten Kidn nichtmal einen genauen ET es kann also sein das ich bei ET +4 entbunden hab oder eben bei ET +4 die ganze Zeit wurden keine Extras gemacht und da ich eine Hausgeburt geplant hatte und gar keinen Gyn mehr hatte konnte mich auch niemand mehr so verunsichern.

Ich weiß jetzt das "übertragen" (was es ja erst ab ET+15 wäre, in vielen Ländern die medizinisch genau so weit oder weiter sind als Deutschland gibt es bis ET+14 nichtmal zusätzliche Kontrollen) gar nicht schlimm ist. Wichtig ist deine Einstellung dazu. Lass dich nicht stressen, renn nicht jeden Tag zum CTG, such dir eine hebi die das bei dir zu Hause kontrolliert und dich unterstützt.

Lass dich einfach treiben. Ich hatte 3 schwierige Schwangerschaften mit vorzeitiger Muttermundsöffnund, hoher Frühgeburtsgefahr, vorzeitigen Wehen, Gestose beim ersten Kind, etc. Aber ich bin froh bei Kind 3 so gut durchgehalten zu haben. Es gab keinen Ärzte Stress, was für mich wirklich Ausschlaggebend war.

lg