Kann man einen Hasen wegnehmen lassen (z.B. durch den Tierschutz)?!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von shiningstar 01.04.10 - 13:52 Uhr

Huhu,

ich habe mal eine Frage: Die Enkelin unserer Nachbarin geht in die 5. Klasse und dort lebt seit den letzten Sommerferien ein Hase im Klassenzimmer. Der Kleine muss immer von 8:00-15:30 den Krach von knapp 30 Kindern ertragen und ist dann bis zum nächsten Morgen alleine im Klassenzimmer.
Am Wochenende und in den Ferien ist er jedes Mal bei einem Kind zu Hause.
Momentan lebt er bei uns im Haus nebenan. Das Mädel ist 11 Jahre alt und müsste eigentlich wissen, dass ein Tier kein Teddybär ist.
Ein paar Beispiele: Sie nimmt ihn mit auf den Spielplatz auf die Schaukel, mit zum einkaufen in den Supermarkt und neulich habe ich sie beim "Gassi gehen" gesehen. Da hatte der Kleine so ein Geschirr um, was kleine Hunder normalerweise tragen und immer wenn er weghoppeln wollte, zog sie ihn wieder zu sich zurück.
Ich bin entsetzt, dass nicht mal ihre Mutter / Oma was dazu sagen. Wir haben auch vier Katzen und auch wenn unsere frei laufen draußen, spielt sie mit Hase und Katze zusammen.
Momentan sind ja noch Ferien, am liebsten würde ich dafür sorgen, dass der Hase nicht mehr in die Schule zurück muss.

Eine Freundin von mir hat zwei Hasen und meinte, sie könnte ihn auch vorübergehend bei sich aufnehmen. Aber ich kann denen ja nicht einfach das Tier wegnehmen oder?!

Zuschauen kann ich jedenfalls nicht, das Tier tut mir sooo leid!

Beitrag von trollmama 01.04.10 - 14:02 Uhr

Hallo!
Es ist jetzt Gründonnerstag, 14.00 Uhr.
Deshalb mein Tip: Nicht großartig hier nachfragen und stundenlang auf Antworten warten, sondern SOFORT beim Tierschutz anrufen und nachfragen. Denn über die Feiertage wirst Du dort wohl kaum etwas erreichen.
Alternativ kannst Du noch die Klassenlehrerin anrufen und sie über diese Quälerei informieren.
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von lunchen86 01.04.10 - 14:03 Uhr

Ich würd als erstes mit der Mutter des Kindes reden um an die Telefonnummer der Klassenlehrerin ranzukommen und um der Mutter auch den Kopf zu waschen... Es ist einfach nur schrecklich das noch nicht einmal so einige Erwachene nicht als verantwortungsbewusstest Beispiel im Umgang mit Tieren vorran gehen
Dann würd ich die Klassenlehrerin anrufen, wenn das nix bringt die Schulleitung und dann den Tierschutz.
Jeder gesunde Menschenverstand weiß doch, dass man ein Kaninchen nicht in einem Klassenraum zu halten hat - das arme Tier...

Beitrag von maddytaddy 01.04.10 - 14:10 Uhr

Hallo,

Ich würd das Gespräch mit dem Direktor der Schule suchen und nicht gleich zum Tierschutz gehen. Erkläre, dass es für ein nachtaktives Tier eine Zumutung ist den ganzen Tag den Lärm ertragen und jedes Wochenende sich neu eingewöhnen zu müssen. Außerdem sollte ein Kaninchen nicht alleine leben . Alternative wäre ja vllt ein Aquarium, dass kann, je nachdem welche Fische es bewohnen, auch mal 2 Tage ohne Futter auskommen.

LG



Beitrag von windsbraut69 01.04.10 - 14:25 Uhr

"Aber ich kann denen ja nicht einfach das Tier wegnehmen oder?! "

Ich denke, ich würde das tun.
Sie kann ja die Klassenlehrerin vorbeischicken, ihn wieder abzuholen.

LG

Beitrag von dominica 01.04.10 - 16:57 Uhr

Hi,

ich kann die Geschichte kaum glauben!
Was sind das bitte für Lehrer, die ihren Schülern so wenig Respekt vor Tieren und ihren Bedürfnissen vermitteln, ja vor dem Leben allgemein!
Rufe bei dem zuständigen Lehrer oder Direktor an, notfalls auch privat und versuch den Leuten ins Gewissen zu reden und klär sie über artgereche Tierhaltung auf. Das Tier muß sofort da weg! Auch wenn es im Tierheim landet ist das ein Segen für das Kaninchen!

Falls das nichts bringt ruf beim Veterinäramt/TS an und mach eine Anzeige.

LG und viel Glück

Beitrag von windsbraut69 02.04.10 - 06:50 Uhr

Ja, das ist der legale Weg.
Glaub aber bitte nicht, dass irgendein Amtsveterinär einem Kind ein Kaninchen "wegnimmt", weil es an der Leine auf den Spielplatz geschleppt oder einzeln gehalten wird!

Solange da keine direkte Gefahr im Verzug ist und man den Beamten richtig auf die Füße tritt, passiert in 99,99% solcher Fälle GAR NICHTS.

Deshalb würde ich - nachdem ich mit dem regulären Weg hier böse gescheitert bin und der Hund der Nachbarn das nicht überlebt hat - im geschilderten Fall zur Selbstjustiz greifen und dem Kind das Tier abnehmen.

LG

Beitrag von dominica 02.04.10 - 09:55 Uhr

Dem Kind gehört das Kaninchen ja nicht. Es gehört der Schule (oder Lehrer) so wie ich das verstanden habe.
Und demnach "müsste" (ich weiß wie unfähig Ämter sein können) die Haltung schon in Frage gestellt werden. Ständiger Besitzerwechsel, kein geregelter Auslauf, lautes Kindergeschrei in der Schule... eigentlich für das Vet-Amt Grund genug einzuschreiten. Wie gesagt eigentlich. Habe auch schon die Erfahrung gemacht, daß nach angezeigten Misständen nichts passiert ist.
Mit einer Anzeige drohen kann man aber auf jeden Fall. Das findet niemand toll.

LG

Beitrag von pechawa 02.04.10 - 10:20 Uhr

Ich würde den direkten Weg über die Klassenleiterin, bzw. über den Schulleiter wählen. Diese über die Zustände aufklären, denn ich bin mir sicher, dass diese Personen sich in Wirklichkeit keine Gedanken darüber gemacht haben, wie es dem Tier geht! Normalerweise müssten die einlenken und wenn nicht, kann man seine Trumpfkarte aus der Tasche ziehen: Damit drohen, dass man das über die Zeitung an die Öffentlichkeit weiter gibt, ebenfalls ankündigen, dass man das Veterenäramt einschaltet! Das wird ziehen, denn keine Schule möchte negativ Schlagzeilen über sich lesen,

LG

Beitrag von pechawa 01.04.10 - 17:00 Uhr

Ich bin echt erschüttert! Lehrer, die ja auch Biologie unterrichten, müssten wissen, was artgerechte Haltung bedeutet!
Du kannst das über den Weg Eltern des Kindes/Klassenelternsprecher/Klassenleiterin versuchen. Wenn die Eltern allerdings abblocken, musst du es über den Weg Schulelternsprecher/Schulleiter tun, denn diese Adressen stehen normalerweise auf jeder Schulhomepage! Ich würde mich auf keine Diskussion einlassen. Entweder das Tier wird aus seiner Gefangenschaft befreit, oder du drohst, den Tierschutz einzuschalten und in die Öffentlichkeit zu gehen! Das möchte kein Schulleiter!

Viel Erfolg
Pechawa

Beitrag von k_a_t_z_z 01.04.10 - 22:50 Uhr



Ich hätte ihn weggenommen.

Unfassbares Fehlverhalten der Erzieher, denen würde ich eine Menge erzählen...

Bitte kümmere Dich darum, DAS ist wirklich Quälerei und ein verdammt schlechtes Vorbild für Kinder.

LG, katzz

Beitrag von shiningstar 03.04.10 - 13:00 Uhr

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
Ihr habt mich noch mehr motiviert, dem Kleinen zu helfen :)

Ich habe inzwischen dem Tierschutz eine Email geschickt, leider keine Antwort erhalten.
Nun werde ich Dienstag mal da anrufen.

Mittwoch geht die Schule wieder los, da rufe ich sonst auch in der Schule an.

Zur Zeit haben wir einen Igel, den wir aufpäppeln. Der ist zu früh aus dem Winterschlaf gekommen und bekommt jetzt 1x am Tag Futter von uns (eine andere Nachbarin von uns hat Igelfutter gekauft, das mischen wir mit unserem Katzenfutter) -ich bin wirklich ein Tierfreund und kann nicht mal eine Spinne töten.
Und dieser Hase... :(
Ich werde berichten!

Danke!