Ich bin gläubig,aber wütend!

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von pieta1 01.04.10 - 20:58 Uhr

Ich bin gläubig.

Ich bin katholisch.

Aber es macht mich so wütend,wenn ich immer wieder über sexuellen Missbrauch oder Gewalt an Kindern lese...

Ich hab so eine Wut auf die Priester und Pfarrer u.a.,fühl mich verarscht und halte sie füt Heuchler.

Bischof Mixa soll Kinder geschlagen haben,der Bruder vom Papst hat es sogar zugegeben,und der Papst???Wieso stimmte er einer Versetzung eines Pädophilen zu???

Ich hab so eine Wut...

Bin so enttäuscht...

Natürlich sind nicht alle Täter,aber es bleibt ein übler Beigeschmack.

Wann wird das Zölibat abgeschafft?
Bin mir so sicher,dass das sehr vielen helfen würde.

Beitrag von nicola_noah 01.04.10 - 21:00 Uhr

Hallo,

Ja, es macht mich auch wütend - Sehr sogar....
Und ich denke auch das die Dunkelziffer bei weitem höher ist als man vermuten mag.

"Wann wird das Zölibat abgeschafft? "

Das habe ich heute auch noch zu meinem Mann gesagt.
Denke das es sehr viel damit zu tun hat!

Beitrag von arwen1979 02.04.10 - 08:07 Uhr

Hallo!
Ich bin auch gläubig auch katolisch, aber mir passt so viel nicht was in der kirche passiert nicht aber das gehört hier jetzt nich hin.
ich denke auch man soll das zölibat abschaffen, oder zu mindestesn zu einem freiwilligen zölibat machen denn ich denke es gibt mit sischerheit auch menschen (es sind ja männer und frauen) die mit dem zölibat klar kommen.
aber es ist ja nicht nur der sexuelle missbrauch der unter den deckmantel der kirche stattfindent. es sind auch körperliche und sselische gewalttaten.
anders rum es gibt auch in evangelischen und staatlichen einrichtungen fälle von missbrauch egal in welcher art.
man kann sich niergens sichersein, darum denke ich sind wir eltern in aller erster linie gefragt unsere kinder zu starken und selbstbewusten menschen zu machen damit sie weites gehens vor so etwas geschützt sind.

Beitrag von anonym5 02.04.10 - 10:23 Uhr

Hallo

Ich sag ja immer wieder.Der glaube hat nichts mit der Kirche zu tun.Somit auch nichts mit diesen wiederlichen Kreaturen.

Ich glaube nicht das es was bringt das irgendwas abgeschaft wird.Die werden immer weiter machen egal wo es ist.

Bibi

Beitrag von pechawa 02.04.10 - 10:43 Uhr

Hallo,

hast du dir schon mal überlegt, dass du deinen Glauben von deiner Konfession trennst?
Wir sind in einem Alter, da wurde man als Baby getauft, weil es nun mal so war. Wir bleiben in dieser Konfession, weil es nun mal so ist.
Ich bin auch katholisch und gläubig - sehr sogar - aber ich identifiziere mich nicht mit der kath. Kirche! Schon als Kind war mir aufgefallen, dass all das, was gepredigt wird, im Prinzip nur leere Wörter sind, die Drohung vor einem strafenden Gott, wenn man lügt, kommt man in die Hölle usw. Ich bin nie missbraucht worden, habe aber eine Art von Missbrauch gespürt, z.B. wenn der Pastor Montags im Religionsunterricht den Kindern den Stock überzogen hatte, die Sonntags nicht in der Kirche waren! Ich habe erlebt, dass Menschen, die jeden Sonntag in die Kirche gehen, schlecht über Andere reden.... :-(
Natürlich gibt es auch viele Ausnahmen, z.B. Mutter Teresa, eine röm.kath.Ordensschwester oder all die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich in kath. Einrichtungen oder in der Kirche einbringen, durch ehrliche Jugend - oder Seniorenarbeit. Jeder muss das aber für sich entscheiden, das Wie und Wo und letzten Endes sind auch viele hilfbedürftige Menschen darauf angewiesen! Deswegen finde ich es auch so schlimm, diese Taten hinter dem Denkmantel einer Konfession zu verstecken. Ob die Abschaffung des Zölibates was ändern würde oder früher geändert hätte? Ich glaube nicht, denn Menschen mit Gewaltpotential oder pädophilen Neigungen hätten sich dadurch auch nicht geändert,

LG

Beitrag von claudia_71 02.04.10 - 11:20 Uhr

Hallo,

geschlagen wurden damals leider auch Kinder von anderen Personen, das hat mit der Kirche nix zu tun, sondern war damals halt so - zumindest, wenn man von den 50er-80er Jahren redet!
Pädophilie ist wieder ein anderes Thema!

LG Claudia

Beitrag von katalin 02.04.10 - 16:21 Uhr

Mir geht es genauso wie Dir!! Ich finde die katholische Kirche sowas von scheinheilig...zudem widerstrebte mir das Zölibat und die Institution Papst schon immer...
Ich bin gerade echt am überlegen, evangelisch zu werden... klar haben die teilweise auch "Dreck am Stecken", aber sie gehen meines Wissens nach offener und verantwortungsvoller damit um (lassen z.B. Verdachtsfälle von Mißbrauch strafrechtlich verfolgen) und haben eine mir näher liegende Einstellung zur Kirche und zum Leben (kein Papst, kein Zölibat, Frauen als Pfarrerinnen, Ökumene, Umgang mit Scheidung...). Bei mir ist es ganz aktuell die Frage, ob ich meine Tochter (7 Wochen alt) katholisch taufen lasse wie meine beiden Jungs oder evangelisch oder momentan gar nicht?!? Wie steht Ihr dazu?

LG, Katalin

Beitrag von lachris 04.04.10 - 23:58 Uhr

Missbrauch ist eine furchtbare Sache.

Dabei ist allerdings nicht zu vergessen, dass es nicht nur um sexuellen Missbrauch geht, sondern auch um körperlichen in Form von Schlägen und seelischen bzw. psychischen Missbrauch.

Leider ist dies ja nicht nur in kirchlichen Einrichtungen geschehen, sondern auch in Schulen, Jugendeinrichtungen, etc.

Ich möchte sicher nicht die katholische Kirche in Schutz nehmen, die dass, was jahrelang in ihren Einrichtungen geschehen ist, vertuscht hat.

Auch bin ich für die Abschaffung des längst überholten Zölibats.

Aber ich fürchte, dass Zölibat ist nicht das Hauptproblem.

Die Peiniger waren einfach in einer höhergestellten Position (Lehrer, Erzieher, angesehene Kirchenmänner) und die Kinder wurden einfach nicht ernst genommen.

Man muss auch betrachten, dass die bekannt gewordenen Fälle meist Jahre zurück liegen. Teilweise in den 60er Jahren. Da war der Rohrstock fast noch "normal" und Pfarrer und Lehrer waren angesehene Personen in der Gesellschaft.

Leider gibt es wohl auch heute noch Missbrauch, doch zum Glück wird nun darüber offen diskutiert. Die Kinder von heute werden ernster genommen und haben eine Chance.

Ich kann nur hoffen, das auch die katholische Kirche endlich reagiert und nicht mehr vertuscht.

Schläge zu verharmlosen, ist jedenfalls nicht der richtige Schritt...