gr. Angst vor Kündigung - bevorstehende Entziehungskur

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von bibi28 01.04.10 - 22:09 Uhr

Hallo,
mein Mann ist kurz davor eine Entgiftung (Alkohol) anzu gehen.
Seine größte Angst ist nur, dass sein Arbeitgeber ihn dann entlassen wird.
Der hat schon Schwangere geschafft zu entlassen (Gegenklage hat er gewonnen, wie auch immer)
und auch andere Fälle, wo man echt mit dem Kopf schüttelt, dass ein Arbeitgeber, einfach so entlässt.

so eine Entgiftung wird mindestens seine 3 Wochen dauern und evtl. wochenlange Therapie noch hinten dran.
Kann der Arbeitgeber da auch (einfach so) entlassen?
Gibt es da auch speziellen Schutz, wie bei Schwangeren?
War grade heute in einer Beratungsstelle, aber das habe ich natürlich nicht gefragt und auch noch nicht überlegt.
Gruß.
Bianca

Beitrag von ina_bunny 01.04.10 - 22:22 Uhr

Entgiftung heißt in eurem Fall er ist Alkoholiker???

Wenn der AG so ist wie du schreibst ist es ja schon ein Wunder das er einen "Alkoholiker" nicht schon längst entlassen hat.

Dein Mann wird doch dann ganz normal krank geschrieben sein, oder. Der AG wird nicht erfahren warum er krank geschrieben ist.

Wegen Krankheit dürfte er nicht gekündigt werden.

LG Ina

Beitrag von bibi28 01.04.10 - 22:38 Uhr

Hallo,
ja, mein Mann ist ein Alkholiker, aber er trinkt nicht während der Arbeit und das scheint ihm ja auch bisher gelungen zu sein, es dort zu verheimlichen.
Ganz normal krank geschirben --- ja, schon, aber ja auch für eine längere Zeit und dann????
Denke der Arbeitgeber guckt sich das nicht sooooooooooo lange mit an.
Gruß.
Bianca

Beitrag von devadder 01.04.10 - 22:23 Uhr

Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit. Wenns Dein Mann ernst meint, geht er nach der Entgiftung sofort in Langzeittherapie, was bis zu 9 Monate dauert.
Also zurück zur Kündigung im Krankheitsfall und wegen einer Krankheit, ja das geht entgegen der allgemein übliche Meinung. Gerade heute haben die AG es besonders leicht zu kündigen, von wegen Krise und der gleichen mehr. Im öffentlichen Dienst ist es da zum Beispiel ganz anders, da werden die Leute sogar vom AG zur Therapie geschickt, hier gibt es spezielle Programme. Aber das nutzt Dir jetzt sicher wenig.

Beitrag von sabuscha 01.04.10 - 22:27 Uhr

gibt es da nicht auch irgendwelche grenzen ab wann? #kratz

Beitrag von devadder 01.04.10 - 22:29 Uhr

Wie meinst Du das "ab wann"?

Beitrag von sabuscha 01.04.10 - 22:39 Uhr

na ja, ich dachte dass man z.bwegen zwei tagen #zitter nicht etlassen werden kann, aber wenn man z.b im jahr auf ein halbes jahr krankheit kommt, dann schon. deswegen "ab wann":-)...

Beitrag von devadder 01.04.10 - 22:43 Uhr

Ja, das kommt auf die Krankheit an und deren Heilungschancen. Auch häufige Kurzerkrankungen können eine Kündigung zur folge haben. Hier werden die Wirtschaftlichen Interessen und deren Beeinträchtigung eine Rolle spielen.

Beitrag von bibi28 01.04.10 - 22:48 Uhr

Hallo,
er ist schon seit über 10 Jahren in der Firma und war sehr wenig krank und hat sich auch bisher nix zu schulden kommen lassen.
Das wird aber ja wohl nix nützen was?
Aber was dann?
Das ist mein Problem.
Wenn er zur "Kur-Therapie", wochenlang - monatelang, dann bin ich mit 2 Kindern allein und eben dann kommt das Geldproblem, wenn er gekündigt wird.
Aber er will ja einen Entzug machen, aber seine Arbeit verlieren?
ICH DREH HIER GRAD ECHT AB!
das kann ja eine tolle Nacht werden (schlaflos)
Gruß.
Bianca

Beitrag von devadder 01.04.10 - 22:56 Uhr

Als erstes ist es schon mal gut, dass er/ihr etwas machen wollt gegen diese Erkrankung. Gerade Du und die Kids als Co Alkoholiker habt es so wie es ist ja auch nicht einfach. Ich würde mal bei der Krankenkasse und ggfs. bei dem Rentenversicherer nachfragen, wie es dann ist, je nach dem, wer Kostenträger dieser Maßnahme ist. Er sollte auch mit dem AG reden. Es ist alles nicht leicht diese Schritte zu tätigen, aber für seine und vor allem eure Zukunft sehr wichtig. Caritas kann man auch mal fragen, was die für Möglichkeiten haben. Ihr steht schon nicht alleine da.

Beitrag von bibi28 01.04.10 - 23:00 Uhr

Hallo,
er ist bereit eine Entgiftung etc. zu machen, aber eben diese Angst ist das Erste womit er zu tun hat und ich jetzt auch, weil ich da noch nicht so drüber nachgedacht habe.
Ich werde mich wohl bis Dienstag gedulden müssen um bei der Beratungsstelle oder anderer Stelle Genaueres zu erfahren.
Gruß und Gute Nacht.
Bianca. die versuchen wird ein bischen zu schlafen#gaehn

Beitrag von devadder 01.04.10 - 23:16 Uhr

!!! Vorsicht!!! Ich sehe hier schon die vorgeschobene Angst um die Existenz als Grund von ihm es doch nicht zu machen!!! So weit darf es nicht kommen.
Wenn er so weit ist, dass er eine Entgiftung braucht, wundert es mich, dass er am Arbeitsplatz noch nicht auffällig geworden ist.

Ja, mach das, versuche zu schlafen und regle alles am Dienstag.

Gute Nacht.

Beitrag von windsbraut69 02.04.10 - 07:28 Uhr

Laßt Euch wg. Entgiftung usw. ausführlich beraten.
Ein Arbeitskollege hat das praktisch ambulant geschafft, der war zwar mal 2 Tage in einer Klinik, hat den Rest aber "neben der Arbeit" durchgezogen.
Er hat von einem Tag auf den anderen keinen Tropfen mehr getrunken und von seiner Hausärztin Tropfen gegen die Entzugsprobleme bekommen, die ihm ganz gut geholfen haben.

Im Vergleich zu seiner vorangegangenen Phase war ihm während des Entzuges nicht viel anzumerken.

LG

Beitrag von sabuscha 01.04.10 - 22:24 Uhr

entschuldige, das ich es so sage, aber da wäre dein mann ja wohl selber schuld, zu weit gerieben.#augen aber zumindestens sieht er das ein.

wenn er in der arbeit schon auffällig geworden ist, dann wäre die kündigung ja auch begründet. #aergerwenn nicht dann soll er einfach sich krank melden oder unbezahlten urlaub nehmen, aber dem arbeitgeber nichts von seinem problem sagen#kratz...

oder war das gerade aprilscherz?

Beitrag von bibi28 01.04.10 - 22:41 Uhr

Hallo,
er ist aber nicht auf der Arbeit aufgefallen und das hier ist kein Aprilscherz:-[ !!!
sitz hier echt und grübel über diesem Problem, dass es sich wohl eben keiner so einfach leisten kann, unbezahlten Urlaub zu nehmen.
Haben auch 2 Kinder, da kann ich auch nicht von heut auf morgen wieder voll arbeiten gehen?!?
Gruß.
Bianca

Beitrag von sabuscha 02.04.10 - 22:22 Uhr

deswegen sage ich ja auch wenn dein mann beim arbeitgeber nicht auffällig geworden ist, dann soll er sich krankmelden... das war nur ein vorschlag! du musst es ja nicht annehmen. sorry wollte hier niemanden ärgern und schlechte aprilscherze kennt man doch.

Beitrag von shasmata 01.04.10 - 22:41 Uhr

"entschuldige, das ich es so sage, aber da wäre dein mann ja wohl selber schuld, zu weit gerieben"

In eine SUCHT kann man ganz schnell "reinrutschen", ohne es richtig zu merken. Und wenn man es merkt, kann es schon zu spät sein. So viel zu "zu weit getrieben".

Beitrag von bibi28 01.04.10 - 22:42 Uhr

Danke

Beitrag von windsbraut69 02.04.10 - 07:30 Uhr

Jepp.
Alle selbst schuld. Was hat er sich so ne peinliche Krankheit ausgesucht.

Beitrag von sabuscha 02.04.10 - 22:27 Uhr

"selber schuld" war auf die kündigung bezogen, fall er auch schon in der arbeit getrunken hat.

Beitrag von baltrader 03.04.10 - 04:17 Uhr

Wenn er süchtig ist (ja, wer lesen kann ist klar im Vorteil) kann er das gar nicht kontrollieren!

Beitrag von baltrader 02.04.10 - 08:55 Uhr

Entschuldige, aber das hat nichts mit selber Schuld und zuweit getrieben zu tun, klar weiß jeder, daß es Süchte gibt und man da auch schnell reinrutschen kann.
Sage ich nun aber jedem Raucher mit Lungenkrebs, selber Schuld, aber Deine Krankenversorgung kannst Du selber zahlen.
Wichtig ist doch, daß er was dagegen tun will!
Sorry, aber komm mal von Deinem hohen Roß!

Beitrag von sabuscha 02.04.10 - 22:25 Uhr

kennst du das: "wer lesen kann, ist klar im vorteil!".

Beitrag von motte1986 02.04.10 - 14:14 Uhr

hoffentlich wird arroganz auch bald als krankheit anerkannt, damit dir geholfen wird!

Beitrag von hinterwaeldlerin09 02.04.10 - 20:09 Uhr

...also diese Mischung aus Unkenntnis und Wirtshauspolitik...wie hat sowas mal ein Professor von mir genannt?

Eine rührend dämliche Aussage!

Kopfschüttel
die hinterwäldlerin

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