Ich kann echt nicht mehr!!! Dicke Ehekrise

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von schnuffel0101 01.04.10 - 23:02 Uhr

Mal vorweg: Wir sind seit Juli 2009 verheiratet und unser Sohn ist fast 6 Monate jung. Bisher lief echt alles total super, aber zur Zeit ist absolut der Wurm drin. Wir zoffen uns nur noch und es ist nicht möglich, ein vernünftiges ruhiges Gespräch zu führen. Es gibt ein paar spezielle Gründe für diese Probleme. Mein Mann hat sehr extrem geschnarcht mit Aussetzern. Ich war dann irgendwann so genervt, dass ich ihn ein wenig gedrängt habe, mal zum HNO zu gehen. Ende vom Lied waren vier Tage Schlaflabor und eine Schlafmaske. Da hat allerdings eben noch zugegeben, dass er jetzt doch merkt, dass er dadurch Linderung bekommt und besser schlafen kann. Trotzdem bin ich Schuld, dass er das Ding jetzt hat. Komisch, oder? Weiterhin wurde im Schlaflabor erhöhter Blutdruck bei ihm festgestellt und das stand auch im Bericht für den Hausarzt. Soweit so gut. Er musste zum Hausarzt, um die ganze Sache mit der Maske zu besprechen. Dort wurde dann auch das Thema Blutdruck angesprochen. Es ging weiter mit Blutabnahme, Belastungs-EKG, 24 Std. Blutdruck. Jetzt hat er Tabletten verschrieben bekommen, morgens 2 Stück, aber noch sehr niedrig dosiert. Erst mal regt ihn die Tatsache auf, dass er in seinem Alter (33 Jahre) Tabletten nehmen muss. Man hat ja vorher nichts gehabt und dann geht es ja nicht, dass man auf einmal Tabletten schlucken muss. Schwachsinn... Dann regt er sich über jede Kleinigkeit auf (Zuzahlung für Tabletten, für Maske u.s.w.) Das weiss doch jeder, dass dort eigentlich immer eine Zuzahlung fällig wird. So weltfremd kann man doch gar nicht sein, oder?
Nun zur absoluten Frechheit (hab ich mir erlaubt zu erwähnen): Er und Haushalt (2 Welten treffen aufeinander). Mehr als Müll weg bringen und Spülmaschine einräumen ist meistens nicht drin bei ihm. Nun hat er sehr lange Winterpause gehabt beruflich. Ist es denn da zuviel verlangt, wenn ich von ihm verlange, dass er mir im Haushalt auch mal etwas mehr mit zur Hand geht? Ich habe aus erster Ehe noch einen Sohn von 4 Jahren, der im Moment auch recht schwierig ist. Also ist es manchmal echt anstrengend. Bei seinen Reaktionen kommt man sich manchmal vor wie eine Putzfrau, obwohl er das ja total abstreitet. Ich verlange ja schon gar nichts, wenn er arbeitet. Dort ist er meist von sehr früh bis manchmal recht spät unterwegs. Das ist eine völlig andere Sache.
Jetzt meint er, ich würde ihn ja nur noch doof anmachen seit Tagen und ich hätte mich seit der Hochzeit ja total geändert. Ich solle mal über mich nachdenken. Ein Hund alleine beisst sich aber nicht, es ist nie einer alleine Schuld. Das versteht er nur nicht.
Sorry, dass es so lang geworden ist, aber im Moment bin ich echt verzweifelt.

Beitrag von viel zu schnell 01.04.10 - 23:32 Uhr

Innerhalb von vier Jahren ein Kind bekommen, Scheidung, neuer Mann, Heirat, Kind von mittlerweile sechs Monaten.
Wer glaubt, mit dem Schnellzug durchs Leben fahren zu müssen, bekommt rechts und links nicht viel mit.
Ist bei euch noch Liebe im Spiel?

Beitrag von sojadrink 02.04.10 - 22:19 Uhr

Ganz ehrlich? Bei euch scheint noch einiges anderes im argen zu liegen, wenn ihr wegen der Schlafmaske und dem doofen Thema Haushalt eine dicke Ehekrise habt.... Denk mal drüber nach

$Gruss
Nadine