Wie kann ich die Angst bekämpfen? Tochter mag Pferde

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von gbmaintal 02.04.10 - 15:49 Uhr

Hallöle,

muss mal um Rat fragen. Wie kann ich mich selber therapieren bezüglich meiner immensen Angst vor Pferden?
Ich weiß daß die nichts tun, das Pferdefluchttiere sind und habe auch viele Bücher von Monty Roberts gelesen - der ja bekannt ist für die Pfereerziehung ist.
Trotzdem habe ich immer noch Angst oder Panik vor diesen Riesen. #hicks

Genauso große Angst hatte ich bis vor 4 Jahren vor Hunden, das hat sich gelegt indem ich - wie die Jungfrau zum Kinde - zu einem Welpenhund gekommen bin, sozusagen mit groß geworden bin, ihn erzogen habe und in die Aufgabe hinein gewachsen bin.

Aber nun kann ich mir ja nicht mal eben ein kleines Pferdchen zulegen um mich dahin gehend auch zu therapieren.

Meine Tochter liebt Pferde und würde soooooooooooooo gerne mal zu einem hin oder auf einem drauf sitzen, ja aber....wen da nicht diese komische Mama wäre.........#hicks

Ich kann doch nicht irgend jemandem bitten mit ihr das zu erledigen, schaffe es aber auch nicht einfach allen Mut zusammen zu packen und dorthin zu stiefeln mit ihr.

Habt hir einen Tipp, Hinweis oder Rat für mich?
Der Papa von meiner Tochter findet mich deswegen affig und lacht mich regelmäßig deswegen aus.
Geht im Umkehrschluß aber auch nicht mit ihr sowas machen.
Ich würde ihr gerne sowas ermöglichen, stehe mir aber selber dabei im Weg.
Was also tun?

GLG Gabi

Beitrag von dominiksmami 02.04.10 - 16:00 Uhr

Huhu,

als erstes....tritt dem Papa vors Schienbein und bestelle ihm schöne Grüße von mir....es ist weder affig noch ein Grund ausgelacht zu werden Angst vor einem großen, starken Tier zu entwickeln von dem JEDER einzelne Mensch wissen sollte wieviel stärker es als man selber ist.

Gerade Menschen die Ahnung von Pferden haben, haben deswegen auch einen gesunden Respekt vor ihnen.
Ich bin 14 Jahre lang geritten und habe so einiges erlebt.

Aber, um dich zu beruhigen...jeder einzelne Zwischenfall war letztendlich des Menschen Schuld, nicht die des Pferdes.

Es ist ähnlich wie bei Hunden, solange du dich korrekt verhälst...klappt alles wunderbar.

Im Übrigen mußt du das gar nicht alleine schaffen.
Lass dir helfen, es gibt z.B. direkte Angsttherapeuten, dein HA kann dich da sicher beraten.
Diese Therapien sind meist wirklich sehr, sehr hilfreich.

Dazu, gehe nicht alleine zu einem Pferd, nur um dich zu überwinden. Suche lieber das direkte Gespräch mit Pferdemenschen, gute Bücher zu lesen ist vernünftig...aber Papier ist geduldig, besser ist ein persönliches Gespräch in dem auf die Ängst eingegangen werden kann.

Und dann....fange klein an. Es gibt Pferde die sind nicht größer als große Hunde und wenn du deren sanfte Art kennengelernt hast, kannst du dich Schritt für Schritt steigern.

Keiner verlangt das du dich sofort auf ein 2m Shire Horse stürtzt.

Ich finde es als Anfang wirklich toll das du so an dir arbeiten willst um deiner Tochter nicht im Wege zu stehen! Das ist ein wirklich wichtiger Schritt. Viele Eltern geben ihre Ängste einfach ungefiltert an den Nachwuchs weiter, das tust du nicht und allein das ist schon toll.

Ach ja und noch einen Gruß an den vorlauten Göttergatten....affig ist nicht der der Angst hat, sondern der, der anderer Ängste nicht ernst nimmt.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von jumia 02.04.10 - 17:24 Uhr

Hallo,

ich würde Dir empfehlen, dass Du mal versuchst, mit jemandem, der mit Pferden zu tun hat, in Kontakt zu kommen. Es gibt ja nicht nur riesengroße Pferde und es gibt auch sehr viele liebe und geduldige Pferde, die sich nicht groß bewegen, wenn Du Dich das erste Mal an sie rantraust.

Auch wenn Du es Dir im Augenblick nicht vorstellen kannst: Pferde sind wunderbare Tiere, die - wenn man sich etwas auskennt - richtig entspannend wirken können. :-D

Beitrag von dominica 02.04.10 - 17:26 Uhr

Hi,

ich finde die Tipps von Andrea sehr gut. Ich weiß nun ja nicht, wie sehr deine Ängste ausgeprägt sind, aber mir fiel spontan eine "Konfrontations"-Therapie ein, indem du auf einen Reiterhof gehst und um eine Führzügelstunde auf einem kleineren Pferd (zb. Reitpony) fragst. Sei von Anfang an dabei, wenn das Pferd geputzt und gesattelt wird. Du kannst aus der Ferne zuschauen oder dich im Gespräch mit dem Reitlehrer/Reiter/Pfleger Schritt für Schritt nähern. Dabei wirst Du vieles erfahren, wie man sich Pferden am besten nähert, sie berührt und wie man mit ihnen umgeht.

Wenn man auf einem Pferd oben sitzt sieht die Welt ganz anders aus. Generell hat man von oben viel mehr Kontrolle über ein Pferd. Auch wenn Du nicht reiten kannst, kannst Du dies spüren. Außerdem kann es dich von dort aus nicht beißen, treten oder nach dir ausschlagen (was erzogene und gutmütige Schulpferde sowieso nicht tun), sprich es kann nichts passieren, wovor Du Angst haben mußt.
Es wäre ohnehin eine gute Erfahrung und bestimmt auch ein beruhigenderes Gefühl Deiner Tochter gegenüber, wenn Du einmal vorher selbst erlebst, was sie so gerne machen würde.
Vielleicht kannst Du nach einigen Runden Eingewöhnung im Schritt es sogar als schön empfinden und die Bewegungen des Pferdes genießen.
Denn das #klee dieser Erde liegt bekanntlich AUF dem Rücken der Pferde...
Ein Spruch der wahrlich zutrifft ;-)

LG und alles Gute!

Beitrag von pechawa 02.04.10 - 17:35 Uhr

Hallo,

ich lese, deine Tochter ist erst 3, dann hat das mit dem Reiten ja auch noch ein wenig Zeit ;-)
Und nur um mal auf einem Pferd zu sitzen, da würde ich den affigen Papa mal schicken ......!
Wie dir schon als Ratschlag gegeben wurde, das kann man richtig therapieren.
Ich bin früher selbst geritten, wir haben heute selbst ein Pferd, weil meine jüngste Tochter reitet. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, wenn die Kinder reiten, hat man immer ein "mulmiges" Gefühl. Einfach aus dem Grund, weil beim Reiten immer mal unvorhergesehene Situationen entstehen können! Das Pferd selbst ist harmlos, wenn du dich mit den Tieren auskennst, aber die Situationen nicht, die daraus entstehen könnten. Deswegen: Angst beseitigst du manchmal auch damit, indem du dich genauestens mit dem Tier beschäftigst, z.B. Jemanden begleitest, der ein eigenes Pferd besitzt, von ihm lernst, Situationen einzuschätzen. Indem du lernst, wie ein Pferd tickt. Dazu musst du nicht reiten können. Pferde sind sehr sanftmütige Tiere, die ihre genauen Regeln haben aber untereinander sehr brutal umgehen. Und ihr Leben ist auf Flucht eingestellt, da reicht schon manchmal ein vorbei fliegendes Taschentuch, ein nicht daran gewöhntes Pferd zum Scheuen zu bringen!
Vielleicht schaust du dich mal im Buchhandel um, da gibt es soviel - speziell auch für Kindergartenkinder, um Pferde erst mal auf dem Papier kennenzulernen. Und in den Reitschulen gibt es manchmal auch für kleinere Kinder so ab 5-6 Jahren Schnupperstunden. Vielleicht hast du bis dahin die Panik überwunden, ansonsten muss Papa herhalten,

LG

Beitrag von dani.m. 02.04.10 - 20:14 Uhr

Mir hat die Aussage einer Bekannten geholfen, die selbst Pferde hat: das Pferd sieht den Menschen in etwa 8 Mal so groß, wie er wirklich ist. Seitdem habe ich zwar immer noch etwas Angst, kann damit aber besser umgehen #schwitz
Mein Tipp (besonders wenn deine Tochter sowieso gern reiten lernen möchte): Such dir einen GUTEN Reitstall mit gut ausgebildeten Personal. Die können dich langsam an die Pferde heranführen und dir so die Angst nehmen. Unsinnig finde ich dumme Sprüche, wie "die tun doch nix" #aerger

Beitrag von ela_berlin 02.04.10 - 23:33 Uhr

hallo gabi, immer ran an den "feind" und wie schon geschrieben, schulpferde haben meißt einen sehr guten charakter und werden dir von daher mit geringer wahrscheinlichkeit was tun.

würde mir nen guten reitstall bei euch in der nähe suchen, die auch kleine ponys für deine tochter haben und mit dem reitlehrer vorher über deine angst reden. er wird dich dann behutsam an die pferde ranführen.

es gibt auch vom boden stellen wo du stehen sicher kannst, wo dir ein pferd nichts tun kann und wenn dann merkst du es rechtzeitig und kannst ggf. weggehen, aber das wird dir der reitlehrer schon sagen. wichtig ist auch, dass man den pferden nicht direkt in die augen schaut, aber das kennst du ja sicher vom hund. bei pferden ist es auch immer wichtig im rang über ihnen zu bleiben, sonst können es rüpel werden ;-)

noch eines, die meißten pferde sind sich nicht bewusst, wieviel kraft und stärke sie haben und das ist auch gut so. ein pferd ist ganz selten bösartig und wenn, dann ist es von menschenhand gemacht.

wünsch dir viel erfolg und gib dir zeit

manuela

Beitrag von germany 03.04.10 - 10:31 Uhr

Hallo,

mein Schwager hatte auch immer solche Angst vor Pferden. Ich hab ihn einfach immer zu meinem mitgenommen, ihn dabei aber in der Box gelassen so das er ihn von draußen ansehen und streicheln konnte. Nach und nach haben wir das gesteigert. Irgendwann konnte ich meinen dicken dann auch rausholen und jetzt reitet er sogar gerne.

Du musst das Schritt für Schritt angehen und wenn du sie einfach nur aus ein paar Meter entfernung anschaust. Irgendwann wirst du das schaffen, da bin ich sicher. Lass es einfach langsam angehen.


Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.


lG germany die Angst vor Pferden gar nicht affig findet