Erfahrungen mit Flasche füttern bei ganz Kleinen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von minki412 02.04.10 - 20:29 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin nun seit 13 Tagen stolze Mama eines supersüßen Sohnes, wir hatten leider keinen perfekten Start (Notkaiserschnitt kurz vor Ende der Spontangeburt und im KH ziemlich Druck durch Ärzte und Hebammen) und der Milcheinschuss kam auch nicht bzw. schleichend.

Ich habe nur eine gleichbleibende Milchmenge die ihn nicht satt macht und so muss ich nach jeder Mahlzeit zufüttern, meistens zwischen 40 und 60 ml. Mich belastet das psychisch ziemlich, mein Kleiner hat da sicherlich kein Problem, er nimmt fleissig zu.

Aber deshalb überlege ich mir abzustillen und ganz die Flasche zu geben, so könnte ich ruhiger sein und ihm dann auch mehr Ruhe geben.

Kennt das jemand, hat jemand Erfahrungen? Wäre sehr dankbar über Rückmeldungen.

Liebe Grüße
Minki mit Noris

Beitrag von karin3 02.04.10 - 20:54 Uhr

Hallo,

erst mal Herzlichen Glückwunsch zum Sohn!

Um die Milchmenge zu steigern solltest du 3Liter am Tag trinken. Allerdings keinen Pfefferminz oder Salbeitee. Am besten trinkst du Fenchel-Kümmel-Anis-Tee und/oder stilles Wasser und/oder stark verdünte Säfte.
Außerdem mußt du ihn heufiger anlegen. Wenn beide Brüste leer sind, wartest du 15Minuten und legst ihn noch mal an. Danach kannst du immer noch zufüttern.

Hast du schon mal daran gedacht, eine Mahlzeit durch die Flasche zu erstzen? Dann bekommst du vielleicht für den Anfang etwas mehr Ruhe rein.

LG Karin

Beitrag von minki412 02.04.10 - 21:06 Uhr

Viel Trinken ist bei mir kein Problem, habe sowieso immer schon viel getrunken und bin meistens bei 3 - 5 Litern pro Tag. Trinke viel Wasser, viel Fenchel-Kümmel-Anis Tee, eine Flasche Karamalz am Tag und ab und zu ein dunkles Saftschorle wegen meinem Eisen.

Das mit dem häufiger Anlegen haben wir auch schon durch, da gehen nicht mal 15 Minuten Pause, er hängt quasi nur an der Brust, weil er eben wirklich Hunger hat.

Und wenn man dann ein Kind hat, das die Brust anschreit, weil nichts mehr rauskommt (das hört man ja, wenn sie nicht mehr Schlucken und trotzdem saugen wie die Wilden), dann könnt ich ehrlich gesagt jedes Mal mitheulen.

Habe Agnus Castus Globuli von der Hebamme bekommen, weil die den Milcheinschuss anregen sollen, aber da war auch nichts.

Beitrag von karin3 02.04.10 - 21:22 Uhr

In deinem Fall würde ich einzelne Mahlzeiten durch Flasche ersetzen.

Beitrag von costal 02.04.10 - 20:57 Uhr

hatte dasselbe problem notkaiserschnitt kurz vorn spontangeburt und dann kein milcheinschuss durch 2 wochen antibiotika...
ich hab meinen kleinen dann die flasche gegeben und musste mich halt damit abfinden auch wenn ich gerne gestillt hätte...
wenn du noch fragen hast kannste mich gerne über pn anschreiben...
lg

Beitrag von minki412 02.04.10 - 21:10 Uhr

Dankeschön, hab Dir grade eben ne Nachricht geschickt. Vielen lieben Dank schon für die Antwort.

Beitrag von tykat 02.04.10 - 21:28 Uhr

Glückwunsch zur Geburt!

Bei uns war es ähnlich.Tom kam mit Saugglocke und mußte sofort auf die Intensiv.Konnte ihn erst am 2.Tag anlegen, der Milcheinschuß kam nicht in Gang, Tom war super schnell an die Flasche gewöhnt, die er auf Intensiv bekam usw...
Ich habe auch erst gestillt, dann abgepumpt, dann zugefüttert.Das ging ganz schön an die Nerven.Zumal ich Tom durch eine Fehlhaltung, die er durch die Geburt erlitten hatte nur rechts angelegt konnte.

Ich habe dann nicht mehr gestillt sondern abgepumpt.Aber die Menge kam nie in Gang.Deshalb habe ich nach 8 Wochen abgestillt und es bis heute nicht bereut.

Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich die ganze Anfangszeit mir nur Sorgen ums Stillen gemacht habe.Meine Gedanken kreisten um nix anderes und ich fühlte mich als Versager.

Seitdem er die Flasche bekommt ist er zufrieden und ich bin es auch.


Die Entscheidung mußt Du allein treffen.Aber wenn Du Dich dabei besser fühlst, dann bekommt Dein Kleiner halt die Flasche.Von einer gestreßten Stillmama hat doch auch niemand was.

Alles Liebe

Tykat+Tom(*09.09.09)

Beitrag von costal 02.04.10 - 22:42 Uhr

leider konnte ich dir keine pn schreiben weil du es nicht erlaubst,also stell ich es hier rein...
ja du kannst ja wasser abkochen dann auf 37 grad abkühlen lassen und dann in die thermoskanne gießen da bleibt es warm und du hast dann auch gleich wenn du unterwegs bist warmes wasser und das pulver schüttest du entweder schon in die flasche oder du machst die in son pulversotierdose(gibt es eigentlich in jeder drogerie)...
der vorteil daran ist das wenn du dann später abstillst oder abpumst muss du dein mäuschennicht erst an die flasche gewöhnen,weil zähne und brust ist nichts schönes...
und nachts war das für mich auch kein problem das schöne war ja auch das ich wüßte wieviel er trinkt...
und die nähe zum kind hast du trotz flasche auch...
ich hoffe ich konnte dir helfen...

Beitrag von lachris 03.04.10 - 00:23 Uhr

Ich hatte am Tag vor und zwei Tage nach der Geburt mit einem schweren grippalen Infekt zu kämpfen (bis 42 Fieber).

Da war an Abpumpen erst mal nicht zu denken.

Als ich es dann gekonnt hätte, war ich einfach nicht konsequent genug, und von der Pumpe einfach nur angenervt.

Klar ist Muttermilch besser fürs Kind. Aber eine Mutter die sich durchs Abpumpen und Zufüttern unter Stress gesetzt fühlt ist auch nicht gut fürs Kind.

Ich hab mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber nachdem sie erst mal getroffen war, ging es mir wieder richtig gut.

Mittlerweile gehe ich viel entspannter an die Sache ran.

Wenn ich nur daran denke, wie die Kleine an meiner Brust gebrüllt hat wie am Spieß...

Jetzt brüllt sie zwar auch, aber nur kurz. Wenn ihr Fläschchen kommt ist alles vergessen und beim Füttern können wir uns entspannt in die Augen schaun.

Fläschchen macht jeder ein wenig anders. Wir machen es so:

Erst werden die Flaschen gespült, dann vaporisiert. Diese Fläschen haben ihren festen Platz in einer Flaschenbox, damit jeder weis, die sind wirklich sauber (mit den Angaben vom Hersteller die Fläschchen seien nur sechs Stunden nach dem Vaporisieren wirklich keimfrei, macht man sich nur selbst verrückt...)

Wenn der Hunger kommt, koche ich zuerst das Wasser im Wasserkocher, dann nehme ich ein Fläschen fülle es zu zwei Drittel mit kaltem stillem Mineralwasser aus der Flasche, danach ein Drittel abgkochtes Wasser drauf, dann das Pulver rein, schütteln - fertig. (= i.d.R Trinktemperatur).

Da man beim Fläschchen zusammensetzten gar nicht drumherum kommt, den Sauger anzufassen, gieße ich von dem abgekochten Wasser noch mal über den Sauger.

Bislang hat unsere Kleine das gut vertragen.

VG lachris und Annika (5 Wochen alt)