kann mir jemand bitte etwas zu paukenröhrchen erklären???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bienschenn 02.04.10 - 23:22 Uhr

mein kleiner mann hatte am mittwoch eine op, um die polypen zu entfernen. zusätzlich bekam er aber paukenröhrchen, mit denen ich nicht gerechnet hatte, da er in vergangenheit keine probleme mit den hren hatte, nur leider zum zeitpunkt der op, beidseitig paukenergüsse hatte. dementsprechend wurde gar nicht richtig aufgeklärt. wann fallen die dinger denn raus. weiss nur, dass sie aus titan sind. möchte nämlich ungern eine zweite vollnarkose zulassen. habe tierische angst davor!! er ist doch noch so klein! ich habe das doch nicht gewollt! jetzt muss ich ihn ständig zurückhalten im verbindung mit wasser, dabei ist er eine absolute wasserratte! wie sieht es denn aus mit dem druckausgleich (fahrten mit höhenunterschied oder fliegen)?? wie mag er jetzt hören, mit so dingern?? der arzt sagte nur, dass es notwendig war, da das sekret von alleine nicht weggegangen wäre und es sehr dickflüssig war. aber wieso hat denn ein schnitt nicht gereicht?! sind wir an einen schnipsler geraten??? ich möchte seine arbeit nicht in frage stellen!! es ist alles gut verlaufen. er braucht kein nasenspray mehr, damt er luft bekommt. also war es die richtige entscheidung, was die polypen betrifft. aber wie geasgt; mit den röhrchen habe ich nicht gerechnet!!!!

Beitrag von krumel-hummel 03.04.10 - 08:11 Uhr

Hallo

Mach dir wegen den Paukenröhrchen nicht so einen großen Kopf.

Vor der OP wird man immer (wenn auch kurz und knapp) darauf hingewiesen, dass - sollte es notwendig sein - Paukenröhrchen gesetzt werden.

Das Trommelfell wird nach einer Zeit das Paukenröhrchen abstossen. Bei manchen dauert es 6 Monate, wir hatten welche, die zwei Jahre drin waren.

Wegen Wasser: Lass dir von deinem HNO "Stöpsel" anfertigen, die lassen kein Wasser durch und Sohnemann kann planschen. Tauchgänge würde ich dann aber trotzdem vermeiden.

Hätte er die Röhrchen nicht gesetzt, hätte es Folgen haben können, die du dir bestimmt nicht für dein Kind wünscht. Ein Schnitt hätte da nicht allzuviel gebracht, denn dieser wäre innerhalb kürzester Zeit wieder zugewachsen.

Gruß
Hummel

Beitrag von chrisbenet 03.04.10 - 11:29 Uhr

Hi,

keine Panik - die Röhrchen sind schon seit Jahren ein Standardeingriff und nur gut für Dein Kind!

Unsere Jungs haben blaue (je Farbe ein anderes Material und etvl andere Empfindlichkeiten), damit dürfen sie problemlos schwimmen, tauchen, baden, .... nur sollte keine Seife ins Ohr (Oberflächenspannung vom Wasser ist dann weg und dann können evtl (!!!) Keime ins Ohr) und kein plötzlicher Druckunterschied stattfinden (Sprung vom 2m Brett, etc. - aber in dem Alter sind sie ja eh noch nicht ;-). Fliegen ist wohl ok.
Ja, wir brauchen keinerlei Stöpsel, die gab es früher, als die Röhrchen noch nicht so fein waren, heute sind sie fast wie eine Membran.
Beim Grossen wachsen sie gerade langsam raus (das Trommelfell wächst wieder zu und drückt die Röhrchen raus) nach 1,5Jahren, beim Kleinen sind sie nach 1 Jahr noch immer gut drin.

Alles Gute - google mal ein bisschen zur Beruhigung!
Chris

Beitrag von erstes-huhn 03.04.10 - 12:47 Uhr

Laut meinem Kinderarzt und meinem HNO-Arzt werden die meisten PaukenröhrenOPs nur gemacht, weil das schnell gutes Geld bringt und sind oftmals garnicht notwendig.

Mein Sohn sollte auch welche bekommen, aber nachdem ich einen anderen HNO-Arzt aufgesucht habe ging auch alles mit Medikamenten.

Polypen verwachsen sich oftmal und Paukenergüsse kann man auch ohne OP behandeln.

Beitrag von booo 03.04.10 - 14:41 Uhr

Ich hatte als Kind permanente MOE! Und ich lebe noch ;-)

Wir waren auh bei einem 2. Arzt und die riet gleich von der OP ab und sagte das macht man nur wenn sich die MOE nicht von alleine öffnet bzw das sekret nicht richtig flüssig ist und das kommt selten vor sagt sie...

Beitrag von rotten 04.04.10 - 01:41 Uhr

Dann hast Du Glück gehabt. Ständige Mittelohrentzündungen führen zwar nicht zum Tode - wie Du so schön anmerkst - KÖNNEN aber schlimme Folgen haben. Meine Schwester wäre dadurch fast ertaubt und mußte sich einer komplizierten Operation unterziehen ( Tympanoplastik), da durch die ständigen Entzündungen verschiedene Teile des Innenohres irreparabel geschädigt waren. Sie ist noch heute Schwerhörig.
Man sollte die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen und - wie es ja schon fast modern ist - alles nachplappern was einem von selbsternannten "Experten" eingeredet wird. Klar würde man eine OP am eigenen Kind lieber vermeiden, aber wenn sie immer wiederkehrende höllische Schmerzen und langfristige Folgen verhindert, dann ist sie eben nicht zu umgehen. Da nützt es auch nichts zu immer neuen Ärzten zu wandern, die sich erstmal ein Bild machen müssen, bevor sie letztendlich zum selben Ergebnis kommen wie der andere Arzt zuvor auch.

Verdicktes Sekret kann übrigens so selten nicht sein. Meine Tochter hat auf EINEM Ohr ( im anderen Ohr war das Sekret dünnflüssig) ein Röhrchen gesetzt bekommen, da sich das Sekret durch langandauernde Stauung so verdickt hatte, daß es durch eine Parazentese alleine nicht beseitigt werden konnte.

Gruß, Rotten

Beitrag von booo 04.04.10 - 11:58 Uhr

Klar sollte man es nicht auf die leichte Shculter nehemn, aber wenn man liest wie "gängig" diese Op mittlerweile ist bekommt man doch einen Schreck.

Meine Tochter hatte mit 3 jetzt im Winter das erste Mal Probleme mit en Ohren und gleich 3 MoE hintereinander. Für mich war das KEIN Grund zu operieren!


Sie hatte dann noch eine 4. und zwischenzeitlich beschwerden und seit ein paar Wochen ist alles ok, der Hörtest gut und sie hat keine Probleme!

(Laut Kinderarzt eine Belüftungsstörung der Ohren... *schulterzuck)


Der erste HNO riet ja auch gleich zur Op, daher war ich so froh, dass mir die 2. zustimmte...


Wäre es aber nicht besser geworden., hätten wir es irgendwann machen müssen ja, aber ich denke einfach es wird viel zu oft mit diesen Paukenröhrchen operiert

Beitrag von booo 03.04.10 - 14:40 Uhr

Also ich gebe zu, ich wäre erstmal stinkig.

Meine Tochter hatte auch mehrere MOE hintereinander und der HNop sagte auch gleich: Röhrchen.

Ich bin zu einer weiteren HNO und die winkte gleich ab und sagte abwarten: Da sich die Entzünung öffnete und der Eiter ablief bestand kein Handlungsbedarf seitens einer Op und bis sich evtl Flüssigkeit zurückgebildet hat, dauert es ca 2 Monate.

Sie hatte danach noch 1 und seitdem ist ruhe und der Hörtest war auch gut.

Sie hat laut Kinderarzt lediglich eine "Belüftungsschwäche der Ohren", was auch immer das ist.

Aber ich bin froh auf den 1. HNO nicht gehört zu haben.

War denn die MOE bei deinem Sohn offen oder zu? Ich mein zu spät ist es jetzt eh und besser gleich, als dann nochmal eine Narkose

Beitrag von samcat 04.04.10 - 21:18 Uhr

Frechheit, dass man dich nicht aufgeklärt hat. Meine Kleine muss am Mittwoch die Polypen entfernt kriegen. Sie hat auch einen Erguss hinter dem Trommelfell, allerdings wird ein feiner Schnitt gemacht, da mein Arzt gegen Röhrchen ist, da sie oft auch Eintrittstelle für Keime sein können.

Die Polypenoperation ist nötig, da ihr Gehörgang extrem eng ist, sonst würden wir warten, da sich die Polypen in den meisten Fällen verwachsen.

LG