ungeplant schwanger mit dem 3. Kind, was tun?

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von wie weiter? 03.04.10 - 11:47 Uhr

Ich habe bereits 2 Kinder, 5 Jahre und 6 Monate alt.
Unsere zweite Tochter entstand durch künstl. Befruchtung, da mein Mann zu 99% zeugungsunfähig ist.
Jetzt haben wir in den letzten Wochen 1 mal miteinander geschlafen, und das auch noch mit Kondom und jetzt ist meine Regel ausgeblieben.
Der Test zeigt eindeutig schwanger, ich bin total geschockt, kann mich nicht freuen, habe Angst, meinen anderen beiden Kindern, dem Haushalt, meiner Arbeit, ach einfach allem nicht gerecht werden zu können, wenn ich dieses Kind auch noch bekomme. Wie konnte das überhaupt pasieren? Trotz Kondom und der Situation meines Mannes?

Es geht nicht, ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Erwäge ernsthaft einen Abbruch, kann mir nicht vorstellen wie das alles gehen soll. Kann mich jemand verstehen? Geht es jemandem ähnlich?

Werde mir gleich am Dienstag einen Termin beim Frauenarzt machen. Ich kann dieses Kind nicht bekommen.......
Weiß nicht weiter.

Traurige Grüße
:-(

Beitrag von anjapasson 03.04.10 - 12:20 Uhr

hallo,

ich bin in einer ähnlichen situation .. habe bereits zwei kinder 4,5 und 3 und bin jetzt ungewollt schwanger geworden.. eigentlich waren der vater und ich getrennt seit einem jahr und ich hatte in diesem jahr nicht einmal sex bis auf einmal lol und da hats boom gemacht .. meine erste reaktion darauf: flennen wie ein schlosshund... ich habe mich nun für das kind entschieden trotz arbeit, stress mit zwei zickigen dickköpfen und der gewissheit alleinerziehend zu sein obwohl wir uns langsam wieder annähern .. überlege dir diesen schritt gut, wenn du es mit deinem herz vereinbaren kannst, rate ich dir sogar zu einer abtreibung weils gewiss nich leicht wird - hast du aber nur die geringsten zweifel, dann bekomme es, ganz ehrlich wer den stress mit zweien durchhält, der hält es auch mit 3en durch :P nehme die beratung auch bei pro familia in anspruch und suche dir alle hilfen die du kriegen kannst um eine gute entscheidung für dich zu treffen.. die entscheidung muss aus deinem herzen kommen, wir können dir hierbei nicht helfen bzw solltest du von uns keine hilfe annehmen .. es ist allein dein körper und dein leben, die worte meines frauenarztes :D auch jetzt denke ich immernoch mit gemischten gefühlen an die ss aber nun gut, abtreiben kann ich nicht von daher muss ich da wohl durch ...dir wünsche ich alles gute und das du zu einer für dich guten entscheidung kommen wirst

lg anja

Beitrag von getmohr 03.04.10 - 13:34 Uhr

hallo,

uiuiui, da kann man ja wirklich nur sagen " unverhofft kommt oft". Klare, eine ganz schwieirge Situation, was sagt denn dein Mann dazu? Wie weit wärst du denn jetzt, vieleicht gönnst du dir einfach noch ein bißchen Zeit zum überlegen, ob du wirklich kein weiteres Kind möchtest oder ob es nicht evtl doch mit einem dritten Kind ginge...
Mein erster gedanke bei deiner geschichte war, wenns mit Kondom und mit praktisch zeugungsunfähigem Mann ungeplant geklappt hat - dann solls wohl so sein...

Wünsche dir alle Gute und dass du eine Entscheidung findest, mit der ihr alle gut umgehen könnt, egal wie diese dann aussieht.

Beitrag von m_sam 03.04.10 - 13:53 Uhr

Beruhig Dich erst einmal. l
Die Internet-Seiten mit Informationen über einen Abbruch waen auch das Erste, was ich mir angeschaut habe, nachdem ich den 3. positiven ST in der Hand hatte.
Meine anderen Mäuse waren zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal 3 Jahre alt und 26 Monate. Wollte nach der Elternzeit wieder arbeiten, suchten gerade nach einer passenden 4 Zimmer-Wohnung, mein Mann mitten drin, sich selbständig zu machen und dann das!!!!

Nach dem ersten Schock und auch der Überlegung, es evtl. zu bekommen und dann zur Adoption frei zu geben, wurde der Gedanke an Abbruch immer irrealer.
Gerade wenn man ja schon Kinder hat und weiß, wie die sich im Bauch entwickeln, fällt es einem schwer, so einen radikalen Schritt, wie Abbruch, zu machen.
Nach 4 wirklich heftigen Tagen stand dann fest - wir bekommen dieses Kind!
Habe trotzdem noch den Beratungstermin bei Pro Familia gemacht, aber nicht wegen einem Abbruch-Gespräch, sondern einfach um Fragen rund um Hilfen zu beantworten. Dieses Gespräch war noch ganz wichtig und hat mir eindeutig klar gemacht, dass ich dieses Kind bekommen kann und auch will.

Mittlerweile bin ich in der 39. SSW und wir freuen uns riesig auf den Kleinen. Es ist, als wäre dieses Kind wirklich noch nötig gewesen, um jetzt die Familienplanung abzuschließen.

Ich habe die gesamte Schwangerschaft hindurch nicht mehr einen einzigen Gedanken an Abbruch verschwendet und meine Entscheidung auch nicht ein einziges Mal bereut.

Nach diesem Kind lasse ich mich sterilisieren und damit beuge ich weiteren "Unfällen" vor.

Wenn Du dieses Kind nicht bekommen willst, dann ist es letztendlich Deine persönliche Entscheidung und wenn Du meinst, dass es die richtige Entscheidung für Deine Situation ist, dann mache sie bitte auch nicht von anderen Meinungen abhängig.
Ich denke halt immer - wenn Dein Mann zu 99% zeugungsunfähig ist und Ihr mit Kondom verhütet habt.....dann wollte dieses Kind zu Euch, egal wie!

Ob Du es annehmen kannst, bleibt natürlich letztendlich Deine Entscheidung. Aber nimm´Dir zumindest einige Tage Zeit dafür.

Alles Gute.

LG Samy (39. SSW) + 2 Mädels

Beitrag von karima79 03.04.10 - 16:21 Uhr

Hallo,

ich kann voll verstehen wie es dir geade geht. Meine beiden sind 4 Jahre und 14 Monate und morgen ist der errechnete ET von Nummer 3.
Beruhige dich erstmal und dann kontaktiere nach dem WE eine Beratungsstelle wie ProFamilia oder ProFemina. Informiere dich über Hilfe und Unterstützung, werde dir über deine Ängste und Bedenken klar, und dann triff die für dich und deine Familie richtige Entscheidung.
Ich hatte keine Wahl mehr da ich schon in der 16. Woche war, als ich es erfahren habe. Ich habe vorher nix gemerkt, weil ich es auf Grund der Umstände für ausgeschlossen hielt.
Jetzt bin ich aber froh darüber, auch wenn ich immer noch ein bisschen Angst habe Kinder, Haushalt, Job ... nicht unter einen Hut zu kriegen, aber ich weis, wo ich mir Hilfe holen kann, wenn ich es allein nicht schaffe.

LG Karima

Beitrag von rena301080 03.04.10 - 19:28 Uhr

Hallo,
ich würde auch sagen erstmal beruhigen.Ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich bin auch schwanger mit dem 3 und es war überhaupt nicht geplant.
Lass es acken und überlegt es euch genau. Wir haben uns für das Kind entschieden und mittlerweile bin ich in der 30 SS und kann es kaum noch erwarten.
Lg

Beitrag von surprised 03.04.10 - 21:37 Uhr

Hallo Du,
Dein letzten Sätze sagen so viel!!
Einerseits: Du kannst Dein Kind nicht bekommen.
Aber: Du weißt auch nicht wie weiter - ein Weg ist noch nicht sichtbar für Dich und Du weißt nicht, wie alles gehen kann.
Und das erklärt natürlich, wie es Dir geht: Du bist traurig :-(
#liebdrueck

Eure Vorgeschichte finde ich allerdings sehr spannend. Euer zweites Baby war heiß ersehnt, Du warst zu dem Zeitpunkt entsprechend erholt von der ersten Schwangerschaft, Geburt und Kleinkindzeit - aus dem Gröbsten raus, könnte man sagen.
Diesmal wäre der Abstand sehr knapp und Du fragst Dich wahrscheinlich deshalb, wie das überhaupt gehen kann mit zwei richtig kleinen Kindern. Diese Situation wäre für Dich neu und eine große Herausforderung.
Nur - die Herausforderung "1.Kind! hast Du geschafft - die Herausforderung "2.Kind" sogar besonders ersehnt - und bestanden!!
Das kannst Du Dir doch auf jeden Fall mal gutschreiben. Vielleicht liegen bei Dir noch Kräfte verborgen, die Du bisher noch gar nicht kanntest????

Es bleibt halt der Schock - weil Ihr Euch an den Gedanken gewöhnt habt, dass Ihr sowieso kaum schwanger werden könnt.

Was sagt eigentlich Dein Mann?? Wie ist das für ihn, wenn er jetzt doch einfach so ein Kind zeugen kann? Irgendwie doch auch zum Staunen, oder?

Schreib doch wieder, wie es Dir geht, wenn Du beim Arzt warst, und überhaupt. Vielleicht tut es Dir einfach gut, Dich hier ein bisschen auszuplaudern, auszuheulen, rumzuhören!

Ich wünsch Dir trotz allem frohe Ostertage mit Deinem Mann und Euren Kleinen (oder Großen? - wie ist Eure Jungen-Mädchen-Verteilung?)!!!

Liebe Grüße von surprised

Beitrag von salida-del-sol 03.04.10 - 21:50 Uhr

Hallo, Du Traurige,
Du hast einen positiven Schwangerschaftstest in Händen gehalten und jetzt kriecht die Angst in Dir hoch. Dass Du als Mutter von 2 Kindern manchmal hart an Deine Grenzen kommst ist logisch. Und nun weißt Du nicht, wie es gehen soll. Zum einen wachsen wir an und mit unseren Aufgaben.Du hast auf Deine 2. Tochter nur durch künstliche Befruchtung bekommen. Diese Erfahrung hat Dich geprägt, denn dadurch hast Du etwas davon gespürt, dass wir Menschen viel machen können, aber kein Leben auf Wunsch.
Und nun hast Du Angst, dass Du nicht mehr 3 Kindern und allen anderen gerecht wirst. Aber es kann sein, dass eine Aufarbeitung einer Abtreibung Dir mehr Kraft kostet, als es das 3. Kind je tun würde.
Mutterliebe ist etwas erstaunliches. Egal in wieviel Stücke man sie schneidet, es wird dadurch kein Stück kleiner.
Dieses Kind käme sehr dicht auf Deine Tochter, dass da vieles erst mal auf der Strecke bleibt ist zu erwarten. Gibt es jemand, dem Du es zutrauen würdest, dass er Dir helfend unter die Arme greifen kann? Und sieh es lockerer, ein Haushalt mit 3 Kindern muß nicht aussehen, wie in einem Museum. Wenn die ungeputzten Fenster stören, der kann kommen und Dir diese putzen.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von biobabs 04.04.10 - 15:55 Uhr

Es ist so gemein, dass man nur wenige Wochen Zeit hat, zu entscheiden. Dabei wächst man doch in den Gedanken hinein, ein weiteres Kind zu haben, je größer es wird, je öfter man es im Ultraschall sieht, je länger man darüber nachdenkt. Dieser zeitliche Druck macht eine freie Entscheidung unglaublich schwer.

Bei uns war es damals so, dass mein Mann sofort nein sagte und ich zweifelte (auch an der Ehe). Anfangs hätte ich das mit der Abtreibung wahrscheinlich noch gekonnt, aber ich durfte immer nicht, so lange sich das Kind nicht definitiv in der Gebärmutter befand. Wochen vergingen, die grausamsten meines Lebens. Von Mal zu Mal fiel mir der Gang zur Abtreibung schwerer. – Im Nachhinein bin ich so was von dankbar für diese ganzen Verzögerungen. Am Ende bin ich dem Arzt von der Schippe gesprungen, sogar mein Mann, der in der Zwischenzeit begriffen hatte, wie sehr ich litt (und welche höhere, abstrakte Bedeutung der „Zellhaufen“ für mich hatte), hielt mich auf. An dem Tag löste sich die ganze Anspannung. Heute weiß ich absolut sicher, dass ich nicht der Mensch für eine Abtreibung bin.

Immer noch gibt es Tage, wo mir vor der Geburt graut (noch zwei Wochen), wo ich denke, selbst meinen beiden jetzigen Kindern nicht gerecht zu werden, wo ich lieber Sachen für mich machen will, wieder voll arbeiten will etc., wo mir einfach alles zu viel wird. Trotzdem weiß ich genau, dass ich den Schritt nicht mit mir hätte vereinbaren können. Ich habe ein großes Herz, das darf ich nun immer noch behaupten, und, egal, wie kompliziert es vielleicht wird (oder auch nicht, vielleicht geht es zu fünft sogar leichter), wir schaffen das irgendwie, und der Gedanke gibt mir viel Kraft. Kinder sind nicht immer süß, kosten ganz schön Nerven. Aber man wächst ja in die Situation hinein.

Wir hatten übrigens auch ein Kondom genutzt. Es passiert eben trotzdem manchmal, lass dir da von niemandem ein schlechtes Gewissen einreden. Wie oft bekam ich die Reaktion „Was? Seid ihr nicht alt genug, um zu wissen, wie man verhütet?“ – Ich bekam überhaupt ein paar richtig blöde Reaktionen (Häufigste: Oh Gott! War das Absicht?). Na und! Letzten Endes sind das die Kleingeister, nicht ich. Was die anderen sagen, ist so was von egal. Manche Frauen schließen sogar den eigenen Mann bei „die anderen“ ein und bekommen das Kind, selbst wenn er es nicht will. Ob ich so viel Stärke aufgebracht hätte, kann ich nicht sagen, mir war schon wichtig, nicht alleine dazustehen mit dreien. – Aber es bleibt wirklich deine ganze persönliche Entscheidung. Was bist du für ein Mensch? Wie hast du früher über Abtreibung gedacht? Wie gehst du mit deinen Kindern um? Etc.....

Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Du wirst in den folgenden Tagen noch oft deine Meinung ändern, du wirst deine Kinder mit anderen Augen sehen, heulen, unglücklich sein und verzweifelt. Ich wünsche dir, dass du trotzdem den Kopf und das Herz frei bekommst. Vielleicht hilft dir ja wirklich der Gang zu Pro Familia oder einer anderen Beratung. Manchmal wird es einfacher, wenn man konkrete finanzielle Hilfen aufgezeigt bekommt.

Alles Liebe!!

(Drei Kinder sind nicht sechs Kinder...)

Beitrag von spyro82 05.04.10 - 18:29 Uhr

Hey...

also unser drittes war auch ein "Unfall"...und ALLE waren dagegen,nur ich selbst nicht!Ich hätte den Schritt eines Abbruchs NIE gehen können,das hätte ich mir mein ganzes Leben nicht verziehen!#schmoll

Jetzt ist die Maus auch schon wieder 11 Monate alt ,und ALLE sind happy...:-)

UND ich kann Dir sagen,wenn man schon 2 hat,macht eins mehr oder weniger echt kaum einen Unterschied!:-p


Glg und überlege Dir den Schritt bitte wirklich mehr als gut,wenn Du Zweifel hast LASS ES SEIN!!!Du schaffst das schon!#liebdrueck