Ich glaube, mein Mann ist total durchgeknallt!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wid 03.04.10 - 12:23 Uhr

Hallo,

ich habe echt den Verdacht, mein Ehemann hat Burnout...:

Ich bin seit fast 4 Jahren verheiratet und mein Ehemann hat, seit ich ihn kenne, starke Rückenschmerzen. Er war anfangs sogar schon 9 Monate krank geschrieben.
Die Ärzte konnten trotz CT und Röntgen...etc...nichts finden, er war auf Kur, er hatte KG, er wurde geschröpft, bekam Akkupunktur, Spritzen, war stationär in der Klinik, hatte jede Art von erdenklichen Schmerzmedikamenten erhalten, welche angeblich nie geholfen hatten. Er war auch beim Heilpraktiker, der ihm aber auch nicht helfen konnte.
Mein Mann war zu der Zeit ab und an auch schon jähzornig, hatte es aber im Griff und ich konnte damit leben.
Letztendlich bekam er Psychotabletten (Stimmungsaufheller) vom Doc, mit der Begründung, dass das Gehirn somit weg vom Phantomschmerz kommen würde.
Dieser Arzt wurde natürlich, wie so manch andere, auch gewechselt. #aerger

Irgendwann hat er resigniert.
Dann hatte er beruflich die Möglichkeit, einen verantwortungsvollen Posten zu übernehmen, bezahlt wie ein ganz normaler 38,5 Stunden Büroarbeiter, Arbeitszeiten: Mo-Fr 8-18 Uhr (durchschnittlich, oft auch länger, selten weniger)Samstag von 8-14 Uhr, manchmal länger. Pausen: keine.
Er war für den Betrieb verantwortlich und wenn die anderen Angestellten keinen Bock mehr hatten, sprich krank feierten oder kündigten (was verständlich war), musste er erst recht ranklotzen.
Damit er bei Laune blieb, hat ihm sein Chef ein Firmenfahrzeug gestellt. Wo er aber die Autoversicherung (immerhin 215 Euro im Vierteljahr) zahlen muss!!

Mein Ehemann bildet sich ein, er wäre etwas besseres und erwähnt in meinem Freundeskreis (er selber hat so gut wie keinen) stets, was er für einen tollen Posten hat, wie er mit seinen (!) Mitarbeitern umspringt...etc....
Wenn ich ihn frage, warum er nicht mal entsprechend bezahlt wird, wenn er für 2 ackert, meinte er nur, seine Firma würde es nicht erlauben, man müsste erst noch weiter kommen, damit eine Gehaltserhöhung drin wäre.
Sollte er mal im Lotto gewinnen, würde er seinem Chef 3 Millionen geben, damit er sich freikaufen kann, denn er wäre ja unersetzlich und sein Chef könnte den Laden ohne ihn zumachen.#klatsch

Ich würde ihm sein "Hobby" ja lassen, wenn er privat wenigstens auch Mensch wäre.
Wir haben einen Sohn, der jetzt ein Jahr geworden ist.
Mein Mann ist, seit der Kleine da ist, nur noch gereizt, er schreit die Große (16, meine Tochter) an, wo es nur geht. Nun ja, sie ist in der Pubertät, ich lasse auch nicht alles durchgehen, aber so muss man ja nicht rumschreien.
Er knallt mit den Türen, ist absolut lieblos und wenn ich mich beschwere, heisst es immer, ich würde nur meckern und ihn an seiner Arbeit hindern.
Er verlangt von mir, dass ich den Haushalt schmeiße, das Essen pünktlich auf den Tisch steht. Nur sagt er mir manchmal gar nicht, wann er abends heimkommt. Usw..

Der Haken an der Geschichte ist, dass ich, seit das Baby 10 Monate alt ist, wieder arbeite: 3 Tage 5 Stunden und 2 Tage 9 Stunden. Und ab April arbeite ich wieder 40 Stunden die Woche. Aber meine Arbeit ist ja nicht so anstrengend wie seine.......ja, tut mir leid!

Mittlerweile ist es so, dass er nur noch schlecht gelaunt ist, jeden Abend 3 Bier trinkt und ne halbe Flasche Ramazzotti, an Wochenende (also Sonntag) will er nur vor der Glotze sitzen, keine Familienausflüge, nix, mit meiner Mutter hat er sich zerstritten, weil sie es nicht mehr mit ansehen konnte, wie er die Große anmault.

Sein Rücken tut ihm wohl mehr weh, denn je. Er beharrt, wenn mir mal spazieren gehen drauf, dass er den Wagen schiebt und stützt sich so dabei ab, dass der Wagen sich dermaßen verbiegt, dass ich echt langsam Angst krieg, der Wagen bricht durch.

Glaubt nicht, dass ich da meinen Mund halte. Er ist im September schon mal ausgezogen, weil er MICH nicht mehr erträgt!!!!
Im Dezember kam er wieder. Den Choleriker hat er trotzdem beibehalten.
Inzwischen behauptet er schon Dinge, dich nie gesagt worden sind oder gemacht wurden. Z. B. dass unsere Tochter seinen Schnaps trinkt.

Was mach ich nur mit so einem Menschen, der sich nicht belehren lässt? Er gibt in lichten Momenten auch zu, dass er total ausgebrannt wäre, aber erst in 3 Jahren würde er sich erlauben können, mal länger auf Reha zu gehen, weil bis dahin die Firma in einem besseren Licht stehen würde.............#augen Nochmal zur Verdeutlichung: die Firma gehört ihm nicht, er ist dort ANGESTELLT.

LG
Wid

Beitrag von gh1954 03.04.10 - 13:25 Uhr

Der Mann würde mir Angst einjagen, der scheint ja jeden Bezug zur Realität verloren zu haben.

Was MIR zu denken gibt: Deine Mutterr zerstreitet sich mit deinem Mann, weil sie es nicht mitansehen kann, wie er DEINE Tochter behandelt. DU kannst das mitansehen?

Beitrag von asimbonanga 03.04.10 - 13:50 Uhr

Ich finde auch die TE sollte unbedingt ihre Tochter vor diesem Mann schützen.

Beitrag von wid 03.04.10 - 18:31 Uhr

natürlich schütze ich meine Tochter und wir streiten uns deswegen oft. Sagen wir mal so, er rastet bei jeder Kleinigkeit aus, wo ich noch beide Augen zudrücke.....
Und sie ist 16, ja nicht mehr so klein und ich habe ihr gesagt, sie soll seine Schreierei nicht so ernst nehmen, er wäre krank. Sie geht ihm zu der Zeit aus dem WEg. Er ist ja nicht immer so, er hat manchmal echt lichte Momente, wo er ganz normal und nett ist.

Beitrag von geht gar nicht 03.04.10 - 13:27 Uhr

Ich könnte mit so einem Mann nicht zusammen sein. Allein schon die Behauptung, die Tochter würde seinen Schnaps trinken #schock#kratz#augen

Nein, das wäre mir zu anstregend und solch Verhalten, z.b.: mit der rum prahlerei........kann ich gar nicht ab!

Koffer Packen und Tschüss!

Beitrag von julia1979 03.04.10 - 13:32 Uhr

Menschen mit Burn out wollen es oft nicht begreifen, dass sie Überfordert mit dem Leben, Arbeit etc sind. Sie können es sich nicht eingestehen, da sie in ihren Augen "sehr wichtig" sind und diese Aufmerksamkeit auch brauchen, da sie sich in diese Dinge auch reinsteigern "müssen". Es ist eine psychische Krankheit und endet meistens erst, wenn der Körper nicht mehr mitspielt (im schlimmsten Fall Herzinfarkt, Schlaganfall, etc).
Dabei spielt auch keine Rolle, wie viel oder wenig er arbeitet. Jeder Mensch ist anders und unterschiedlich belastbar.. D.h., wenn er an seine Grenzen kommt, fängst die Herrausforderung für andere vielleicht erst an.
Man sollte es Ernst nehmen und nicht herrunterspielen indem man seine Arbeit nicht für übertrieben oder lächerlich ansieht.Auch wenn er sich stark in den Vordergrund drängt und mit seiner Person angibt.
Das ist erstmal wichtig, dass die betroffene Person sich ernstgenommen und sicher in seiner Umgebung fühlt, damit es nicht zu kolerischen oder Streitausbrüchen kommt.
Dann solltest Du vielleicht nen Arzt oder Psychologen aufsuchen und die Situation schildern und Rat suchen.


Wenn es dich zu sehr belastet, musst du erstmal gehen und ihn ziehen lassen. Wahrscheinlich wird er nämlich irgendwann zusammenbrechen und dann kann man bei diesen Menschen erst ansetzen, wenn diese Erkrankung erkannt oder diagnostiziert wird.

Tja mehr kann ich dir leider über Burn out nicht erzählen.

Wünsche dir viel Kraft.

LG Julia


Beitrag von So nicht 03.04.10 - 13:45 Uhr

Definitiv hat er eine psychische Erkrankung. Ich mag jetzt nicht mit Ferndiagnose-Fachbegriffen um mich werfen, lieber gebe ich Dir einen absolut ernstzunehmenden Rat:

Da muss ein Fachmann ran, ganz ehrlich. Da wirst Du alleine machtlos sein, was Du aber nicht ändern kannst. Versuch mal, Dich mit Deinem Hausarzt (falls Du einen kompetenten hast) zu verbünden. Geh selber hin und berichte das, was Du hier schreibst und auch das, was Du hier nicht erwähnt hast, was aber "anders" an ihm ist. Hol Dir auch Hilfe im Netz, speziell bei Menschen mit psychisch erkrankten Verwandten, die das kennen. Und dann arbeite einen Plan aus, wie auch immer der aussehen mag, damit er aufwacht!

Erschrick jetzt nicht, aber ich glaube, das Beste für Deinen Mann wäre mal eine Kur (3-4 Wochen) mit psychologischer Intensivbetreuung oder sogar ein klinischer Aufenthalt.

Beitrag von mel130180 03.04.10 - 13:48 Uhr

Ein cholerischer, schnapstrinkender Lügner der meine Tochter (er ist noch nicht mal der Vater) anbrüllt und des Lügens bezichtigt?

Mehr Gründe bräuchte ich nicht, um ihn vor die Tür zu setzen.

Gruß
Mel

Beitrag von kapulli 03.04.10 - 14:41 Uhr

Hallo!

Ohne hier Ferndiagnosen stellen zu wollen. Eventuell hat Dein Mann eine manifestierte Depression und neigt deshalb zu Jähzorn und Übererregbarkeit. Auch der regelmäßige Alkoholkonsum kann ein Zeichen sein. Des weiteren stehen Rückenschmerzen ohne erkennbare Ursache und Depression auch in einem engen Zusammenhang. Wenn Du ein wenig im Netz stöberst, findest Du bestimmt etwas dazu.

Die Idee, bei Deinem Mann ein Antidepressium einzusetze war schon gut. Diese Methode wird in der Schmerztherapie häufig und erfolgreich angewandt . ADs greifen nämlich in den Hirnstoffwechsel ein und können die Schmerzwahrnehmung positiv beeinflussen.

Würde Dein Mann einen Facharzt für Psychiatrie aufsuchen bzw. sich überhaupt helfen lassen wollen? Es scheint ja bei ihm stetig bergab zu gehen.

L.G. Kapulli

Beitrag von wid 03.04.10 - 19:23 Uhr

mein Mann will sich erst in 3 Jahren helfen lassen, er fühlt sich unersetzlich in der Firma und kann die Firma nicht hängen lassen, so seine Worte, da muss er jetzt durch, koste es, was es will.

Muss dazu sagen, dass er vorher immer nur Fahrertätigkeiten ausgeübt hatte und er so froh war, endlich einen verantwortungsvollen Posten zu haben. Er ist der Meinung, so eine Chance hat er nie mehr wieder und würde wahrscheinlich alles dafür geben.
ALLES

Beitrag von denk an deine kinder! 03.04.10 - 14:53 Uhr

lass dich erstmal #liebdrueck

und nun was, was du vielleicht nicht so gern lesen wirst,
denn dein problem sind glaube ich weniger seine allüren:

verlass ihn oder, wenn du soweit (noch) nicht gehen magst, setz ihm die pistole auf die brust und sage, dass er sich behandeln lassen soll wegen seiner cholerischen anfälle. lässt er sich nicht behandeln und ändert sich nicht, dann wirst du die konsequenzen ziehen.

und sein alkohlkonsums ist meiner meinung nach auch bedenklich, wobei ferndiagnosen schwer sind, aber 3 bier tgl.???? + ramazotti???? das klingt nicht sehr gut.


du tust mir echt leid, aber weißt du, wer mir mehr leid tut:

Eure Kinder, vorallem DEINE Tochter.
sieh dir nicht länger an, was er mit IHR macht, sonst gehst du echt das risiko ein, dass sie dich etweder irgendwann vor die wahl stellt oder dass sie sich total zurückzieht.
du bist finanziell doch halbwegs unabhängig von ihm oder? ich meine du schreibst ja, dass du arbeit hast.

und hör auf, sein aschenputtel zu spielen. der "gnädige herr" will sein essen pünktlich haben, wenn er zu hause ist??? und wer kocht für dich?!
du hast sicher auch deiner pferde zu kämmen tags über. mach ihm das klar und wenn er essen will, kann er auch selbst kochen. du bist nicht seine putzfrau, und so, wie er dich behandelt, würde ich an deiner stelle nicht mehr für ihn kochen. ich wäre sicher längst gegangen.

so und nun wünsch ich dir noch ein schönes ostern, lass dich nicht unterkriegen.


mfg

Beitrag von kenne ich 03.04.10 - 15:52 Uhr

Das kommt mir bekannt vor.
Der Choleriker ohne wirklich eigene Freunde könnte mein Vater sein.
Der Mann mit dem Hang zum Alkohol und Übertreibungen mein Exmann. Nur dass ich mit meinem Exmann zum Glück keine Kinder hatte.

Ein Choleriker allein wäre schon nichts für mich (kenne dafür zu gut die Anfälle meines Vaters), aber hier scheint sich evt. noch zusätzlich ein Alkoholproblem abzuzeichnen.

Ich möchte nicht so weit gehen, deinen Mann Alkoholiker zu nennen. das kann ich nicht beurteilen. Aber regelmäßiger Alkoholgenuß führt oft zur Abhängigkeit...

Hast Du ihn eigentlich mal gefragt, warum er zu Dir wieder zurückgekehrt ist?

Wars die neu entflammte Liebe, oder der bequeme Sessel mit Haushaltshilfe?

Da bist Du gefordet ihm zu sagen, wie es Dir mit der Situatuion geht. Genau wie Du es hier beschrieben hast.
Allerdings nicht als Vorwurf formuliert, sondern ihm ganz neutral Dein Empfinden darlegen.

Wenn ihm an Euch gelegen ist, wird er an sich arbeiten.

Wenn er nicht mit Euch an Eurer familiären Beziehung arbeiten möchte, oder Du Angst davor hast mit ihm zu reden, weil er sonst austickert, dann wäre es besser gewesen, er wäre ausgezogen geblieben...

VG

Beitrag von heutemalnicht 03.04.10 - 17:54 Uhr


Hallo Du,

an deiner Stelle würde ich die Beine in die Hand nehmen. #schock

Was du erzählst hört sich krank an.

Mein Exmann war auch so, cholerisch, egoistisch, ständig war er wegen irgendwas gekränkt, ständig brauchte er Aufmerksamkeit und war geltungssüchtig ohne Ende.

Und dass er nicht normal ist, zeigt sich auch Jahre nach der Trennung, er macht mir nämlich seitdem das Leben schwer, wo er nur kann.

Ich würde es bei so jemandem nicht (mehr)lange aushalten. Hab selbst 4 Jahre mit so einem Mann verbracht und das war eigentlich immer der Horror, ich wollte es nur nicht wahr haben.

Mach dir klar, dass es auch nette Männer gibt, die nicht so sind. Und dies hier hat nichts mehr damit zu tun, dass man, wenn man jemanden liebt, über kleine Fehler und Charakterschwächen hinwegsehen kann.

Ich denke nicht, dass das burn out ist, was deinMann hat, sondern eine andere psychische Störung.

Lg





Beitrag von wid 03.04.10 - 18:42 Uhr

Danke, genau solche Antworten habe ich erwartet / befüchtet.

Das Schlimme ist, er erzählt Sachen, die ich nicht nachvollziehen kann. Neulich hat er behauptet, die Nachbarn hätten ihm erzählt, dass sie ausziehen und schon einen Nachmieter haben. Als ich sie gefragt habe, haben die gesagt, nee, sie haben mal überlegt zu den Schwiegereltern zu ziehen, aber das war nur ne Überlegung.......

Und jetzt ist er auch noch von den Krippenerzieherinnen unseres Sohnes angepisst, weil sie ihm gesagt haben, als er unseren Sohn abholen wollte und er gemerkt hatte, dass er einen Stinker in der Hose hatte, "viel Spaß" und zur Wickelkommode hingedeutet hatten. Ich meine, wenn ich bei meinem Sohn bin, egal WO, dann wickel ICH ihn und nicht Fremde. Egal, ob die Krippe fast 500 Euro kostet oder nicht.
ER war total sauer.

Ihn kann keiner mehr leiden.
Das Schlimme ist, er tut meist einigermaßen "normal" bei der Nachbarschaft und kehrt auch den älteren Leuten den Schnee weg usw., da ist er super beliebt. Die würden wahrscheinlich die Welt nicht mehr verstehen, wenn er wieder weg wäre und ich hätte wieder meinen Ruf weg...

Es ist nicht so einfach, ihn vor die Tür zu setzen. Wir wohnen in ein Reihenhaus zur Miete, also ich wohnte da schon vor ihm und wir haben es erst in der Schwangerschaft renoviert und die Hälfte davon ist aus verschiedenen Töpfen finanziert worden.
Ich kann weder Krippe, noch Miete, noch Sonstiges und Schulden alleine abbezahlen. Der Unterhalt, den er zahlen müsste, ist lachhaft bei seinem Gehalt, das netto fast nur aus Spesen besteht.
Der Großteil der Schulden läuft auf meinen Namen, da ist es bei einer Scheidung egal, es ist dann mein eigener Kram. War da ja schon mal beim Anwalt.
Und ich kann nicht zum Amt gehen, dafür verdiene ich viel zu viel, die zeigen mir höchstens den Finger und meinen "selbst Schuld!"

Hätte ich nicht diesen Geldbatzen im Buckel, er frühestens in 2 Jahren weg ist, hätte ich ihm schon längst seinen Koffer gepackt.

Und meine Verwandtschaft ist leider auch nicht betucht. Von daher scheiden die auch aus.

LG
Wid

Beitrag von widowwadman 03.04.10 - 19:06 Uhr

Zu der Wickelsache - in der Krippe wickeln die Betreuerinnen, egal ob ich schon oder noch da bin. Und wennn ich die Kleine mal frueher abhole, dann fragen sie mich auch extra ob sie die Kleine eben noch mal wickeln sollen, was ich auch dankend annehme.

Ich kaem gar nicht auf die Idee in deren Wickelbereich zu gehen.

Beitrag von wid 03.04.10 - 19:19 Uhr

nun der Bereich ist nicht getrennt, sondern eine Seite vom großen Spielzimmer, wo alle Eltern Zutritt haben.
Ich finde es nur überzogen. Wie er reagiert. Es ist nicht das Einzige, was ihn daran stört, grob gesagt nervt es ihn, dass sie ihn ganz salopp behandeln (wir duzen uns da alle) und nicht wie einen Großwesir....

Beitrag von janamausi 03.04.10 - 22:59 Uhr

Wenn er doch so wenig verdienst, bist Du doch auch jetzt diejenige die das meiste bezahlt. Was ändert sich denn bei einer Trennung?

Ich finde es ganz schlimm, dass man sein Leben und vor allem das Leben des Kindes so "vermiest" wegen Geld. Es gibt doch immer eine Möglichkeit...lieber wenig Geld, in einer kleinen Wohnung wohnen etc. und glücklich sein als in einem großen Reihenhaus, den Schein nach außen wahren und unglücklich sein...

Beitrag von wid 03.04.10 - 18:50 Uhr

ach ja, vergessen:

er erwähnt oft, wie hart er es in der Kindheit hatte: er musste nach der Schule erst immer ranklotzen und die Schweine ausmisten und füttern...etc.....und vergleicht das mit meiner Tochter, die, pubertierend eben, sich gerne mal drückt vor alltäglichen Aufgaben.

Seine Mutter (ich kann sie nicht leiden), lebt im Osten und ist ein kalter Mensch. Weihnachten gab es nie ein Essen von ihr, wenn wir da waren, sie wurde von uns ausgeführt. Zum Kaffee gab es einen abgepackten Kuchen und fertigen Stollen.
Geschenke waren so lieblos, dass ich mir eines Tages mal einen selbst gebackenen Kuchen gewünscht hatte, mehr nicht.
Naja, die Mutter hat 3 Kinder, der älteste Sohn lebte bei seiner Oma, der ist als einziger normal. Mein Mann, wisst ihr ja und seine Schwester erfindet ständig Märchen, um im Mittelpunkt zu stehen. Und hat auch schon mal den einen oder anderen fiesen Brief / eMail an uns geschrieben. Wenn man sie darauf anspricht: war ja nicht so gemeint, wie es klingt..#schock

Jedenfalls denke ich, weil die Mutter (Vater ist schon lange tot, ist auch nur der Stiefvater gewesen) so hart war zu ihren Kindern, haben die beiden, die bei ihr aufgewachsen sind, nen Hau. Mein Mann fühlt sich unentbehrlich und muss ständig arbeiten, um Anerkennung zu erlangen und seine Schwester ist die Märchentante.......#heul

Als ich früher noch mitgefahren bin zu seiner Mutter, hat er immer die ganze ZEit mit mir gestritten im Auto und zack, 5 Minuten, ehe wir angekommen waren, davor, besserte sich seine Miene und er war der liebste Kerl der WElt und super lieb zu seiner Mutter und überhaupt....
einmal hab ich seiner Mutter von dem Theater daheim erzählt, meine Güte, Ihr hättet meinen Mann erleben sollen, hat mich als Ar.... und so weiter betitelt, vor seiner eigenen Mutter. Nur weil ich die heile Welt, also das Getue, nicht mehr ertragen konnte!!!!!!!!!:-[

Beitrag von jeannylie 03.04.10 - 21:44 Uhr

Hi,
eigentlich klingst Du so, als hättest Du Dich innerlich schon längst entschieden, aber trennst Dich nur nicht wegen des Geldes.
Ich kann das auch nachvollziehen, jedoch mußt Du Dich fragen, hälst Du es echt noch zwei Jahre aus mit ihm???
Wenn ihr nebeneinander her leben würdet, dann wäre das ja noch so dass man denken könnte, ok - kann ich ertragen. Aber er regt Dich ja auf und bringt akut UNfrieden, auch in Bezug auf Deine Tochter.
Ich glaube nicht dass Du das schaffst.
Du wirst keine Wahl haben als Dir eine Alternative im Vorfeld zu schaffen. Wohnung suchen, mit den Schuldnern reden. Event. eine Schuldenberatung aufsuchen, ich weiß aus dem Familienkreis dass die oft gute Tipps und Ideen haben.
Zumindest hast Du dann Deinen Frieden in dem stressigen Alltag, den Du eh hast... das sollte es Dir wert sein.
Alles Gute

Jeannylie

Beitrag von ------- 03.04.10 - 21:58 Uhr

Tritt deinem Mann in den Hintern und geh mit ihm zum Arzt,dort soll er sich eine Überweisung für die Psychosomatische geben lassen.
Ich weiss wovon ich rede und ich kann dich verstehen.
Mit meinem Mann war es genau dassebe,schlecht gelauntJähzornig,brüllt wegen jeder kleinigkeit rum,hat zu nichts mehr lust,die gute Laune wurd immer weniger,nach aussen hin miemt er den tollen super vater,zuhause dann aber nur Theater.Und Phantomschmerzen hatte er ebenfalls.
Hab das ein jahr mit gemacht und in der zeit viel geheult.Bis ich echt leid war und meinen "inneren"schweinehund überwund und bereit war ihm zur seite zu stehen und gemeinsam das ganze mit ihm durchzustehen.
Es kann Burnout sein muss aber nicht.
Als ich meinen Mann endlich soweit hatte sich ärtzliche Hilfe zu holen war es allerdings ein langer weg.Er hatte Burn out.Er hat den weg aber gemacht und 8 wochen stationäre therapie gemacht und macht jetzt einmal die woche einzelgespräch.Nächstes Jahr fährt er 3 wochen zur Kur.Er ist wie ausgewechselt.Klar ab und zu gibts mal noch stress oder er ist erschöpft von arbeiten aber das ist normal und sollte jeder sich auch mal erlauben.
Ich weiss mitlerweile wie ihn zu nehmen hab und er weiss damit umzugehen.Mit Stresssituationen.

Alleine wird dein Mann es nicht schaffen.Und du kannst ihm nicht noch mehr helfen als das was du schon getan hast.
Setz dich mit ihm zusammen und erzähl ihm was du für eine vermutung hast.zeig ihm das du bereit bist ihn zu unterstützen (sofern du das willst,es ist nicht einfach)Googlen bringt dir vielleicht auch noch mehr klarheit.Burn out ist sehr umfassend und man muss sich damit beschäftigen um es zu verstehen.
Die Burn out Patienten verstehen sich selbst nicht mehr.Mein Mann sagte auch immer er weiss nicht wieso er so ist er kann nichts dafür.Er will so nicht sein.

Also mein rat wenn du deine Ehe retten willst und er auch dann helf ihm dabei er braucht bei einer Therapie eine gute Stütze auf die er sich verlassen kann.So schwer das für dich dann auch sein mag,es wird aber besser werden.#liebdrueck
Sorry bisl lang die antwort #hicks

Beitrag von wid 03.04.10 - 22:32 Uhr

Jetzt gerade kam der Oberknaller:

Gestern fuhr er, ohne mit mir darüber zu reden, nur einen Tag vorher angekündigt mit "ich habe vor, an Karfreitag zu meiner Mutter zu fahren" zu seiner Mutter und kam um 21 Uhr wieder nach Hause. Also er war 12 Stunden weg und hat den Kleinen so gut wie nicht gesehen.
Heute morgen hat er mir verschwiegen, dass er heute mal den ganzen Tag, sprich bis 20.30 Uhr, arbeitet. Er kam heim und motzte, weil ich kein Bier besorgt habe. Schließlich sind jetzt Feiertage und er kann keins besorgen.
Ich habe absichtlich keins besorgt und gekocht hatte ich auch nix, wir haben (als er noch "arbeiten" war) Brot gegessen und er kam heim und war halt nix gemacht. Woher wusste ich, wann er kommt? Egal, auf jeden Fall hat er sich dann seine Bockwürste warm gemacht und gegessen. Er war gerade 1,5 Stunden da, als er sich anzog und meinte "hier sind meine Freunde draußen vor der Tür, ich geh mit denen weg!" Ich schaute ungläubig raus und man winkte mir frech zu, es waren Arbeitskollegen und eine Internetbekanntschaft (weiblich), mit denen er sich ab und an trifft.
Hab ich echt nen Anfall bekommen und gesagt, wenn er jetzt geht, braucht er nicht mehr kommen.
Was nimmt er sich raus? Er geht jeden Dienstag weg, ich kann nie weg, weil er nie regelmäßig Feierabend hat.
Und jetzt geht er einfach und fragt nicht, ob es ok für mich wäre, weil ich passe ja automatisch aufs Baby auf.
Mir geht es nicht ums Weggehen, mir geht es eigentlich ums Prinzip.
Auf jeden Fall hat er mich grob angefasst und rumgebrüllt, dass das Kind aufgewacht ist :-[ Dann hat er mich vor seinen Leuten lächerlich gemacht, dass ich die Furie wäre, die ihn nicht weglassen will.

Ich kann nicht mal die Koffer vor die Tür setzen, weil er den Schlüssel für hier hat......

Was mache ich mit ihm???? Er hat mir angedroht, die Tür einzutreten, sollte ich ja auf den Gedanken kommen, das Schloss auszuwechseln.

Ich würde mich am liebsten im Moment erschießen!!!
Das ist so eine Ohnmacht. :-[


Beitrag von ------- 03.04.10 - 22:50 Uhr

Ach je.Beruhig dich denk an dein baby.Es spürt deine unruhe.
Klar ist das nicht die feine englische art.Aber lass ihn jetzt erstmal ziehen.
Für deinem Mann ist das alles selbstverständlich.Du kümmerst dich um kinder und Haushalt und er, der schwer arbeitende Mann darf nicht mal weg.(So denkt er)
Hast du ihm eigentlich mal gesagt wie sehr dich sein verhalten ankotzt?Warum das alles für ihn so selbstverständlich ist?
Ich hab es meinem Mann vor der Therapie nicht gesagt sondern meine Dinge so weiter erledigt wie bisher.Wenn er drei abende hintereinander weg war hab ich nur gesagt ok viel spaß,aber innerlich war ich klar am kochen.
Und was meinst du mit er hat den schlüssel?Hat er dich eingesperrt?
Und wenn er androht die Tür einzutreten,lass ihn erst recht jetzt in ruhe.Je mehr du jetzt stichelst umso wütender wird er nur.Habs selbst erlebt.

Wirklich mein Rat.REDET.Wenn möglich wenn die Kinder nicht da sind,falls es auch mal lauter werden sollte.Stell ihm klar vor die wahl.Du und Kinder dann muss er sich aber ärztliche hilfe holen und du unterstützt ihn soweit es geht.Oder ihr trennt euch denn so ist es nicht mit ihm auszuhalten.Erzähl ihm wie schlecht du dich behandelst fühlst,sag ihm wie er drauf ist (Er merkt es selbst nicht!!)

Mein Mann und ich haben beide jetzt unsere Freiheiten.Wir sprechen alles vorher ab,War vorher auch nicht der fall.Er ging abends weg ich hocke zuhause und passe aufs kind auf.So gehts nicht.
Es ist ein geben und nehmen.Und nicht was dein Mann macht nur "nehmen"Und das muss er begreifen.

Beitrag von wid 03.04.10 - 23:42 Uhr

nun, er hat den Schlüssel und ich kann ihn nicht vor die Tür setzen. Den Schlüssel sollte ich ihm bei Gelegenheit echt mal abnehmen, der hat soooooooooooooo nen riesen Schlüsselbund, da fällt der eine fehlende dann gar nicht auf.

Ich bin immer noch wütend, aber nicht mehr so sehr, bzw. bin ich schon wieder gleichgültiger.

Vielleicht liegts auch am letzten Bier, das ICH mir aufgemacht habe #schein

Ich kann jederzeit meine Freundin hier einquartieren lassen, die zeigt ihm schon, wo der Hammer hängt, denn die hat ihn schon lange gefressen, nur bringt es mir nix. Sein Sohn hängt an ihm und wir haben die Finanzsuppe auszulöffeln.

Kann mir jemand ein Rezept geben, wie ich ihn ignoriere. Seit 2 Kinder im Haus sind, gibt es leider keinen Rückzugsraum.
Von Montag bis Mittwoch ist der Kleine und die Große bei der Oma, weil die Krippe ne Woche zu hat und ich arbeiten muss. Werde auf gar keinen Fall abends zuhause verbringen.

Aber was ist danach? Im Grunde sollte er jeden Abend mit seinen "Freunden" weggehen, nur haben die nicht immer Zeit, dann hätte ich wenigstens kein Geschrei daheim. Aber das ist doch keine Alternative für eine Ehe.

Mit ihm ruhig reden, wie vorgeschlagen wurde, geht nicht. ICH bin der Auslöser für seine Aggressionen. Sagt er.
Er redet es sich jeden Tag ein.

Dabei sag ich manchmal gar nix, sitze am Tisch, wenn wir essen, blase gerade an der heißen Kartoffel, um sie dem Kleinen geben zu können, der schon nörgelt, weil es ihm nicht schnell genug geht, da staucht mich mein Göttergatte schon von der Seite lautstark an, ich soll ihm endlich die Kartoffel geben. So heftig, dass ich heulen musste. Dabei hab ich nicht mal was gesagt!!!!!!! Nur kann ich dem Bub doch die Kartoffel nicht so heiß geben...und dann krieg ich noch den Anschiss, dass ich jetzt aufhören soll, zu funzen..........

Was soll man da noch ruhig reden?

Beitrag von ------- 04.04.10 - 13:35 Uhr

Ich weis es ist schwer.Bei meinem Mann war es genau dasselbe.Egal was ich oder die kleine gemacht mit nichts war er zufrieden und am rumschnauzen.
Selbst wenn ich ihn schief von der seite angeguckt habe bekam ich nen anschiss "was guckst du so doof" !#schock

Wenn dir wirklich was an ihm liegt bleibt dir nichts übrig als sich mit ihm hinzusezten.Du musst ihm deine Ängste,Wut und Trauer schildern.Wie gesagt wenn es wirklich burn out ist und davon geh ich mittlerweile aus versteht er sich selbst nicht.Er lebt in seiner eigenen Welt und merkt nicht wie sehr er seiner Umwelt (Dir und den Kindern) schadet.

Ansonsten solltet ihr vielleicht auf abstand gehen.Zieh du aus mit den Kindern wenn du jemanden hast wo du unterkommen kannst.Das hilft manchmal auch schon.Wenn du weg bist sieht er erstmal was er eigentlich an dir hat.Wenn er sich seine wäsche selbst waschen muss,essen machen,aufräumen, etc.

Es ist schwer ich weis. #liebdrueck

Beitrag von wid 05.04.10 - 17:24 Uhr

Reden bringt nicht viel.

In allem, was ich sage, was mich stört, er behauptet, es ist nur eine Reaktion auf mein Verhalten......

Nein, so komme ich nicht weiter, denn er glaubt, er ist der Unschuldige und ist erst durch mich so geworden..

Dabei war er anfangs ja auch öfters mal so drauf, nur eben nicht ständig und da war seine Ausrede immer, seine Exfreundin hätte ihn so werden lassen....GENAU!

Ich sehe es nur echt nicht ein, dass ich das Haus hier, wo ich seit 15 Jahren wohne und er seit 4, einfach verlasse.

Mir muss was anderes einfallen. Notfalls geht er.

Im Moment liegt er im Bett, weil er ja soooo krank ist. Der Arme. Selbst wenn ich ihn nett frage, ob er nen Tee will, antwortet er mir barsch. Mann mann mann........

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