Streit mit Familie wegen Taufe

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von jordyn 03.04.10 - 16:17 Uhr

Hallo ihr lieben,

wollte nur mal eure Meinung zu unserer Situation hören. Unser Baby ist noch nicht mal auf der Welt (bin 21+3) und schon gibt es Streit mit der Familie wegen der Taufpaten. Ich bin katholisch und mein Mann gehört keiner Religion an. Wir haben uns entschlossen meine beste Freundin als Patentante zu nehmen, und als meine Eltern gestern davon erfuhren waren Sie total entsetzt und wütend dass ich nicht meine Schwester nehme. Ich habe Ihnen erklärt dass mein Mann auch eine Schwester hat und es dann unfähr wäre, also nehmen wir keinen aus der Familie sondern meine beste Freundin die ich schon seit über 20 Jahren kenne.
Daraufhin meinte mein Vater dass es der schlimmste Fehler sein würde den ich in meinem Leben mache und dass ich es bereuen würde, denn die ganze Familie würde sich von mir abwenden. Meine Mutter denkt dass es von meinem Mann ausgeht, dass er meine Schwester nicht will und ich nichts zu sagen hätte usw. Nun reden beide nicht mit mir und die Situation ist total angespannt. War jemand von euch in so einer Situation? Habt ihr euch durchgesetzt?

Beitrag von pingu82 03.04.10 - 16:21 Uhr

also erstmal finde ich die Reaktion echt bedenklich!!! Die Familie dürfte so nicht reagieren!! Wenn Du allerdings Frieden möchtest, nimm doch beide...oder besser gesagt alle 3...man kann so viele Taufpaten nehmen wie man möchte...unser kleiner Wurm hat 3, aber ist somit immer in guten Händen...;-)

Beitrag von katrin.-s 03.04.10 - 16:28 Uhr

Darf man nicht 2 Taufpaten nehmen? Bei uns schon, ich bin evangelisch, bei uns kann man 2 nehmen, wenn man mag. Frag doch im Kirchenbüro nach. Dann nimm doch auch noch Deine Schwester. Welcher Religion gehört, denn Deiner Schwägerein an? Wenn sie auch keiner Religion angehört, könnt Ihr die ja eh nicht nehmen und Ihr habt dann eine Begründung, warum Deine Schwester, aber die Schwägerin nicht. Ich nehme mein Bruder im Übrigen auch nicht, weil ich dem nie mein Kind anvertrauen würde, aber da hat auch Jeder Verständnis für (Wahscheinlich mein Bruder nicht), denn auf den kann man sich einfach nicht verlassen. Meinst Du denn, Du bleibst mit Deiner Freundin immer so eng, dass Du Ihr Dein Kind anvertrauen würdest, falls mal was ist? Ich finde da die Familie schon besser, wenn man da jemand verantwortungesvollen hat...
LG Katrin

Beitrag von nana-k 03.04.10 - 16:33 Uhr

hi,

das tut mir leid für dich!
also, dass sich dann die familie von dir abewenden wird?!?! das ist echt hart, das vom eigenen vater zu hören.
ist doch eure entscheidung wen ihr für euer kind als paten nehmt.

mein freund ist katholisch und ich bin evangelisch.

bei ihm in der familie ist es üblich die eigenen geschwister als paten zu nehmen.
also nimmt er seinen bruder.

bei uns in der familie ist es wild gemischt was paten angeht. cousine,schwester,tante,freundin...!
also habe ich von meiner seite meine cousine und meine beste freundin als paten ausgewählt.

unsre kleine bekommt somit 3 paten.
in seiner familie noch nie vorgekommen...aber das ist mir sowas von egal!
es ist deine/eure entscheidung. lass dir von niemandem da rein reden!!!

deine eltern werden sich schon wieder beruhigen.

lieben gruß, Nana

Beitrag von mama-nadja 03.04.10 - 16:34 Uhr

Ich würde ihnen klipp und klar sagen das da alleine Eure sachen ist wer Pate wird!!!!

Wir hatten damals auch solche dumme Gesprächsthemen
da ich auch meine beste Freundin als Patin nehmen wollte. (und auch genommen habe)

Ich habe damals meiner Familie gesagt das in unseren Augen ein Armutszeugnis wäre wegen soetwas das eigene Kind und Enkelkind zu verstoßen!!!!

Nach kurzer zeit kamen sie Reumütig an und haben sich für ihr Bebehmen entschuldigt.

Laßt Euch da nicht rein reden!!!

Es ist alleine Eure sache wir ihr das macht!!!

LG Nadja

hoffe mal das es diesmal nicht wieder zu solchen diskusionen kommt

Beitrag von canadia.und.baby. 03.04.10 - 16:35 Uhr

Dann lasst das doch sein mit dem Getaufe , so braucht keiner beleidigt sein und dein Kind kann später immer noch selbst entscheiden ob es in die Kirche möchte oder nicht!

Beitrag von wolke151181 03.04.10 - 16:36 Uhr

Hallo!

Ich finde es schrecklich von deinen Eltern dich mit Vorwürfen zu bombardieren. Noch dazu, wenn du schwanger bist.
Es ist doch jedem selbst überlassen, wen man als Taufpaten nimmt. Und wenn ihr denkt, deine Freundin ist genau dafür geeignet, dann nehmt sie. Die Patin meiner Tochter ist auch meine beste Freundin, die ich seit der ersten Klasse kenne. Das ist doch auch sowas wie eine Schwester.
Wir haben uns nie rechtfertigen müssen dafür. Falls wir es hätten müssen, dann wär unsere Antwort gewesen: " Die ... ist doch schon die Tante. Das muss reichen. Wir möchten, dass XY auch einen besonderen Platz im Leben von unserer Maus hat."

Versuch nochmal mit ihnen zu reden. Die kriegen sicj schon wieder ein #liebdrueck.

LG Claudia

Beitrag von shy 03.04.10 - 17:03 Uhr

also erstmal ist das mit dem "wenn was passiert bekommt der Taufpate das kind" überholt,in erster linie kommt das kind immer erst in der verwandtschaft unter.

der Taufpate hat die Aufgabe darauf zu achten dass das kind im christlichen sinne erzogen wird.

so und bei mir ist der taufpate auch meine beste freundin,mein bruder ist ja so schon onkel und es kommt so auch niemand anderer in Frage.denjenigen den wir noch gerne gehabt hätten können wir nicht nehmen da er auch keiner religion angehört.

also ich finde die reaktion deiner eltern äußerst unangebracht.

immerhin lasst ihr euer kind taufen,das ist doch viel wert,hätte ja auch sein können dass ihr es nicht macht da dein mann auch keiner religion angehört.also von daher ist das deinem mann auch wert zu schaätzen dass er da mitmacht.

von daher sollten sich über sowas wie taufpaten keine gedanken machen.

deine freundin ist seit 20 jahren ein teil deines lebensweges und hat es durchaus verdient patentante zu werden.

eure schwestern sind doch eh "tanten",sie sind doch von nichts ausgeschlossen.

ihr habt natürlich die möglichkeit mehrere taufpaten zu nehmen,das die schwester von deinem mann dann nicht kann wenn sie auch keiner religion angehört ist natürlich schade,aber ich denke nicht dass sie dir übel nehmen wird wenn du deine schwester doch noch mit als patentante nimmst.

lg melli

Beitrag von betzedeiwelche 03.04.10 - 17:29 Uhr

Hi, also ich glaube ja das das keine ernste Drohung ist wenn doch, sorry dann ist es vielleicht besser so. Das klingt hart aber ich würde mir in solchen Dingen nie reinreden lassen und erpressen schon gar nicht.
Ich persönlich werde dieses Problem auch haben gut mit meiner Schwester hab ich keinen Kontakt aber mit der Schwägerin. Bei meinem Junggesellenabschied gab es schon Arger da ich sie nicht gefragt habe ob sie mit will. Hallo, wir haben so keinen Kontakt und waren noch nie zusammen weg, hab Ihn also mit meinen Freundinen gefeiert. Jetzt bin ich mal gespannt, mein Mann hat schon gesagt ob wir uns das noch mal überlegen sollten aber unsere 3 Paten stehen fest und wissen das auch schon und Paten, so finde ich, müssen nicht aus der Familie kommen ganz im Gegenteil. Es ist doch für das Kind auch schön Bezugpersonen außerhalb der Familie zu haben die auch im Notfall für es da sind. Die Familie sollte ja auch so für einem da sein oder auch wenn es keine Paten sind. Meine Paten waren auch Freunde meiner Eltern und das fand ich immer gut so. Entscheidet Ihr und lasst Euch auf keinen Fall erpressen wenn Ihr Ihnen wichtig seit werden sie sich auch nicht abwenden. Wenn sie jetzt schon so nen Einfluss auf das Baby und Euch haben entscheiden sie dann auch was es anzieht in welche Schule es geht? Das sind Entscheidungen die gehen nur die Eltern was an, andere haben nur mit zureden wenn sie gefragt sind. Das ich meine Meinung. Alles Gute Euch. LG Betzy

Beitrag von klaerchen 03.04.10 - 17:47 Uhr

Es ist sehr traurig, dass sich deine Familie wegen des Patenamts so gegen euch stellt!

Prinzipiell ist es eure Entscheidung, welchen Paten ihr euch für euer Kind wünscht.
Und ihr bestimmt auch, wie ihr dieses Amt definiert!
Selbstverständlich hat die katholische Kirche ihr eigene Vorstellung, aber es ist trotzdem möglich, das Patenamt neben den Aufgaben der kath. Kirche mit eigenen Werten zu prägen.

Ich wünsche mir für mein Kind einen Paten, der ihm neben der Familie immer einen Anlaufpunkt bietet, um persönliche Probleme, Gedanken und Entscheidungen zu diskutieren und Hilfestellungen und Rat zu erhalten. Wenn ihr für euch entschieden habt, was ihr von einem Paten erwartet und wenn ihr eine Person gefunden habt, die diese Erwartungen (auf den ersten Blick) erfüllt, dann würde ich mir von keinem was vorwerfen lassen!

Bleibt natürlich, dass die Familie ziemlich überreagiert. Sicherlich haben sie ihre Gründe. Trotzdem ist es schade, wegen so etwas Mauern zwischen sich zu errichten. Sprecht doch einfach mal mit deiner Schwester, wie sie dazu steht. Vllt. hat sich sich sehr gewünscht Patentante zu werden und deine Eltern sind ihrerseits nun stellvertretend für deine Schwester enttäuscht. Erklärt deiner Schwester doch eure Gründe und eure Erwartungen.
Wenn ihr euch ausgesprochen habt, könnt ihr gemeinsam das Gespräch mit euren Eltern suchen!

Beitrag von jordyn 03.04.10 - 18:03 Uhr

Ich danke euch für die vielen Antworten und Meinungen.
Mein Mann möchte auf keinen Fall nachgeben und uns da reinreden lassen, ich aber sitze zwischen 2 Stühlen, muss aber sagen dass ich sehr enttäuscht bin von meinen Eltern. Um einfach Ruhe zu haben würde ich meine Schwester nehmen, mein Mann sagt aber dass es nicht vom Herzen kommt, da ich mich nicht so gut mit meiner Schwester verstehe, womit er auch Recht hat.
Mir war klar, dass Sie enttäuscht sein werden, aber dass Sie mir solche Vorwürfe machen, hätte ich nicht gedacht. Ich werde mich da jetzt nicht mehr aufregen und mir erstmal keinen Stress machen.

Beitrag von lilly7686 03.04.10 - 18:27 Uhr

Hallo!

Es ist euer Baby und ihr nehmt als Taufpaten denjenigen, der euch zusagt und dem ihr vertraut. Und eure Eltern haben da gar nix mit zu reden.

Weißt du, bei uns ist die Situation die: ich bin katholisch, mein LG ist evangelisch. Bei meiner Großen (nicht sein leibliches Kind) ist meine Schwester Taufpatin. Beide sind wie ich katholisch.
Unser gemeinsames Baby soll die Schwester meines LG zur Taufpatin bekommen, die auch evangelisch ist. Also wird unser Baby evangelisch getauft.
Du glaubst gar nicht, wie entsetzt meine Familie ist. Nicht nur, dass bei uns ALLE katholisch sind. Nein, außerdem wär es ja unverantwortlich zwei Kinder mit unterschiedlichen Konfessionen zu haben. Zugegeben, das wird nicht einfach sein. Aber es ist immerhin unsere Entscheidung. Und wir haben uns entschieden.

Also nehmt, wem ihr vertraut und wen ihr haben wollt.
Früher wars ja so (weiß nicht ob das heute noch so ist), dass das Kind im Falle, dass die Eltern sterben, vom Taufpaten aufgenommen werden soll. Wie gesagt, keine Ahnung ob das noch so gehandhabt wird. Und der Taufpate hat die Aufgabe, die religiöse Erziehung des Kindes zu übernehmen.

Wenn ihr alles so abgewogen habt, und auch deine Freundin dem zustimmt, warum nicht? Du solltest nur deinem Herzen folgen, und nicht irgendwas machen, nur weil deine Eltern das sagen. Du bist erwachsen und es ist dein Kind. Lass dich da nicht fertig machen!

Alles Liebe!

Beitrag von ml79 03.04.10 - 18:41 Uhr

Hi!

...macht das, was Ihr für richtig haltet !

Das selbe Trama hatten wir mit unserer Hochzeit !

Es ist ganz und gar Eure Sache, was Ihr macht !!!

LG
ML79 24. SSW

Beitrag von santaclause 03.04.10 - 18:55 Uhr

die reaktion deiner familie ist übertrieben.
allerdings finde ich es auch richtig die schwester zu nehmen.
wenn du mal ein 2. kind bekommst, willst du dann auch wieder eine freundin nehmen weil es sonst streit geben könnte welche schwester ihr nehmen wollt?
also wir machen es so. wir nehmen jetzt meinen bruder und meine freundin. wenn dann das 2. kind kommt nehmen wir von meinem mann die schwester und seinen freund.
bei uns ist es schon immer so gewesen das einer aus der familie oder verwandtschaft genommen wird. eine freundschaft zerbricht oft leichter als die eigene verwandtschaft. und so hat es 2, sollte sich einer der paten mal abwenden aus irgendeinem grund. man weiß ja nie was in den nächsten 15 jahren passiert oder wie sich der mensch verändert. streit kommt eben oft vor.

Beitrag von anika.kruemel 03.04.10 - 20:12 Uhr

Hallo Jordyn,

also deine Schwester wird IMMER die Tante eures Kindes sein, die richtige, echte, blutsverwandte Tante! Was will sie denn mehr???

Meine beste Freundin ist auch Taufpatin unseres Sohnes (und ich von ihrer Tochter) und das stand schon fest, als wir beide weder mit den Vätern unserer Kinder zusammen waren, noch in sonst einer festen Beziehung lebten. Da hatten die Papas ÜBERHAUPT nix zu kamellen, keinerlei Mitspracherecht!! #rofl

Mein Bruder ist außerdem noch Pate von unserem Sohn geworden. Unser Babylein wird nur eine Patin bekommen, eine sehr gute Freundin von uns. Leider ist meine Schwägerin nicht in der Kirche und auch sonst niemand weiteres aus unserem Freundeskreis....

Ich wünsche euch alles Gute und hoffentlich hält der Familienstreit nicht lange an!!

LG Anika