Stillprobleme bei Frühchens erster Woche daheim

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sigidrifa 03.04.10 - 19:58 Uhr

Mein Sohn ist ein Frühchen. Im Krankenhaus wurde er 5 Wochen ausschließlich per Flasche ernährt. Nun sind wir seit letztem Mittwoch zu Hause und ich versuche ihn ausschließlich zu stillen, immer wenn er Hunger zu haben scheint, lege ich ihn an (er schläft häufig ein, obwohl er meist mindestens 15 Minuten anliegt). Milch sollte ich eigentlich genug haben, wenn ich pumpe habe ich circa 1000 bis 1300 Milliliter. Nun war heute, am Samstag, das erste Mal die Hebi hier....und er hatte fast 80g abgenommen. Ich weiß nun überhaupt nicht weiter und fange wieder an per Flasche zu füttern, da ich nicht möchte, dass er noch weiter abnimmt. Ich weiß mir keinen Rat mehr. Ich würde ja gerne stillen, möchte aber nicht, dass er wieder abnimmt.

Beitrag von yale 03.04.10 - 20:42 Uhr

schwer zu sagen was man machen soll entweder man nimmt es in kauf das er noch etwas abnehmen wird bis er evtl. sich ans Stillen gewöhnt hat oder du pumpst weiter ab und gibst ihm die MuMi per Flasche.

Ich persönlich würde abpumpen und es per Flasche geben,ist twar Umständlich aber wenn es nicht anders geht.

Alles gute weiterhin für euch

Beitrag von nicole7 03.04.10 - 20:44 Uhr

Wie alt ist denn dein kleiner Mann jetzt?
Wann wurde er geboren?

Er hat eben durch die Flasche gelernt, das das trinken einfach ist, an der Brust ist es schon mühsamer. Vielleicht brauchst du einfach noch Geduld?

80 gr abgenommen ist nicht die Welt, vielleicht noch eine Woche testen, und schauen ob er kräftiger an der Brust wird.

Allerdings bezweifle ich, das du über einen Liter Milch abpumpst! Oder meinst du übern Tag?

Denke das dein Kleiner noch zu schwach für die Brust ist, und da er immer nur kurz trinkt, nie an die reichhaltige Milch rankommt.

Was spricht dagegen weiter abzupumpen und ihm diese aus der Flasche zu füttern?

LG
Nicole
Svenja 4 Jahre, 36+4
Ronja 6 Wochen, 37+0

Beitrag von mama78 03.04.10 - 20:47 Uhr

Hallo,

kenn mich mit Frühchen überhaupt nicht aus. Aber mein erster Gedanke war folgender: wenn die Hebamme heute das erste Mal da war, wurde der Kleine ja bisher bestimmt mit einer anderen Waage gewogen (im KH vermute ich) Von daher ist das Ergebnis von heute ja nicht wirklich aussagekräftig oder? Jeder Waage spuckt ja andere Ergebnisse aus, die sind ja nicht geeicht. Ich würde warten, was für ein Ergebnis kommt, wenn er nochmal mit der Waage von heute gewogen wird.

Liebe Grüße

Beitrag von melli-4 03.04.10 - 22:04 Uhr

Hallo,
trotz einer guten Hebamme kann ich Dir nur den folgenden Rat geben, suche Dir so schnell wie möglich eine Stillberaterin (z.B. über die Lalechliga/Internet) es gibt dort welche die sich speziell mit Frühchen stillen etc gut auskennen.

Ansonsten probiere Dich nicht wegen angeblichen 80g verrückt zu machen. Das viele wiegen macht einen nur Verrückt und verunsichert nur!

Ich weiß leider wovon ich rede...

LG Melli

Beitrag von jackmaus 03.04.10 - 22:09 Uhr

Hallo,

deine Maus hat noch nicht die Kraft, aus der Brust zu trinken. Wenn Du weiter stillen möchtest, pumpe die Milch ab und gebe sie ihm durch die Flasche.

Sobald du merkst, er hat etwas mehr Kraft, lege ihn erst an die Brust an und danach gibst du ihm die Pulli. Nach und nach gibst du ihm immer mehr die Brust, bis er schließlich voll an deiner Brust trinkt. Vielleicht hilft dir auch ein Stillhütchen, ist nicht ganz so anstrengend.

Wichtig ist, das er zunimmt. In ein paar Wochen, schreibst Du bestimmt: juchuu, er trinkt nur noch aus der Brust !!!

Ich weiß wovon ich rede. Mein Sohn kam in der 33 SSW zur Welt und das gleiche Problem hatten wir auch, nachdem ich ihn nach Hause holen durfte.

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich.

Lg Carola

Beitrag von darkangel1986 04.04.10 - 12:03 Uhr

Das Problem hatte ich auch. Mein Kleiner war einfach zu schwach um an der Brust zu trinken. Und auch später schaffte er es nicht, weil es aus der Flasche ja viel einfacher geht. Naja haben es dann so beibehalten und mit Flasche gefüttert. Und er hat ganz schnell ganz viel zugenommen. Und das mit dem Abpumpen klappt so wunderbar. Und so kann auch der Papi immer mal füttern. Und man hat trotzdem ein inniges Verhältnis zu seinem Kind aufbauen.

Also mach Dir keine Sorgen falls es nicht klappt. Die Gesundheit Deines Kindes geht eben einfach vor!!!!

Beitrag von belala 04.04.10 - 13:24 Uhr

Hallo,

hast du dich verschrieben?
Du pumpst über einen Liter Milch?
Ein paar mehr Angaben sind auch immer gut.

Mir wurde damals von meiner Hebamme folgender Vorschlag gemacht:
Ich legte mich mit meinem Kind mehrere Tage ins Bett und stillte rund um die Uhr.
Anfänglich war das alle 20min. und die Abstände wurden größer.
An Tag drei waren wir soweit, dass Vollstillen klappte problemlos.

Mein Kind wurde 24+3 SSw geboren und 4 Monate über Sonde ernährt.

Versteif dich bloß nicht aufs Gewicht!
Diese ewige Wiegerei, manchmal sogar täglich, nimmt den Kindern die Chance einen eigenen Rhythmus zu finden und nimmt den Müttern die gute Beobachtung.
Sofern dein Kind regelmäßig trinkt, wird es nicht verhungern.
Wenn du wirklich vollstillen möchtest, mußt du auch aushalten können, nichts zu kontrollieren, weder Gewicht noch Milchmenge.

Übrigens wurde kürzlich mein 3.Kind mit 4020g geboren und hat erst wieder nach 4 Wochen das Geburtsgewicht erreicht.

LG belala

Beitrag von karamalz 04.04.10 - 20:42 Uhr

Hi,
mein Kleiner (35+1)hatte meine Brustwarzen sehr angebissen (waren richtig blutig), im KH drängte man auf stillen, aber ich konnte auch abpumpen. Das hat meinen BW´s erstmal die Schonung zum Heilen gebracht. Also hab ich abgepumpt und dann die MuMi per Flasche gegeben. Als alles wieder verheilt war, hab ich angelegt und/oder Flasche gegeben. Bis mein Sohn 5kg hatte, habe ich ihn vor den Mahlzeiten gewogen, um zu schauen, wieviel er aus der Brust getrunken hat und um bei Bedarf nachzufüttern. Alles Gute
Ach ja, Probleme zwischen Brust und Flasche hatten wir keine, er hat Beides angenommen!

Beitrag von hej-da 05.04.10 - 13:22 Uhr

Hallo!

Wir waren auch eine Woche auf der Kinderintensiv und dort habe ich nur gepumpt. Zuhause haben wir dann eisern das Stillen trainiert. Da er Probleme hatte, die Brustwarze zu fassen, haben wir uns Stillhütchen besorgt.
Das ging mit etwas Übung. War allerdings auch sehr froh, als es ohne Hütchen ging.
Vielleicht wäre das ja auch was für euch.

Viel Glück und LG

Beitrag von lunita10 08.04.10 - 12:33 Uhr

Hallo,

meine Tochter kam damals bei 32+4 zur Welt und wurde in der Klinik auch fast ausschließlich mit Sonde und dann Flasche ernährt. Als sie nach 5 Wochen nach Hause kam, habe ich es auch mit Stillen versucht. Leider hab ich dann auch noch eine Brustentzündung bekommen.
Ich muss sagen, es war eine wirklich sehr harte Zeit, da die Kleine auch noch zu schwach war zum Trinken und ich daher immer erst eine Weile gestillt habe, dann noch abgepumpte Milch aus der Flasche gefüttert habe und danach noch abpumpen musste. So hat eine Mahlzeit meistens etwa 1,5 Stunden gedauert. Natürlich ist die Kleine dabei immer wieder eingeschlafen.
Anfangs habe ich auch Stillhütchen benutzt, da es mir im Krankenhaus empfohlen wurde, weil die Kleinen meistens noch zu schwach sind, aus der Brust zu trinken. Allerdings habe ich die dann irgendwann nach 2 Monaten oder so weggelassen, und siehe da, es hat viel besser geklappt und ich konnte sie von da an komplett stillen. Daher hat sich dann mein Durchhalten wirklich noch gelohnt. Es war aber auch eine wirklich harte Zeit anfangs ... Dir wünsche ich jedenfalls viel Kraft dabei! Vielleicht klappt es ja schon bald!

Beitrag von sigidrifa 10.04.10 - 16:41 Uhr

Vielen Dank für Eure lieben Antworten.