Hund abgeben- gibt es ein Tiervertrag?

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Beitrag von brinie79 03.04.10 - 22:17 Uhr

ich hatte vor einiger zeit schon geschrieben das ich meinen 7 j alten hund aus private gründen abgeben muss.

nun ist es soweit. ich habe jemanden- ein älteres ehepaar- gefunden(20km entfernt).

gibt es einen tiervertrag den sie unterschreiben müssen wenn ich unseren hund ihnen gebe?

ich möchte gerne einen vertrag aufsetzen das ich ab und zu kontrolle machen kann ob alles ok ist und wenn dem nicht so wäre bsp also hund schlecht gehen würde oder andere trifftige gründe
ihn zurücknehmen könnte.

ich verschenke ihn- nehme also kein geld.
für mich ist nur wichtig -das es ihm gut geht.

kennt jemand so ein vertrag bzw kann mir helfen einen aufzu setzen?

vielen dank im vorraus für antworten
lg brina

Beitrag von susasummer 03.04.10 - 22:31 Uhr

Tierschutzverträge kann man sich im Netz suchen und ausdrucken.So haben wir es gemacht.
lg Julia

Beitrag von sozauberhaft 03.04.10 - 23:47 Uhr

Ohne Geld, würde ich persönlich kein Tier abgeben wollen. So traurig es auch ist, aber was nichts kostet ist auch nichts wert! Ich hatte einen Welpen auf Pflege und es hat sich eine "nette" Person gemeldet, die dem Welpen Familienanschluss geben wollte. Nur durch einen Zufall habe ich mitbekommen, dass diese Person Hunde (egal welches Alter) günstig oder kostenlos ankauft, um die Tiere bis zur Weitervermittlung in einem Keller unterzubringen und sie vorher zu quälen! Da hat ne ganze Familie mitgespielt plus Kinder:-[!!! Gott sei Dank bin ich vorher aufmerksam geworden und konnte ihn bei Bekannten unterbringen! Ein Vertrag ist gut, aber in Wirklichkeit hast du so gut wie keine Rechte zur Kontrolle! Geb ihn besser Leuten die du kennst!

Beitrag von brinie79 04.04.10 - 07:12 Uhr

ich habe mich mich den leuten mehrmals getroffen und sie machen einen guten eindruck.
(meine einzige unsicherheit manko bei den leuten war,das
er darf zwar dort nicht ins bett -wie bei uns -bekommt aber sein kissen decke usw davor.)
er wird es gut haben sie haben ein kleines haus EG spielt sich alles ab,terrasse garten und ein wald gleich in der nähe(odenwald) . sie gehen viel wandern und nehmen ihn überall mit hin er ist bis auf höchstens 1-2h mal alleine also nie länger.
sie haben schon hunde gehabt und erfahrung.
wie gesagt er wird es gut haben, ich habe mir nur gewünscht irgendwie das er es genauso gut hätte wie bei uns thema bettchen schlafen.
aber mir läuft die zeit davon und nach monatelangem suchen sind sie von allen das geeigneteste paar und morgen ist es soweit#zitter der umzug
ich gebe ihn so ungern her aber es geht nicht anders....

ps geld ist mir so unwichtig

er selbst fühlt sich dort so wohl(war zur probe paar h schon ab und zu da) das ist mir das wichtigste

in dem fall auch wenn ich 250 euro nehmen würde was würde es nützen?
sie hätten ihn dann auch genommen - aber ich will nix.
lg brina

Beitrag von petra1982 04.04.10 - 14:09 Uhr

Naja ob sie ihn in ihr bett lassen ist ja keine qäulerei wenn nicht, und ansonsten hört sichs doch gut an. wie oft willst du den kontrolle machen? Ich hätte da keine lust drauf z.b. das du jeden monat 2 mal dastehst.

Beitrag von alpenbaby711 04.04.10 - 14:52 Uhr

Na ja also ins Bett gehört ein Hund ganz sicher nicht, da haben die neuen Besitzer schon recht. Ich hab auch nen Hund und 3 Katzen aber meine geliebten Flohbeutel sind trotzdem die letzten die ins Bett gehören.
Ela

Beitrag von sternenzauber24 04.04.10 - 10:42 Uhr

Hallo, da fällt mir etwas ein. Meine frühere Nachbarin hatte mal ihren Hund vermitteln müßen, und hat ihn auch kostenfrei her gegeben. Die Interessentin war total freundlich ( das ist der Punkt, es handelt sich da wirklich um sehr symphatische Leute), und hat ne Story erzählt etc. Meine Nachbarin war auch den Platz kontrollieren voher, alles schön und mit Garten etc.
Der Hund war sozusagen schon zugesagt, und sollte am nächsten morgen abgeholt werden. Meine Nachbarin hatte den Hund per Inserat Online aufgegeben, und wollte ihre Anzeige am Abend wieder rausnehmen. Da sah sie aus Zufall das ein Hund inseriert war, der ihrem sehr gleich kam. Der war für 120€ drin und ihr Mann rief dann dort als " verdeckter Interessent" an, um mal zu schauhen. Nach ein paar Angaben wurde deutlich, es war eindeutig IHR Hund!!! #schock
Es gab ein riesen Theater und diese Person hatte das NUR so abgezogen. Ist das nicht der Hammer????
Ich habe das damals mitbekommen, weil wir gut befreundet waren und ich war echt fertig...

Bitte nie nie ganz kostenlos hergeben, das ist gefährlich!!!

Beitrag von okraschote 06.04.10 - 16:15 Uhr

Wir haben auch einen Papagei ohne Schutzgebühr übergeben bekommen - glaubst Du wirklich, ich würde diesen Vogel weniger lieben als die drei anderen? Eher mehr, weil ich ihre Historie kenne und sie es einfach verdient hat, in ein gutes Zuhause zu kommen.

Ein Schutzvertrag ohne Schutzgebühr ist übrigens rechtlich gesehen der einzige, der dann auch wirklich durchgesetzt werden kann. Sobald eine Schutzgebühr genommen wird, geht der Gesetzgeber von einem Kaufvertrag aus und die Schutzregelungen sind unwirksam. Ausnahme bilden hier die Schutzverträge, die Tierheime abschließen.

Viele Grüße
Kerstin

Beitrag von sumsum2006 04.04.10 - 00:31 Uhr

Ich würde an deiner Stelle wenigstens eine Schutzgebühr(Ist im Tierheim auch so) von 250 Euro nehmen. Und Sie dann ggf. dem nächst gelegenen Tierheim Spenden. Denn ein Hund Verschenken? Ne,ne ich würde es lieber nicht machen.

Lg

Beitrag von mineos 04.04.10 - 08:44 Uhr

Hallo,

erst mal finde ich auch, dass man ein Tier niemals verschenken sollte. Du sollst ja kein Vermögen nehmen, aber wenigstens 50 EUR würde ich schon nehmen, als Schutzgebühr, wenn du es nicht behalten willst kannst du es ja spenden. Wobei das wahrscheinlich jetzt zzu spät ist, wenn es schon ausgemacht ist.

Einen Vertrag findest du z.B. hier http://www.tiervermittlung.de/tierschutzvertrag.pdf, da stünde z.B. auch drinnen, dass du dir vorbehälst, das Tier und die Zustände kontrollieren zu dürfen.

Wir haben bei unseren Ex-Pflegehund-Besitzern einfach mal geklingelt und sie haben sich total gefreut, dass wir mal nach ihm geschaut haben. Auch ohne so einen Vertrag. Kommt wohl auf die Leute an.

LG

Beitrag von smr 04.04.10 - 10:39 Uhr

Hallo!
Ich kann Deine Sorge schon verstehen, aber auf der anderen Seite möchte ich mal zu bedenken geben, daß es für die neuen Besitzer und den Hund auch sehr stressig sein kann, wenn der alte Besitzer dort ewig aufkreuzt, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist.
Grüße
Sandra

Beitrag von sternenzauber24 04.04.10 - 10:50 Uhr

Hallo, Brina!

Schade, das Ihr ihn hergeben müßt.
Diese Schutzverträge sollen ja laut Anwälte nicht all zu viel bringen, habe ich mir so sagen lassen. Aber trotzdem ist er wichtig.

Zum anderen, bitte verschenke das Tier nicht. Es bringt Dir sehr wohl was wenn du geld nimmst. Die Leute, die auch bereit sind etwas hinzulegen die wollen das Tier unter allen Umständen auch wirklich haben. Leider ist das so, was etwas kostet hat wert! Die können noch SO nett sein, man kann nur vor den Kopf schauhen. Diese Schutzgebühr kannst du ja spenden, oder du überweist sie ihnen ( wenn du absolut kein Geld möchtest) später wieder, hast aber gesehen das sie bereit waren etwas zu zahlen..
Ich hatte mal ne trächtige Katze bekommen, sie war ne BKH und ich wollte auch nichts für die Babys. Zu verschenken meldeten sich die verrücktesten Leute, und ich hab letztlich keine kostenfrei hergegeben. Mit Schutzgebühr hatte ich plötzlich alles Familien und die sich wirklich auch voher gedanken um die Tiere gemacht hatten. Bitte sei da vorsichtig..

LG

Beitrag von kja1985 04.04.10 - 20:29 Uhr

Hallo,

die Verträge nutzen nicht viel, sie haben keinen Wert vor Gericht.

Ich würde einfach darum bitten dass sie sich informieren falls sie ihn doch nicht behalten wollen, damit du ihn zurücknehmen kannst. Wäre ja auch praktisch für die Leute, dann müssen sie niemanden suchen. Und dann würde ich nach zwei Monaten mal nachgucken ob es ihm gut geht und dann vielleicht halbjährlich per Email anfragen ob alles okay ist.

Du gibst ihn weg, damit gehört er jemand anderem und du musst dich darauf verlassen, dass die Leute sich gut kümmern. Das liegt nicht mehr in deiner Hand wenn du ihn hergibst.

Dass du ihn verschenkst finde ich überhaupt nicht schlimm. Ich habe zwei geschenkte Katzen und hätte kein Geld für die Beiden bezahlt, weil die Besitzer sie los werden wollten. Ich bin doch net doof und bezahl dann auch noch Geld. Sie haben es hier trotzdem gut, wohnen schon jahrelang hier, werden dem Tierarzt vorgestellt wenn sie krank sind. Also mach dir mal keine Sorgen, wenn die Leute einen guten Eindruck machen wird hoffentlich alles passen und halte einfach Kontakt, damit sie ihn dir im schlimmsten Fall zurückgeben, wenn sie ihn nicht mehr wollen.

Beitrag von steffi-frank 04.04.10 - 21:37 Uhr

Hallo,

ich denke es ist keine gute Idee den Hund dann gelegentlich zu besuchen, daß würde ihn sehr verwirren. So kann er niemals "Abschied" nehmen. Das kannst Du wirklich nicht machen.

Viele Grüße
Steffi