Spontan nach Sectio bei grossem Kind- Unsicher!!!

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von chokonane 04.04.10 - 10:31 Uhr

Hey!

Mensch, jetzt hab ich noch ca. 3 Wochen bis zum eigentlichen ET, ich möcht eigentlich schon spontan entbinden, die SS ist unglaublich entspannt diesmal.

Erst war unsere Maus eine Querlage, die sich selbst durch
äussere Wendung nicht gedreht hat, ich sollte mich lt. Doc schon mal auf eine prim. Sectio einstellen.
Hab ich dann auch gemacht, Grösse des Kindes lt. Ultraschall völlig normal.
6 Tage später VU und - oh - Sie hat sich doch gedreht! Donnerstag bei der Hebi, Maus liegt optimal tief im Becken und - äääähm - geschätze 8 Pfund hat sie jetzt schon!!!

Oh shit!!! Mein Sohn wog knapp 10 Pfund bei der Entbindung, ich hab jetzt schon Schiss vor dem ganzen Tramtram wenn das Baby so gross ist!

Horror-Bilder von Dammschnitt/Riss, von Zange u. Saugglocke, von anfangen und dann doch Sectio schiessen durch meinen Kopf und ich bin echt unschlüssig, was jetzt werden soll...

Chok

Beitrag von xenotaph 04.04.10 - 15:15 Uhr

2 meiner 3 kinder waren 4kg schwer. ich bin nicht gerissen oder geschnitten worden. (auch bei dem 3,6kg kind nicht)

und es heisst doch, dass bei größeren kindern die geburt leichter wird, da die kinder besser mitarbeiten ?!?

die meisten berichte von saugglocken oder großen rissen/schnitten hab ich HIER bisher von kindern um die 3kg gelesen.

LG und alles gute

Beitrag von 1374 04.04.10 - 15:17 Uhr

Hallo!
Also meine Kinder waren jetzt nicht so riesig schwer (3,9 und 3,6), aber ich kenne ein paar die echt schwere Kinder hatten und dennoch recht gute Geburten.
Riesen risse gab es nicht, nur eine hatte tatsächlich eine glockengeburt.
Aber das hatte noch andere Gründe.
Meine Hebamme meinte ihr schwerstes Kind (und das war eine hausgeburt!!) war 5,2 Kilo und da ging alles gut, sogar nur ein miniminimaler riss.
Würde mich jetzt nicht zu sehr von der grösse schrecken lassen, bekannterweise sind die schätzungen ja auch recht relativ.
Und es ist ja auch das 2. Kind, da ist nochmal alles anders...
Lg,
1374

Beitrag von becca04 04.04.10 - 17:53 Uhr

Hallo,

habe zwei große Kinder (Tochter: 4340g, KU 38 cm; Sohn: 4500g, KU 38 cm) spontan entbunden. Bei meiner Tochter (1. Geburt) hat es länger gedauert und es musste am Ende von der Assistenzärztin im KH "geholfen" werden (Kristellern, Wehentropf, Dammschnitt).

Bei meinem Sohn ging es dafür total schnell (5,5 Stunden insgesamt), total unproblematisch - nach zwei Presswehen war er auf der Welt. Allerdings habe ich erneut einen Dammschnitt bekommen, weil das alte Narbengewebe sich nicht gedehnt hat und ein Klitorisriss drohte.

Die Dammschnitte selbst habe ich beide Male als vollkommen unproblematisch empfunden. Die Heilungsphase fand ich beim ersten Mal schlimmer als beim 2. Mal, was vermutlich daran lag, dass ich im KH über Stunden zum Pressen - ohne selbst Pressdrang zu haben - "angehalten" wurde. So war mein Beckenboden sehr lädiert und das hat die Heilung des Dammschnitts wohl mitbeeinflusst.

Beim 2. Dammschnitt hatte ich wirklich GAR KEINE Probleme - ich hatte ihn nach dem Nähen eigentlich schon vergessen und wurde auch danach nicht mehr durch Schmerzen etc. daran erinnert. Das Narbengewebe selbst habe ich seitdem nicht mehr gespürt.

Für die Geburt von "großen" Kindern ist es nach meiner Erfahrung vor allem wichtig, unter der Geburt aktiv zu sein, um die Schwerkraft ausnutzen zu können. Also: Viel Stehen, Bewegen (Umhergehen, Beckenkreisen etc.), sich unter Anleitung der Hebamme Positionen unter den (Eröffnungs-)Wehen suchen, die das Becken möglichst weit öffnen. Die Geburt selbst sollte NICHT im Liegen stattfinden, da das Becken in dieser Lage geringer geöffnet ist und man als Gebärende gegen die Schwerkraft arbeitet und das Kind quasi nach oben herausdrückt. Bei meiner 2. Geburt fand ich selbst den Gebärhocker toll. Da Deine 1. Geburt ein KS war, giltst Du - glaube ich - als Erstgebärende, da Dein Geburtskanal noch nicht vorgedehnt ist. Du müsstest Dich wahrscheinlich darauf einstellen, dass es dauern wird, bis das Kind tiefer tritt - bei mir hat es in meiner ersten Geburt ca. 4 Stunden vom vollgeöffneten MuMu bis zur Geburt des Kindes gedauert. Lass' Dich da von den Ärzten/Hebammen nicht unter Druck setzen, solange die Herztöne des Kindes gut sind und es Dir auch dabei gut geht (Du also nicht vollkommen erschöpft bist). Der Pressdrang kommt erst, wenn das Köpfchen auf den Beckenboden (Muskeln) auftrifft - bis dahin kann von der vollständigen Eröffnung des Mumus wie gesagt ein bisschen Zeit vergehen. Wenn man zu früh presst - ohne den Drang zu haben - belastet man sehr stark den Beckenboden und es dauert lange, bis sich dieser danach regeneriert hat (meine Erfahrung nach der 1. Geburt zumindest). Außerdem verausgabt man sich dabei total und hat am Ende - wenn es zum "richtigen" Pressen kommt, keine Kraft mehr. Effektiver ist es, aufrecht zu sein, in die Hocke zu gehen und das Kind beim Tiefertreten auf diese Weise zu unterstützen.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen Mut machen - was mir v.a. in der ersten Geburt geholfen hat, war der Gedanke, dass ein KS im Falle des Falles ja immer noch möglich ist!

LG und alles Gute für Dich,
Becca.

Beitrag von chokonane 05.04.10 - 06:49 Uhr

Hey und vielen Dank!

Ja, solche Berichte suche ich!

Das hört sich ja wirklich mutmachend an!

Bei meinem Sohn hatte ich eine Öffnung von 5cm, er lag allerdings vor dem Beckenknochen und "konnte" so gar nicht ins kleine Becken rutschen.

Unsere Maus liegt allerdings schon ganz tief, dürft lt. Hebi sogar nach dem Blasensprung noch rumlaufen.

Der Schwerkraft eine Chance zu geben steht bei mir auch ganz oben, erscheint mir ja auch logisch, gelle?

Noch mal vielen Dank!!!

Chok

Beitrag von nisivogel2604 05.04.10 - 10:27 Uhr

Das Gewicht ist völlig unwichtig. Wichtig ist der Kopfumfang und selbst dann kann dir keiner sagen ob du reisst oder nicht.

Die Hebammen sagen immer: schwere Kinder machen die besten Geburten.

LG

Beitrag von 82hanna 05.04.10 - 14:52 Uhr

Hallo,
mir hat leider keiner gesagt, dass Lena über 4 KG wiegen wird, obwohl die Ärztin es gewusst hat. Ihre begründung war, dass sie mir keine Angst machen wollt. Lena kam per Kaiserschnitt mit einem Geburtsgewicht von 4756 gr. KU war 36 cm. Der Arzt in der Klinik meinte, dass ich sie auf natürlichem Wege (es kam noch der faktor dazu, dass die Nabelschnur nur 24 cm lang war) auf grund des Gewichts nie hätte entbinden können.
Ich würde auf Dein Bauchgefühl hören. War bei mir auch die richtige entscheidung. Man hat mich vor die Wahl gestellt Wehentropf oder Sectio und mein bauchgefühl sagte Sectio.
LG

Beitrag von booo 05.04.10 - 15:23 Uhr

56 cm meinst du....?