Untersuchungen nach FG

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von julie1108 04.04.10 - 11:58 Uhr

Hallo ihr Lieben,

erst einmal wünsche ich euch frohe Ostern.

Da ich gestern eine Ausschabung durchmachen musste, denke ich die ganze Zeit darüber nach, was ich anders machen würde, wenn ich wieder schwanger wäre. Bei mir war es so. War in der sechsten und siebte Woche bei meine Arzt und alles war in Ordnung. Dann drei Wochen später (die mir vorkamen wie eine Ewigkeit), sagt er mir auf einmal, dass er schlechte Nachrichten für mich hat. Ich bin da fast zusammengebrochen, aber ihr wisst wahrscheinlich wie man sich da fühlt, das brauche ich euch nicht zu erzählen. Ich war auch noch ohne meinen Mann da, weil ich dachte, es wäre alles in Ordnung.

Ich glaube, wenn ich nochmal schwanger wäre, hätte ich die ganze Zeit Angst und würde alle 1,5 Wochen zum Arzt gehen. Ich könnte glaube ich nicht wieder drei Wochen diese Ungewissheit ertragen. Habt ihr auch schon einmal darüber nachgedacht? Das müsste doch bestimmt gehen, wenn man es selbst bezahlt oder so. Das war so ein schlimmes Gefühl. Ich vermisse mein Sternchen so:-(

GLG

Julie mit #stern ganz fest im #herzlich

Beitrag von wasislos 04.04.10 - 12:07 Uhr

ich denke es kommt immer auf den frauenarzt an. mein FA zum beispiel hatte mich jetzt dieses SS jede woche rein bestellt zum nachschauen :-( leider wieder eine FG. hatte gestern auch die AS.
und ich hab ehrlich gesagt angst davor nochmal schwanger zu werden. auch wenn ich soo gern ein baby haben würde.
aber denke nach einer FG ist es okay oder zumidenst sollte man dann öfters nachschauen damit so etwas nicht nochmal passiert.

drücke uns die daumen

Beitrag von julie1108 04.04.10 - 12:16 Uhr

Hey,

erstmal #liebdrueck ich dich ganz doll. Das tut mir sehr leid. Aber wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben und versuchen stark zu sein. Ich glaube wir werden auch stärker dadurch, auch wenn es sehr sehr schwer ist.

Wir werden schon unsere Babys irgendwann im Arm halten können. Meine Tante hatte auch zwei FG und dann hat es geklappt. Ich weiß, dass ist kein großer Trost, aber das ist halt so eine blöde Laune der Natur. Ein Baby ist halt ein kleines Wunder. Wir alle werden auch bald Glück haben.

GLG

Julie mit #stern ganz fest im #herzlich

Beitrag von reethi 04.04.10 - 12:17 Uhr

Hallo!

Es tut mir sehr leid für Dich und Deinen Mann!

Ja, ich habe auch darüber nachgedacht was dann wäre.
Ich weiß gar nicht wie ich es gerne hätte.... Denn ein Arztbesuch schützt nicht vor dem was passieren kann-auch nicht wenn man jede Woche gehen würde.
Ich würde schon abgeklärt haben wollen dass alles okay ist was Blut und Urin betrifft. Aber sonst vermittelt ein FA Besuch meiner Meinung nach doch schon ein falsches Gefühl der Sicherheit...

Ich bin da total Zwiegespalten...

Alles Gute für Dich! :-)

Neddie

Beitrag von hannah.25 04.04.10 - 14:29 Uhr

hallo julie,

lass dich mal ganz fest drücken. #liebdrueck

ich versteh deine angst bei einer erneuten ss sehr gut. es würde mir genauso gehen, wenn ich wieder schwanger bin. ich kann dir sagen, die ss mit sarah nach der stillen geburt von niklas war horror, aber auch freude. es mischen sich eben angst und freude immer zusammen.

wenn es dir ein gefühl von sicherheut gibt, wirst du sicher öfters zum arzt gehen können. zumal wenn man es selbst zahlt, dann eh. aber das müsstest du mit deinem fa absprechen. ich weiß nicht, ob da jeder arzt verständnis hat.
ich muss eh alle zwei wochen zur untersuchung, weil ich als risikoschwangere eingestuft werde. ich denke aber, dass es nach einer fg wohl eher noch nicht der fall ist, oder?
aber ich versteh, dass du die sicherheit haben möchtest.

ich wünsch dir jetzt einfach ganz viel kraft, halt und alles gute. es ist doch normal, dass du dein sternchen vermisst. das wirst du immer, kann ich dir versprechen, weil du dann merkst, wie sehr dein sternchen immer bei dir sein wird und du es liebst.
du hast auch alles recht, traurig zu sein. wein ruhig, das befreit.

alles, alles liebe!
hannah mit #stern niklas und #stern sarah im herzen

Beitrag von sumsifast 04.04.10 - 18:32 Uhr

Hallo Julie!

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es ganz normal ist eine zeitlang nach der AS Angst vor einer erneuten ss zu haben. Die Wunden sind noch so frisch und der Körper und die Seele schmerzen um die Wette.
Aber auch aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es ganz normal ist nach einer gewissen Zeit wieder Kampfesmut FÜR eine erneute ss zu gewinnen. Für eine Frau mit Kinderwunsch ist doch kaum etwas schöner als ein positiver Schwangerschaftstest.

Bei meiner ersten FG kam mir gar nicht in den Sinn, das mir so etwas passieren könnte. Bei meiner zweiten ss war ich zweimal pro Woche im Kinderwunschzentrum. Leider war es wieder eine FG aber ich würde bei der nächsten ss wieder auf einen engmaschigen Untersuchungszyklus bestehen.

Für dich ist erstmal wichtig dich zu erholen. Schöpfe neue Kraft und Lebensmut. Bei mir hat es sehr lange gedauert bis ich mich wieder getraut habe.

Ich wünsche dir alles, alles Gute
Sumsi #stern#stern

Beitrag von jezero 05.04.10 - 14:12 Uhr

Liebe Julie,

die Ausschabung ist ja noch so frisch. Da ist es ganz klar, dass du unendliche Angst vor einer erneuten Fehlgeburt fühlst. Ich hatte das am Anfang auch.

Mittlerweile liegt die Ausschabung bei mir gute vier Wochen zurück. Ich habe viel getrauert, viel nachgedacht, vieles gelesen und mit vielen gesprochen.

Ich würde mir bei einer weiteren Schwangerschaft, die ich mir definitiv wünsche, die Schwangerschaft nur noch vom Frauenarzt bestätigen lassen und dann die Vorsorgeuntersuchungen wie bei den beiden Kindern vorher auch von einer Hebamme machen lassen. Den Frauenarzt sehe ich dann nur zum Ultraschall. Ich habe bei dieser dritten Schwangerschaft fast wöchentlich, manchmal sogar zweimal wöchentlich den Arzt gesehen, da ich Blutungen und Komplikationen hatte. Geändert hat dies, so hart es sich anhört, nichts an der Fehlgeburt. Bei einer Hebamme habe ich zwar nicht den Ultraschall, aber dafür eine ganzheitliche Betreuung, die mir wieder hilft, meinen Körper zu spüren.

So hart es sich anhört, ein Arzt kann nur in den seltensten Fällen eine Fehlgeburt verhindern oder aufhalten. Häufige Kontrollen sind keine größere Sicherheit.

Ich wünsche dir viel Kraft und viele Freundinnen als Halt in dieser schweren Zeit.

Alles Liebe,

Petra