mein sohn ist fast 3

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nani86 04.04.10 - 18:36 Uhr

hallo ihr lieben,

möchte euch meine situation schildern. also unser sohn ist sehr lebhaft und braucht viel bewegung, ein richtiger bub halt. seit 12 wochen hat er einen kleinen bruder. die erste zeit war es sehr schwierig für ihn, dass er nicht mehr die erste geige ist, aber dann war er wie ein großer bruder. naja die letzte woche war kein kiga - ferien. er hört kein stück mehr und wenn man ihm was sagt lacht er uns sogar aus.. wir wissen nicht mehr was wir noch tun sollen!?

Beitrag von kleine1102 04.04.10 - 21:01 Uhr

Hallo-

was Ihr tun sollt?! GEDULD haben mit Eurem kleinen "Großen" und Verständnis für ihn aufbringen! Es ist für ihn eine ebenso große Umstellung wie für Euch als Eltern mit neuem Baby.

Klar gibt es Zeiten, in denen das Baby Euch braucht- aber es sollte auch immer Zeit für Euren älteren Sohn geben. Er braucht weiterhin seine Rituale (gerade z.B. vor dem Schlafen gehen) und immer mal "ein Viertelstündchen", das nur ihm gehört. Zum Vorlesen, Kuscheln, eine Kleinigkeit spielen. Oder das Baby in den Kinderwagen und ab auf den Spielplatz. Die Zwerge schlafen unterwegs an der frischen Luft ja meist noch ganz gern, da gibt's dann auch Zeit für den "Großen".

Was auch völlig kontra-produktiv ist: ständig das ältere Kind wegen des Babys ermahnen und zurecht weisen, "Sei still, das Baby schläft!", "Lass' das, sonst tust du dem Baby noch weh!", "Nein, das gehört dem Baby!", "Jetzt nicht, das Baby braucht erst noch... ". Natürlich muss das ältere Kind lernen, Rücksicht zu nehmen- aber in dem Alter kann und sollte man da nicht zuviel verlangen. Geschwisterliebe muss manchmal erst wachsen- man kann sie nicht als selbstverständlich voraus setzen.

Je normaler und verlässlicher der Alltag für Euren ersten Sohn weiter läuft und je besser er sich darauf verlassen kann, zwar nicht mehr ständig die "erste"- jedoch eben auch nicht dauernd "die zweite Geige spielen zu müssen", desto eher wird sich auch sein Verhalten wieder "normalisieren". Ganz wichtig ist auch, dass er immer mal Zeit mit einem von Euch (ideal wäre auch mit Euch beiden) allein hat. Während dessen kann der jeweils Andere z.B. mit dem Baby zu Hause bleiben und der Partner geht mit dem "Großen" nach draußen, mal ins Schwimmbad, Indoor-Spielplatz oder was auch immer. Oder die Großeltern gehen mal ein Stündchen mit dem Baby spazieren- je nachdem, welche Möglichkeiten Ihr habt.

Der Fokus sollte grundsätzlich nicht ständig auf dem unerwünschten Verhalten Eures Sohnes liegen (versucht dieses so oft wie möglich zu ignorieren), sondern vielmehr auf dem erwünschten. Lobt ihn, wenn er etwas gut gemacht hat, aber auch das in Maßen.

Lieben Gruß & noch schöne "Rest"-Ostern #hasi,

Kathrin & zwei Mädels