ist das noch liebe

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ich weiss nicht weiter 05.04.10 - 09:44 Uhr

hallo zusammen

bin jetzt 2jahre mit meinem mann verheiratet.seit ein paar wo läuft alles schief.wenn ich ihn sehe bkeomme ich schlechte laune.,wir haben kein sex mehr und wir haben hier nur stress.
ich habe im mom keien lust mit ihm zu schlafen,warum weiss ich nicht.die lust is einfach nicht da.und das ärgert ihn.aber was soll ich machen.wenn die lust nicht da ist.
er zieht hier nur schlechte laune kann ich auch irgendwie verstehen,aber sex is doch nicht alles und wenn wir nur stress haben kann ich das nicht.
ich muss dazu sagen er war letztes jahr immer auswärts.haben uns nur am we gesehen und ich fand das richtig gut,hab mich auf ihn gefreut.
seit dezember 09 is er jeden abend zu hause.
wir nerven uns gegenseitig.

Beitrag von gh1954 05.04.10 - 09:52 Uhr

War da je Liebe oder nur Verliebtheit, die jetzt abebbt?

Hört sich sehr leer an, was du Ehe nennst.

Beitrag von weiss nicht weiter 05.04.10 - 10:12 Uhr

ja es war mal liebe.sind seit 6jahren zusammen.
haben eine tochter zusammen und wir haben uns geliebt.
es war für mich liebe auf den 2 blick. haben uns immer super verstanden.
streiten meistens wegen der kinder.
wir haben eine tochter zusammen und ich hab ein 7jährigen sohn vom ex.mein sohn braucht im mom viel aufmerksamkeit.
und wenn was mit ihm is bekommen wir immer stress.

Beitrag von rosaundblau 05.04.10 - 10:26 Uhr

Bei Euch liegt offensichtlich mehr im Argen, als nur Deine sexuelle Unlust.

Im Leben gibt es nicht nur Sonnenschein, versucht erstmal auf ein gemeinsames Gesprächslevel zu kommen.

Einfach zu sagen, ich bekomme schlechte Laune sobald ich ihn sehe, allein bringt es nicht.

Beitrag von jurbs 05.04.10 - 10:32 Uhr

LIEBE ist eine nette Zugabe - aber nicht zwingend nötig in einer Partenerschaft - darum finde ich die frage irgendwie falschgestellt ... aber ihr habt andere Probleme als Liebe - Sex ist ein Symptom - versucht wieder Freunde zu werden - vielleicht mit Hilfe eines Therapeuten - dann kommt der rest von allein!

Beitrag von aeternum 05.04.10 - 11:29 Uhr

Aloha,

mal interessiert gefragt.. warum habe ich denn eine Partnerschaft, wenn ich den anderen nicht liebe? Dann kann ich mit ihm auch gut befreundet sein und es gibt keine Probleme..

..und wenn ich mit dem anderen befreundet bin und dazu noch Sex mit ihm habe, muß ich ihn trotzdem nicht heiraten und auch keine Partnerschaft mit ihm haben.

Was ist denn für Dich das trennende Element zwischen Partnerschaft/Ehe und Freundschaft, wenn's nicht die Liebe ist (und damit meine ich logischerweise NICHT die freundschaftliche Liebe)?

Viele Grüße,

Ae

Beitrag von hedda.gabler 05.04.10 - 11:51 Uhr

>>> warum habe ich denn eine Partnerschaft, wenn ich den anderen nicht liebe? <<<

Da Liebe einfach nur Fiktion und Chemie ist (ausgenommen die Liebe, bzw das Gefühl zwischen Eltern und Kindern), muss man sich nach einer gewissen Zeit (wenn die Hormone, die für das "Verliebtsein" zuständig sind und wieder auf den normalen Level zurückgehen) überlegen, ob es nicht noch andere Grundlagen für eine Partnerschaft gibt ... Freundschaft, Respekt, Nähe, Vertrautheit und ein bißchen Leidenschaft sind da nicht das Schlechteste ... landläufig wird das dann auch gerne "Liebe" genannt;-)

Beitrag von aeternum 05.04.10 - 14:50 Uhr

Aloha,

Liebe ist Fiktion? Da sagen mir meine Gefühle aber etwas ganz deutlich anderes ;-)

Ich hab in der letzten - ohje, was war es nun, GEO? Leider weiß ich es nicht mehr - einen interessanten Artikel über die Liebe und ihre Entstehung, Entwicklung, ihren Ausdruck gelesen.

Faktisch hast Du natürlich recht, die Liebe ist Chemie (welcher "lebendige"Ablauf ist schon etwas anderes), genau deswegen eben keine! Fiktion. Sie ist Ausdruck hormonellen Feuers unseres Körpers, sozusagen.. macht den Weg frei für lange Bindungen, weil man sich auf einen anderen Menschen fixiert, bevor man ihn wirklich kennenlernt. Daraus entsteht doch erst der Wunsch nach langer partnerschaftlicher Bindung, eben WEIL man den anderen liebt, sich an ihn binden will, weil man nach seiner Nähe verlangt.

Dann wird das wichtig, was Du sagst, welche Basis gibt es? Man tritt in die zweite Phase nach der Verliebtheit ein, findet Reibungspunkte, lernt an ihnen, ob man zusammenpasst, weil man sich ähnelt oder echte Kompromisse finden kann.

Freundschaften funktionieren anders, da gibt es diesen hormonellen Schub zu Beginn nicht.. man findet zueinander, eben weil man sich gleicht (oder auch nicht, aber weil man etwas im Anderen findet, das man nicht hat.. usw.. und deswegen gut zusammenpasst).

Daher bleibt für mich der Unterschied zwischen Freundschaft und Partnerschaft.. die Liebe (UND die.. körperliche Leidenschaft, natürlich, die kam bei mir hier etwas kurz).

Liebe Grüße,

Ae

Beitrag von hedda.gabler 05.04.10 - 20:34 Uhr

Hallo.

>>> Liebe ist Fiktion? <<<

Ja, plus Chemie.
Die Vorstellung, die wir von der Liebe haben, zog erst mit dem Lesen von Liebesromanen im 18. Jahrhundert in unsere Köpfe ein ... dieses Bild von der allumfassenden Liebe zwischen zwei Menschen und von großen immer währende Liebesgeschichten verselbstständigte sich bis heute und manifestierte sich in unserer Gesellschaft ... noch bis in die 20er, 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es kaum Liebesheiraten ... auch wenn es da immer eine Sehnsucht gab.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Freundschaft und Partnerschaft ... wobei Freundschaft eine ziemlich gute Basis für eine Partnerschaft ist.

Zum Thema übrigens sehr zu empfehlen:
"Liebe - Ein unordentliches Gefühl" von Richard David Precht
http://www.amazon.de/Liebe-unordentliches-Richard-David-Precht/dp/3442155541/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1270492413&sr=8-1

Gruß von der Hedda.

Beitrag von jurbs 05.04.10 - 12:38 Uhr

für mich gibt es einen großen Unterscheid zwischen Partnerschaft und Freundschaft - nämlich das Wissen, dass man gut zusammen passt und der Wunsch das Leben zusammen zu verbringen! Freunde kommen und gehen, sie müssen nicht ALLES wissen, jeder hat sein Leben und eben mehr oder wenige Berühungspunkte miteinander - mit einem Partner teilt man meiner Meinung nach ALLES - der Partner sollte immer der beste Freund sein und es gibt keinerlei Geheimnisse oder gar Lügen!

Liebe ist eine Folge verschiedener Hormonausschüttungen und einer psychologischen Effektes aus dem Urinspinkt heraus nicht allein sein zu wollen (allein ist man verletztbarer!) ... es ist schön, wenn man sich in den Partner verliebt und ich denke die meisten tun das auch - aber Beziehungen, die ausschließlich aus Liebe, also aus völliger Verblödung mit rosaroter Brille, heraus entseehen sind zum Scheitern verurteilt - erst wenn mann eine gemeinsame Basis hat und eine Partnerschaft ohne wenn und aber hat man Chancen auf eine lebenslange Bindung - und dann kommt die Liebe von ganz allein!

Beitrag von aeternum 05.04.10 - 15:02 Uhr

Aloha,

ich darf Dir schon im ersten Punkt widersprechen:

Ich weiß nicht, ob ich mit meinem Partner für immer zusammenpasse (auch wenn ich es mir wünsche und das Gefühl habe, es wird so sein), aber, das ich mit meinen besten Freundinnen zusammenpasse (und meinen Cousinen.. usw), und das ich mit ihnen mein Leben verbringen will. Ich wäre kein ganzer Mensch, würden mir meine Freundschaften, die Menschen, die ich platonisch liebe, fehlen. Ein Leben ohne sie ist unvorstellbar, und ich wüßte nicht, was diese Menschen von mir trennen sollte. Sie wissen alles von mir, ich erzähle keine Halbwahrheiten, umgekehrt ist es ebenso (meines Wissens.. aber ich bin wirklich sehr sicher). Es gibt keine Geheimnisse, es gibt kein Kalkül, es gibt praktisch keine Scham.

Woran liegt das? Natürlich daran, dass ich meine Freundinnen zT seit 26 Jahren kenne (ich bin 29, also seit dem Kindergarten).

Die Liebe als einen Beginn aus völliger Verblödung zu anzusehen scheint mir auch nicht ganz realistisch eingeschätzt, die Evolution hat sich bei der Entstehung bzw Beibehaltung dieses Zustandes durchaus etwas gedacht, sie führt Menschen zusammen und lässt sie (zumindest teilweise) beieinander bleiben. Du spürst ja bereits im Zuge des sich-Verliebens, ob man irgendeine gemeinsame Basis hat, und verlieben sich beide, ist diese ja schon gegeben: Anziehungskraft. Und tritt man in die nächste Phase der Beziehung ein zeigt sich, ob man gemeinsam mit Konflikten umgehen kann oder sich eben wieder trennt.

Von daher ist es für mich wie schon gesagt ein großer Unterschied, ob ich mit jemandem befreundet bin, oder ob ich jemanden liebe und mit ihm zusammen bin. (Mal abgesehen davon, dass ich mit Freundinnen und Freunden keinen Sex haben möchte.. also da auch der leidenschaftliche körperliche Aspekt völlig fehlt.)

Liebe Grüße,

Ae


Beitrag von jurbs 05.04.10 - 15:31 Uhr

da ist aber der große Unterschied der Einstellung zwischen uns - ich würde mich niemals verlieben (oder habe mich früher nie verliebt) ohne vorher zu wissen ob die Basis klappt - mein Mann und ich haben 7 Tage nur gepuzzelt - abgeklärt ob die uns wichtigen Dingen passen - von Lebensplanung über Geschmack bis hin zu wirklich ganz banalen Dingen wie Markenaversionen - und DANN haben wir uns verliebt!

Sex ist etwas was wir im Leben haben wollen und weil wir keine Krankheiten haben wollen und es uns weh tun würde, wenn der andere es mit nem andern tun würde, haben wir Sex nur miteinander - dass ich mit einem sehr guten Freund vor Jahren auch mal Sex hatte finde ich nicht ungewöhnlich und wir unser Gefühl füreinander oder unser Verhalten hat sich darum nicht geändert. Ich hätte auch heute kein "Problem" Sex mit ihm oder einem anderen Freund oder Freundin zu haben - Sex ist nichts ausschließliches und hat mit Freundschaft so viel zu tun wie mit jeder anderen Beziehung zu anderen Menschen


Meine Freunde sind Freunde, weil sie es eben sind - von den Eckpunkten her passen sie überhaupt nicht zu mir - ich würde sie mir niemals als Freunde aussuchen wie ich mir meinen Mann ausgesucht hab (wobei ich aber auch keine Freunde aus dem Kindergarten oder Schule hab) ... ich könnte Dir nicht erklären wärum meine Freunde meine Freunde sind - aber kann Dir 1000 Gründen nennen warum mein Mann mein Mann ist!

Beitrag von aeternum 05.04.10 - 21:27 Uhr

Aloha,

ja, wir empfinden da offenbar sehr unterschiedlich ;-)

Auch bzgl des Sex - hab ich eine glückliche Beziehung mit jemandem, interessiert mich Sex mit anderen gar nicht. Egal wie attraktiv ich einen anderen Mann evtl finde, ich hab nicht den Wunsch oder Gedanken, mit ihm zu schlafen o.ä.

Ich hatte auch eine zeitlang eine sexuelle Beziehung mit meinem mittlerweile besten Freund, das hat unsere Freundschaft glücklicherweise absolut nicht angekratzt. Wir waren beide singles, ich hatte nie einen Gedanken an Sex mit ihm "verschwendet", aber eines nachts waren wir zusammen aus, und danach.. #schein

Aber wie gesagt - ich bin glücklich, kann mir nun ergo keine körperliche Nähe mit einem anderen vorstellen.

Wir scheinen aber beide mit unserer Einstellung glücklich zu sein.. erfreulicherweise!

Alles Gute also weiterhin,

Ae

Beitrag von widowwadman 05.04.10 - 11:30 Uhr

Einfach zu sagen "Ich hab keine Lust, damit musst du halt leben" ist nicht fair. Drueber reden, und versuchen vielleicht anders Intimitaet zu schaffe, ohne dass dabei Druck entsteht, waere vielleicht ne Moeglichkeit. Die Beduerfnisse des Partners voellig zu ignorieren wird auf Dauer die Beziehung kaputt machen.

Beitrag von jana4335 05.04.10 - 11:35 Uhr

hi,

ja, du hast schon recht, es ist immer ein geben und nehmen. Grad wenn er dann immer da ist, besteht die große Kunst darin, sich den Alltag schön zu machen. und das ist verdammt schwer.

Ich glaube, das Schlimmste wäre jetzt resignieren, Ärmel hoch krempeln und ran an den Beziehungsspeck, das wird schon, Kopf hoch!!

Ihr schafft das zusammen!!

lg jana