Brauche Hilfe bei Zeugnisformulierung

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von wilderacker 05.04.10 - 10:11 Uhr

Guten Morgen,

ich bin zum 30. April gekündigt worden. Arbeite in einer Anwaltskanzlei.

Bin dort seit dem 01. September 1997, habe also dort meine Ausbildung gemacht und immer nur dort gearbeitet.

Jetzt soll ich mir mein Zeugnis schreiben und meinem Chef vorlegen.

Ich kenne mich leider gar nicht aus.

Habe schon mal im Netz gestöbert aber noch nichts genaues gefunden.

Habe jetzt einen Entwurf gefertigt und hätte gerne dazu Eure Meinung:

Nachdem ich alles aufgezählt habe, was ich alles gemacht habe, soll es so weitergehen:



Frau xx arbeitete sich schnell in die ihr übertragenen Aufgaben ein. Mit dem EDV-System sowie mit dem in unserer Kanzlei vorhandenen Anwaltsprogramm RA-Micro kam Frau Hofacker sehr gut zurecht . Ihre rasche Auffassungsgabe kam ihr dabei zu Gute.

Sie erledigte alle Aufgaben zielstrebig, sachgerecht und am Ergebnis orientiert. Wenn Kolleginnen urlaubsbedingt oder durch Krankheit abwesend waren, war es für sie selbstverständlich, Mehrarbeit zu leisten und deren Arbeiten mit zu erledigen.

Im Umgang mit Vorgesetzten, Kolleginnen/Kollegen und Mandanten zeigte sich Frau xx stets und freundlich und höflich. Ihr Verhalten war zu jeder Zeit einwandfrei.

Frau xx erledigte die ihr übertragenen Aufgaben mit großer Zuverlässigkeit und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit Wir mussten das Arbeitsverhältnis mit Frau xx leider aus betriebsbedingten Gründen zum 30. April 2010 kündigen.

Für den weiteren privaten Lebensweg und künftigen beruflichen Werdegang wünschen wir Frau xy alles Gute.

Ich finde der erste Absatz hört sich seltsam an, weiß aber noch nicht genau, wie ich ihn besser schreiben kann.

Das mit "zu vollsten Zufriedenheit" ist ja auch so ne Sache. Ist das übertrieben? Denn kein Mensch ist doch immer zur vollsten Zufriedenheit. Oder soll ich es einfach schreiben?

Bin für jeden Tip und Verbesserungsvorschlag dankbar.

Gruß

wilderacker

Beitrag von bikinihaserl83 05.04.10 - 10:25 Uhr

guten morgen!

selber ein arbeitszeugnis schreiben, ist ja eine tolle aufgabe...

ich bin selber gelernte RA-fachangestellte und habe in meinem ausbildungszeugnis nachgeschaut. bei mir wurde gar nicht so speziell auf das verwendete anwaltsprogramm eingegangen. bei mir steht nur, dass die vor überwiegende arbeit das übertragen von banddiktaten mittels EDV-programm war und ich meine damaligen azubis an das programm herangeführt habe.

die auffassungsgabe kannst du bestimmt auch andersweitig besser unterkriegen.

wenn du magst, kannst du mich über PN anschreiben, dann kann ich dir ausschnitte von meinem damaligen arbeitszeugnis schicken.

lg
sonja

Beitrag von landmaus 05.04.10 - 10:42 Uhr

Hallo,

was mir vor allen Dingen fehlt, ist das Du selbständig arbeitest. Das ist ja gerade in kleineren Kanzleien immens wichtig und sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall drin stehen.

LG

Beitrag von bruchetta 05.04.10 - 15:05 Uhr

In meinem letzten Zeugnis steht:

Frau xy, geb. am xxx in xxx, war in der Zeit vom xx bis xx in der Reservierungszentrale unserer Generalagentur für Fährverkehre als Bürofachkraft beschäftigt.

Zu ihren Aufgabengebieten gehörten in dieser Abteilung folgende Tätigkeiten für unseren Prinzipalen XXX:

- Aufnahme von Reservierungswünschen und Kundenbetreuung

- Reservierung im Online- Buchungssystem

- Rechnungserstellung und Ticketing

- Abwicklung von Frachtbuchungen

usw. usf.

Frau XXX hat sich aufgrund ihrer guten Auffassungsgabe schnell und gründlich in die vielfältigen Aufgabenbereiche eingearbeitet. Sie verfügt über solide Fachkenntnisse. Frau XXX zeigte Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative. Dem hohen Arbeitsanfall war sie problemlos gewachsen.

Frau XXX überblickte schwierige Zusammenhänge, erkennt das Wesentliche und ist in der Lage, schnelle Lösungen aufzuzeigen. Sie arbeitete stets zuverlässig und gewissenhaft.

Sie hat alle ihre übertragenen Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt.

Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

Frau XXX verläßt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch, wir wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.