Labradorexperten gesucht... Hilfe beim Welpenkauf....

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von kathi1985 05.04.10 - 12:20 Uhr

Hallo, wir sind auf der suche nach einem zweithund und zwar einen labrador rüden.

Heute um 14h schauen wir uns welche an von Bauernhof und zwar einen braunen rüden für ca 400euro.

Auf was muss ich achten???

Habe den Namen der Familie schon gegoogelt und nix gefunden, ist auch soweit ich weiss nur ein zufälliger wurf gewesen, also keine Züchter oder ähnliches....

Wie kann ich erkennen ob da alles mit rechten dingen zugeht und ob die kleinen gesund sind?

Kann ich die Halter nicht auch fragen ob Sie ein Gesundheitszeugnis der eltern haben sprich hd und ed untersucht?

Würde mich über eine Antowrt sehr freuen.....

ps. die kleinen sind eh erst ab mai abzugeben....


lg kathi

Beitrag von aussiegirl600 05.04.10 - 12:36 Uhr

Ich würde an deiner Stelle dort keinen Welpen kaufen. In den seltensten Fällen sind Eltern von solchen Ups-Würfen auf relevante Krankheiten (und HD, ED sind nicht die einzigen) getestet. Oft heißt es "Der Hund ist gesund" weil eben bisher keine Beschwerden aufgetreten sind.
Und selbst WENN völlig sicher ist dass zB der Rüde wirklich der Vater ist und WENN beide Eltern zufällig geröntgt etc sind, dann heißt das noch nicht, dass auch zB deren Eltern gesund waren etc.

Gerade bei einer Rasse wie dem Labrador, der inzwischen gesundheitlich recht belastet ist und mit dem aufgrund seiner Beliebtheit so viel Schindluder getrieben wird, sollte man unbedingt zum einem Züchter gehen, der was von Genetik und Aufzucht versteht, sonst gibt man das Geld, das man bei der Anschaffung spart, schnell beim Tierarzt aus.

Also schaub lieber bei www.drc.de und www.labrador.de nach Züchtern. Da ist wenigstenst durch die Zuchtordnung festgelegt, dass die Tiere auf bestimmte Krankheiten getestet sein müssen und dass mit kranken Tieren nicht gezüchtet wird.

Beitrag von farina76 05.04.10 - 12:38 Uhr

Ich wäre skeptisch. Zufallswurf, ja ja, ich glaube eher dass das Vermehrer sind. Frag doch mal wie dieser Zufallswurf zustande kam.

Auf jeden Fall ob die Elterntiere beide HD frei sind und welche Untersuchungen gemacht worden sind. Wenn es aber "Zufall" ist und vielleicht die Elterntiere schon keine Papiere haben werden da wohl keine Untersuchungen gemacht worden sein.

Vergleiche auf jeden Fall mehrere "Züchter", unterhalte dich auch mit Züchtern im VDH. Auch wenn bei Welpen mit Papieren der Preis höher liegt zahlt ihr bei einem kranken Welpen ein zichfaches drauf. Lieber jetzt mal 600 Euro mehr investiert als jahrelange Behandlungen wegen HD oder sonst was.

Beitrag von trollmama 05.04.10 - 14:14 Uhr

Hallo!
Wenn Du Dich dafür entscheidest, einen Kleinen zu nehmen, dann ist Dir hoffentlich bewußt, daß Du Vermehrer unterstützt. Einen Welpen von dort zu kaufen, bedeutet, daß noch mehr Welpen produziert werden, weil es ja so lukrativ ist. Gesundheit (physisch oder psychisch) ist bei der Produktion dabei natürlich nicht wichtig.
Des weiteren kannst Du nicht erwarten, einen vollkommen gesunden und im Kopf klaren Welpen zu bekommen. Das bedeutet, daß Du damit rechnen muß, evtl. hunderte von Euros in den Kleinen zu investieren. Du mußt damit rechnen, daß der Kleinen so gestört ist, daß Du immer Schwierigkeiten mit ihm haben wirst.
Das sollte Dir klar sein und wenn Du von dort einen Welpen nimmst, weil Dir Welpen aus verantwortungsvollen Zuchten zu teuer sind, dann ist es Deine verdammte Pflicht und Schuldigkeit, für ALLE nachfolgenden Konsequenzen geradezustehen. Und zwar für das ganze Hundeleben. Ob es sich dabei um viel Geld und/oder gute Nerven handelt, spielt dann überhaupt keine Rolle.
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von miriamama 05.04.10 - 14:55 Uhr

HI!!!

Auch wenn du hier echt die "beste" Frage reingestellt hast, die du je hättest stellen können, antworte ich aber trotzdem, auch auf die Gefahr erschlagen von Steinen zu werden.

Wir haben uns im Feb einen Neufundländer geholt. Ich würde drauf achten, dass du die Elterntiere sehen kannst, damit du sehen kannst, ob sie gesund sind. Bei der Mutter, kann es sein, dass sie ziemlich dürr ist, durchs säugen.

Frag, ab wann sie die Tiere abgeben. Ich persönlich würde nur welche nehmen, wenn sie erst ab der 10 Woche (frühstens) abgeben werden.

Dann würde ich fragen, ob die Tiere den Alltag kennen, sprich Menschenmengen, Staubsauger, Teller klappern, Kinder und andere Stresssituation usw. Ich würde auch auf min 1 Impfung achten und logischerweiße den Impfausweis.

Ich glaube das wars.

LG! Miriam

Beitrag von booo 05.04.10 - 15:06 Uhr

Das kommt drauf an was dir wichtig ist. Dieses Vermehrerding hast du ja schon gehört.

Ist dir wichtig, dass er geimpft und gechipt und entwurmt ist, dann achte/bestehe darauf. Fragen zwecks HD etc kannst du natürlich.

Frühstes Abgabealter sollten 8 Wochen sein, ansonsten schaue dir an wie aufgeschlossen und freundlich oder evtl skeptisch die Elterntiere sind. Ist die Mutter arg genervt von den Welpen? Riechen die Kleinen nach Urin oder Kot, wie viel durften sie bisher kennenlernen etc etc..


Da die Kleinen ja noch nicht abgabe bereit sind, kannst du ja hier reinschreiben, was bei der besichtigung rauskam und bekommst dann sicher auch noch einiges an feedback dazu.

Beitrag von maddytaddy 05.04.10 - 16:29 Uhr

Hi,

Das hört sich für mich nicht soo sehr nach Unfallwurf an. Wenn die Welpen vllt iwie im Stall ohne Familienanschluss aufgewachsen sind und womöglich auch noch nicht mal entwurmt bzw. geimpft sind würd ich die Finger davon lassen.

Klar gibt es Unfallwürfe, bei denen sich die Besitzer dann echt Mühe geben, aber wie gesagt: sei skeptisch.. Besonders wenn sie dir den Welpen aufschwatzen wollen.

LG

Beitrag von kathi1985 05.04.10 - 18:59 Uhr

ich nochmal, waren jetzt bei der Welpenbesichtigung und wollte euch nur kurz berichten:

Also Hundehalter sehr freundlich, die Hundemama sowie die anderen zwei Hunde die auf dem Hof waren, sind sehr Kinderlieb und überhaupt nicht gestresst!
Hof und Anlage sehr gepflegt!!!
Die Hunde hatten einen Stall mit Wurfkiste, wo auch alles sehr sauber war und es hat auch nicht besonderlich gestunken.

Es war auch kein Zufallswurf sondern ein geplanter.
Der zweite Wurf mit dieser Hündin bzw sein generell zweiter Wurf.

Ja, der einzigste Nachteil ist der , das er auf meine Frage hin ob die Eltertiere HD / ED frei sind hat er geantwortet das die Hunde nix haben und die Hündin ist 7 Jahre alt.
Also nicht geröngt und kein ärztliches gutachten!
Ja und dadurch das die welpen im stall gehalten werden, kennen sie natürlich auch nicht die üblichen haushaltsgeräusche.
Mit Kinder wachsen sie aber auf!

Wir könnten den kleinen anfang Mai abholen, dann sind sie etwas über 8wochen alt.


Lg kathi

Beitrag von miriamama 05.04.10 - 19:49 Uhr

Wie schon geschrieben, ich finde es unseriös die Welpen vor der 10ten Woche abzugeben.Jeder mag da seine eigenen Ansichten haben, aber ich habe lange geschaut und mich informiert und herausgefunden, dass Welpen bis zur 12ten Woche eigentlich bei der Mutter sein sollte, weil die noch so viel lernen. Ausserdem soll es wichtig sein für die Sozialisierung. Lissi war 11 1/2 Wochen als wir sie geholt haben.

LG! Miriam

Beitrag von trollmama 05.04.10 - 23:28 Uhr

>>Wir könnten den kleinen anfang Mai abholen, dann sind sie etwas über 8wochen alt.<<

Darf ich den Satz so deuten, daß Du von dort einen Welpen nimmst?
Na dann: Ein HURRA auf einen billigen Welpen!
Und: Herzlichen Glückwunsch, daß Du Vermehrer unterstützt und dazu beiträgst, das Hundeelend zu vergrößern! Denn wo ein Welpe gekauft wird, rutschen gleich zwei neue nach!
Und daß Dir Hunde vollkommen gleichgültig sind, sieht man nicht nur daran, daß Du einen Vermehrer-Welpen nimmst, sondern auch daran, daß Du überhaupt nichts dabei findest, daß eine 7 Jahre alte Hündin auch noch geplant belegt wurde!
Aber wie heißt es so schön: Geiz frißt Hirn!

Beitrag von kathi1985 06.04.10 - 08:13 Uhr

OHHHH HOOOO, wieder eine Urbiazicke!!!!!!!!

Ich habe nix davon gesagt das wir den Welpen nehmen, ich habe legentlich geschrieben das wir in dann abholen ´´könnten´´!!!!!!

Aber manche haben einfach eine Leseschwäche.....

Nur was oder wer hat bei dir dein Hirn gefressen????


Gannnnzzzz liebe Grüsse

kathi (die sich immer ´´tierisch´´ über solche vorurteilenden Menschen amüsiert!!)

Beitrag von aussiegirl600 06.04.10 - 09:47 Uhr

Aaaalso:

Mich würde die Sache mit den 8 Wochen nicht SO sehr stören wie andere hier - da sind sich Züchter sehr uneinig, manche geben mit 8 Wochen ab, andere erst mit 12. Ab 8 Wochen ist es legal und beide Meinungen haben ihre Vor- und Nachteile.

Was mich stören würde:

1. Stall. Ich bin der Meinung Welpen gehören ins Haus oder in eine Kombination aus Haus und zB Welpenzimmer. Aber ich finde es definitiv wichtig, dass die WElpen ganz nah am Alltag dran sind und das sind sie offensichtlich nicht. Sowas KANN gut gehen - ich hab aber im Bekanntenkreis 2 Gegenbeispiele. Da sind die Hunde zB überdurchschnittlich schreckhaft auf Geräusche.

2. Die Hunde sind "gesund". HD und andere Erbkrankheiten sieht man nicht von außen! Es gibt schon gute Gründe warum richtige Züchter ihre HUnde auf x Krankheiten checken lassen! Ständig wird rumgeheult dass zB Labbis so "überzüchtet" sind und deswegen zB HD haben. Ja glaubst du denn, dass wenn bei den Eltern und deren Vorfahren unbekannt ist ob sie evtl diese Krankheiten haben, die Welpen deswegen gesünder sind als beim Züchter, der extra um Krankheiten auszumerzen nur mit erwiesenermaßen gesunden Hunden züchtet?

3. Unfallwürfe gibt es und wird es immer geben. Das ist nicht gut, aber menschlich. Aber DAS ist offensichtlich ein Vermehrer, der ohne jede Ahnung halt seine Hündin decken lässt. Und NIEMAND kann dir sicher sagen ob es wirklich nur 2 Würfe waren oder vielleicht erheblich mehr. Aber ist klar - für den Besitzer ist das schnell verdientes Geld, Leidtragende sind die Hunde, wenn sie wegen ahnungslosem Vermehren womöglich krank sind.


Mein Fazit: Du möchtest einen Labrador. Okay.

Ich hab die zwei Adressen schon aufgeschrieben wo die Züchter nach einen strengen Zuchtordnung züchten und ihr Bestes tun um gesunde, typvolle und wesensfeste Welpen hervorzubringen, die dann auch noch gut sozialisiert werden. Ja - auch bei VDH-Züchtern gibts schwarze Schafe, aber doch erheblich seltener als anderswo. Und ja - ein Welpe vom VDH kostet Geld, so ca 1000€. Weil Qualität einen Preis hat. Du kaufst ja auch keinen Dacia und erwartest dann, dass das Auto die gleiche Qualität hat wie ein VW.

Wenn dir das zu teuer ist, dann gibts noch zwei weitere Möglichkeiten, mit denen du keine Vermehrer unterstützt, die maßgeblich zum Tierelend in Deutschland beitragen:

1. Tierheim. Labbis gibt es in den Tierheimen wie Sand am Meer. Vielleicht müsst ihr ein bisschen suchen bis ihre einen braunen Rüden findet, der zu euch passt. Vielleicht müsst ihr Abstriche zB beim Alter machen. Es gibt aber auch Welpen im TH - ihr wisst halt nicht sicher ob der Vater auch ein Labbi war. Aber bei einem Vermehrer wisst ihr das auch nicht, und bei solchen Leuten wisst ihr auch nicht ob die Hunde rassetypisch sind. Kommt also aufs Gleiche raus.
2. Rasse-Nothilfe. Schaut mal bei www.retriever-in-not.de


Aber BITTE kauft nicht bei diesem Hinterhof"züchter" - es KANN natürlich gut gehen. Aber wollt ihr wirklcih das Risiko eingehen, dass der Welpe doch krank ist oder wegen schlechter Sozialisation später Probleme macht? Und das nur weil er eben billig und gerade jetzt verfügbar ist?

Beitrag von pastell29 06.04.10 - 12:29 Uhr

Hallo!

Ich persönlich würde da auch keinen Welpen holen, aber letztendlich musst Du das selbst entscheiden.

Meinen Labbi habe ich bei einem sehr verantwortungsvollem Züchter geholt, der mir sämtliche Papiere über Herkunft, Zucht und gesundheitliche Untersuchungen vorlegen konnte.
Beide Elterntiere waren da. Die Welpen waren bestens sozialisiert, wesensstark und natürlich geimpft, gechipt
und entwurmt.

Klar diese Qualität hatte ihren Preis, aber das hab ich sehr gern investiert und würde es immer wieder tun.

LG