Kaiserschnitt aus Angst vor der normalen Entbindung??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von saubaer 05.04.10 - 13:55 Uhr

Hallo!

Ich bin mit meinem 2. Kind schwanger, mein erstes Kind habe ich "normal" entbunden.
Die entbindung war die hölle.
3 Tage schlimmste wehen, dann kam das baby, ich bin total weit aufgerissen, musste 2 stunden lang wieder zugenäht werden und auch danach war es kein zuckerschlecken..
ich konnte mich die ersten 2 tage gar nicht bis kaum bewegen, am ersten tag ging aufstehen gar nicht und am 2. tag war mir auch noch schwindelig.
ich hatte vor jedem toilettengang angst weil es höllig gebrannt hat und das wochenlang.
genauso konnte ich mich wochenlang nicht ohne schmerzen hinsetzen, es war alles schon sehr hart.
jetzt denke ich mir, ein kaiserschnitt ist zwar eine OP, aber so lange werde ich doch dann bestimmt keine schmerzen haben.
da ich aber noch nie einen kaiserschnitt hatte möchte ich mich gerne bei euch informieren.
es steht noch alles offen, nur bin ich mir einfach nicht sicher und wollte nach rat fragen.
Liebe Grüße

Beitrag von tuttifruttihh 05.04.10 - 13:58 Uhr

Ich denke, ich an Deiner Stelle würde einen KS machen lassen. Nach einer so traumatischen ersten Geburt wäre das nachvollziehbar und was nützt es, wenn Du die ganze SS Angst vor der Geburt hast. Auch könnte ich mich unter der Geburt mit der Vorgeschichte nicht entspannen.

Aber diese Entscheidung kann Dir keiner abnehmen.

Beitrag von andrea87 05.04.10 - 14:01 Uhr

Hallo,

ich hatte nach 15 Stunden Wehen einen KS. Abgesehen davon, das mein Mann nicht in den OP durfte fand ichs jetzt nicht soooo schlimm. Jeder geht ja anders mit Schmerzen um. Der Kleine wurde morgens kurz vor 6 Uhr geholt und ich bin am gleichen Tag gegen 12 Uhr schon wieder rumgelaufen, ohne Schmerzmittel. Klar, es hat etwas gezogen, wenn ich schnell aufgestanden bin aber das ich mich vor Schmerzen nicht hätte bewegen können so wars nicht. Hab mein Abendessen auch im Gemeinschaftsraum gegessen - wo andere Mütter die normal entbunden haben nur gestaunt haben das ich schon rumlaufe als wäre nix gewesen. Ich bin dann nach 4 Tagen heim und es ging alles gut. Ich hatte auch keine Probleme mit der Narbe.
Trotzdessen das alles so gut gelaufen ist, möchten wir es diesmal mit ner normalen Geburt versuchen.

LG Andrea

Beitrag von babe2006 05.04.10 - 14:05 Uhr

Hallöchen

das "Trauma" einer solchen Geburt kenne ich, ging mir ähnlich. Brauchte nur zum Ende hin gleich nen Kaiserschnitt. (secundäre wehenschwäche und abfallende Herztöne meiner Tochter)

Besprich das doch mit deinem FA, der kann dir sicher helfen.

Aber ich pendle im moment auch zwischen normaler Entbindung und Kaiserschnitt...

Die Schmerzen nach dem KS sind beiweitem nicht so schlimm wie die schmerzen die ich während des versuches mein Kind auf normalem Wehe zubekommen... bin nach etwa 12 std nach der OP aufgestanden, die Naht hat bisschen gezogen, aber nich weiter schlimm und nach 3 Tagen bin ich nach Hause, hab mich halt zu Hause noch viel geschont... Spürte dann als 1 woche drauf die Fäden rauskamen, nichts mehr von der KS-Narbe und auch heute sieht man sie eig nicht mehr...

also ich empfand die schmerzen nach dem KS nicht als schlimm... eher unangenehm weil ich wohl etwas gebückt gelaufen bin ;)


wünsche dir alles liebe

Beitrag von babe2006 05.04.10 - 14:07 Uhr

Achja, da wir vorher 18 stunden rumprobiert haben, hat meine Hebi es geregelt das mein Mann mit in den OP durfte...
trotz Vollnarkose...

er stand halt net neben mir sondern an der Tür und wartete auf unsere Maus.

das liegt aber im ermessen des Krankenhauses...

Beitrag von 19jasmin80 05.04.10 - 14:19 Uhr

Hi Du!

Nach so einer traumatischen Geburt kann ich Dir stark nachempfinden wieso Du zu einem KS tendierst.

Mir gehts ähnlich wie Dir, nur, dass mein 1ter Sohn nach stundenlangen vergeblichen Wehen per KS geholt werden musste, da seine Herztöne wegblieben.

Ich habe diesen KS nicht als negativ empfunden und letztendlich wars die Rettung für meinen Sohn. Ich hatte weder Schmerzen noch Beschwerden nach diesem KS.

Ginge es also danach wie es beim ersten Mal verlief, würde ich mich vorab schon FÜR den KS entscheiden. Aber ich bin in der Zwickmühle, da nicht feststeht, wie es beim 2ten Kind wird.

Es kann ja diesmal gut gehen von daher versuche ich es wieder auf normalem Wege nur mit dem Unterschied, dass sie diesmal schneller einen KS machen würden wie beim 1ten Kind.

Alles Gute
Berate Dich mit Deinem Arzt des Vertrauens und/oder mit dem KH.

Gruß Jasmin

Beitrag von 82hanna 05.04.10 - 14:25 Uhr

Hallo,
ich habe vor 5 Wochen unsere Kleine per Kaiserschnitt entbunden. Sie war zu schwer für eine normale Geburt...
Den Eingriff selbst haben die Ärzte unter PDA gemacht, habe also alles mitbekommen. Leider bekam ich als die Kleine raus war Panikattaken und so haben sie mich dann doch "schlafen geschickt". Mein Mann war bis zu dem Zeitpunkt bei mir und wurde dann zum glück aus dem OP geschleust. Ich bin dann erst nach ner Stunde im Kreissaal wieder wach geworden.

Also ich musste 24 Stunden stramm liegen und durfte erst danach aufstehen, oder besser gesagt, dann hat man mich auf die Beine gestellt. Das muss ich sagen war die Hölle. Es wurde aber immer besser je häufiger ich aufgestanden bin. Nach 6 Tagen durfte ich aus der Klinik und danach konnte ich eigentlich alles machen. Nur Husten und Niesen kann ich bis heute nicht ;-)

Ich würde, sollte es je zu einem 2. Kind kommen, es wahrscheinlich auch wieder ber KS Entbinden wollen.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen.
LG Hanna

Beitrag von waffelchen 05.04.10 - 14:25 Uhr

Jonathans Geburt war ungefähr genauso, nur das es zum Schluss eine PDA gab, weil ich ständig Hyperventiliert habe und ohnmächtig geworden bin vor Schmerzen. Ich konnte auch ca. 3 Wochen nicht richtig sitzen und die naht macht mir auch 7 Wochen später noch zuschaffen, aber trotzdem würde ich lieber nochmal so eine Geburt durchmachen als mich aufschneiden zu lassen und dann eventuell mit sabschender, entzündeter Narbe rumlaufen

Beitrag von nani-78 05.04.10 - 14:55 Uhr

Ich kann deine Angst auch nachvollziehen,auch wenn ich
GsD nie einen KS hatte,ich hatte das Glück,unkomplizierte,
relativ leichte Geburten gehabt zu haben.
Da ich nun also gute Vorraussichten habe,graut mir eher,nun beim wirklich definitiv letztem Kind,wenn ich nen KS haben müßte.
Gäbe es bei dir nicht ewt die Möglichkeit,dass du es versucht,dein Baby normal zu bekommen,aber mit der Vorraussetzung,dass bei Bedarf früher ein KS in Ruhe geplant und gemacht wird,wenn es Komplikationen gibt,du also zB im KH bei der Anmeldung gleich sagst,nicht länger als soundso lange?
Wegen der Verletzungen,also ich denke,dass die Warscheinlichkeit,zu reißen,beim ersten Kind immer am größten ist,und diese beim 2.Kind dann schon weniger arg sind.Bei mir war es so,bei meiner Tochter war ich auch gerissen(innerlich),bei meinem Sohn dann(obwohl er der größte von allen war)nur ne Schürfung,und bei dem kleinsten und jüngsten war ich schon gar nicht mehr verletzt.
Überlege es dir,und laß dich eingehend beraten,am besten wird das dein Arzt noch beurteilen können!
Alles Gute!

Beitrag von gabi2211 05.04.10 - 15:22 Uhr

Ehrlich gesagt würde ich mich nach so einem Trauma auch für nen KS entscheiden !

Ich hatte bei meinem einzigsten Kind nen KS weil ich keine Wehen bekam - trotz Einleitung. Ehrlich gesagt bin ich im Nachhinein auch froh darüber, denn mein KS war echt nicht schlimm.
Lennard ist an einem Samstag geboren und ich bin sonntags das 1. Mal aufgestanden und ab da gings quasi stündlich besser. An der Narbe hatte ich gar keine Schmerzen, allerdings tat mir der Bauch weh als hätte ich wahnsinnig Muskelkater.
Nach 2 Tagen mußte ich zwar noch bissle langsam aus dem Bett steigen, konnte mich aber wieder ganz normal bewegen und mein Kind komplett alleine versorgen.

Allerdings war ich schon froh, dass mein Mann Sa und So durchgehend da war ...
Insgesamt gesehen fand ich den KS echt überhaupt nicht schlimm. Da stell ich mir Wehen und dann noch reißen oder geschnitten werden wesentlich schlimmer vor.
Ein schöner Nebeneffekt war, dass ich auch kaum Wochenfluß hatte ...

Bei meinem 2. Kind hätte ich von vornerein direkt einen KS gewollt ... aber es sollte leider nicht sein.

Dir viel Glück

Gabi mit Lennard (*07.07.07) und #stern im Herzen

Beitrag von zwillinge2005 05.04.10 - 16:21 Uhr

Hallo,

ich habe meine Zwillinge in der 32. SSW mit KS entbunden.

Vorzeitiger Blasensprung, Frühchen, Quer- und Beckenendlage - da war an eine spontane Geburt leider nicht zu denken.

Der KS in SPA war nicht weiter schlimm - vom Übergeben nach dem Oxytocin und den "Herzschmerzen" wie bei einem Herzinfarkt nach dem Methergin (Gebärmutter wollte sich nicht zusammenziehen).

Aufstehen ging auch erst nach zwei Tagen und einen schönen Harnwegsinfekt wegen des Blasenkatheters.

Die Narbe hat ca. 2 JAhre geschmerzt - aber ich habe 2 gesunde KInder.

Das dritte kommt hoffentlich spontan.

LG, Andrea (ET-9)

Beitrag von becca04 05.04.10 - 16:25 Uhr

Hallo,

ich kann Dir die Angst zwar nicht nehmen und könnte Dir nur von meiner tollen zweiten - spontanen! - Geburt nach einer ersten, für mich traumatischen KH-Entbindung berichten -

ABER: ich will Dir vor allem etwas zu den Schmerzen sagen.

Ich habe in meiner ersten Entbindung nach mehr als 4 Stunden Presswehen (ich hatte zwar fast die ganze Zeit über keinen Pressdrang, musste aber auf Befehl der Assistenzärztin/der Hebamme pressen) einen Dammschnitt, der anschließend nur langsam verheilte. Ich konnte so wie Du kaum sitzen, das Gewebe war geschwollen etc.

Bei meiner 2. Geburt wurde erneut ein Dammschnitt gemacht, da das Narbengewebe nicht nachgab und ein Klitorisriss drohte. Ich bekam aber von dem Schnitt unter der Geburt nicht das Geringste mit, erst als meine Hebamme meinte, sie müsse nun den Schnitt noch nähen, realisierte ich das Vorgefallene. Nach dem Nähen vergaß ich den Schnitt total - im Gegensatz zu meiner ersten Entbindung hatte ich nie wieder Probleme etc.

Ich habe beide Male relativ große Kinder (4340g, KU 38 cm; 4500g, KU 38 cm) bekommen. Die zweite Geburt war im Vergleich zur ersten ein Klacks: Mein Sohn kam mit zwei Presswehen aus mir herausgeschossen, mir selbst ging es unmittelbar nach der Geburt ziemlich schnell wieder gut - insgesamt kein Vergleich zur ersten Entbindung.

Vielleicht macht Dir das ein bisschen Mut, es noch einmal zu versuchen? Du kannst ja, wenn es Dir unter der Geburt reicht, immer noch abbrechen und den KS wählen!

Liebe Grüße und alles Gute,
Becca.