Eddy Ben`s Weg nach draußen ....

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von krissi79 05.04.10 - 18:01 Uhr

Jetzt habe ich mal ein wenig Zeit gefunden und versuche mal unseren Geburtsbericht zu schreiben.

Mein Schatz hatte Spätschicht und wie immer habe ich auf Ihn gewartet. Als er nach Hause kam, haben wir noch ein wenig über das geschehene am Tage geredet und sind dann um ca. 0:00 Uhr ins Bett. Eine halbe Stunde später merkte ich in der Leistengegend so ein komisches Ziehen und bin nochmal auf Toilette, weil ich dachte, ich müsse mal pipi. So war es auch, nur das es gar nicht mehr aufhörte mit laufen #schock (sorry, für die genaue Bezeichnung, welche sicherlich noch öfters im Bericht folgen wird!!). Ich also versucht, an meinem dicken Bauch vorbei nach unten zu schauen. Nix mehr mit pipi, sondern es lief so komisch weißlich und dann rosa.War das vielleicht der Schleimpfropf #kratz?? Da es aber nicht aufhörte mit laufen, rief ich vorsichtshalber im Kreißsaal an. Die Hebi am Telefon meinte, wenn ich sehr beunruhigt sein sollte, können wir gerne vorbei kommen und es wird geschaut, ob SP oder vielleicht doch ein Blasensprung oder eher ein Blasenriss. Ich also meinen Schatz geweckt und ab ging es in die Klinik. Tasche haben wir nicht mitgenommen, ich bin davon ausgegangen, dass wir sicherlich wieder nach Hause geschickt werden. - Muss dazu sagen, dass ich schon zweimal von meinem FA wegen regelmäßiger Wehentätigkeit eingewiesen wurde und die Ärzte im KH mich immer wieder nach Hause geschickt haben. Befund noch nicht Geburtsreif und die Wehen auf dem CTG noch keine Geburtswehen !!!!! -
Wir also Donnerstag früh so gegen 2:00 Uhr im Kreißsaal angekommen und erstmal ans CTG. Wehen wieder zu unregelmäßig und nicht stark genug. Ich musste diese unregelmäßigen und nicht stark genügenden Wehen aber schon ordentlich veratmen. Sollte dann nochmal auf Toilette gehen. Da war diese komische Flüssigkeit / Schleim schon grünlich. Hebi machte also einen PH-Test. Dieser zeigte negativ, also kein Fruchtwasser. Nur was war es dann #kratz ????
Schatzi wurde dann erstmal nach Hause geschickt und sollte gegen 8:00 Uhr wieder in der Klinik sein und meine Tasche lieber mal dabei haben. Ich habe dann bis zum morgen am CTG gehangen und sollte versuchen zu schlafen. An schlafen war nicht wirklich zu denken, da ich ja die „nichtssagenden“ Wehen teilweise doch veratmen musste.
Dann Schichtwechsel der Hebammen. Erneuter PH-Test, da die Flüssigkeit / Schleim immer noch grün war. Jetzt hieß es auf einmal doch Fruchtwasser #schock. Weiter CTG geschrieben, 2 Zäpfchen zum weichmachen des Mumu und einen schönen Einlauf bekommen. Gegen 9.00 Uhr sollten wir eine Stunde spazieren gehen. 10:00 Uhr wieder im Kreißsaal angekommen und erneut CTG geschrieben. Unveränderter Befund. Gegen 12:00 Uhr gab`s endlich was zum essen #mampf, mein Magen hing mir in der Kniekehle. Danach wieder CTG geschrieben und wieder unveränderter Befund. Sollte versuchen etwas zu schlafen, falls es doch noch heftigere Wehen geben sollte und die Geburt los geht. Konnte auch diesmal genau so gut schlafen wie in der Nacht. Nun folgte wieder Schichtwechsel der Hebammen und wieder ein PH-Test, weil die Flüssigkeit / Schleim unverändert grün war. Jetzt hieß es doch kein Fruchtwasser sondern grüner Zervix. Dies scheint es wohl manchmal zu geben. Nun war wieder spazieren gehen angesagt. Für unterwegs hab ich irgendwelche Globulis bekommen. Weis gar nicht mehr für was die eigentlich waren. Zurück im Kreißsaal – 3x dürft ihr raten – wieder CTG geschrieben und wieder unveränderter Befund. Am späten Nachmittag war dann nochmal Visite und man beschloss, mich nicht nach Hause zu schicken und die Geburt am nächsten Morgen per Wehentropf voran zu bringen. Ich weiß nicht ob die gedacht haben, dass ich wieder nach Hause gehe. Ich sagte dann nur zum Arzt: „Ohne mein Kind im Arm gehe ich nirgends mehr hin !!!“
Damit ich gut schlafen und mich für die Geburt erholen konnte, wurde mir dann eine PDA gelegt. Diese war ab da mein bester Freund ;-). Ich hab geschlafen wie ein Engel und mich so auch gut erholt.
Mein Mann am nächsten Morgen also wieder bei mir und der Wehentropf wurde angeschlossen #zitter (das war so gegen 7.30 Uhr). War schon echt ein komisches Gefühl, wenn man weiß, heute kommt das Baby auf die Welt. Aber ich freute mich auch tierisch drauf. Trotzdem musste ich die Hebi noch fragen, ob die PDA denn dran bleibe. Sie meinte: „Frau G.... die PDA behalten Sie bis wir bei 8 cm Mumu sind und dann schalten wir ab. Sie merken ja sonst nicht wo sie hin drücken müssen.“ Da sind mir fast die Augen raus gefallen. Hab immer gedacht die bleibt bis zum Schluss. Aber egal, da musste ich jetzt durch. Nach erneutem CTG (ich glaube wir waren mittlerweile bei 5m angekommen) sollten wir ein bisschen im Kreißsaalbereich laufen. Die Wehen waren mittlerweile so stark, dass ich alle paar Meter stehen bleiben, mich irgendwo festhalten und die Wehen veratmen musste. Gegen 11.00 Uhr sind wir dann in den Kreißsaal und dann ging eigentlich alles recht schnell.
Plötzlich ging die Sauerstoffsättigung unseres Kleinen auf einmal rapide in den Keller, die Herztöne waren sehr schlecht und es standen mehrere Ärzte um uns herum. Es wurde unserem Kleinen eine Sonde an den Kopf gelegt und alle paar Minuten wurde Blut abgenommen. Dazu kam noch, dass sich meine Entzündungswerte mehr und mehr verschlechterten und ich ein Penicillin intravenös bekam. Was mich genervt hat, waren der ständige Positionswechsel. Runter vom Kreißbett und Hüften kreisen. Rauf auf`s Kreißbett, rechte Seite, linke Seite #schwitz. Das ist gar nicht so einfach, wenn man das Gefühl hat, man bekommt die Beine nicht zusammen. Irgendwann hab ich dann gesagt, ich will und kann nicht mehr und will nur noch auf dem Bett bleiben und unser Baby endlich im Arm halten. Nach 3 Stunden Presswehen, Dammschnitt und einem Arzt auf meinem Bauch der unserem Kleinen auf die Welt half (der steckte nämlich fest), haben wir es dann endlich geschafft. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als unser Baby auf meinem Bauch lag. Ich habe geheult wie ein Schlosshund und meinem Mann standen auch die Tränen in den Augen. Die Freude hielt jedoch nur kurz. Eddy wurde sofort von der Kinderärztin mitgenommen. Der erste Apgar-test ergab nur 3 Punkte. Da er feststeckte, hatte er am Hinterkopf ein schlimmes Hämatom, welches den Ärzten Sorge bereitete. Er wurde auf die Intensivstation verlegt, da auch die Herztöne und Sauerstoffsättigung unter der Geburt so schlecht waren und die Ärzte dies kontrollieren wollten.
Währenddessen wurde ich in den OP gefahren, weil sich die Plazenta nicht löste.
Am nächsten Tag ging es unserem Eddy aber schon so gut, dass er zu mir auf Station durfte und nur Nachts am Monitor kontrolliert wurde. Nach 4 Tagen KH-Aufenthalt durften wir dann nach Hause.

Es war sicherlich keine Traumgeburt wie ich sie mir vorgestellt hatte, jedoch möchte ich dieses Erlebnis auf keinen Fall missen. Ich danke meinem Mann, der die ganze Zeit bei mir war. Auch den Hebammen und Ärzten möchte ich danken.

Krissi mit Eddy Ben #verliebt (heute 17 Tage jung)

(Puhh, der Bericht ist doch ganz schön lang geworden...... ;-))

Beitrag von krissi79 05.04.10 - 20:29 Uhr

vor lauter Geburtsbericht hab ich die Daten unseres Prinzen vergessen. Hier sind sie also noch:

Eddy Ben *19.03.2010
Uhrzeit: 13:53 Uhr
Gewicht: 2380g
Größe: 49cm
KU: 36,5cm

Beitrag von kali_01 05.04.10 - 20:48 Uhr

Mensch, da war dein Kleiner aber leicht! Kam er zu früh?

Beitrag von krissi79 05.04.10 - 21:29 Uhr

ne, hab nen zahlendreher drinne #klatsch.

3280g meinte ich.....