Bindungssüchtig

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Ich bin´s! 05.04.10 - 19:02 Uhr

Ich bekenne mich nun offiziell als BINDUNGSSÜCHTIG :-( ..auch wenn ich "schwarz" schreibe #schein

Wer nicht weiß was das genau ist: http://heiraten-partnerschaft.suite101.de/article.cfm/bindungssucht----wenn-liebe-krank-macht-

Tja.. und wo liegt das Problem?! Klar auf der Hand:

Meine Eltern trennten sich sehr früh.. und zwar im Streit. Ich bekam dann auch bald einen Stiefvater mit dem ich mich nicht gut verstand, sowie irgendwann auch eine Halbschwester mit der ich mich ebenso wenig verstanden habe.

In Sachen Beziehung und Sex war ich eine "Spätzünderin".. zumindest im Vergleich zu meinen damaligen Freunden. Später fing ich an in meinen Partnern immer was festest zu suchen.
Ich hatte z.B. noch nie in meinem Leben einen One-Night-Stand.

Irgendwann, nach einigen Beziehungen traf ich dann die Liebe meines Lebens. Und ich war auch seine. Es war eine Traumbeziehung. Naja, war. Sprich, es ist vorbei.. und zwar nach zwei Kindern. Er ließ mich sitzen weil ihm alles "zuviel" geworden ist. Aber darum geht´s jetzt auch nicht.

Es ist furchtbar #heul

In meinem Leben hatte ich so viele dramatische, romantische und einschneidene Beziehungen (ich könnte ein Buch schreiben!!) und nun dachte ich alles hat ein Ende.. ein "Happy-End". Man trifft
am Ende den Mann für´s Leben, zieht zusammen, heiratet und bekommt Kinder.

Ich bin ein Mensch der nicht allein sein kann. Aber nicht nur weil ich verdammt liebe- und nähebedürftig bin, sondern auch den Drang habe Liebe zu geben. Wie gern würde ich lieben.

Geht es jemanden ähnlich?
Wie geht ihr damit um?

Vielleicht hat hier jemand als Aussenstehender auch einfach ein paar Tipps für mich, wie man nach einer langjähriger Beziehung (mit Kindern) "zurück ins Leben" einsteigen kann.. oder auch nur ein
paar liebe Worte. Fühle mich verdammt einsam..

#danke euch für´s Zuhören und einen schönen (nicht einsamen *g*) Abend euch allen #stern

Beitrag von palesun 05.04.10 - 19:06 Uhr

Wie lange bist Du denn jetzt alleine?

Versuche doch mal das zu geniessen!

Bei mir ist es anders, ich kann einfach keine Beziehung eingehen, verliebe mich einfach nicht....
Die letzte Beziehung ist ewig her....


Alles Gute
palesun

Beitrag von tippsy11 05.04.10 - 21:29 Uhr

Hallo Du,

laß Dich erstmal #liebdrueck. Ich kann Dich gut verstehen... Gegen die akute Einsamkeit: hast Du Freunde die Dich in solchen Situationen auffangen können, mit denen Du was unternehmen kannst? Manchmal hilft schon telefonieren oder chatten mit der besten Freundin. Lenk Dich ab, geh raus, beschäftige Dich. Alleine zuhause sitzen und grübeln bringt nix, das zieht einen nur runter und immer mehr in die Spirale rein... (so einen 'Anfall' hatte ich am Freitag... :-()

Ich dachte grad als ich Deine Geschichte gelesen habe, Du schreibst von mir... #gruebel Meine Kindheit verlief fast genauso, nur daß ich meinen leiblichen Vater nie kennengelernt habe. Dann jähzorniger Alkoholiker-Stiefvater als ich 6 war, der mich gehasst hat, Halbschwester die 10 Jahre jünger ist als ich, mit der ich auch nie wirklich klargekommen bin... :-( Erster 'fester' Freund inkl. erstes Mal mit 18 (wie Du ein 'Spätzünder')... Seitdem auch nur feste 'Beziehungen', mal längere, mal kürzere, mit den unterschiedlichsten Männern, aber wirklich allein, sprich Single, war ich nur selten länger und kann ich auch nicht gut sein. Auch meine letzte, fast 5jährige Beziehung, aus der ich eine Tochter habe, ging nahtlos in meine jetzige Beziehung über (war allerdings so nicht geplant, er war nur der Auslöser für die Trennung, nicht der Grund).

Ich find es schön daß Du noch an die große Liebe glaubst, ich habe diesen Glauben mittlerweile fast verloren, hab schon so viel Sch... erlebt in meinem Leben, vor allem in meiner letzten Beziehung... :-( Bin auch nur bei ihm geblieben weil ich dachte ich komme alleine mit meiner Tochter nicht klar (was ich sehr wohl komme, die Trennung war eine Befreiung!)

Momentan mache ich mir auch gerade viele Gedanken über das Thema und habe eher das Gefühl beziehungsunfähig zu sein - oder warum habe ich sonst so viele Männer in meinem Leben 'verschlissen' ohne es 'hinzukriegen'? #schmoll Viele meiner Schulkameraden von früher sind inzwischen verheiratet, viele davon mit Ihrer Jugendliebe. Nur ich bin immer noch nicht 'unter der Haube'... :-(

Einerseits möchte ich auch so gerne den Mann für's Leben finden und vielleicht sogar heiraten (obwohl ich mir das früher nie vorstellen konnte), andererseits hab ich riesige Angst vor diesem Schritt weil ich keine Ahnung habe wie 'verheiratet sein' funktioniert und ob ich das hinkriege... Das hört sich total dämlich an, ich hoffe Du weißt was ich meine. Die Eltern von meinem jetzigen Freund zb sind seit 35 Jahren verheiratet, er kommt aus einer Bilderbuchfamilie (er weiß meiner Meinung nach gar nicht, wie gut er es hatte und hat #augen). Ich dagegen hatte dieses Vorbild nicht. Deswegen halte ich momentan meinen Freund unbewußt auf Abstand, ich hab einfach Angst nochmal verletzt zu werden... :-(

Habe mir grade mal Deinen Link durchgelesen.... au weia... #schock Habe mich in einigen Punkten tatsächlich wiedererkannt... :-( Vielleicht sollte ich wirklich mal ne Therapie machen...

Wünsche Dir ganz viel Kraft für die Zukunft und das alles gut wird!

LG, Carina

Beitrag von Ich bin´s! 05.04.10 - 21:38 Uhr

Lass dich auch mal #liebdrueck

Oh weh.. Uns geht´s echt ähnlich. Es ist so schmerzhaft, vorallem wenn es nicht mehr in der eigenen Hand lag alles gut zu machen. Man muss am Ende einfach zu schauen wie alles kaputt geht, sich
alles ändert.

Am Ende sitzt man dann alleine da mit ganz viel Liebe im Herzen.. und wieß nicht wohin damit und den Gedanken.