Verweigert alle Nahrung ausser Brust

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von doublepiscis 05.04.10 - 21:02 Uhr

Hallo

Ja, eigentlich steht schon alles im Titel. Unsere Tochter (6 Monate) #schein, ein wahrer Sonnenschein und sehr zufrieden, will einfach nichts anderes als Brust. Seit drei Monaten probieren wir ihr Muttermilch vom Schoppen zu geben - keine Chance. Selbstverständlich haben wir alle Varianten von Saugern, Flaschen ausprobiert, mal war ich da, mal weg, mal lange weg - nichts. Wir haben dann probiert ihr die Milch einzulöffeln, mit dem Becher oder mit der Schnabeltasse zu geben, aber auch davon will sie nichts wissen.
Seit kurzem versuchen wir ihr einmal am Tag Aptamil zu geben (zuerst HA, jetzt normales), das jeweils nachmittags. Die Kleine hat aber längst erlickt, dass wenn sie wartet, ich dann nach Hause komme und sich das Warten lohnt, weil man dann an die Brust kann.
Seit ein paar Tagen nimmt sie mittags ganz wenig Brei, ich gebe ihr danach die Brust.
Das Problem ist, dass ich langsam abstillen muss, obwohl ich enorm gerne stille, aber eben, ich arbeite wieder und es wäre ja auch schön, wenn der Papi mal essen geben könnte....die Kleine saugt übrigens nach wie vor etwa 2x in der Nacht, nehme mal an, dass sie sich ihre Nahrung am Abend und in der Nacht holt.
Ab und zu trinkt sie übrigens ein ganz klein wenig (so 20-50ml), aber auch das nur mühsam - physisch kann sie also saugen, ja sogar vom Becher trinken und ganz offenbar kommt es ihr nicht darauf an, was in der Flasche oder im Becher ist (egal ob Mumi oder Aptamil), sondern dass sie an der Brust sein will. Natürlich ist es da am Schönsten, aber eben...

Kennt jemand von euch dieses Problem? Wie habt ihr es trotz aller Verweigerung geschafft abzustillen? Alle sagen mir "ja, das kommt schon noch...", aber wie? Manchmal mache ich mir Sorgen, dass sie nicht genügend isst, sie braucht ja auch immer mehr. Soll ich abrupt aufhören zu stillen - möchte ich zwar lieber nicht...

Wäre froh von euren Erfahrungen zu hören, danke.

doublepiscis

Beitrag von vukodlacri 05.04.10 - 21:50 Uhr

Meine Erfahrung sieht so aus, dass meine Tochter mit 10/11 Monaten das erste Mal feste Nahrung gegessen hat, vorher hat sie alles verweigert. Mit etwa 18 Monaten hat sie sich erstmalig sattgegessen statt sattgestillt. Und jetzt mit 2J7M stillt sie immer noch morgens und abends.
Ich hab sie immer gelassen, was sie wollte. Mit etwa einem Jahr hat sie Wasser oder Tee ausm Becher getrunken, Nuckelflasche gabs nie.
Mein Mann hat eben andere Sachen mit ihr gemacht als sie zu füttern...ich meine, Väter können ja mit den Kindern auch spazierengehen oder so.

LG

Beitrag von doreensch 05.04.10 - 22:53 Uhr

So lange du stillst unterliegst du einem besonderem Schutz und je nach der Arbeitszeit muss man dir bis zu 90 Minuten zum Stillen freistellen die du wieder nacharbeiten musst noch finanziell abgezogen bekommst

Kann dein Mann also während der Arbeitszeit nicht mit der Kleinen kommen zum Stillen?

Beitrag von doublepiscis 06.04.10 - 08:00 Uhr

Ich arbeite in einem Beruf, in dem das nur theroretisch machbar ist - geht also leider nicht.

Beitrag von doreensch 06.04.10 - 09:26 Uhr

Da du auch auf Toilette gehen kannst, kannst du auch stillen, weil es egal ist ob du eine Toilette aufsuchst oder einen anderen Raum bzw. das Gelände verläßt.

Du musst mal schauchen wieviel Stillzeit man hat, in 1,5 Stunden kann man eine Menge bewerkstelligen.

Oder musst du in deinem Beruf hochziehen und runterschlucken, weil auch Toilettengänge nur theroretisch möglich sind?

Beitrag von doublepiscis 06.04.10 - 21:42 Uhr

Was würden wohl meine Schüler sagen, wenn ich mich schnell für 10 Minuten vom Unterricht verabschieden würde um abpumpen zu gehen..;-)naja, das wäre ja wohl was? (Zudem reichen mir nicht mal 20 Minuten - so lange die Pause - für eine Portion...von einem ruhigen Platz sprechen wir schon gar nicht). Aber darum geht es eigentlich gar nicht, ich denke, du hast mein Posting nicht ganz verstanden. Meine Frage war nicht, wie ich möglichst lange noch stillen kann, im Gegenteil, ich muss/will abstillen, die Kleine ist jedoch noch nicht so weit. In diesem Zusammenhang fragte ich, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Beitrag von ayshe 07.04.10 - 10:11 Uhr

also vllt "mußt" du nicht unbedingt abstillen.

ich brauchte nur 3 wochen lang mittags schnell den groben druck abpumpen, dauerte vllt 10 min.
und dann hatte sich die produktion angepaßt.
ich brauchte nie mehr pumpen, hatte am tage wenig milch und nachts ganz viel.
also es hat wirklich funktioniert.

aber zum abstillen kann ich dir echt nichts sagen.

Beitrag von ayshe 07.04.10 - 10:09 Uhr

das ist natürlich blöd.
ich bin immer eine stunde früher gegangen, stillzeit eben.

Beitrag von ayshe 07.04.10 - 10:08 Uhr

hallo,

erinnert mich ziemlich an meine tochter damals ;-)

als sie 5 monate war, mußte ich vollteit arbeiten und stellte kurz vorher fest, daß sie jede milch komplett verweigert, egal ob abgepumpte mumi oder pulvermilch.
ich hatte auch 100 sauger durhc und schnabeltasse und sonstwas, nee, sie ist regelrecht ausgerastet,
nur tee oder wasser trank sie völlig problemlos, wurde aber durch meine "besch...versuche" mit milch und milch-wasser mixturen serhr mistrauisch.

trinkt deine kleine denn wasser?

also wir hatten den ganzen kram dann aufgegeben.
aber meine tochter aß brei, liebend gern sogar.
mein mann rührte ihr dann die mumi rein.
und so kam sie damit und mit wasser durhc den tag.

abends und nachts stillte sie dann, auch recht viel, aber es ging. also abgestillt habe ich deshalb nicht.
außerdem wäre ihre milchversorgung dann nicht mehr gegeben.
und dann wäre es auch zu viel gewesen, erst ist die mutter weg und dann auch noch das stillen wegnehmen?
nein, das wäre bei ihr völlig schrecklich geworde.
stillen war ihr halt, ihr ruhepol, sicherheit usw.
sie hat dann fast 3 jahre gestillt, war auch echt okay.

lg
ayshe

Beitrag von doublepiscis 07.04.10 - 17:48 Uhr

Hallo ayshe

Danke für deine Antwort! Ja, komischerweise trinkt sie ab und zu Wasser oder auch mal Tee, so wie deine.... Die Idee Brei mit Milch zu verdünnen ist ganz gut. Sobald sie mehr Brei nimmt (bis jetzt nur ganz wenig), kann ich das mal versuchen.
Das mit dem Abstillen ist so eine Sache..wie gesagt, ich stille mega gerne, finde ich immer sehr schön, aber eben, es gibt schon den einen oder anderen Grund, warum ich eben schon langsam abstillen möchte.

LG


doublepiscis