Seit heute Bulli Mama und nun fragen...

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von lauras_stern 05.04.10 - 22:13 Uhr

Hallöchen :-)

seit heute bin ich stolze Bulli Mama :-) Wir sind 700km gefahren für den kleinen Rüden. Gut, klein ist er nicht wirklich, er ist bald 3 Jahre und mehr oder weniger ausgewachsen. Die fahrt war toootal entspannt, er hat sogar geschlafen.

So, zuhause angekommen fängt er an und springt ständig meinen Freund an und ruckelt an seinem Bein rum. Permanent. Mein Freund ist nun genervt ins Bett.
Kastriert ist der Hund nicht. Jetzt liegt er schön in der Ecke und kommt ein wenig zur Ruhe.

Jetzt die Fragen:

- ist es normal das er an einem Kerl rumruckelt und an mir nicht?

- Soll ich seinen Korb in den Flur stellen oder eher ins Schlafzimmer vor´s Bett?

- Gibts nen groben Richtwert wie lange so ne Eingewöhnug dauert?

Danke und LG Laura

Beitrag von dore1977 05.04.10 - 22:26 Uhr

Hallo,

was meinst Du den mit Bulli ? englische Bulldogge, französische ?

wieso lässt Dein Freund es zu das er an seinem Bein rumjuckelt ? Nein das ist nicht normal, das ist Dominazverhalten und er sollte es unterbinden. Ich würde den Hund vom Bein nehmen und ihm das verbieten. Sprich Hund wegnehmen und Aus/Nein sagen. Immer und immer wieder wens sein muss. Wen es gar nicht aufhört kann Dein Freund auch irgendwann etwas "körperlicher" werden. Sprich ihn mal etwas deutlicher zur Seite "schupsen".
Wo ihr das Körbchen hinstellt bleibt Euch überlassen. Unsre Hunde schlafen im Erdgeschoß ich kann einfach besser schlafen wen die Hunde nicht bei uns sind. Die Bulldogge schnarcht ohne Ende und unser Collie ist ein "unruhiger Geist" sprich steht ständig auf tapst hin und her legt sich wieder hin usw dabei kann ich einfach nicht richtig schlafen.

Die Eingewöhnung unser Bulldogge hat so ca 6 Wochen gedauert. Erst jetzt hat sie wirklich begriffen das sie zu uns gehört und nie wieder weg muss. Sie kommt allerdins auch von einem Massenzüchter aus dem Osten und hatte bisher kein schönes Leben.

LG dore

Beitrag von booo 06.04.10 - 09:22 Uhr

Bulli - Bullterrier.

So kenn ich es

Beitrag von dominiksmami 06.04.10 - 09:30 Uhr

ich auch...aber ehrlich?

Sie wird sich doch keinen Bullterrier holen und dann ähm, das meine ich NICHT böse sondern nur als reine sachliche Feststellung, so wenig Ahnung von Hunden haben??????

Beitrag von dore1977 06.04.10 - 09:44 Uhr

Neeee, bei den Fragen kann das doch kein Bullterrier sein.
Das ist bestimmt eine niedliche französische Bulldogge..... hoff ich zumindest!

LG

Beitrag von windsbraut69 06.04.10 - 09:56 Uhr

Könnt ich wetten....die holt man sich ja noch eher ohne nachzudenken.

LG

Beitrag von windsbraut69 06.04.10 - 09:59 Uhr

Ja, es ist normal, dass er sich eine Rangordnung erarbeitet, indem er Rudelmitglieder dominiert.
Ob Dein Freund sich das weiterhin gefallen lassen möchte, sollte er sich rasch überlegen.

Der Hund wird eh mehrere Schlafplätze nutzen, je nachdem, wo Ihr Euch aufhaltet. Da er kurz nach Einzug aber schon solches Dominanzverhalten an den Tag legt, würde ich auch in dem Punkt klare Regeln aufstellen.

Nein.

Wo kommt der Hund denn her bzw. weshalb wurde er abgegeben?

Gruß,

W

Beitrag von joy1975 06.04.10 - 13:41 Uhr

Das muß nicht unbedingt ein Dominanzgehabe sein.
Der Hund hatte sehr viel Streß durch die Umstellung. Das "Rumgerammel" ist häufig auch eine Übersprungshandlung zum Streßabbau.
Ich würde das zwar genau beobachten, aber noch nicht überbewerten. Grundsätzlich sollte Dein Freund sich umdrehen und weggehen und das Verhalten ignorieren / unterbinden.

Sollte der Hund dies auf Dauer, z.B. auch draußen mit anderen Hunden machen, würde ich zu einer Kastration raten. Ich hatte auch mal einen Pflegehund (Schäferhundrüde, 3 J.), der das machte. Er wurde dann kastriert und war ein anderer Hund. Er hatte alle positiven Eigenschaften behalten, nur das "lästige" Gerammel war jetzt weg. Es war für ihn vorher wirklich nur Streß, weil er seinen Trieb nicht ausleben konnte.

Aber wie gesagt, ich würde erstmal noch abwarten. Laß den Hund sich erstmal einleben, vielleicht legt sich das von selbst, wenn er Sicherheit gewonnen hat.

Beitrag von hunaro 06.04.10 - 19:23 Uhr

Ich danke dir ganz herzlich für diesen sachkundigen Text. #danke dachte schon, da kommt keiner drauf, weil alle gleich wieder Rang und Ordnung im Kopp haben.#augen

Dat Dominanz-Gedöhns ist in diesem Falle nämlich ganz sicher nicht angebracht.

Denke auch, das es sich um eine Übersprungshandlung aus Stress handelt. Kein Grund zur Panik oder Kastration oder so. Wohl aber würde ich es dennoch strikt verbieten.

Zum Einleben braucht ein Hund im Schnitt so um die 4 - 6 Wochen, je nach Charakter.

Das Körbchen gehört ins Schlafzimmer! Nächtliche Nähe hilft beim eingewöhnen, die Gruppe ist zusammen und gibt unsicheren Hunden Sicherheit.

Grüßchen, Ute

Beitrag von windsbraut69 07.04.10 - 06:40 Uhr

Bei einer Übrsprungshandlung wundert mich aber, dass er sich ausgerechnet eine Person auserwählt hat dafür und sich schlafen gelegt hat, nachdem dieser die Flucht ergriffen hatte....

Nachdem der Rüde 3jährig abgegeben wurde, könnte ich mir schon vorstellen, dass es bei den Vorbesitzern Probleme gegeben haben könnte.

Ignorieren und mehr oder weniger dulden würde ich es aber in keinem Fall!

LG

Beitrag von hunaro 07.04.10 - 16:56 Uhr

Zitat: "Bei einer Übrsprungshandlung wundert mich aber, dass er sich ausgerechnet eine Person auserwählt hat dafür und sich schlafen gelegt hat, nachdem dieser die Flucht ergriffen hatte...."

Im Kopf gesunde, lediglich gestresste Hunde suchen sich für solche Übersprungsaktionen nicht gerade den stärksten Part einer Gruppe aus, sondern wählen den schwächeren. (Sollte der TE vielleicht zu denken geben?#rofl;-) )

Irgendwas wird beim Vorbesitzer schon gewesen sein, aber in den seltendsten Fällen durch den Hund verursachte Rudelordnungsprobleme. Eher wohl welche, die die Menschen selbst verbockt haben, und die müssen in einer neuen Familie überhaupt nicht auftreten, weil diese Menschen anders agieren (!) und reagieren.

Irgnorieren würd ich dat auch nich, never! Gibbet Ansage bei sowat!

LG, Ute

Beitrag von windsbraut69 08.04.10 - 10:46 Uhr

Ja keine Ahnung, ob ein Übersprungshandelnder noch so kopflastig ist, dass er sich bewußt das schwächste Glied der Kette aussucht oder es blind beim Nächstbesten versucht?!

Nein, ich wollt auch nicht andeuten, dass mit dem Hund an sich was nicht stimmt. Verantwortlich sind eh so gut wie immer die Halter aber wenn ich lese, wie die TE die nicht vorhandenen Reaktionen auf das Gerammel beschreibt, sehe ich hier keine Lösung für das Problem, es sei denn, der Hund verliert von alleine den Gefallen daran.

LG

Beitrag von zwillima 07.04.10 - 08:41 Uhr

Hallo,
ich habe auch einen Bulli seit drei Monaten, er ist jetzt 1,5 Jahre alt. Die ersten Wochen hat er auch gemoppelt, ziemlich aufdringlich. Er hat sich allerdings nur an die schwächsten gehalten, an die Kinder.
Nach 3-4 Wochen war das Thema erledigt, er macht es nun gar nicht mehr. Ich habe ihn halt ständig gestört. Der Tierarzt hatte mir gesagt, dass dies nur eine Übergangshandlung wäre, bis er sich eingewöhnt hätte und so war es auch.

L.G.
zwillima