Wie heiß wärt ihr auf ein mögliches Erbe?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von knutschka 06.04.10 - 09:07 Uhr

Hallo,

meine Schwiegereltern überlegen, mit meiner Schwägerin zusammen ein Haus mit Einliegerwohnung zu bauen.

Nun haben sie Bauchschmerzen, da ihre gesamten ERsparnisse dort hineinfließen würden und meine Schwägerin uns unseren Erbteil im Falle ihres Todes wohl auch nicht auszahlen können wird.

Wir kommen momentan ganz gut selbst zu Rande und versichern ihnen andauernd, dass das doch kein Problem wäre.

Wenn sie jedes Jahr 5 Kreuzfahrten machen würden, gäbe es am Ende auch kein Erbe. Sie sollen einfach zu Lebzeiten das tun, was ihnen gefällt.

Aber sie finden es ungerecht ein Geschwisterkind dann sozudagen zu bevorzugen und haben zusätzlich Angst, dass wir unsere Schwägerin schlimmstenfalls aus dem Haus klagen würden, um unseren Erbteil zu erhalten... (Ich glaube nicht, dass wir das jemals tun würden.)

Mehr als versichern, dass es uns egal ist, können wir nicht. Aber mal ehrlich, sind wir denn da die einzigen?

Wie heiß wärt ihr im Falle eines Falles auf das mögliche Erbe?

LG Berna

Beitrag von vwpassat 06.04.10 - 09:43 Uhr

Tritt der Fall ein, ändern sich schnell die Meinungen.

Beitrag von zwillinge2005 06.04.10 - 09:55 Uhr

Hallo,

das Problem können die Schwiegereltern problemlos umgehen indem es einfach kein Erbe gibt.

Wenn sie das Geld jetzt der Schwägerin zum Hausbau schenken, d.h. das Haus steht auf den Namen der Schwägering und die Schwiegereletern lassen sich im Grundbuch nur ein lebenslanges Wohnrecht eintragen - dann erbt Ihr nichts von dem Haus und Eure Schwägerin muss Euch auch nichts auszahlen.

Erbe ist dann nur das, was wirklich zum Zeitpunkt des Todes Deinen Schwiegereltern gehört.

Bis zu 400.000 Euro in 10 Jahren können Eltern an Ihre Kinder verschenken ohne dass Steueran anfallen.

(selbstverständlich alle Angaben ohne Gewähr!!!)

LG, Andea

Beitrag von kris86 06.04.10 - 10:06 Uhr

Hi,

kann ich so unterschreiben. Aber ich meine, es ist auch so, dass die Schwiegeraltern das Haus wenigstens 10 Jahre vor ihrem Tod das an die Schwägerin überschrieben haben müssen, sonst kann man an das Erbe doch noch ran.

Haben nämlich einen ähnlichen Fall gerade in unserer Familie.

Zur eigentlich Frage aber, kann ich auch nur sagen, dass die Meinungen sich ganz schnell ändern können, wenn der Sterbefall eintritt. Ich persönlich wäre auch ganz vorsichtig, zu sagen, dass ich NIEMALS etwas haben wollen würde.

LG

Beitrag von windsbraut69 06.04.10 - 11:12 Uhr

Nein, so einfach ist das nicht.
Sie müssen dann auch noch die 10Jahres-Frist überleben.

Gruß,

W

Beitrag von carrie23 06.04.10 - 10:31 Uhr

Nachdem mein Vater im Jänner 08 gestorben ist, hinterlies er uns vier Kindern sein Haus am Land.
Jeder von uns wusste dass er nicht aufs Land würde wollen, bis auf unser ganz kleiner Bruder also verzichteten wir auf das Erbe.
Also kann ich sagen dass ich im Falle des falles absolut nicht heiß auf das Erbe wäre

Beitrag von 23082008 06.04.10 - 10:36 Uhr

Hallo,

Deine Schwiegereltern könnten Euch die Einliegerwohnung überschreiben und im Grundbuch ein lebenslanges Wohnrecht für sich selbst eintragen lassen.
Es könnte ja für jede abgeschlossene Wohneinheit ein Grundbuch gemacht werden (WEG). Und die Schwägerin könnte ihr Haus behalten.

Viele Grüße

P.S.: Niemals im Vorfeld auf ein Erbe verzichten! Meinungen können sich ganz schnell ändern...

Beitrag von nightwitch 06.04.10 - 10:53 Uhr

Hallo,

bei mir käme es ehrlich gesagt auch auf die Umstände an.
Also wie die Situation ist (für mich, mit der Schwägerin), wenn das Erbe aktuell wird.

Daher würde ich NIE im Vorfeld auf etwas verzichten wollen.

Gruß
Sandra

Beitrag von seikon 06.04.10 - 11:06 Uhr

Es ist schwierig. Du sagst, ihr kommt jetzt ganz gut zu Rande mit Geld usw. Das ist ja auch schön. Aber was ist denn, wenn sich eure finanzielle Situation zum negativen hin ändert?
Dann sitzt deine Schwägerin im schönen, von den Schwiegereltern mitfinanziertem Haus und ihr habt das nachsehen. Da ist dann die Frage, ob nicht doch der Neid aufkommt und ihr dann nicht doch klagt. Man kann heute ja schlecht sagen, was in einigen Jahren ist.
Zumal sich die liebe Schwägerin, so sie denn dann erstmal im Häuschen sitzt, zu einer totalen Schlange entwickeln kann.

Erben werdet ihr ja auf jeden Fall. Ihr steht dann mit eurem Erbanteil im Grundbuch. Wenn ihr dann mal auf staatliche Hilfen angewiesen seid, dann wird das aber als Vermögen ggf. mit rein gezählt. Und dann kann es passieren (da nicht selbstgenutztes Wohneigentum), dass ihr das Vermögen erst mal aufbrauchen müsst, da ihr sonst über kurz oder lang keine Leistungen von der Arge erhalten würdet. Und spätestens dann MÜSST ihr euch von eurer Schwägerin auszahlen lassen.


Die Sache mit der Überschreibung wäre natürlich eine Möglichkeit diese ganze Erbsache zu umschiffen. Wenn deiner Schwägerin das alles im Vorfeld schon geschenkt wird. Aber bei einem ganzen Haus, nebst Einliegerwohnung...... Und dann noch Neubau? Glaub mir, irgendwann kommt der Neid. Irgendwann fühlt ihr euch ungleich behandelt und pocht auf das Geld.
Ich finde es ist eine sehr heikle Sache.

Beitrag von honolulumieze 06.04.10 - 13:51 Uhr

Wenn dort zwei abgetrennte Wohnungen sind, könntet ihr doch nach dem Ableben der Schwiegereltern deren Wohnung bekommen. Wäre nicht mehr als gerecht. So würde ich es auch vorschlagen. Wie ihr dann mit der Wohnung verfahrt, also Eigennutzung, für die Kinder etc. etc. kann man dann ja immer noch überlegen.

Beitrag von cami_79 06.04.10 - 14:24 Uhr

Hi Berna,

auf das Erbe von meinem Schwivater haben wir freiwillig noch zu seinen Lebzeiten verzichtet. Da dies rechtlich eigentlich nicht geht, haben wir einen Wisch unterschrieben, in dem steht, dass das Erbe schon abgegolten ist (war es aber nie). Wir hatten zu ihm kein gutes Verhältnis und haben "gern" unterschrieben. Wir finanzieren uns selbst.

Sollten wir von meinen Eltern was erben muss dies durch mind. 3 Personen geteilt werden. Sollte einer meiner Geschwister das Elternhaus haben wollen, kann er uns zu einem fairen Preis auszahlen (und wenn er hundert Jahre für braucht - wär mir wurscht. Ich will das Haus nicht und bin nicht auf ein Erbe angewiesen). Ganz verzichten würd ich aber wahrscheinlich nur, wenn die Existenz von meinen Geschwistertn bedroht wäre.

Eigentlich will ich gar nix erben. Von den "ungeliebten" Verwandten nicht, weil ich gar nichts mit denen zu tun haben will und von den "geliebten" nichts, weil die noch ewig leben sollen :-).

LG