Zu hart gewesen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jenx 06.04.10 - 10:37 Uhr

Gestern Abend beim Essen hat unsere Maus zum dritten Mal an diesem Tag ihren Becher mit Kakao umgeschmissen, weil sie am Tisch gehampelt hat. Sie hat für so etwas allgemein ein Händchen, ist auch so eher etwas "ungeschickt". Dementsprechend reagieren mein Mann und ich ohnehin leicht genervt #schwitz

Aber gestern habe ich sie dann NICHT sofort umgezogen (saß quasi im Kakao) sondern sie weiter essen lassen und sie danach aufgefordert, die Sauerei unter dem Tisch mit dem Handtuch aufzuwischen. Julie ist jetzt 27 Monate alt. Ich bin der Meinung, dass man so etwas eigentlich erwarten kann. Sie hat gebockt und gebrüllt und immer wieder "kann ich nich!" gesagt. Ich hab sie dann immer wieder gebeten es weg zu machen, während ich die Küche aufgeräumt habe. Sie wollte immer wieder rausgehen. Dann habe ich sie aufgehalten und zurückgeschickt. Und ich habe ihr erklärt, dass sie, wenn ich mit der Küche fertig bin, alleine bleiben muss, bis sie aufgewischt hat. Hat sie nicht interessiert... #klatsch

Also bin ich dann raus gegangen und habe sie drinnen gelassen. Auch dann hat sie mehrmals versucht einfach unauffällig raus zu gehen. Wenn ich sie zurück geschickt habe, hat sie gebrüllt. Das ging locker ne halbe Stunde... #schwitz Sie hat mir tierisch leid getan... Im Endeffekt kam sie aber schluchzend an die Tür und hat mich gerufen, dass jetzt alles sauber sei. Und...sie hat es toll gemacht! Alles sauber und den Lappen danach ordentlich auf die Spüle gelegt. Sie hat dann aber noch locker ne halbe Stunde vor sich hin geschluchzt, obwohl ich sie sehr gelobt habe.

War das zu hart? Kann sie das schon verstehen? Man muss dazu sagen, dass sie sich um sämtliche Konsequenzen grundsätzlich gerne drückt und mit einem charmanten Lächeln und einem "kann ich nich, hilfs du mich?" bei den meisten Leuten durchkommt (oder wenn sie mal wieder fast auf die Straße rennt mit einem "hab ich nich sehen!").... Aber gerade dann muss sie doch auch lernen, dass sie die Konsequenzen tragen muss und es nicht immer nur reicht, zu lächeln und sich zu "entschuldigen". Und hätte sie sich nicht so angestellt, wäre die Sache ja auch in einer Minute erledigt gewesen. Ich hätte nie gedacht, dass sie so einen Aufstand macht :-(

Wie geht ihr mit solchen Dramen um?

LG
Jenny mit Jamie, Julie und Henri

Beitrag von bonny89 06.04.10 - 10:44 Uhr

Also in meinen Augen war es schon sehr hart ,ja.

Du hättest sie an die hand nehmen könne und es mit ihr zusammen aufwischenkönnen ,dann sagen sollen beim nächsten mal machst du es alleine.

Ich würde das theater keine halbe stunde mit machen, zumal der kleine dann auch noch mit schreien würde.

Vill. versuchst du es beim nächsten mal etwas anderst, zb den kakao wegstellen so lange sie nicht trinkt?

LG bonny mit Yannik knapp3 und Elias 8Monate.

Beitrag von wort75 06.04.10 - 10:45 Uhr

ich finde, wenn sie die tasse aus trotz, wut oder absichtlich umgeschmissen hätte, dann wäre deine methode absolut korrekt und sehr konsequent gewesen.

aber da sie die die tasse eher aus ungeschicklichkeit oder nachlässigkeit umkippte, finde ich das grausam. wenn ihr ruhe beim essen wollt, dann gib ihr doch eine schnabeltasse, einen avent-flaschenaufsatz mit trinkdispenser oder ähliches. nicht jedes muss mit 2.5 jahren schon alles können.

ein bockiges kind, dass etwas extra zerstört, runterschmiesst oder ein handreichung verweigert so zu bestrafen finde ich okay. auch wenns dann mal weint. aber aus ungeschicklichkeit? hättest du erst gar nicht geschimpft, sondern nur auf das (sofortige) aufwischen bestanden, wäre es wohl gegangen. "bitte steht auf und wisch das weg" - hätte sie das verweigert, hättest du sie vom tisch schicken können. aber schimpfen, die augen verdrehen, genervt reagieren, sie im kakao sitzen lassen (würde ich auch - resp. ich ätte einen latz verwendet) und dann NACHHER, wenn für sie die sache längst vorbei ist noch das aufwischen.... ja, das war zu viel.

aber wir sind alle nicht unfehlbar - oder reagieren über. ich schrie gestern mein kind an, weil es sich nicht umziehen wollte zum rausgehen... es gibt immer bessere oder andere methoden. du reflektierst, denkst nach... also tragisch wars wohl nicht.

Beitrag von knutschka 06.04.10 - 10:50 Uhr

Hallo,

ich finde deine Reaktion völlig überzogen und frage mich, was so schlimm daran gewesen wäre, ihr zu helfen.

Anscheinend hat sie es ja nicht mit Absicht gemacht (obwohl ich mit dem Thema "Vorsätzlichkeit" bei so kleinen Kindern überhaupt sehr vorsichtig wäre).

Wir versuchen solche Situationen im Vorfeld zu umgehen, indem wir Becher und Co. eben gleich außer Reichweite stellen. Wenn doch mal was daneben geht, heißt es bei uns "Macht nichts, kann passieren, wir machen sauber". Damit fahren wir ganz gut und im Gegensatz zu deinder Tochter ist unsere Tochter ganz erpicht darauf, alles alleine zu machen. Wenn man für jeden kleinen Fehler immer sämtliche Konsequenzen tragen muss, traut man sich irgendwann logischerweise gar nichts mehr.

LG Berna

Beitrag von bibi22 06.04.10 - 10:57 Uhr

hi!

Ja ich denke, das war überzogen. Hört sich auch danach an als wärst du damit überfordert gewesen.

Du hättest es mit ihr gemeinsam aufwischen sollen, und ihr sagen, dass sie das nächste mal besser aufpassen soll.

ich hab meine (2,5j) erst einmal was wegwischen lassen und das war vor ner Woche. Da hat sie mit dem Lippenstift ihrer Cousine, sich unter ihr Bett (das der Cousine) versteckt und dort richtig schön großflächig alles angemalt. Obwohl ich ihr vorher noch gesagt habe, dass der NUR für die Lippen ist.

Hat zwar kurz geschmollt, hat aber brav weggewischt und es verstanden.

lg bianca
PS: Warst du schon beim Augenarzt mit ihr - die andere Cousine meiner Tochter hat nämlich kein räumliches sehen und wirft deshalb immer alle becher um und sieht sachen leicht seitlich vor ihr nicht. (Tunnelblick).

Beitrag von perserkater 06.04.10 - 10:58 Uhr

Hallo

Ich finde das auch zu hart. Ich hätte ihr geholfen und gut wärs gewesen. Mein Sohn hat in dem Alter auch ständig seinen Becher umgeworfen. Wenn ihm das heute passiert entschuldigt er sich gleich und sagt selber das ist nicht schlimm (#rofl hat er von der Mama) und holt was zum aufwischen. Er ist aber auch 3 und das erwarte ich von ihm. Mit 27 Monaten hätte ich ihm einfach noch Hilfestellung und Beistand gegeben. Die Kleinen sind ja auch selber Unglücklich über ihr Missgeschick.

LG

Beitrag von juniorette 06.04.10 - 10:58 Uhr

Hallo,

bei einem Kind in dem Alter finde ich diese Bestrafung auch zu hart, da es ja keine Absicht war.

Mein Sohn hatte auch die Phase, dass relativ oft der Becher umfiel. Nach dem ersten Umfallen am Tag hat er für den restlichen Tag nur Wasser bekommen, da umgekipptes Wasser einfacher zu beseitigen ist als klebrige Getränke wie Apfesaftschorle oder Kakao (die er eh nur ab und an mal bekommen, sein Standard ist immer noch Wasser).

Mit 2 Jahren hätte mein Sohn das Aufwischen übrigens als Belohnung empfunden, weil er unheimlich gerne gewischt hat, deswegen habe ich grundsätzlich selber gewischt und ihn mit dem Entzug des Privilegs "süße Getränke trinken" bestraft.

LG,
J.

Beitrag von schullek 06.04.10 - 11:01 Uhr

hallo,

ich denke schon, das es sehr hart war. aber ich kann schon verstehen, dass die nerven in gewissen situationen überspitzt sind und man dann auch mal unangemessen reagiert.
eventuell solltest du nochmal mit ihr reden und ihr anbieten, das nächjste mal gemeinsam sauber zu machen, sofern es sich nur um ein missgeschick handelt und nicht iúm absicht.

lg

Beitrag von tigerin73 06.04.10 - 11:11 Uhr

Das kenne ich. Derartige Machtproben gibt es bei uns auch.

Im Gegensatz zu allen anderen, die dir geantwortet haben, finde ich nicht, dass du zu hart warst. Es war nicht das erste, sondern das dritte Mal und selbst wenn sie eher ungeschickt ist: bei Tisch wird nicht rumgehampelt!

Auch dieses Schluchzen hinterher kenne ich. Bei meiner Maus ist das dann eher der Frust, weil sie sich nicht durchgesetzt hat. Aber es ist nun mal so, dass die Regeln nicht von ihr bestimmt werden. Wichtig ist nur, dass du die Gefühlsebene davon trennst: Soll heißen, dass du das, was sie getan hat, nicht gut findest; jedoch darf kein Zweifel bei ihr aufkommen, dass du sie vielleicht deshalb nicht mehr liebhast o.ä., du weißt, was ich meine...

Wie du schon sagst: sie muss lernen, mit den Konsequenzen zu leben, und soooo hart war die Bestrafung ja nicht. Im Gegenteil: ich finde sie passend: sie hat eine Sauerei veranstaltet und soll sie jetzt beseitigen. Gut so, und offensichtlich konnte sie es ja auch.

So, und jetzt dürfen mich alle anderen steinigen...

Gruß

tigerin73

Beitrag von summersunny280 06.04.10 - 11:48 Uhr

stimme dir voll und ganz zu#pro

ich sehe in diesem fall keine unterschied zwischen absicht und ausversehen.
zumal sie ja den becher mehrmals umgestoßen hat.
ja kann das mal passieren aber was ist daran verwerflich wenn sie es denn auch selbst aufwischen muss?

Wenn ich solch ein eine "bitte" nett formuliere wäre es noch nicht mal eine bestrafung!!!!!

In diesem fall kam es als bestrafung an ...die kleine reagierte natürlich mit trotz darauf ....sie wollte es einfach nicht machen .....und da ist es ganz klar richtig bei der konsequenz standhaft zu bleiben.........wenn man einmal nachgibt hat man immer den ärger.

Ich finde es gut wie du es getan hast und du wirst sehen das du immer weniger "bestrafen" musst weil sie nämlich es merken und wissen wenn ich etwas anstelle muss ich mit einer konsequenz rechnen.
Bei uns zuhause ist es SELBSTVERSTÄNDLICH das man etwas aufwischt wenn man etwas verkleckert hat.
Unser großer steht auf nimmt sich nen lappen oder zewa und wischt es auf ..........kommt er nicht dran ruft er ,gib mir mal bitte zewa/lappen........hat er was verkleckert kommen dann auch mal so sätze wie : oh bin ich doof(neues wort)
er weist uns drauf hin wenn wir was versaut haben !!!!
er hat auch schon mal sein zimmer gesaugt.....ich hatte es frisch gewischt und er hatte danach mit knete alles versaut.......gab ihm den sauger in mini einstellung und er saugte ......fand er klasse .....hab jetzt nur das problem das er ständig mit saugen will#klatsch
Mach ich wäsche kommt er und fragt ob er mir helfen kann#verliebt

Bei uns wurde sauber machen nicht als bestrafung ausgelegt sondern das es zum dreck machen dazu gehört



HART wäre in diesem fall die ganze küche putzen zu müssen !!!!was ja wohl ausser frage steht

Beitrag von jenx 06.04.10 - 12:02 Uhr

Oh Gott DANKE! Nachdem wir weiter unten jetzt schon so weit sind, dass ich mein Kind demütige (warts ab, in fünf Minuten mißhandle ich sie dann sicher schon...), beruhigt es mich doch, dass nicht alle der Meinung sind, dass ich ein Rad abhabe...

Ich habe mir zwar Gedanken gemacht, weil sie so lange geschluchzt hat, aber die Erziehung als solches halte ich nach wie vor für korrekt...

Tja, so unterschiedlich gehts zu Hause zu...

Für mich ist sie einfach in der Trotzphase und schaut, wie weit sie mit charmantem Lächeln und Unschuldsaugen kommt, wenn sie gleichzeitig straight ihren Kopf durchsetzt. Genau bis HIER :-p Andere wittern da gleich furchtbare Demütigungen...

LG
Jenny

Beitrag von anira 06.04.10 - 13:02 Uhr

liebe te du ahst in deinem ersten thread aber geschrieben sie ist ungeschickt und hat rumgehampelt
und nu is es doch die trotzphase
???? ja was denn nun


bei trotzphase ok aber bei einfach tollpatschi zu hart
meine 2 cents

Beitrag von jenx 06.04.10 - 13:10 Uhr

??? Sie hat den Teller weggeschubst, weil sie gebockt hat und damit den Becher, der hinter ihrem Teller stand, umgeschmissen. Das heißt für mich Bock + Ungeschicklichkeit = Becher umgefallen... Das hatte ich aber extra nochmal dazu geschrieben. Na egal. Hoffe, es ist jetzt etwas klarer.

Die liebe TE

Beitrag von tigerin73 06.04.10 - 18:55 Uhr

Wenn sie den Teller wegschubst und dahinter der Becher steht, ist das nicht mehr Ungeschicklichkeit. Möglicherweise hat sie sogar in Kauf genommen, dass der Becher umfällt!

Nicht zu hart, sondern genau richtig!

Beitrag von amaramay 06.04.10 - 11:14 Uhr

Hallo, ich finde es auch recht hart...
Was hast du denn für einen Becher??? Plastik fällt schneller um, als ein Porzellanbecher. Evtl. Geschirr wechseln??? Ich nehme für meine Kids gerne den Tupperbecher mit Deckel, daraus kann man dann mit Strohhalm trinken, und wenn er umfällt ist es nicht so eine Schweinerei.

LG D.

Beitrag von loeckchen_2004 06.04.10 - 11:15 Uhr

Manchmal vergisst man in solchen Situationen wie alt das eigene Kind erst ist.

Sie ist erst 2 Jahre alt und das einfachste wäre gewesen die Tasse oberhalb des Tellers zu stellen, gut da kommt sie nicht von alleine hin sondern muß fragen wenn sie durst hat aber da fällt sie auch nicht so schnell um ;-)
Wir haben übrigens alle unsere Gläser rechts oberhalb des Tellers stehen - ich kenn das auch nicht anders...

Die Konsequenz für die Kleine war das sie in nassen & klebrigen Sachen den Kaba aufwischen mußte den sie nicht mit Absicht umgeschüttet hatte und eure Konsequenz? Ich kennt doch euer Kind, du schreibst selbst sie ist sehr ungeschickt und es war schon das 3. Mal an diesem Tag das sie die Tasse umgeworfen hatte. Hättet ihr früher Reagiert und die Tasse weggestellt hättet ihr euch und der Kleinen eine Menge Ärger und schlechtes Gewissen gespart.

Ich denke die Situationen in denen man überreagiert kennt jeder, man ist selbst genervt, gibt das ans Kind weiter das wird dadurch total verunsichert und dann entstehen solche Situationen am laufenden Band

Neuer Tag - neues Glück #klee

Beitrag von sparrow1967 06.04.10 - 11:19 Uhr

Bei uns gibts zu den Mahlzeiten Mineralwasser- da ist dann alles halb so schlimm :-)- nix schmiert oder klebt- es ist halt nur nass.

Und ganz ehrlich: welchem Erwachsenen ist aus Unachtsamkeit nicht auch schon mal etwas umgefallen? Ich hab kürzlich an EINEM Tag 3mal ne Kaffeetasse umgeschmissen.... ja und? Ich bin nicht unfehlbar und meine Kinder auch nicht.
Solange es nicht absichltlich gemacht wird, helfe ich meinem Kind....denn wenn mir ein Mißgeschick passiert, dann bitte ich auch um Hilfe ( hol mal schnell n Handtuch ;-) )

Ich fidne du warst zu hart. DU warst die Stärkere und hast das sehr EINDEUTIG demonstriert. Schade.


sparrow

Beitrag von jenx 06.04.10 - 11:33 Uhr

Also ein Handtuch hab ich ihr gegeben #schein Bloß unter ihren Hochstuhl krabbeln und aufwischen wollte ich nicht... :-p

Beitrag von sparrow1967 06.04.10 - 13:49 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Ich denke, wenn es unanbsichtlich war ( selbst wenn sie am Tisch gezappelt hat ist es für mich unabsichtlich) dann hilft man ;-)

Beitrag von jenx 06.04.10 - 14:36 Uhr

Ich verstehe was du meinst ;-) Aber ich habe eben schon zweimal geholfen. Beim dritten Mal war dann die Luft einfach raus und ich hatte für einen Tag genug Beulen vom unter-dem-Tisch-rumkriechen :-p Sie hat schließlich die kleineren Hände und kommt besser in die Ecken #schein

Beitrag von sparrow1967 06.04.10 - 19:02 Uhr

hmmm..



>>Sie hat schließlich die kleineren Hände und kommt besser in die Ecken<<


Ich glaube ich sollte mal anfangen, meinem Sohn das Eckenputzen beizubringen.... #rofl#rofl#rofl#rofl#rofl


;-)


lg
sparrow

Beitrag von jenx 06.04.10 - 11:27 Uhr

Vielleicht noch kurz eine Ergänzung:

Die erste Tasse fiel morgens um, beim Frühstück, weil sie plötzlich aufgestanden ist, in Straucheln geriet und sich beim Abfangen quasi in die Tasse gestützt hat.
Konsequenz: Tasse weg.

Situation zwei beim Mittagessen...Tasse wurde nur noch auf Nachfrage gereicht und mir dann mit einem hektischen "alleine machen!!!" aus der Hand gerissen. So hektisch, dass sie ihn sich komplett übergekippt hat.

Beim Abendessen haben wir dann vorher gesagt: "Du passt aber jetzt schön auf deine Tasse auf, ok? Dann darfst du das alleine machen".

Und dann eben der Gipfel, sie motzt, weil sie lieber was anderes gegessen hätte und schubst ihren Teller weg und dabei den Becher um, der hinter ihrem Teller stand...

Beitrag von loeckchen_2004 06.04.10 - 11:37 Uhr

Natürlich ist es ärgerlich aber es ist ein ganz normales Verhalten in dem Alter. Das macht unsere Kleine auch und die ist erst 1,5
Da hilft nur schneller sein oder die Tasse ganz weg stellen, ich denke was zählt ist das die Tasse nicht genommen hat um sie auf den Boden zu werfen sondern es ist immer aus Situatioen entstanden die sie vorher nicht einschätzen konnte.

Ich würde sagen es ist ein typischer Fall von "ein schlechter Tag" und wer kennt die nicht

Schwamm drüber ;-) und in Zukunft gibts nur noch Wasser das klebt nicht #huepf

Ich finde du solltest dir nochmal das Alter der Kleinen bewußt machen

Beitrag von miss.cj 06.04.10 - 11:50 Uhr

Keines der drei Fälle weißt auf ein absichtliches Verschütten des Kakaos hin (alles Missgeschicke aus einer Kettenreaktion), du warst also eindeutig zu hart!

Ich finde es furchtbar, dass so viele Ältern (ja bewußt mit Ä) Machtspiele mit ihren Kindern austragen müssen. Damit erreichen sie nichts anderes, als dass die Kinder immer wieder kontra geben werden, weil sie es von ihren Eltern nicht anders gelernt bekommen. Dein Kind ist der Spiegel deiner selbst. Verhalte dich so, wie du es von deinem Kind erwartest, dann wird es auch so handeln lernen. Geht mal etwas schief, steh deinem Kind zur Seite und führ es nicht so vor.

Das, was du gemacht hast, war nur ein Willenbrechen; das Kind hat resigniert und noch lange geschluchzt, spätestens da hättest du sie in den Arm nehmen können und leise mit ihr reden können. Du hättest ihr sagen können, dass du sie lieb hast, auch wenn du mal schimpfen mußt und du eben gerade traurig über das Verschütten des Kakaos warst. Beim nächstem mal wischt ihr zusammen auf, schließlich seit ihr eine Familie und solltet zusammenhalten und nicht euch gegenseitig die Macht streitig machen. ..

Beitrag von jenx 06.04.10 - 12:13 Uhr

Ich habe mein Kind niemandem vorgeführt...wir waren alleine, das ist für mich ein RIESEN Unterschied.

Nein...das Kind hat nachgegeben, nicht resigniert. Und würdevoll nachgeben ist für mich eine sehr sehr wichtige Eigenschaft, die man aber auch erst lernen muss. Kinder wollen oft noch mit dem Kopf durch die Wand und müssen erst lernen, dass ein Nachgeben keine Niederlage bedeutet. Wer sinnvoll nachgibt ist nicht schwach, sondern beweist die Stärke, eigene Fehler einzusehen. Und genau darum ging es hier. Wenn ich einen Fehler mache, dann muss ich dafür sorgen, dass er ausgebügelt wird. Es ist völlig unerheblich, ob ich den Fehler absichtlich gemacht habe, oder aus Versehen.

Ich habe sie, sobald sie rief, in den Arm genommen und gelobt, ihr gesagt, dass sie das doch toll gemacht hat, sie sich das ruhig zutrauen kann. Damit war die Sache für mich auch sofort erledigt. Und ich habe ihr das auch vorher immer ganz ruhig gesagt, ohne zu schimpfen. Sie lediglich darauf hingewiesen, dass sie gesaut hat, ich ihr jetzt nicht helfen kann und sie es bitte alleine aufwischen solle.

Aber sie hat noch zwei Geschwister und die haben auch ein Anrecht auf Mama. Es kann nicht sein, dass sie patzt und ich mich dann auch noch um sie kümmern muss, während ihre Geschwister Abstriche machen müssen.

Ich empfinde das Aufwischen auch nicht als Strafe, sondern lediglich als Konsequenz. Mein Gott, irgendwer musste es doch machen! Es war ja nicht so, dass sie im Büßerhemd die Toilette scheuern musste, sondern sie sollte die selbstverschuldete Sauerei auch selber wegmachen. Ich habe in der Zeit die Küche aufgeräumt, denn das MUSS ich tun. Und anschließend habe ich das Baby rumgetragen und dem Großen dabei seine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen.

Vielleicht auch mal unter dem Gesichtspunkt betrachten...

Viele Grüße
Jenny