Auf Unterhalt verzichten?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nirttac 06.04.10 - 10:56 Uhr

Hallo,

kennt ihr euch mit dem Kindesunterhalt aus?
Der Papa meiner Tochter ist jetzt fertig mit dem Studium und möchte nun Unterhalt zahlen. Er kam neulich zu mir uns fragt, ob ich ihm eventuell etwas entgegen kommen würde.
Nun hab ich mir mal Gedanken gemacht und würde das prinzipiell auch gern tun. Es hat sich schon ein kleiner Haufen an Unterhalt bisher angesammelt und es wäre dann eben die laufende Zahlung ab jetzt. Ich würde gern auf einen Teil verzichten,geht sowas? Darf man das?
Zumindest auf einen Teil von dem Geld, was sich bisher angehäuft hat. Unserer Tochter ging es ja bisher auch gut bei uns ohne dieses geld. Und wenn sie ab jetzt etwas bekommt ist´s ja in Ordnung.
Kennt ihr euch da aus?

Grüße
Nirttac

Beitrag von janavita 06.04.10 - 11:05 Uhr

Hi... Ja - du kannst verzichten, wenn du keinen Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt erhalten hast - dann ist das deine Sache, ob du dem Geld hinterher rennst oder nicht..

Nein - wenn das Jugendamt den Unterhaltsvorschuss gezahlt hat - dann schuldet der Papa den Unterhalt dem Amt, was von ihm irgendwann gefordert wird...

ich lasse mich aber gerne einen besseren belehren...

Gruß

Beitrag von windsbraut69 06.04.10 - 11:10 Uhr

Nein, genau genommen darfst Du gar nicht verzichten, da es nicht Dein Anspruch ist, sondern der Deiner Tochter.
Sie könnte dieses Geld schlimmstenfalls irgendwann dann von Dir einklagen.

Ich würde es auch ehrlich gesagt nicht einsehen, zu verzichten, Du mußtest Deinen Verpflichtungen doch bislang auch nachkommen und kannst nicht mit ihr handeln.

LG

Beitrag von seikon 06.04.10 - 11:14 Uhr

Nein, du darfst nicht auf den Unterhalt verzichten. Du hast als betreuende Person im Sinne deines Kindes zu handeln. Und der Zahlungsanspruch gegenüber dem Kindsvater geht ja vom Kind aus und nicht von dir. Du bist derzeit nur der gesetzliche Betreuer.

Würdest du jetzt auf Unterhalt vom Kindsvater ganz oder teilweise verzichten, dann kann dein Kind dich mit 18 Jahren in die Mangel nehmen und den entgangenen Unterhalt von dir einklagen.

Beitrag von nirttac 06.04.10 - 11:19 Uhr

ok, danke für eure antworten!
das wusste ich noch nicht (daher frage ich ja ;-) )
und wofür genau ist der unterhalt? muss ich das meiner tochter auf ein konto machen für später? ist es dafür, dass sie jetzt bei mir lebt,sie hier essen,kleidung,und alles was sie braucht hat? versteht ihr wie ich das meine? wenn der unterhalt jetzt bei uns hier mit einfließen würde, dann könnte sie ihn doch auch von mir zurückfordern oder nicht?

Beitrag von anyca 06.04.10 - 11:26 Uhr

Der Unterhalt ist für jetzt - Miete, Strom, Essen, Kleidung, Schulbücher etc. etc. Würde der Vater mit im Haushalt leben, wärt ihr ja auch nicht verpflichtet, monatlich etwas für die Tochter aufs Sparkonto zu tun.

Beitrag von susannea 06.04.10 - 12:34 Uhr

Nur auf deinen Unterhalt kannst du verzichten, nciht auf den für deine Tochter, die kann ihn später auf jeden Fall einklagen, egal was du sagst!

Beitrag von nick71 06.04.10 - 14:30 Uhr

Hast du denn überhaupt ein Titel bzw. ist der KV irgendwann schriftlich zur Unterhaltszahlung aufgefordert worden? Denn anderenfalls können ja gar keine Unterhaltsrückstände existieren...

Beitrag von nirttac 06.04.10 - 16:12 Uhr

japp,hab seit 2 jahren einen titel

Beitrag von nick71 06.04.10 - 18:40 Uhr

Warum vereinbarst du nicht mit dem KV, dass er den aufgelaufenen Unterhalt irgendwann nachzahlt? Wenn er studiert hat, wird er doch sicher in ein paar Jahren entsprechend verdienen, sodass das kein größeres Problem darstellen sollte...