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Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von similia.similibus 06.04.10 - 12:22 Uhr

Jetzt schon die dritte Frau in meinem (entferneren) Bekanntenkreis: relativ früh mit Traummann zusammen gekommen. Er studiert, sie ausgelernt, gearbeitet und das Geld verdient und ihn finanziell während des Studiums unterhalten. Nach dem Studium dann die Hochzeit, die Selbständigkeit (einmal Architekt, einmal Steuerberater, einmal leitender Angestellter), Hausbau usw. Die Frau hat ihm immer den Rücken frei gehalten. Sprich: er hat Karriere gemacht, sie hat die Kinder erzogen, das Haus verwaltet und teilweise im Büro mitgearbeitet. In den ersten Jahren musste noch sehr gespart werden, kaum Zeit für Urlaub oder Vergnügungen oder sonstige gemeinsame Freizeit. Und jetzt, die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, die Selbstständigkeit ist gut angelaufen, das Büro erfolgreich expandiert und der Angetraute hat endlich Zeit für seine Frau....und was passiert? Er verlässt Hals über Kopf (so hat es den Anschein) seine Familie für eine deutlich jüngere, knackigere Frau ohne Kinder. Um, wie er sagt, das Leben endlich zu genießen zu können. Ha! #aerger Und sie sitzt da mit den halbwüchsigen Kindern und kann zusehen. Was ist denn mit den Männern los? Können die ihr Leben nicht auch mit ihrer "alten" Frau genießen? Ihre Frau endlich auf den Händen tragen, die sie verdient haben, nachdem sie ihren Männern jahrelang, auch in schweren Zeiten, zur Seite gestanden haben?

Klar, sind diese "alten" Ehefrauen optisch meist nicht mit den jungen "unverbrauchten" zu vergleichen. Aber wie war das nochmal mit der Liebe? Wie war das nochmal mit dem: in guten wie in schlechen Zeiten? Wie war das nochmal mit dem: sie hat DEINE Kinder in ihrem Leib getragen und unter SChmerzen geboren?

Ich finde es echt zum Kotzen. Die "alten" Ehefrauen, die nun zurück bleiben, sind in dem Fall hier keine dummen Truttchens, sondern schicke, gepflegte, elegante aber eben reife Frauen, die sich geschmackvoll anzuziehen wissen und stilsicher auftreten.

Kann mir mal einer sagen, was diese Männer reitet, die diese Frauen verlassen wegen eines jungen Dingens? #aerger

Beitrag von petra1982 06.04.10 - 12:26 Uhr

Hart ist sowas wirklich, aber wennd ie Gefühle weg sind was willst du machen?

Beitrag von similia.similibus 06.04.10 - 12:30 Uhr

Dass nach 15 - 20 gemeinsamen, zum Teil harten Jahren, die Flugzeuge im Bauch nicht mehr fliegen, müsste doch jedem klar sein. Das ist bei den Frauen, die nun zurück bleiben, nicht anders. Liebe hat aber mit den Flugzeugen auch wenig zu tun.
Man könnte meinen, diesen Männern ist das Gehirn in untere Regionen abgesagt!

Beitrag von similia.similibus 06.04.10 - 12:33 Uhr

abgesackt natürlich und nicht abgesagt!

Beitrag von petra1982 06.04.10 - 14:32 Uhr

Klar aber wenn man den andern nicht mehr mag, und genervt oder hass empfindet, willste dann zwingen weiter so zu leben oder wie soll ich das verstehen? Also Liebe geht manchmal weg und dann sollte man fair zu allen sein und es beenden...

Beitrag von similia.similibus 07.04.10 - 10:38 Uhr

Hmm....mag sein. Aber wenn die Liebe weggeht, dann sollte man sich dann trennen, wenn sie weggegangen ist. Hier macht das den Eindruck, dass sie Männer alles in Ordnung fangen mit der "alten" Ehefrau, bis eine neue, jüngere und somit in ihren Augen bessere Frau auf den Plan trat. Das macht so eine Trennung bitter und unfair.

Beitrag von granate05 06.04.10 - 12:28 Uhr

Hallo

Ich finde sowas auch furchtbar ungerecht.

lg

Beitrag von similia.similibus 06.04.10 - 12:33 Uhr

Ja. Das ist es wirklich! :-(

Beitrag von marju 06.04.10 - 12:36 Uhr

Jeder hat das Recht, sein Leben so zu gestealten, wie es beliebt. Warum in verfahrenen Kisten ausharren?

Beitrag von similia.similibus 06.04.10 - 12:38 Uhr

Klar. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan also weg mit ihm! :-(

Beitrag von marju 06.04.10 - 12:40 Uhr

Warum so negativ? Bist du verlassen worden?
Auch für den Verlassenen öffnen sich neue Türen und Chancen. Das muß man auch mal SO sehen! #aha

Beitrag von similia.similibus 06.04.10 - 12:45 Uhr

Nein, ich bin nicht verlassen worden. Findest du mich negativ, weil ich mich über die Vorgehensweise dieser drei Männer aufrege?

Man(n) bedenke, dass KEINERLEI Gespräche geführt wurden darüber, dass der Ehemann warum in irgendeiner Form unzufrieden in der Ehe ist. Die verlassenen Frauen sind ahnten nichts! Sie bekamen keine Chancen, etwas zu verändern. Plötzlich war da die Jüngere und sie bekommen an den Kopf geworfen, dass ihre Männer mit eben diesen jüngeren Frauen nun das Leben genießen wollen, dessen Früchte die "alten" Ehefrauen mit ihnen gemeinsam gesät haben.

Das findest du richtig?

Beitrag von marju 06.04.10 - 13:16 Uhr

Fändest du es richtig, in unehrlichen Gefühlen neben dem Partner auszuharren?
Natürlich ist deine geschilderte Situation moralisch nicht korrekt. Aber was ist schon korrekt? In Lüge weiterzuleben sicher auch nicht.

Beitrag von similia.similibus 06.04.10 - 13:36 Uhr

Korrekt wäre gewesen, nicht gleich alles hinzuwerfen bzw. rechtzeitig an der Beziehung zu arbeiten. Das ist eine Wegwerfgesellschaft heute, das ist schwer auszuhalten für mich. Du glaubst doch nicht, dass das, was diese Männer zu den jungen Frauen zieht, echte Liebe ist?

Beitrag von marju 06.04.10 - 15:07 Uhr

Zuweilen denke ich schon, das es echte Liebe sein könnte. Warum sollte das auch nicht möglich sein? Ein junges Ding zu lieben? Natürlich werden andere Attribute vordergründig sein - aber so what?

An der Beziehung arbeiten.......hätte vielleicht auch die Ehefrau. Irgendwann genügt es eben nicht mehr, nur den Haus- und Homemanager zu spielen, der dem Mann den Rücken freihält und sich selbst darüber vergisst...............

Beitrag von similia.similibus 07.04.10 - 10:35 Uhr

Wer sagt denn, dass sich die Frauen von denen ich hier spreche, selber vergessen haben?

Ich weiß nicht, was du für ein Bild vor Augen hast. Aber alle drei Frauen sind gepflegt, gut angezogen und gebildet. Wenn eine Frau nicht oder nur teilweise berufstätig ist, heißt das doch noch lange nicht, dass sie das Pruttchen am Herd ist. Ich glaube, das gibt es heutzutage sowieso nicht mehr. Diese Frauen sind halt nur nicht mehr Mitte 20 oder Anfang 30 sondern in den 40igern.

Und wenn man als Frau denkt, dass alles in Ordnung ist, was sollte man dann ändern? Dazu muss der Partner ja erstmal signalisieren, dass ihm etwas fehlt oder er sich so in der Beziehung nicht mehr wohl fühlt.

LG
simsim

Beitrag von zeitblom 06.04.10 - 14:08 Uhr

Wenn Manager grosse Fehler gemacht haben oder kontinuierlich nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen, werden sie hinausgeworfen, ohne ihnen nun im Details zu erklären, wann und wie sie sich falsch verhalten haben. Warum sollte dies bei der Hausmanagerin anders sein?

Dass dies erst passiert, wenn "man" aus dem Gröbsten raus ist, mag daran liegen, dass erst dann genug Luft und Zeit ist, sich umzuschauen und seinen Blick auf anderes als die berufliche Laufbahn, den Hausbau oder so zu wenden.

Und wenn schon eine grundsätzliche Neuorientierung und Neugewichtung seines Lebens, warum nicht mit einer 20 Jahre jüngeren Frau, mit der die Welt aus neuen, frischeren Augen gesehen werden kann?

Im übrigen werden die meisten Beziehungen wohl noch von Frauen beendet. Und deren Gründe interessieren mich eher nicht...

Beitrag von similia.similibus 07.04.10 - 10:40 Uhr

Zitat: "Wenn Manager grosse Fehler gemacht haben oder kontinuierlich nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen, werden sie hinausgeworfen, ohne ihnen nun im Details zu erklären, wann und wie sie sich falsch verhalten haben. Warum sollte dies bei der Hausmanagerin anders sein?" Zitat Ende

Ach - die Ehefrau ist für dich eine Hausangestellt, die man jederzeit kündigen kann und sollte, wenn sie deinen Ansprüchen nicht genügt? #schock#aerger

Beitrag von zeitblom 07.04.10 - 11:49 Uhr

Ja... ;-).... sind es nicht die Hausfrauen, die sich selber als Familienmanager sehen?

Beitrag von similia.similibus 08.04.10 - 09:00 Uhr

Hausfrauen managen vielleicht die Familie aber sie sind doch nicht Angestellte ihres Ehemannes, die von diesem je nach Leistungsbereitschaft gefeuert werden können. Wenn du das so siehst...deine arme Ehefrau. :-(

Beitrag von granate05 06.04.10 - 12:41 Uhr

Ich würde mal behaupten, dass dem nicht so ist.

Die Männer, über deren Leben geschildert wurde, verdienen nun gut und haben auch den Nachwuchs nicht an der Backe kleben. Sie können sich leicht ein junges Ding suchen und das Leben genießen.

Ich denke mal, dass es da die verlassenen Frauen deutlich schwerer haben, ihr Leben so zu gestalten wie es bliebt.

lg

Beitrag von similia.similibus 06.04.10 - 12:46 Uhr

Richtig!

Beitrag von marju 06.04.10 - 13:17 Uhr

Das denke ich nicht. Sie haben die gleichen Chancen, sind nur nicht so flexibel.

Beitrag von thyme 06.04.10 - 12:41 Uhr

"Kann mir mal einer sagen, was diese Männer reitet, die diese Frauen verlassen wegen eines jungen Dingens?"

Ja. Die Angst vor dem Altwerden.

Musst noch das Ende der Geschichte erzählen: Die älteren, gepflegten und stilsicheren Frauen finden irgendwann ein charmantes Gegenüber, dass sie auf Händen trägt und mit dem sie Ferien in der Toskana machen.
Währenddessen....kriegen die jungen Stuten ihr erstes Kind und die alten Hengste entwickeln eine Leidenschaft dafür, dem Neunachwuchs die Stinkewindeln zu wechseln. Und weil Stütchen emanzipiert ist, steht der ältere Herr 4x in der Nacht auf, um dem schreienden Kleinkind den Schoppen zu geben und anschliessend an der Vorstandssitzung mit Augenringen und Babykotze auf dem Hemd aufzutauchen.

Beitrag von granate05 06.04.10 - 12:43 Uhr

#rofl
Dann gibt es sie doch noch, die Gerechtigkeit?

lg

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