Kinderwunsch, Trennung, wie soll alles weiter gehen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von summerday10 06.04.10 - 13:20 Uhr

Hallo!

Ich weiss momentan einfach nicht mehr weiter. Erzähle mal kurz und zwar:
Ich bin noch 37 Jahre, habe eine 4jährige Tochter und bin seit einem Jahr von meinem Freund und Vater meiner Tochter getrennt nach 8 Jahren. Es war nur noch Streit, verstehen uns jetzt ganz gut und die Umgangsregelung funktioniert auch. Unternehmen ab und an auch noch etwas gemeinsam.

Nur ein Neuanfag könnte ich mir nicht vorstellen, da zuviel böse Worte gefallen sind. Es sitzt tief in mir.

Da ich jetzt bald 38 Jahre alt werde, bin ich für ein weiteres Kind ja nicht mehr sehr jung und habe nicht mehr viel Zeit. Das macht mich völlig fertig, da ich mir noch so sehr eines wünsche.

Nur mal eben einen neuen Partner kennenlernen mit Familiensinn ist auch nicht gerade leicht.

Meine Frage: Was für Aussichten habe ich? War schon mal jemand in der gleichen Situation? Was kann ich machen?

Jeden Tag beschäftige ich mich damit, wie alles weiter gehen kann, nur wegen den Kinderwunsch, wenn der nicht wäre, wäre ich zufriedener.

Was kann ich maaaaachen-ich weiss es nicht. Den Kinderwunsch abhacken, fällt mir auch soooooo schwer..............

Ganz viele Grüsse

Beitrag von clautsches 07.04.10 - 09:29 Uhr

Hallo!

Ich kenne diese Überlegungen gut. Bin allerdings erst 29 und hab somit noch keinen Stress.

Jedenfalls ist es für mich definitiv eine Option, ohne Partner noch ein Kind zu bekommen (zB über eine Samenbank), wenn der Wunsch übermächtig wird.

Wollte mein ganzes Leben lang niemals ein Einzelkind haben und kann mich auch als glückliche Alleinerziehende nicht mit dem Gedanken abfinden.
Also, sollte nicht zufällig in den kommenden Jahren der Traummann vor meiner Tür stehen (woran ich nicht wirklich glaube), dann werd ich mich wohl über andere Möglichkeiten informieren...

LG Claudi

Beitrag von dassmarti 07.04.10 - 10:46 Uhr

Hallo!
Kann ich verstehen, war bei mir ähnlich.
Allerdings bin ich jetzt "erst"34 und schwanger.
Als aber damals die Probleme mit meinem Mann kamen, war mein Sohn erst zwei Jahre alt und ich wollte unbedingt Geschwister für ihn.
Ich machte ein Pflegeelternseminar mit und nahm auch ein Pflegekind auf.... So wie das Leben manchmal spielt, waren es dramatische Jahre- das Pflegekind kam zurück zu seinen leiblichen Eltern, die nach Drogenentzug das Sorgerecht zurückbekamen- in fast meiner größten Verzweiflungsphase lernte ich meinen jetzigen Partner kennen....
Jetzt sind wir knapp zwei Jahre zusammen und bekommen unser Wunschkind! Er wollte von Anfang an ein Kind, ich habe ihn erstmal gebremst ein Jahr, bis unser Zusammenleben zu dritt Alltag wurde (mit meinem Sohn).
Ich kann es manchmal immer noch nicht fassen dass es jetzt bald wahr wird- noch ein Baby!

Und: Meine Freundin bekommt gerade mit 43Jahren ihr Wunschkind- vorher war dafür nicht die Zeit in ihrem Leben.

Gib nicht auf! Es ist nicht gut, gleich bei einem neuen Partner nur an ein Kind zu denken- aber man kann sich auch einiges ersparen, indem man z.B. im Internet bei Profilen nur Leute datet, die auch einen Kinderwunsch haben oder sogar schon eigene Kinder.
Samenspende, Kind unterjubeln etc. sehe ich eher als egoistisch an- ein Kind braucht Mama und Papa als greifbare Personen, auch wenn man nicht zusammenlebt.

LG und viel Glück, Marti!