...hätte nicht gedacht, dass es so lange dauert....

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von kerstim 06.04.10 - 13:26 Uhr

Entbindungstermin 12.03.2010.
Dieses mal wollte ich mich nicht so sehr auf diesen Termin fixieren, wie bei meinem ersten Kind. Aber je näher der Termin rückte, desto ungeduldiger wurde ich. Muss dazu sagen, dass bei meinem 1. Kind bei Et+8 eingeleitet wurde, da mein Körper damals noch nicht geburtsbereit war, die Plazenta aber schon verkalkt war u das Kind nicht mehr optimal versorgt wurde. Die Einleitung endete in einem Kaiserschnitt. Dieses mal hatte ich mir fest vorgenommen das Kind vaginal zu bekommen. Ich war also ziemlich nervös und hoffte sehr, dass dieses mal die Geburt von alleine begann.
Am 14.03.2010 habe ich abends einen strammen Fußmarsch absolviert, hab mir meine ganze "Wut" u Nervosität "abgelaufen". Bin im Stechschritt bergauf u bergab, Treppen rauf und runter. Hab mich danach viel besser gefühlt. Nachts um 2 Uhr bin ich von Wehen aufgewacht, die kamen so alle 15 min u taten auch etwas weh, zumindest so stark, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Frühs hat dann mein Mann beschlossen, dass er lieber nicht arbeiten geht, hatten ja die Hoffnung, dass es nun bald richtig los geht. Aber nein, die Wehen wurden nicht stärker, hörten aber auch nicht auf, hatte den ganzen Tag über Wehen im Abstand von 15 min. Abends kam dann meine Hebi vorbei, weil mir das ganze einfach nicht geheuer war. Aber sie meinte, dies seien noch keine Geburtswehen, Muttermund war auch noch zu.... Sie hatte mir dann Schmerzmittel da gelassen, damit ich nachts schlafen kann. Leider haben die nix genutzt u ich habe mich wieder die ganze Nacht mit den Wehen rumgeschlagen, wieder nichts geschlafen. Dienstag ging s dann den ganzen Tag so weiter, allerdings waren die Wehen nun noch etwas hefitger. Abends war wieder die Hebi da. Muttermund 1-2 cm auf, aber immernoch nicht so, dass wir ins Krankenhaus gehen sollten.
Gegen halb 12 habe ich es dann aber nciht mehr ausgehalten u wir haben uns auf den Weg ins Krankenhaus gemacht. Dort angekommen, nahm uns meine Hebi schon in Empfang. Muttermund nun 5 cm auf u ich voller Hoffnung, dass wir nun bald unser Baby im Arm halten würden. CTG wurde geschrieben, ein Einlauf gemacht, gegen 3 Uhr war der Muttermund leider erst bei 6 cm, hat sich nicht viel getan, obwohl ich mich echt rumgeplagt hab. War zwischenzeitlich auch noch in der Wanne, da hab ich s aber kaum drin ausgehalten. Also wieder auf s Bett, CTG schreiben. Da hat die Hebi dann festgestellt, dass ich ständig "Doppel-Wehen" hatte. D.h. ich hatte ne Wehe, kaum dass die rum war kam gleich die nächste und dann war ne Pause von ca. 4-5 min. Das war natürlich nicht optimal. Meine Schmerzen waren mittlerweile sehr stark u ich war sehr geschwächt, weil ich ja die 2 Nächte davor auch nix geschlafen hatte. Hab dann ne PDA bekommen u das ganze war gleich viel erträglicher, hab die Wehen zwar immernoch gespürt, aber es war nicht mehr so schmerzhaft.
Leider hatte sich gegen 5 Uhr am Muttermund immernohc nicht viel mehr getan. Das hat noch bis ca. 9 Uhr gedauert, da war der Muttermund dann zwar auf (gegen 7 Uhr hat die Hebi die Fruchtblase geöffnet), allerdings hat sich das Köpfchen unseres Babies nicht optimal gedreht. Sie lag mit dem Gesicht nach oben...deshalb ist sie nicht richtig ins Becken gerutscht bzw. am Schambein vorbei. Hatte nun auch wieder richtig dolle Schmerzen bei den Wehen, da die Wirkung der PDA nachgelassen hatte. Die Hebi meinte nun aber, dass vielleicht doch ein Kaiserschnitt gemacht werden müsse, wegen Geburtsstillstand. Sie wolle aber noch den Arzt befragen. Nachdem dieser mich untersucht hatte, hat er beschlossen unsere Kleine mit Hilfe der Saugglocke zur Welt zu bringen. Ging dann relativ schnell alles. Die Saugglocke wurde geholt, und los ging s. Leider ist der Arzt einmal abgerutscht u danach hab ich echt gedacht, ich kann nimmer bzw. ich bringe den Arzt gleich um. Wär am Liebsten weg gelaufen. Fand nichtmal die Schmerzen so schlimm, fand einfach nur das Pressen extrem anstrengend. War aber natürlich gleich alles vergessen, nachdem die Kleine mir auf den Bauch gelegt wurde. Konnte gleich schon wieder lachen, ist echt der Hammer, dass man das gleich wieder so vergisst. Unsere Lea war von der Geburt auch total geschlaucht...aber der Kinderarzt hat uns zum Glück gleich beruhigt. Die Saugglocke hat unsere Kleine auch gut weg gesteckt, hatte keine Schmerzen (zumindest hat sie uns diese nicht durch Schreien mitgeteilt) u so schlimm sah ihr Kopf auch nicht aus, nur ein kleiner blauer Fleck, von dem man aber jetzt schon nichts mehr sieht.
Ich bin sehr dankbar, dass mein Wunsch in Erfüllung ging u ich unser Baby vaginal entbinden durfte, auch wenn nicht alles optimal gelaufen ist. Wir sind einfach froh u dankbar, dass sie gesund bei uns angekommen ist u genießen nun unser Kennenlernen.
Kerstim