Massives Untergewicht bei Dreijähriger - was soll ich noch tun???

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von delphin3003 06.04.10 - 14:04 Uhr

Hallo zusammen,
vielleicht weiß ja hier jemand einen Rat. Ich bin inzwischen wirklich sehr besorgt. Meine Kleine ist 3,5 Jahre alt und eigentlich fit und gut drauf.
Das einzige, was mir ernsthaft Sorgen macht, ist ihr Gewicht. Sie kam schon klein und dünn auf die Welt (Geburtsgewicht 2330 g und 46 cm groß). Aber sie ist kein Frühchen gewesen. Bei uns in der Familie sind alle eher schmal, auch als Kinder, aber soooo dann doch nicht. Sie wuchs langsam und nahm gaaanz langsam zu. Zwergwuchs schloss die Kinderärztin aus, aber dann wurde Wachstumsstillstand diagnostiziert.
Als sie knapp ein Jahr alt war, sind wir zur Diagnostik ins KH. Ohne Befund. Alles mögliche wurde gecheckt, aber alles i.O. Wir wurden wieder entlassen, nachdem man auch das Essverhalten als ok befunden hatte.
Blut wurde untersucht, besonders Schilddrüsenwerte, die Schilddrüse auch noch mal vom Spezialisten untersucht - NICHTS.

Ich habe das dann alles so akzeptiert und sie hat sich auch prima entwickelt, wenn auch körperlich eher langsam. Ein Jahr später dann wieder das gleiche Spiel. Die Kinderärztin wollte uns wieder ins KH einweisen, aber die wußten auch nicht so recht, was sie mit uns anfangen sollen und haben uns dann zur Ernährungsberatung geschickt. Da sind wir hingegangen, aber meine Tochter ist zwar keine gute Esserin, aber alles noch normal.
Also haben wir das zwar mitgemacht, aber ohne nennenswerten Erfolg. Inzwischen finde ich die Entwicklung allerdings dramatisch:

9,5 kg und noch keine 90 cm mit 3 Jahren und 7 Monaten!!!!!

Im Januar war sie krank und hat daraufhin noch mal abgenommen. Das haben wir mühsam wieder mit Trinknahrung und Aufpäppelkost halbwegs auf 9,8 gesteigert und dann schon wieder letzte Woche: 9,5 kg. Die Kinderärztin versteht zwar meine Sorge, macht aber nichts. Habe im Juni einen Termin beim Ostöopaten, früher gibts nichts. Und heute gehe ich zu einem anderen Kinderarzt, aber ich weiß einfach nicht weiter. Was soll ich noch tun? Sie ist soo zart und sieht so zerbrechlich aus. Das kann doch nicht normal sein? Seit einer Woche hat sie Bauchweh und hat sich 3x erbrochen. Kann natürlich ein normaler Virus sein, aber sie hat weder Fieber noch ist sie schlecht drauf. Sie erbricht nur gelegentlich nach dem Essen oder klagt über Bauchweh. Wäre ja nicht so beunruhigt, wenn nicht das Untergewicht wäre...

Geht es jemanden ähnlich oder weiß jemand, was ich noch tun kann?

Vielen Dank schon mal im Voraus - und sorry für den langen Text, wollte das nur alles mal beschreiben...

LG delphin

Beitrag von caterina25 06.04.10 - 14:18 Uhr

Das hört sich für mich nach einer Stoffwechselerkrankung an. Davon gibt es einige, die nur schwer festzustellen sind.
Ich schlage vor, dass Du mit Deinem Kind zur nächsten Uniklinik fährst und sie dort untersuchen lässt. Manchmal muss man tatsächlich Klinken putzen, bis die richtige Diagnose festgestellt ist.
Bei mir im nähreren Umfeld gibt es auch ein Kind, was eine seltene Stoffwechselerkrankung hat. Auch das Kind hat extremes Untergewicht aber leider noch weitere Störungen. Die Mutter ist in einem Art verein, google das mal....seltene Krankheiten.....
Dort werden auch Kliniken etc. empfohlen.
Alles Gute!

Beitrag von baby09 06.04.10 - 14:28 Uhr

Hallo!

Ist Dein Kind auch schon einmal auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten getestet worden? Meine Nichte hatte jahrelang eine Lactoseunverträglichkeit und hat auch oft erbrochen und über Bauchschmerzen geklagt. Und das - mittlerweile fast erwachsene - Kind einer Bekannten hat eine Kuhmilchunverträglichkeit. Seitdem das entdeckt wurde und sie "anders" isst, nimmt sie auch wieder zu. Sie war auch immer furchtbar dünn.

Ich wünsche EUch alles Gute!

LG Yvonne

Beitrag von baby09 06.04.10 - 14:29 Uhr

Sorry, die Antwort sollte an "delphin" gehen!

LG Yvonne

Beitrag von sonnenblume77 06.04.10 - 14:29 Uhr

Hallo,

ich würde auch eine Spezialklinik (Uniklinik) aufsuchen. Auch wenn es weiter weg ist. Erkundige dich nach der richtigen.

Jedenfalls wünsche ich euch alles Gute und hoffentlich kann man deiner Kleinen helfen.

Liebe Grüße
Sonnenblume

Beitrag von doucefrance 06.04.10 - 18:41 Uhr

Hallo,
von einer Bekannten damals die Tochter war auch sooo zierlich und klein. Größe immer am unteren Limit, dann mit 3 aufeinmal nach unten rausgefallen. Gewicht ebenso.
Zig Blutuntersuchungen wurden gemacht - nichts.

Meine Bekannte hat ewig gedrängt und Druck gemacht, dann folgte endlich eine Überweisung zur Abklärung Kleinwuchs bzw. wegen des Größenstillstands. Die Ärzte von dort haben dann eine Magen- und vor allem Darmspiegelung veranlasst.
Heraus kam Zöliakie, darauf wären die beiden Kinderärzte der Praxis nie gekommen, weil bis auf og. Dinge nichts darauf hingewiesen hatte.

Nachdem das Kind streng Diät hielt, hat sie schnell an Gewicht und Größe zugelegt. Liegt jetzt im mittleren Bereich der Kurve und ist ein "ganz normaler " Teenager. Mit der Diät hatte sie sich damals schnell arrangiert.

Liebe Grüße

Beitrag von anja96 06.04.10 - 19:35 Uhr

Hallo,

der Kleine meiner Freundin war auch immer klein und ganz leicht - er war allerdings auch ein Frühchen. Als er ca. 5 Jahre alt war, wurde mit den Wachstumshormonen begonnen. Mittlerweile ist er bald 9 Jahre alt und genauso groß und schwer wie die anderen Kids in seinem Alter.

Eine Vorrednerin schrieb noch, daß Du auf Zöliakie untersuchen lassen sollst. Das wäre auch eine Möglichkeit, das hat nämlich die Tochter meiner Freundin auch. Sie war auch immer leichtgewichtig bis dann im Rahmen ihrer plötzlich entstandenen Diabetes eine Darmspiegelung gemacht wurde und eben auch die Zöliakie diagnostiziert wurde. Seither ist sie normalgewichtig.

Habt Ihr kein SPZ in der Nähe? Dort würde ich einen Termin vereinbaren.

LG, Anja

Beitrag von lampe123 06.04.10 - 20:15 Uhr

Hallo!

Als erstes kam mir jetzt Zöliakie in den Sinn.

Ich würde dir auch raten umgehend einen Termin (und auf Dringlichkeit pochen) in einer Uni-Kinderklinik auszumachen. Lass dir einen Termin in der Endokrinologischen Sprechstunde (Wachstum) und in der Gastroenterologischen Sprechstunde geben. Ich würde beides kombinieren.

Alles Gute

Beitrag von bruja2005 06.04.10 - 20:37 Uhr

Ich wuerde auch sofort in die Uni fahren nimm die Brecherei als Anlass, dass Du einen schnellen Termin bekommst.
Ich denke auch es ist ein Problem des Stoffwechsel, einer Unvertraeglichkeit oder auch anatomisch irgendwas im Verdauungsbereich nicht OK.

Wenn ein Kind Naehrstoffe nicht umsetzten kann dann beeibflusst und schaedigt das die geistige Entwicklung von der Koerperlichen mal abgesehen und dass ist dann eventuell irgendwann irreversibel. Das ist jetzt total Schwarzmalerei meinerseits, aber es kann doch nicht angehen dass die keine weiteren Untersuchungen machen ??? Bin entsetzt und bei dem Gewicht wuerde ich in der Praxis vom Arzt campen.

Meiner ist auch ne duenne Version und auch sehr leicht, aber dass ist definitiv zu wenig soviel wog meiner mit 1.5 J

Ich hoffe sehr Du gehst in die Klinik und Euch wird geholfen lass uns wissen wie es weitergeht !!!!

Alles Gute und LG
Nic

Beitrag von vivia 06.04.10 - 22:40 Uhr

Hallo,
das mit der Zölliakie wäre vielleicht wirklich ein Ansatzpunkt, mir fiel dazu die Freundin meiner Tochter ein:
Die Mädels sind beide 13, meine Tochter ist inzwischen fast 170 cm groß, ihre Freundin ca. 140 cm, d.h. sie braucht noch immer einen Kindersitz im Auto. Außerdem ist sie ganz zart und dünn. Bei ihr wurde vor ca. 2 Jahren Zölliakie diagnostiziert.
Du könntest das auch mal - falls Du Deiner Maus diese Untersuchungen ersparen willst - bei einem guten Kinesiologen austesten lassen. Ich habe da beste Erfahrungen und kann das nur empfehlen!
Liebe Grüße und alles Gute
Vivia

Beitrag von palesun 07.04.10 - 07:42 Uhr

Bin kein Arzt: aber meine Freundin wäre wegen Zöliakie fast verhungert. Im letzten Moment hat es eine Homöopathin erkannt.
Dann muss die gesamte Ernährung umgestellt werde, es gibt ein Buch mit den Produkten die man essen darf.

Bleib dran, ich wünsche Euch alles alles Gute.

palesun

Beitrag von delphin3003 07.04.10 - 17:35 Uhr

Erst einmal vielen lieben Dank für eure Antworten. Werde jetzt gezielt nach Zöliakie fragen und auf genaueste Untersuchungen bestehen. Der Arzt gestern hat uns geraten, das Ganze in einer Kinderklinik, die auf Diagnostik spezialisiert ist, noch mal abzuklären. Dort haben wir in 3 Wochen einen Termin. Früher ging leider nicht.
Werde parallel noch mal einen Heipraktiker zu Rate ziehen, auf jeden Fall zeigen mir eure Antworten, dass es wirklich Handlungsbedarf gibt und nicht weiter abgewartet werden sollte! Ich werde jetzt wirklich darauf bestehen, dass nicht nur gesucht wird, sondern gezielt gefunden...

Danke nochmal!
delphin3003

Beitrag von lajo 21.05.10 - 22:09 Uhr

Was kam daraus, hat dein Kind Zöliakie? Mein Kind hat es. lg katrin