Eltern, Depressionen, Am ende der Kraft....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von anonym1234 06.04.10 - 14:55 Uhr

Hallo,
ich bin seit einigen Monaten getrenntlebend von meiner Frau u. Kind, habe inzwischen auch eine neue Freundin die ein bereits schulpflichtiges Kind hat (meien eigene Tochter ist 1,5 Jahre).
Die Scheidung verläuft im Sinne des Kindes ab zumindest bislang war es immer so.
Mein Problem... Meine Eltern... Meine Freundin ist früh schwanger geworden, hat 2 abgebrochene Ausbildungen und erst im dritten Anlauf eine Ausbildung abgeschlossen, damit kommen meine Eltern einfach nicht zurecht.
Meine Eltern haben mich finanziell gut unterstützt, günstigeren Zinssatz durch zursätzliche Sicherheiten, damit es für mich halt nicht so teuer wird...
Heut war meine Freundin bei Ihnen und sie haben sie gefragt ob Sie denn wohl die richtige für mich wäre usw.. usf....
das Problem ist, dass meine Eltern egal was für eine Freundin ich habe, sich immer einmischen, nie mit denen gut bzw. teilweise gar nicht klarkamen, wie z.b. mit meiner ex - frau.... mich macht es einfach kaputt und meine beziehungen zerstört es dann auch iwie.
meine mutter sitzt vor meine freundin am heulen, wirft ihr vor das sie ja früher nix geschafft hätte usw... und das ich damals als ich noch in einer funktionsfähigen ehe war, den kontakt für einige wochen abgebrochen habe... warum versteht sie aber nicht... sie wär sogar zum psychologen und der meinte ich würde von selbst wiedekommen, aber sie hat damals den kontakt wieder hergestellt...
nun habe ich mir helfen lassen, um streit zu vermeiden, also ich meine das mit dem geld, und nun steh ich wieder da und weiß nicht ob es so richtig war...
ich selber leide schon unter starke depressionen, ich weiss es, meine freundin auch, sonst keiner... meine freundin nimmt mich auch mit dieser macke immo, aber sie hat doch sehr viel zu ertragen von meiner seite, aber wie soll ich denn harmonisch leben können wenn immer wieder sowas ist?
was kann ich machen? ich will keinen streit, aber die scheinen unbelehrbar zu sein, ich weiss echt nicht mehr weiter...
ich liebe meine eltern, das ist klar, und sie sind auch immer für mich da, aber sobald eine frau mit im spiel ist, so ist sie nie gut genug und wenn doch dann nur für kurze zeit... ich ertrag das nicht mehr ...
ich kann aber auch aus karrieretechnischen gründen nicht zum arzt mit den depressionen oder was auch immer es ist, aber es gibt tage an denen gehts mir richtig scheisse, was sich inzwischen im extremfall auch körperlich bemerkbar macht.
ich bitte um Mitteilung eurer Meinungen

Beitrag von petra1982 06.04.10 - 14:59 Uhr

Es ist dein leben deine Freundin. Liebst du sie? Ich nehme an ja, sag deinen Eltern nett aber bestimmend das sie ihre meinung kuntgetan haben aber es deine Entscheidung ist. Hoffe das dir geholfen wird mit deinen Depressionen, ist sicher nicht einfach. Und viel erfolg das deine Eltern mal einsehen das du kein Kind mehr bist sondern ein Erwachsener mann der selbst entscheidet wie er lebt. Und geld würde ich glaub keins nemen wenn ich nicht am verhungern wäre....

Beitrag von thyme 06.04.10 - 15:06 Uhr

"ich liebe meine eltern, das ist klar, und sie sind auch immer für mich da, aber sobald eine frau mit im spiel ist, so ist sie nie gut genug und wenn doch dann nur für kurze zeit... ich ertrag das nicht mehr ..."

Kein Wunder, für deine Eltern bist noch ca. 13. Und du benimmst dich auch so.
Nable dich ab und mach deinen Eltern unmissverständlich klar, dass du dankbar für ihre finanzielle Hilfe bist, ansonsten aber allein entscheidest, mit wem du zusammen bist.

LG

Beitrag von anonym12345 06.04.10 - 15:10 Uhr

also die sind relativ einfach strukturiert...

entweder ich mache nun das was die verlangen (was ich aber deshalb nicht mache, und auch nie gemacht habe) oder es gibt richtig heftigen stress, was widderrum dann dazuführt das ich sämtlichen kontakt vermeide oder auf das absolut notwendige minimum wg meiner tochter reduziere

Beitrag von petra1982 06.04.10 - 15:15 Uhr

dann tu dies doch einfach, und wenn sie nicht aufhören geht eben nicht mal das minimum. wie lang willst sowas mitmachen? bis du alleine da stehst und die nächste verkraulen sie wieder?

Beitrag von anonym123456 06.04.10 - 15:21 Uhr

ja ich werds ein letztes mal mit sprechen probieren und dann mal sehen... letzlich habt ihr ja recht

und ich komme damit so auch nicht klar

es macht ja auch innerhalb der beziehung zu meiner freundin viel kaputt...

Beitrag von petra1982 06.04.10 - 15:23 Uhr

Nur weil sie dir Geld leihen/schenken gibt es Ihnen nicht das recht dein Leben zu bestimmen. Und wenns so eng wird bekommst rechtshilfe und kannst die Anwaltskosten Monatlich abstottern.

Beitrag von thyme 06.04.10 - 15:24 Uhr

Du hast zwei Möglichkeiten

Möglichkeit A: Du entwickelst endlich Rückgrat und hältst deinen Eltern die Stange. Dann gibts halt Stress, dafür gehts dir besser und deine Beziehungen gehen nicht ständig flöten. Keine Frau will nämlich ein Muttersöhnchen, dass vor der Mami kuscht. Wenn deine Eltern so einfach gestrickt sind wie du sagst, werden sie irgendwann einlenken - wie das letzte Mal ja auch. Musst halt den Stress aushalten lernen und jedesmal klar die Grenze ziehen, wenn die Leier wieder von vorne beginnt.

Möglichkeit B: Du erlaubst deinen Eltern weiterhin, dein Leben zu bestimmen. Dann nimm schön deine Antidepressiva und akzeptiere dein Los.

LG thyme

Was deine Eltern da abziehen nennt man übrigens emotionale Erpressung. Ist eine sehr bliebte Taktik bei Mamis, die ihre Söhne schön an der Kandare halten wollen. Damit eine Erpressung funktioniert, brauchts übrigens zwei....

Beitrag von minniemaus77 06.04.10 - 15:13 Uhr


ZU allererst mußt du deinen Eltern klipp und klar sagen ,das du volljährig bist ,deine eigenen Entscheidungen triffst und vor allem hör auf dein Leben von deinen Eltern finanzieren zu lassen .So kommst du immer mehr in eine Abhängigkeit und du lernst nie auf eigenen Beinen zu stehen .Klar ist es einfach ,wenn man zu den Eltern gehen kann und die Hand aufhalten ,aber wie lange willst du das noch so machen?

Du hast einen Job ,in dem du Geld verdienst und lern damit auszukommen ,wenn du etwas größeres möchtest dann spar.

Deine Eltern müssen lernen dich loszulassen ,dich mit Tränen und Vorhaltungen bei der Stange zu halten ist nicht die feine Art .Irgendwann muß man sein Kind ziehen lassen und sein eigenes Leben leben lassen.

Sicher werden sie erst beleidigt sein ,stur oder störrisch ,aber da mußt du durch.Du fällst die Entscheidung mit wem du dein Leben verbringen willst und wenn die junge Dame bislang nichts auf die Reihe bekommen hat ,dann hilf ihr dabei .Vielleicht hat sie es von ihren Eltern so vorgelebt bekommen -also woher soll sie wissen wie ein geregeltest Leben funktioniert.

Deine Depressionen solltest du aber behandeln lassen ,die Ausrede"aus karrieretechnischen gründen" kannst du nicht gehen ist Schwachsinn .Der Arzt hat eine Schweigepflicht und dein Arbeitgeber muß nichts von einer Therapie erfahren.Du kannst ganz entspannt nach Feierabend einen Therapeuten besuchen ,von mir aus auch in der Nachbarstadt -nur damit dich keiner sieht - aber pack es an ,sowohl dein eigenes leben und dein Seelenheil.

Viel Glück!




Beitrag von anonym123455 06.04.10 - 15:16 Uhr

schweigepflichtentbindung ist in einigen bereichen erforderlich, zumindest im öffentlichen dienst

zudem besitze ich lediglich freie heilfürsorge

das mit dem finanziellen ist ne einmalige sache bis dato, da eine immobilie und auszahlung von unterhalt usw... halt scheidungskosten erforderloch waren und es somit
gut 2 % günstiger wurde... also immer handaufhalten ist nicht wirklich so ... naja sei es drum kann hier ja auch keiner wissen, kam vlt falsch rüber

Beitrag von minniemaus77 06.04.10 - 17:25 Uhr

>schweigepflichtentbindung ist in einigen bereichen erforderlich, zumindest im öffentlichen dienst >


Die Schweigepflichtentbindung trifft nur in bestimmten Fällen für die Beihilfe zu ,d.h. die Kosten der ersten Sitzungen werden (auch im öffentlichem Dienst) erstattet,sollte sich herausstellen das du länger Hilfe benötigst kann die Therapie ausgeweitet werden .Rechnungen die über die Behilfe eingereicht werden ,können vom Bearbeiter hinterfragt werden .Dazu schreibt der Beihilfebearbeiter den Therapeuten an und dieser muß unter Umständen ein Gutachten erstellen.Die teilweise Entbindung der Schweigepflicht betrifft nur den Kontakt zwischen Bearbeiter und Therapeut.dies gilt nicht für deinen Arbeitgeber!!Du kannst der teilweisen Entbindung der Schweigepflicht auch widersprechen ,mußt aber unter Umständen damit rechnen das du die Kosten der Sitzungen selbst tragen mußt.

In der Regel gibt es aber keine Probleme ,nur ganz selten wird so eine Begründung der Kosten angefordert.

Problematisch wird es nur ,wenn du eine Tagestherapie machst , und dann vom Dienst freigestellt werden mußt .Dann solltest du natürlich deinen Arbeitgeber einweihen.

Bis jetzt kenne ich niemanden ,der auf Grund einer Therapie irgendwie nachteilig bei Beförderungen oder ähnlichem behandelt wurde.
Ich bin ebenfalls im öffendlichem Dienst und glaub mir ,bei uns gibt es einige die sich Hilfe holen ,um ihr Leben wieder in Einklang zu bringen und die diesen Schritt nicht bereut haben.
Denn ein depressiver Mitarbeiter kann auf Dauer nicht die Leistung bringen ,wie es sollte und das könnte dann irgendwann dem Chef zu denken geben ...



Beitrag von auchschwarz 06.04.10 - 15:22 Uhr

Hi,

es ist ein blöde Situation, so zwischen den Stühlen zu stehen. Natürlich macht es eine Beziehung kaputt, wenn die Eltern einem alles so madig machen.
Wieso lässt Du es zu, dass sich Deine Eltern so einmischen ? Wenn zwischen Dir und Deiner Freundin alles stimmt, dann lebt euer Leben so, wie ihr das möchtet. Zu Deinen Eltern kannst Du ja immer noch alleine gehen (zumindest eine Weile) und Dein Privatleben von ihnen einfach abgrenzen. Mach ihnen klar, dass Du ihre Unterstützung sehr schätzt und es Dein Leben sehr viel einfacher gemacht hat. Dieser Gefallen sollte aber nicht als Druckmittel verwendet werden !
Du bist erwachsen und durchaus in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen. Deine Eltern werden immer ein wichtiger Bestandteil Deines Lebens bleiben, aber bei gewissen Dinge sollten sie sich dann doch lieber raushalten. Mach ihnen klar, dass Du aus Deiner ersten Ehe gelernt hast, dass Du vorsichtiger geworden bist und weisst, dass sie besorgt sind und nur das Beste wollen. Was genau das Beste für Dich ist, ist allerdings Dir überlassen ! Du kannst es hier nicht jedem recht machen und letzterenendes ist es Dein Leben.

Alles Gute.

Beitrag von uwenger85 07.04.10 - 23:37 Uhr

Hallo

Ja über die Eltern da könnte man Bücher schreiben. Ich habe auch so besorgte Eltern und einigemale haben sie sich auch eingemischt in mein Privatleben.

Ich musste Ihnen dann bestimmend sagen, dass das nicht geht, dass es mein Leben ist und sie sich gefälligst daran halten sollen. Das heisst nicht, dass Du Deine Eltern dann nicht mehr liebst, wenn Du ihnen mal sowas ähnliches sagen könntest.

Es ist Dein Leben. Wir können uns unsere Eltern nicht ausssuchen, aber wir haben das Recht unser eigenes Leben zu führen, so wie wir das wollen und nicht wie es unsere Eltern wollen. So auch Du.

Ich hoffe, dass Du die Kraft hast, Deinen Eltern dies mal klarzumachen.

Liebe Grüsse

Urs