Elterngeld wo beantragen wenn Job bis Ende des Mutterschutz befristet?

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Beitrag von nicole140282 06.04.10 - 17:16 Uhr

Hallo,

ich habe mich jetzt schon versucht, im Internet zu belesen was meine Frage betrifft und auch hier mal in ähnliche Diskussionen reingelesen aber so richtig konnte ich mir die Frage dennoch nicht beantworten...

Ich beschreibe euch mal kurz die Situation:

ich habe meinen vorauss. ET am 23.08.10, mein Arbeitsvertrag ist bis zum 02.11.2010 befristet und wird durch meine Schwangerschaft dann ja auch nicht mehr verlängert. (was auch gar nicht mein Wunsch wäre)

Nun habe ich das so verstanden dass ich das Mutterschaftsgeld und den Mutterschaftsurlaub noch von bzw. bei meinem jetzigen Arbeitgeber erhalte bzw. beantrage, richtig?! Das wird ja bis acht Wochen nach Geburt gezahlt ne?! Wäre also bis Ende Oktober, was ja dann halbwegs mit meiner Jobfrist überein stimmen würde...wenn der Geburtstermin ungefähr um den geplanten ET liegt...jedenfalls muss ich mich ja sowieso aufgrund der befristeten Arbeit drei Monate vor Ablauf beim AA melden.

Ich werde also Ende Juli dort anrufen und mich demnach arbeitslos melden.

Nun aber meine Frage: das Elterngeld beantrage ich dann ebenfalls beim Arbeitsamt oder wie?
Und da man ja eigentlich nur ein Jahr Arbeitslosengeld bekommt, wie ist das dann wenn man aber in der Elternzeit ist?
Dann bekomme ich die 12 Monate Elterngeld und dann? ALG2 oder wie?!
Denn ich möchte eigentlich gern zwei Jahre meine Elternzeit nehmen und dann wieder arbeiten gehen.

Ich hoffe ihr könnt Licht ins Dunkel bringen und mir vielleicht helfen...bin inzwischen ziemlich verwirrt....

sorry dass es so lang geworden ist...

danke vorab,

LG, Nicole

Beitrag von anyca 06.04.10 - 17:20 Uhr

Elterngeld beantragst Du bei der Elterngeldstelle, nicht beim Arbeitsamt. Nach den 12 Monaten gehst Du entweder wieder arbeiten oder wirst vom Kindsvater versorgt - nur wenn ihr gemeinsam unterm Existenzminimum seid, könnt ihr gemeinsam ergänzendes ALG II beantragen.

ALG I bekommt nur, wer dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, und bei Dir meine ich rauszulesen, daß Du gerne länger als ein Jahr daheim sein willst?

Beitrag von nicole140282 07.04.10 - 12:05 Uhr

Hi Anyca,

lieben Dank für deine Antwort...
Ja, da hab ich wohl alles durcheinander gebracht...hehe.
Aber es leuchtet ja ein, ich brauche mich nicht arbeitssuchend melden wenn ich gar nicht arbeiten gehen kann. Ja, ich möchte, wenn es finanziell realisierbar ist, zwei Jahre zuhause sein beim Krümel und dann wieder arbeiten gehen. Dann wäre es am sinnvollsten, ich lasse das Elterngeld splitten auf die zwei Jahre ne!? Die Möglichkeit besteht doch, hatte ich gelesen, oder?! Dass wir dann halt zum Gehalt meines Freundes ein paar Euro noch Elterngeld dazubekommen...

Wenn ich jetzt zwei Jahre Elternzeit nehmen möchte und dann auch das Elterngeld auf die zwei Jahre beziehe, dürfte ich dann eigentlich beispielsweise, nach anderthalb Jahren für ein paar Stunden wieder arbeiten gehen? Gibt es doch sicher auch eine Gehaltsgrenze, bis wieviel ich da dazuverdienen darf oder?!

LG, Nicole

Beitrag von kati543 06.04.10 - 21:13 Uhr

"Ich werde also Ende Juli dort anrufen und mich demnach arbeitslos melden. "

Das ist schon ein grober Denkfehler. Denn:
1. man ruft dort nicht einfach an und meldet dort mal was, sondern man geht dorthin und füllt einiges an Formularen aus, bringt verschiedene Unterlagen mit...
2. man meldet sich nicht arbeitslos - das interessiert niemanden, sondern arbeitssuchend

Arbeitssuchend kannst du dich aber nicht melden, denn du bist in Mutterschutz bzw Elternzeit und demnach ist das Arbeitsamt für dich gar nicht zuständig. Denn du meldest dich ja wie gesagt arbeitssuchend - aber wenn du (Vollzeit) 2 Jahre Elternzeit nehmen willst, suchst du keine Arbeit, sondern jemanden der dir das finanziert. Um ALG1 zu erhalten musst du übrigens einen Betreuungsplatz für dein Kind nachweisen.
Regulär wäre demnach der Vater deines Kindes Unterhaltspflichtig für dein Kind und dich. Kann er das nicht zahlen (bzw. ihr lebt zusammen und euer Einkommen liegt unter dem Existenzminimum) bekommt ihr staatliche Leistungen in Form von z.B. ALG2.

Beitrag von nicole140282 07.04.10 - 11:54 Uhr

Hallo Kati,

danke für die Antwort...jetzt ist es mir soweit klar.:-D

Ok, also wäre es am sinnvollsten, ich splitte das Elterngeld auf zwei Jahre auf (habe gelesen, das sei möglich) so dass ich dann diesen monatlichen Betrag erhalte und das dann zu dem Gehalt meines Freundes dazukäme...


Was deine Anmerkung mit "man ruft dort nicht einfach an...." betrifft, so kann ich dir versichern, dass ich das bereits vor der Verlängerung meines Vertrages damals so machen MUSSTE!!! Die Agentur für Arbeit hat dafür nämlich direkt eine Telefonnummer geschaltet wo man sich, ok, dann nicht arbeitslos sondern arbeitssuchend meldet. ;-)
Dazu ist man bei befristeten Verträgen drei Monate vor Fristende verpflichtet und man muss nicht extra dorthin. Im Anschluss erhält man dann die Unterlagen per Post, füllt die aus und geht dann mit diesen zu einem festen Termin zur Agentur. So war es bei mir bisher halt, daher hab ich geschrieben, ich ruf dort an. Nur so zur Erklärung...

LG, Nicole