warum Beikost erst ab 6 Monaten? Jemand schon früher angefangen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mara82 06.04.10 - 18:23 Uhr

Hallo,

wieso soll man Beikost erst ab dem 6 Monat anbieten?
Mein Kleiner hat heute einen Löffel probiert und fand das total klasse. ( Der Kleine von meiner Freundin ist etwas älter und da gab´s heute Frühkarotten)
Meiner hat geschrien als ich ihm dann sein Fläschen geben wollte, er wollte den Löffel zurück. Hab ihm dann noch einmal probieren lassen.
Bin mir jetzt unsicher, gibt es jemanden der auch schon früher angefangen hat und bei dem es gut ging?


LG

Beitrag von marysa1705 06.04.10 - 18:27 Uhr

Hallo,

klar kann man auch schon früher anfangen. Man weiss aber einfach, dass Kinder, die 6 Monate vollgestillt werden weniger Magen-Darm-Infekte haben als Kinder, die nur 4 Monate lang vollgestillt werden.
Das Verdauungssystem braucht einfach seine Zeit...

Ob es bei Deinem Kind gut geht, weisst Du eben leider erst hinterher. Wenn ich hier so oft lese, wie die Kleinen dann Verstopfung haben, dann frage ich mich doch, warum manche Mama nicht einfach noch etwas warten kann.

Unser Kleiner ist jetzt fast 7 Monate alt, hatte noch nie Verstopfung oder ähnliches und lutscht bisher nur manchmal an einzelnen Lebensmitteln herum, die er sich bei uns vom Tisch klaut.

LG Sabrina

Beitrag von moeppi2004 06.04.10 - 19:46 Uhr

"Man weiss aber einfach, dass Kinder, die 6 Monate vollgestillt werden weniger Magen-Darm-Infekte haben als Kinder, die nur 4 Monate lang vollgestillt werden. "

Meine hat nur 4 Wochen Muttermilch bekommen und hatte NIE einen Magen-Darm-Infekt.

Also bitte nicht immer alles verallgemeinern. ;-)

Beitrag von marysa1705 06.04.10 - 20:46 Uhr

Darum geht es gar nicht...
Es geht nicht um Muttermilch oder Flaschenmilch - es geht um den Zeitpunkt der Beikosteinführung.
Dein Baby wird wohl kaum nach 4 Wochen Beikost bekommen haben. ;-)

Im Übrigen behaupte ich das nicht einfach so, sondern das weiss man aus wissenschaftl. Studien:
http://www2.cochrane.org/reviews/de/ab003517.html

LG Sabrina

Beitrag von moeppi2004 06.04.10 - 23:23 Uhr

Hab ja nicht davon gesprochen das es mit 4 Wochen Beikost bekommen hat.

Fand nur die Aussage mal wieder typisch das man NUR von der Muttermilch spricht.

Alles andere ist ja sooooooo schädlich.

Wir sind auch gesund groß geworden..trotz Flasche!

Beitrag von marysa1705 07.04.10 - 10:29 Uhr

Aber wie gesagt, darum geht es gar nicht.

Mir ging es um diese Studienübersicht und da wurde nunmal untersucht, ob 4 Monate oder 6 Monate ausschliessliches Stillen besser ist.

Es wurde hier keine Aussage über Stillen oder Flasche getroffen, sondern um den Zeitpunkt der Beikosteinführung. #aha
Ist das jetzt klarer? ;-)

Würde man Studien untersuchen, die zwei verschiedene Zeitpunkte der Beikosteinführung UND zwei verschiedene Ernährungsformen (Stillen und Flasche) als Grundlage haben, dann wäre es sehr schwierig, klare Aussagen zu treffen, weil man ja nicht weiss, welche Folgen auf welche Ursache zurückzuführen sind.

Ich hatte also bisher gar keine Aussage zur Flaschenernährung getroffen.

Zu Deiner Aussage:
>>Alles andere ist ja sooooooo schädlich.
Wir sind auch gesund groß geworden..trotz Flasche!<<

Meine Meinung dazu:
Klar ist Flaschenernährung nicht "schädlich" im Sinne von "Schaden zufügen". Aber es ist eben nicht das beste.
Ich denke, es ist gut, dass es Flaschenernährung gibt, für die, die es WIRKLICH brauchen, weil die Mutter beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht stillen kann.
Man KANN auch Maggi-Tütensuppen, -saucen etc. essen. Es ist nicht schädlich. Eine frisch zubereitete Tomatensauce schmeckt aber eben besser und ist gesünder.
Man kann es gut mit dem Begriffpaar Lebensmittel und Nahrungsmittel unterscheiden: Stillen wäre dabei ein Lebensmittel, Säuglingsmilch lediglich ein Nahrungsmittel.


Sabrina

Beitrag von moeppi2004 08.04.10 - 13:44 Uhr

Ja is ja auch richtig....War ja auchn nicht bös gemeint.

Aber bei einer Sache muss ich Dir wiedersprechen:

"Man KANN auch Maggi-Tütensuppen, -saucen etc. essen. Es ist nicht schädlich. Eine frisch zubereitete Tomatensauce schmeckt aber eben besser und ist gesünder."

Eine frische schmeckt üüüüüüüüüüüberhaupt nicht....Schüttel....Viel zu laff.

Beitrag von marysa1705 08.04.10 - 14:23 Uhr

"Eine frische schmeckt üüüüüüüüüüüberhaupt nicht....Schüttel....Viel zu laff."

DANN hast Du einfach die falschen Zutaten. #rofl

Beitrag von wolke151181 06.04.10 - 20:31 Uhr

"Unser Kleiner ist jetzt fast 7 Monate alt, hatte noch nie Verstopfung oder ähnliches und lutscht bisher nur manchmal an einzelnen Lebensmitteln herum, die er sich bei uns vom Tisch klaut. "

Ähm, ich hab unserer Maus auch erst ab 6,5 Monaten Beikost angeboten, aber sie hat trotzdem ab und an mal Verstopfung. Glaub jetzt nicht, dass sowas an der Stilldauer und Einführung der Beikost liegt.

Die WHO empfiehlt es eben bis zum 6. Monat zu warten, weil der Darm ausgereifter ist und evtl. Allergien nicht auftreten.

LG Claudia

Beitrag von marysa1705 06.04.10 - 20:59 Uhr

Es kommt selbstverständlich auch darauf an, was und wie viel das Kind isst. Auch Erwachsene können ja Verstopfung bekommen...

Aber wie Du ja selbst schreibst, muss der Darm einfach erst ausgereift sein. Das heisst aber nicht, dass er einen Tag bevor das Kind 6 Monate alt ist noch nicht ausgereift ist, einen Tag nachher aber schon.

Deshalb vertrete ich eben die Ansicht, dass es am besten ist, wenn ein Baby nur das isst, was es sich auch selber nimmt und selbstständig isst. Woher soll eine Verstopfung kommen, wenn ein Baby ein paar Krümel an einem Brot oder etwas an einer Scheibe Gurke lutscht und ansonsten noch vollgestillt wird? ;-)

LG Sabrina

Beitrag von mama0102 06.04.10 - 22:12 Uhr

Also meine Große bekam damals mit 12 Wochen Brei, weil sie einfach von nixmehr satt wurde, mit 14 Wochen Gemüse und mit 4 Monaten außer der Morgenflasche nichtsmehr. Sie wird nächsten Monat 9 Jahre alt und hatte in ihrem Leben erst einen Darminfekt, nämlich mit 22 Monaten und ist auch ansonsten fast nie krank, nichtmal erkältet.............
Meine Kleine war gegen alles allergisch, bekam erst mit nem knappen halben Jahr Beikost und das auch nur sehr wenig und immer nur eine Sache, war dafür aber die ersten 5 Jahre ihres Lebens beinahe dauerkrank, zu klein und leicht und ißt noch heute so gut wie nichts....

Es kann also auch ganz anders sein....

LG, Sandra

Beitrag von marysa1705 07.04.10 - 10:12 Uhr

Jaja, ich weiss, hier bei Urbia werden komischerweise alle Babys ganz unerklärlicherweise "nicht mehr satt". :-p

Leider ist das totaler Quatsch - aber viele halten es eben für "nicht mehr satt werden", wenn ein Baby zeitweise wieder öfter gestillt werden möchte.
Vor allem wäre es total unsinnig, wenn man einem Baby, wenn es "nicht mehr satt wird" dann Gemüsebrei gibt, denn der Energiegehalt von Muttermilch ist viel höher als der von Beikost:
http://www.rabeneltern.org/ernaehrung/diesunddas/energiegehalt.shtml

Aber das ist ein gutes Beispiel, was die Einbildung der Eltern so alles bewirken kann...

Zu Deinem Beispiel:
Klar kann alles ganz anders sein. Das sind eben einfach Einzelfälle. In den genannten Studien werden solche Dinge aber in grossem Rahmen untersucht. Natürlich muss nicht JEDES Kind, das schon mit 4 Monaten Beikost erhält, mehr Magen-Darm-Infekte bekommen. Aber diese Häufungen sind eben so signifikant, dass man eine solche Aussage treffen kann.
Als Vergleich: Man KANN auch bei rot über die Ampel gehen...


Sabrina

Beitrag von susya 07.04.10 - 11:42 Uhr

Also mein Sohn wurde 3 Monate gestillt und bekam dann Beikost. Er hatte in den ganzen 5 Jahren noch NIE einen Magen-Darm-Infekt. Also würd ich mal sagen, dass der Vergleich hinkt.

Meine Tochter wurd auch nur wenige Wochen gestillt und hat seit Geburt Probleme mit Verstopfung. Mal mehr, mal weniger. Und zwar egal was ich ihr gegeben habe. Bei Milch hatte sie welche, bei Brei auch und dann mal wieder nicht.

Man sollte nie alle Kinder über einen Kamm scheren!

LG Susy mit Ruben (5 Jahre) und Naya (11,5 Monate)

Beitrag von marysa1705 07.04.10 - 13:01 Uhr

Auch Dir sage ich es gerne noch:

Der "Vergleich hinkt" nicht, sondern es gibt dazu eine Studienübersicht, in der die Ergebnisse von über 20 Studien zu diesem Thema verglichen wurden.
Und ein wesentliches Ergebnis aus diesen Studien ist einfach, dass 6 Monate vollgestillte Babys weniger Magen-Darm-Infekte haben als nur 4 Monate vollgestillte Kinder.

http://www2.cochrane.org/reviews/de/ab003517.html

Das hat nichts mit "über einen Kamm scheren" oder ähnlichem zu tun. Das sind wissenschaftliche Daten und dabei wurden ETWAS MEHR Kinder verglichen als nur gerade Deine zwei.

Natürlich heisst das nicht, dass JEDES nur 4 Monate vollgestillte Kind mehr Magen-Darm-Infekte bekommt. Aber so etwas weiss man ja erst hinterher...

Da frühe Beikost aber KEINERLEI Vorteile hat, ist es selbstverständlich besser, damit zu warten.

Sabrina

Beitrag von canadia.und.baby. 06.04.10 - 18:29 Uhr

Unsere hat mit genau 18 Wochen der ersten Löffel bekommen , am 2ten tag nahm sie uns ein kleines gläßchen ab!

Bisher null verstopfung oder ähnliches!

Beitrag von shorty23 06.04.10 - 18:30 Uhr

Hallo,

was heißt denn bei dir früher? Ist dein Kind 5,5 Monate oder erst 3? Das macht schon einen Unterschied, wenn dein Kleiner 5 Monate ist und sich schon dafür interessiert würde ich sagen, ok, probier's aus. Wenn er aber erst 3,5 Monate oder so ist, würde ich es erstmal lassen, denn da ist der Magen-Darm-Trakt einfach noch nicht weiter entwickelt und kann die Beikost noch nicht so gut verarbeiten. Aber das musst du natürlich selbst entscheiden. Ich habe erst mit dem 6. Monate angefangen, meine Tochter hat sich aber auch überhaupt nicht dafür interessiert ...

LG

Beitrag von gg82abt 06.04.10 - 18:48 Uhr

Hi,

also Tim hat mit 16 Wochen seine erste Beikost bekommen.
Er machte aber auch schon ungelogen 3 Wochen davor ständig kau und schmatzgeräusche wenn wir gegessen haben.
Sogar ein Brot von mir hat er beinah damals erwischt.

Er isst mit wenigen Ausnahmen nun Mittags Menü ausm Gläschen und Abends Brei und es klappt super. Tim ist jetzr fast 28 Wochen alt

Das Kind selbst zeigt einem wann es bereit ist für Beikost.

LG Simone

Beitrag von hippogreif 06.04.10 - 18:52 Uhr

Ja natürlich kann man früher anfangen! Wichtig ist nur, dass das Kind die ersten 4 Monate vollendet hat. Dann einfach schauen, ob das Kind schon beikostreif ist.
Ich habe angefangen mit Brei, als meine 5 Monate alt wurde. Hat von Anfang an super geklappt. Nach nur 2 Wochen hat sie schon das komplette Glas leer gegessen.
Im Übrigen war man früher der Meinung, die ersten 6 Monate zu warten um Allergien vorzubeugen. Heute weiß man, dass aus allergiepräventiven Gründen NICHTS dagegen spricht, schon nach 4 Monaten mit Beikost zu beginnen.
Die Vorgaben diesbezüglich ändern sich leider alle paar Jahre... Daher: warte die ersten 4 Monate und dann entscheide einfach selbst!

Beitrag von 6woche.1 06.04.10 - 21:03 Uhr

Wieso kann man ein Säugling nicht einfach ein Säugling sein lassen?Wieso denkt man so früh schon über Beikost nach?Dein Kind isst npch sein ganzes Leben lang,dan muss man doch nicht shcon so früh damit anfangen.Und ob dein oder ein anderes Kind nicht mit dem Magen oder Darm Probleme bekommt das siehst Du nicht heute,Morgen oder in einem Monat sondern meistens erst im erwachsenen Alter.Das ein Baby mit 3,4 Monaten jedem Bissen hinter her schaut udn mit dem Mund bewegungen macht ist völig normal.Alessa hat mit 6 Monaten ihre erste Beikost bekommen.Im ersten Lebensjahr ist Milch immernoch das hauptnahrungsmittel,und Beikost solte BEIkost und nicht ERSATZkost sein.



Lg Andrea mit Janic,Joel und Alessa LZS

Beitrag von susya 07.04.10 - 11:47 Uhr

Meine Beiden haben mit reichlich 3 bzw. 3,5 Monaten ihre erste Beikost bekommen, weil beide nicht mehr satt wurden und mein Bauchgefühl mir sagte, dass es ok ist.

Der Brei wurde von beiden gut angenommen und sie haben auch relativ zeitig dann nur noch sehr wenig Milch getrunken. Naya trinkt jetzt am Tag noch 250-350 ml Milch (Morgenflasche und abends ne halbe) und sost isst sie Brei bzw. Familienessen, Brot etc.

Wenn Du dir meinst, dass es für deinen Kleinen ok ist, dann gib ihm den Brei, wenn du dir nicht sicher bist, dann lass es. Hör einfach auf dein Bauchgefühl, dann kannst du nicht viel falsch machen.

Achja, meine beiden haben keinerlei Allergien oder Unverträglichkeiten. Sind kerngesund, fit und beim besten Willen nicht übergewichtig.

LG Susy mit Ruben (5 Jahre) und Naya (11,5 Monate)